Ergebnisse zum Suchbegriff „Banater Autoren“
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Joachim Wittstocks Griff nach der Zeitlosigkeit: Deutungsversuch eines siebenbürgischen Jahrhundertepos
Diese Sprache ist nicht austauschbar, geschweige denn ohne Weiteres nachzuahmen. Diese Erzählstimme ist nicht egal, sondern fugenlos rahmend. Diese Struktur arbeitet nicht gegen das Thema, sondern lässt es „geduldig“ zur Wahrhaftigkeit fermentieren. Diese Thematik ist nicht nur Behauptung, sondern sie wird im Erzählen eingelöst. Diese unvergleichliche Stofffülle ist durch das feine Filtervlies des erfahrenen Spätwerks gezogen – durchlässig genug für die Wirklichkeit, ausreichend dicht gegen Pathos und Pose. Das Ergebnis ist eine erzählerische Realität, die unseren Blick auf die Welt verschiebt. Still und unbeirrt hat ein meisterlich gelungenes Spätwerk den modenresistenten Zirkel der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur um eine eigene, unverwechselbare Stimme bereichert: Es handelt sich um Joachim Wittstocks Roman „Das erfuhr ich unter Menschen“ (2024). In der zunehmend flacher werdenden Topografie rumänienkonnotierter deutscher Literatur ist er eine bemerkenswerte Neuerscheinung der letzten Jahre. mehr...
„Es wird hoffentlich Neues wachsen“: Interview mit Gustav Binder
Vom 28.-30. November fand in der Bildungs- und Begegnungsstätte Heiligenhof in Bad Kissingen ein Seminar zur Banater Literatur: „Es führt (k)ein Weg zurück“, konzipiert von Astrid Ziegler, statt und gleich im Anschluss, vom 30. November bis 5. Dezember, das Mundartseminar, das Prof. András Balogh vorgeschlagen hatte: „Deutsches Kulturerbe: Mundarten, Hochsprachen, Nachbarsprachen im östlichen Europa“. Das Management vor Ort verantwortete Gustav Binder, der Studienleiter vom Heiligenhof, der von der Abholung am Bahnhof bis zur Moderation, der Stadtführung, den Exkursionen und dem abendlichen Beisammensein im Weinkeller alles im Griff hatte. Beide Seminare waren mit Anton Sterbling, Ilse Hehn, Walter Engel, Horst Samson, Hellmut Seiler, Doris Hutter, Robert Becker etc. namhaft besetzt und zum Teil auch gut besucht, durch eine Schar Studentinnen und Studenten aus Klausenburg und Budapest, aber auch durch interessierte Zuhörerschaft der mittelalten Generation. Gustav Binder ist vor Kurzem 65 geworden – Zeit für eine Bilanz. Das Interview führte Edith Ottschofski, die bei beiden Seminaren Referentin war. mehr...
Rundgang auf der Frankfurter Buchmesse 2025
Die 77. Frankfurter Buchmesse, international die größte Buchmesse weltweit, stellt jedes Jahr einen bedeutenden Treffpunkt für die internationale Literaturszene dar. Besucherinnen und Besucher, die sich für aktuelle Titel und literarische Strömungen aus aller Welt interessieren, finden zwischen dem Gallusviertel und Europaviertel in Frankfurt am Main ein vielseitiges Angebot vor. mehr...
Tagung in Tübingen erörtert Netzwerke der deutschsprachigen Literatur aus Rumänien
Die Tagung „Netzwerke der deutschsprachigen Literatur aus Rumänien. Akteure und Institutionen nach dem Ersten Weltkrieg bis in die Gegenwart“ wurde vom Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde (IdGL) vom 9. bis 11. Oktober im Deutsch-Französischen Kulturinstitut in Tübingen veranstaltet. Für die Konzeption und Organisation war Dr. Olivia Spiridon zuständig, die den Fachbereich „Deutschsprachige Literaturen und kulturelle Interferenzen im Donauraum“ im IdGL verantwortet. Mit dem Fokus auf Netzwerke setzte sich die Tagung das Ziel, literarische Akteure und ihre Relationierung zu beleuchten und verschiedene Kontexte der Verdichtung und Ausdehnung der kulturellen Kommunikation zu erfassen. Dabei sind die unterschiedlichen medialen Infrastrukturen der literarischen Kommunikation sehr vielfältig: ob die veröffentlichte und unveröffentlichte (archivierte) Kommunikation zwischen den literarischen Akteuren, ihre Verbindungen in Literaturkreisen, Beziehungen innerhalb des deutschen Literaturbetriebs aus Rumänien, an denen auch der Geheimdienst und die Zensur teilhatten, oder der bundesdeutsche Literaturbetrieb mit veränderten Netzwerken.
