Ergebnisse zum Suchbegriff „1927“

Artikel

Ergebnisse 1-10 von 176 [weiter]

25. Dezember 2025

Kulturspiegel

Leuchtersingen in Schellenberg: Zu einem Gemälde von Hans Hermann aus den 1920er Jahren

Die Feier der Christmette mit dem Christleuchter („Lichtert“) in der evangelischen Kirche in Schellenberg malte Hans Hermann mindestens dreimal. Auf dem hier abgedruckten, relativ großformatigen Bild sind hinter der Brüstung der Empore die zur Frühkirche herbeigeeilten Gläubigen zu erkennen, eine weitere Fassung im Besitz der Nachkommen des Künstlers zeigt statt des Kirchenraums Maria und Josef als schemenhafte Sihouetten im erleuchteten Stall (abgebildet in Oskar Kesslers weit ausholenden Artikel rund um den Lichtertbrauch in Siebenbürgische Zeitung v. 15.12.2019, S. 7, siehe auch SbZ Online vom 22. Dezember 2019). mehr...

8. November 2025

Kulturspiegel

Das vergessene Genie aus Hermannstadt: Zum 80. Todestag des Komponisten Norbert von Hannenheim

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Musikleben Siebenbürgens fest in der Spätromantik verankert. Volksliedbearbeitungen, Chor- und Kirchenmusik dominierten, und selbst bedeutende Komponisten wie der Symphoniker Paul Richter (1875-1950) bewegten sich im vertrauten tonalen Rahmen. Dies änderte sich jedoch mit Norbert von Hannenheim, einem radikalen Neuerer, den kein Geringerer als Arnold Schönberg (1874-1951), einer der einflussreichsten Komponisten der Moderne und der Begründer der Zwölftontechnik, als „eine der allerinteressantesten Begabungen“ unter seinen Schülern lobte. Wer war dieser Ausnahmekomponist – und warum ist er heute fast vergessen? mehr...

8. September 2025

Kulturspiegel

Abenteuer Ahnenforschung: Eine Reise mit vielen Überraschungen und offenem Ende

Die Weihnachtskarte war doppellagig, glitzernd und die obere Schicht bestand aus knisterndem durchsichtigem Kunststoff. Das Hintergrundbild war zauberhaft und kitschig zugleich. Ich hatte sie eben aus dem Briefkasten geholt. Sie kam von meiner Schwester, die vor einigen Jahren in die USA ausgewandert ist, aus Chicago. Innerhalb von Sekunden wurde ich in meine Kindheit in Mediasch zurückversetzt. Damals kamen ähnliche Karten aus Anaheim in Kalifornien. Die Tante meiner Mutter – oder war es ihre Cousine? – schickte uns aus den USA solche und ähnliche Grüße. Mit einem Mal erwachte mein Interesse an diesen entfernten Verwandten. Ich erinnerte mich an einige Namen. Aber wer waren sie wirklich? Und wie war ihr Leben verlaufen? Und so tauchte ich ab in die Ahnenforschung. mehr...

9. August 2025

Interviews und Porträts

Von Landlerbibeln, Lica-Schnitten und kommunizierenden Trinkgefäßen: Der Hermannstädter Kunsthandwerkerin Renate Fleischer ein Lebensbild zum Neunzigsten

Es hat mich einige Überzeugungsarbeit gekostet, Renate zu einem Artikel anlässlich ihres Neunzigsten zu überreden. Dabei hat sie sich in vielfältiger Weise um die sächsische Kultur und Brauchtumspflege verdient gemacht. Als Hermannstädter Urgestein hatte sie noch viele der Originale des alten Hermannstadt selbst gekannt. Für mich auch deshalb spannend, weil wir in der gleichen Straße wohnten, ich noch ein kleiner Junge und sie eine junge Frau, die schon „große Zeiten“ erlebt hatte. mehr...

14. März 2025

Kulturspiegel

75. Berlinale unter neuer Leitung mit positiver Bilanz: Radu Jude für „Kontinental ’25““ mit Silbernem Berliner Bären ausgezeichnet

Die 75. Internationalen Filmfestspiele Berlin fanden unter neuer Leitung der US-Amerikanerin Tricia Tuttle statt. Über 240 Filme aus 26 Ländern konkurrierten in acht Sektionen um die begehrten Preise wie Goldener und Silberner Berliner Bär. mehr...

