Schlagwort: Roman
Ergebnisse 11-20 von 121 [weiter]
Dana Grigorcea schreibt sich in Köpfe, Räume, Zeiten
Dana Grigorceas neues Buch ist ein Roman über das Verhältnis zwischen Kunst und Leben mit zwei wunderbaren Settings: New York in den 1920er Jahren und die Küste Liguriens in der Gegenwart. Dort ist Mai, hier ist Februar, dort steht ein Bildhauer im Mittelpunkt, hier eine Schriftstellerin. Knapp 100 Jahre und ein Ozean trennen sie, aber ihre Geschichten, vielmehr ihre Leben sind über Räume und Zeiten miteinander verbunden, denn sie schreibt über ihn und ermittelt dabei unter anderem „Das Gewicht eines Vogels beim Fliegen“. mehr...
Von den Zeitereignissen zurechtgeformt: Interview mit Joachim Wittstock, dem „Heimweltautor“
Ende April kam das neue Buch „Das erfuhr ich unter Menschen“, eine romanhafte Chronik, von Joachim Wittstock heraus, das er bei den Deutschen Literaturtagen am 29. April in Reschitza vorstellte. Anlass genug, um mit dem 1939 in Hermannstadt geborenen Autor ein Interview zu führen. Joachim Wittstock hat über zwanzig Bücher veröffentlicht, Gedichte, aber vor allem Prosa, außerdem etliche literaturwissenschaftliche Werke. Zudem übersetzte er aus dem Rumänischen und sogar aus dem Siebenbürgisch-Sächsischen und gab die Schriften seines Vaters, des bekannten Romanciers Erwin Wittstock, heraus. Vor allem interessierte ihn jedoch „die Übertragung von Seinsumständen und Lebensvorgängen in Sprache“, wie er es selbst formulierte. Das folgende Gespräch führte Edith Ottschofski. mehr...
Identität und Zugehörigkeit: „Wir sind hier für die Stille“ von Dorothee Riese
Judith, Iudita, Iuţi, Iutca – das Mädchen, das Anfang der 1990er Jahre mit seinen Eltern von Deutschland nach Rumänien auswandert, hat viele Namen, ebenso wie das Dorf am Ende zweier Landstraßen in Siebenbürgen, in dem die Familie sich niederlässt: Sarmizegetusa, Valihta, Waldlichten. Der mehrsprachige Ortsname spiegelt die wechselvolle Geschichte der Region so, wie sich an Judiths ebenfalls mehrsprachigen Namen ihre Entwicklung, ihre Identitätsfindung ablesen lässt, von der Dorothee Rieses autobiografisch gefärbter Roman „Wir sind hier für die Stille“ erzählt. Wer bin ich und wo gehöre ich hin? Wer ist Freund und wer ist Feind? Wem kann ich trauen und vor wem laufe ich besser davon? mehr...
Roman-Allegro der Extraklasse: Dagmar Dusils Roman „Das Geheimnis der stummen Klänge“
Dieser Roman ist wie ein Erzählkino der Extraklasse – ein potenzielles Drehbuch für aufregende Genussstunden, getragen von einer eindrucksvollen Mischung aus musikalischen Rauschzuständen, innerfamiliären Notstandsszenarien, eiskalt-kochenden Emotionen, dramatischer Beziehungsunfähigkeit, tragischen Konfrontationen mit dem Staatsterror und erlösender Selbstbefreiung. mehr...
Dagmar Dusils siebenbürgisch-unsiebenbürgischer Roman „Das Geheimnis der stummen Klänge“
Die Starpianistin Lavinia ist die „Frucht“ der Vergewaltigung eines bildhübschen Romamädchens. Durch wen, soll hier vorab nicht verraten werden, aber es ist für die Leser gerade dieser Zeitung garantiert ein erzählerischer Leckerbissen. Sie wird adoptiert und entwickelt sich zu einer narzisstisch-leidenschaftlichen Klavierspielerin. Bei einem emotionsarmen, aber gierigen One-Night-Stand im Musikrausch wird sie ungewollt schwanger, lehnt aber ihre Mutterschaft vehement ab, bringt das Kind in einer von der Securitate geschickt gesteuerten Regiekulisse zur Welt und gibt es – ungesehen und angewidert – zur Adoption frei.
mehr...