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Banater und rumäniendeutsche Literatur im Heiligenhof
„,Es führt (k)ein Weg zurück‘. Das Banat und die zeitgenössische Literatur rumäniendeutscher Autoren“. Unter diesem Titel verwandelt sich die Bildungs- und Begegnungsstätte „Heiligenhof“ vom 28. bis 30. November in einen Treffpunkt für Autorinnen, Autoren und Literaturfreunde mit Wurzeln und Bezügen zum Banat und Siebenbürgen. Autoren und Literaturwissenschaftler kommen zusammen, um neue Texte vorzustellen und das literarische Erbe der Deutschen aus Rumänien weiterzutragen. mehr...
Wasserworte und andere Poesie: 35. Auflage der Deutschen Literaturtage in Reschitza
Vor 35 Jahren trafen sich die Mitglieder der ersten Auflage der Literaturtage in Reschitza und pflanzten einen literarischen symbolischen „Apfelbaum“. Am 9. Juni 1991 eröffnete der Initiator und Organisator der Deutschen Literaturtagen, Erwin Josef Ţigla, die ersten Reschitzaer Literaturtage mit dem Motto „Lasst uns doch heute ein Apfelbäumchen pflanzen, auch wenn das Deutschtum in Rumänien morgen untergeht“. Nach nunmehr 35 Jahren wurden wie all die Jahre davor die Früchte dieses literarischen Apfelbaums geerntet. Das Plakat der Literaturtage in Reschitza trug das Symbol des reifen Apfels. mehr...
Gedenken an die Russlanddeportation in Reschitza
Reschitza – Es startete schon am 3. Februar in der deutschen Bibliothek, als der griechisch-katholische Priester und eifrige Sammler zur Geschichte von Reschitza, Bogdan Andrei Mihele, im Deutschen Jugend-, Dokumentations- und Kulturzentrum „Alexander Tietz“ den zweiten Teil seiner Sammlung „Zur Geschichte von Reschitza in verschollenen Ansichten“ vorstellte. mehr...
Dem Schriftsteller und Journalisten Franz Heinz zum 95. Geburtstag
Als Franz Heinz mit seiner Familie 1976 von Bukarest an den Niederrhein kam, stand er in der Mitte seines Lebens. Er war im siebenundvierzigsten Lebensjahr, einer der bekanntesten Redakteure der Bukarester Tageszeitung Neuer Weg und namhafter Prosaschriftsteller und Essayist im rumäniendeutschen Literaturbetrieb. mehr...
Im Glauben an die Kraft des Gedichts: Horst Samson wurde 70
Nicht von ungefähr erwähnt der Lyriker Horst Samson die Merseburger Zaubersprüche in seinen Essays über Literatur. Diese einzigen erhaltenen althochdeutschen Sprüche sind zu einer Zeit entstanden, als dichterischen Worten noch Zauberkraft zugesprochen wurde. Dieses Urvertrauen in die beschwörende Wirkung des Wortes lebte und lebt fort, wenn auch in abgewandelten Äußerungsformen. Vielleicht rührt daher Horst Samsons Glaube an die Kraft des Gedichts. mehr...
Bücherverbrennung in Kerz: Besaßen die Sachsen keine Bücher?
Um das Jahr 1970, als in Kerz acht Schulklassen mit deutscher Unterrichtssprache gegründet wurden, veranstalteten die Lehrkräfte eine Umfrage, in der sie sich nach den Büchern erkundigten, die die Kerzer Sachsen besaßen. Mit einer Lehrerin, die aus Heltau herkam, die an der Umfrage teilgenommen hatte, sprach ich darüber. Zwei Familien haben eine Bibliothek mit deutschen Büchern besessen (Pfarrer Heinrich Krauss und Familie Reinhold Schuster), berichtete sie. mehr...