5. März 2025

Verschiedenes

Hegt wird gesangen!: „Mer wealle bleïwe, wat mer sen“

Den Text des Liedes „Mer wealle bleïwe, wat mer sen“ (Sachse-Schwur), Wir wollen bleiben, was wir sind (Sachsen-Schwur) schrieb der Mediascher Stadtpfarrer Josef Lehrer (1874-1944). Vertont wurde er vom Rektor-Lehrer Heinrich Bretz (1862-1947). mehr...

26. Januar 2025

Kulturspiegel

Hegt wird gesangen!: Et såß e klie wäld Vijjeltchen

„Et såß e klie wäld Vijjeltchen“ ist eines der ältesten siebenbürgisch-sächsischen Volkslieder, das in ganz Siebenbürgen verbreitet war und auch heute noch im aktiven Liedschatz lebt.
Friedrich Wilhelm Schuster (1824-1914) veröffentlichte Text und Melodie erstmals 1865 in seiner Sammlung „Siebenbürgisch-sächsische Volkslieder, Sprichwörter, Räthsel, Zauberformeln und Kinderdichtungen“ aus mündlichen Mühlbacher und Petersdorfer Überlieferungen sowie eine zweistrophige Fassung aus Weißkirch bei Bistritz. Gottlieb Brandsch (1872-1959) fügte ihnen noch zwei weitere Fassungen aus dem Nösnerland (Schönbirk, Petersdorf) bei und veröffentlichte alle in seiner Ausgabe der mundartlichen Volkslieder von 1931. mehr...

2. September 2024

Rumänien und Siebenbürgen

Europäisches Treffen aller Neustädter – ein Erfolg

Die AG „Neustadt in Europa“ umfasst insgesamt 37 Ortschaften mit dem Namen „Neustadt“ in ganz Europa, von Polen bis Österreich und von Holland bis Rumänien. Diese Ortschaften treffen sich seit 1975 jährlich in einer Arbeitsgemeinschaft, um soziale, kulturelle und touristische Ziele zu setzen. Neustadt im Burzenland (rumänisch Cristian) hatte bereits 2023 zum Treffen ins Burzenland eingeladen, 16 Ortschaften meldeten sich, um daran teilzunehmen. mehr...

23. August 2024

Sachsesch Wält

Grete Lienert-Zultner: „Wängsch“

Hinter der harmlos klingenden Überschrift „Wängsch“ (Wunsch) verbirgt sich eine persönliche Tragödie: Eine junge Frau wurde von ihrem auserwählten künftigen Bräutigam verlassen. Damit tritt neben den Trennungsschmerz zugleich eine wehmütige Trauer über die verlorene Zugehörigkeit zur Gruppe der ungebundenen Jugend. Verständlich wird Letzteres vor dem Hintergrund des traditionellen Sozialverhaltens der Jugendlichen, wie es einst in siebenbürgisch-sächsischen Dörfern üblich war. mehr...

13. Juli 2024

Kulturspiegel

Deutsch-ukrainische Fluchtgeschichten: Der Bürgermeister Peter Bullinger aus Schwaben

Wie die ganze Bevölkerung der Ukraine wurde auch die deutsche Minderheit zum Opfer des russischen Angriffskrieges. Der Programmschwerpunkt des Hauses des Deutschen Ostens in München „Deutsche in der Ukraine im Fokus“ nimmt einige Schlüsselereignisse der Geschichte und Gegenwart dieser Minderheit in den Blick. Als Teil dieses Vorhabens sollen deutsch-ukrainische Fluchtgeschichten des 20. Jahrhunderts aufgearbeitet werden. Als erste Folge wird die Fluchtgeschichte der Familie Bullinger aus der Zeit der bolschewistischen Revolution in Russland und des Bürgerkrieges, der 1918 auf dem Territorium des einstigen russischen Zarenreiches, darunter in der Ukraine, ausgebrochen war, vorgestellt. Sie wurde von ihrem Nachkommen, Dr. Wolfgang Scheibel (München), niedergeschrieben. mehr...