Leipziger Buchmesse: Lesung Dagmar Dusil und weitere rumäniendeutsche Schwerpunkte
21. März, 15.00-16.00 Uhr, Café Europa, Halle 4, Stand E401/E403: „Europäisierung Europas durch die Osteuropäisierung Osteuropas. Erinnern für die Zukunft“. Teilnehmer: Traian Pop Traian, Horst Samson, Barbara Zeizinger, Charlotte Ueckert, Benedikt Dyrlich, Dagmar Dusil, Harald Gröhler, Dato Barbakadse, Steffi Chotiwari-Junger, Edith Konradt, Peter Gehrisch.
mehr...
Gehen, Bleiben, Leben und Erinnern: Iris Wolff bleibt in ihrem neuen Buch eine literarische Wanderin
Im Normalfall beschränkt sich eine Buchbesprechung zumeist auf das eigentliche Werk. In dem hier vorliegenden Fall lohnt sich ultimativ ein kleiner Rückblick. Iris Wolff, eine aus Siebenbürgen stammende, jetzt im Breisgau lebende sowie inzwischen weithin bekannte Autorin, veröffentlichte vor mehr als einem Jahrzehnt ihren ersten Roman. Darin wurden persönliche Kindheitserinnerungen, fest verankerte Traditionen sowie Familienbeziehungen ihrer Ursprungsheimat verarbeitet und ausgeleuchtet. Als herausragendes Ereignis feierte die Leserschaft 2020 die von ihr kredenzte sowie mit allerhand vorzüglichen Ausdrucksformen angereicherte „Unschärfe der Welt“. Nun folgt eine Fortsetzung. Und was sind da für literarische Sonnenstrahlen entstanden.
mehr...
Früheste Kindheit literarisch verarbeitet: Eginald Schlattners neuer Roman „Brunnentore“
„Im äußersten Winkel des Obstgartens lag ein Wasserloch, das nie austrocknete, dessen Gewässer nie überflossen. Der Großvater nannte es ,blinden Brunnen‘, der Vater ,Tümpel‘, die Mutter mit leisem Zungenschlag ,Weiher‘. Für uns Buben war es das Brunnentor in rätselhafte Gründe. Mein kleiner Bruder hatte den Namen ausgebrütet.“ In seinem neuen Roman „Brunnentore“ (2023) greift Eginald Schlattner die Zeit seiner frühesten Kindheit auf, als die Familie von Mitte der 1930er Jahre bis zum Wiener Schiedsspruch 1940 in Szentkeresztbánya (Karlshütte) im Szeklerland lebte. Damit schließt der Autor die Reihe seiner autofiktionalen Romane, die sein gesamtes Leben umfassen und darüber hinaus ein Panorama des Lebens der deutschen Bevölkerung im Rumänien des 20. Jahrhunderts bieten. mehr...
Der Ring aus Beton: Wolfgang Martin Roths Roman über einen Siebenbürger Sachsen, der Vater und Theologe wurde
Im Literaturhaus Berlin fand am 9. Mai eine Lesung mit dem Schriftsteller und Psychotherapeuten Wolfgang Martin Roth statt. Im Gespräch mit der Journalistin und Schriftstellerin Elke Schmitter stellte er seinen jüngst im Wiener Löcker Verlag erschienenen, autobiografisch gefärbten Familienroman „Die Schuhe der Väter“ vor. Im Mittelpunkt des Romans steht ein siebenbürgisch-sächsischer Familienvater, dem während des Zweiten Weltkriegs mit einer zweiteiligen umfangreichen Arbeit über die Reformation in Siebenbürgen die Promotion und Habilitation in Göttingen gelang und der dort bis zu seinem frühen Tod als Theologieprofessor tätig war. Roths Annäherung ans Familiengeschehen und die Verirrungen des Vaters in der NS-Zeit sind psychologisch und historisch fundiert. Ingeborg Szöllösi nimmt in ihrer Rezension die psychologische Fährte des Buchs auf. mehr...
Neuer Siebenbürgen-Roman von Richard Witsch
Kürzlich erschienen ist Richard Witschs Buch „Tödliches Dilemma. Künstler in der politischen Falle“. Der gebürtige Heltauer (Jahrgang 1952) legt damit nach „Die Befreier aus dem Alten Land“ von 2019 seinen zweiten Siebenbürgen-Roman vor. Der Autor lebt seit 1977 in Deutschland. Er studierte Musik und Philosophie in Bukarest und Köln, promovierte 2004 an der Technischen Universität Berlin im Fach Musikwissenschaft und war als Kulturmanager, Gymnasiallehrer, Instrumentalmusiker, Referent und Journalist tätig. Außerdem beteiligte er sich an Notendrucken, CD-Produktionen, Druckschriften, Orgelrestaurierungsprojekten und internationalen Symposien. mehr...









