Ergebnisse zum Suchbegriff „Bedrohung“

Artikel

Ergebnisse 1-10 von 113 [weiter]

14. Januar 2026

Rumänien und Siebenbürgen

Symposium zum Thema „Deportationen nach ethnischen Kriterien – ein zentrales Element totalitärer Regime?“

Der breiten Öffentlichkeit bekannt sind die Verbrechen des Nazi-Regimes: die Extermination der jüdischen Bevölkerung und anderer unerwünschter Gruppen in Vernichtungslagern. Vertraut ist man – in Rumänien, und seit Herta Müllers Roman „Atemschaukel“ auch darüber hinaus – mit der Verschleppung der deutschen Minderheit nach Russland oder den nicht ethnisch motivierten Zwangsumsiedlungen in die Bărăgan-Steppe im Kommunismus. Von der Deportation der Juden und Roma nach Transnistrien haben viele zumindest schon gehört. Der Bevölkerungsaustausch mit Bulgarien, die „Heimholung“ der Deutschen aus Osteuropa „ins Reich“ oder gar die Deportation ethnischer Ungarn aus Siebenbürgen sind jedoch weniger präsent im Massenbewusstsein. Dabei war Deportation – obwohl man sie früher nicht so genannt hat, sondern „Bevölkerungsaustausch“, „Evakuierung“ oder „Repatriierung“ – im 20. Jahrhundert ein europäisches Phänomen. Millionen von Menschen wurden zwangsumgesiedelt: im Sinne der ethnischen Homogenisierung von Nationenstaaten. Zur Abstrafung eines Volks. Aus Rache für einen Krieg. Zur besseren Kontrolle von „Staatsfeinden“. mehr...

3. Januar 2026

Kulturspiegel

Nürnberg (fast) Global: Zur Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum

„Globalisierung“ ist heutzutage in aller Munde. Das Germanische Nationalmuseum belegt in der Ausstellung „Nürnberg Global 1300-1600“ anhand einzigartiger Exponate, dass Nürnberg bereits im Mittelalter weltweit vernetzt gewesen ist, wirtschaftlich und politisch ebenso wie kulturell. Qualitätsvolle Erzeugnisse der Nürnberger Handwerker waren überall begehrt, die Handelsverbindungen führten in alle Ecken der damals bekannten und ab 1492 neu entdeckten Welt. Die Patrizier der Stadt investierten in den Bergbau der Region, aber auch des Ostens und Südostens Europas, Waffen- und Sklavenhandel war ihnen nicht fremd. mehr...

1. Dezember 2025

Kulturspiegel

Ein Standardwerk zur siebenbürgischen Reformationsgeschichte

Sammelband „Initia Reformationis Transsilvaniae. Vielfalt, Aufbrüche, Rezeptionsräume in der Frühen Neuzeit“, herausgegeben von Ulrich A. Wien mehr...

27. Oktober 2025

Rumänien und Siebenbürgen

Podiumsgespräch und Konzert zum Gedenken an Hans und Erich Bergel in Rosenau

Wie hoch schätzen wir die Redefreiheit, die Meinungsfreiheit als Wert – vom deutschen Grundgesetz in Artikel 5 verfassungsrechtlich geschützt? Wie sehr ist uns noch bewusst, dass diese Freiheit bis zum Fall des Eisernen Vorhangs in vielen Ländern ­Mittel- und Osteuropas eingeschränkt bzw. nicht vorhanden war? Dass
die Stasi in Deutschland und die Securitate in Rumänien ein engmaschiges Netz von Spitzeln unterhielten, dass Abweichungen von der offiziellen, durch die kommunistische Führung vorgegebenen „Wahrheit“ verfolgt und mit Gefängnis bestraft wurden? mehr...

1. Oktober 2025

Interviews und Porträts

Interview mit dem Aussiedlerbeauftragten Dr. Bernd Fabritius: "Rumänien noch Musterbeispiel im Europarat"

Schon beim Antrittsbesuch des neu gewählten rumänischen Staatspräsidenten Nicuşor Dan beim deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier war es ein Thema: Die Pläne der neuen rumänischen Regierung zu deutlichen Einschnitten für alle nationalen Minderheiten, die neben erheblichen finanziellen Einbußen auch deren Status als Minderheitenvertreter im Parlament durch einen von der USR eingebrachten Gesetzesentwurf in Frage stellen. Davor hatte auch der Vorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, Dr. Paul Jürgen Porr, seine Besorgnis über diese neuen Entwicklungen schriftlich an die Bundesregierung übermittelt. mehr...

24. April 2025

Verbandspolitik

Alliance of Transylvanian Saxons: Von Versicherungen, Wohltätigkeit und Kultur in den USA

Einem Witz zufolge konnte Kolumbus, nachdem er die erste Insel der Bahamas erreicht hatte, erst mit einiger Verspätung wieder von dort ablegen, weil ein Siebenbürger Sachse, den er mit an Bord hatte, auf der Insel Landsleute getroffen und im Gespräch mit ihnen die Zeit vergessen hatte. Ob es tatsächlich schon so lange Siebenbürger Sachsen in Übersee gibt, ist zweifelhaft, doch sie leben bereits länger in Amerika, als viele denken. Der Verband in den USA, die Alliance of Transylvanian Saxons (ATS), ist sogar deutlich älter als der in Deutschland. Nachdem die ATS im Juni dieses Jahres die sächsische Tanzgruppe aus Cleveland zum Kulturaustausch nach Österreich und Deutschland entsenden wird, lohnt es sich, einen Blick über den Atlantik zu werfen. Denise Crawford, die Präsidentin der ATS, beschreibt im Folgenden kurz die Geschichte sowie die heutige Selbstorganisation der Siebenbürger Sachsen in den USA. Eine ausführliche Vorstellung der Tanzgruppe aus Cleveland erscheint in einer der nächsten Zeitungsausgaben. mehr...

15. Februar 2025

Kulturspiegel

Deportationsgedenken in Nürnberg: Vorträge, Lesungen, Film und Zeitzeugengespräch im Haus der Heimat

Unter dem Titel „Vor 80 Jahren: Deportation in die Sowjetunion“ trafen sich auf Einladung der HOG Bistritz-Nösen am Samstag, dem 25. Januar, von 10 bis 20 Uhr knapp 80 interessierte Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben im Haus der Heimat in Nürnberg zu einem Gedenksymposium mit mehreren Vorträgen, Lesungen, einer Filmvorführung und einem Zeitzeugengespräch. Informieren, Erinnern als Mahnung und Verpflichtung sowie Gedenken prägten den Tag. „Das war eine informative, ergreifende, eine gelungene, sowie auch recht fesselnde Veranstaltung. Am Ende war mir gar nicht bewusst, dass wir tatsächlich einige Stunden miteinander verbracht haben“, zog spontan eine Teilnehmerin nach zehn Stunden am Abend Bilanz. mehr...

6. Dezember 2024

Kulturspiegel

Vortrag in Düsseldorf: Schulen als zentraler Faktor zum Erhalt der deutschen Minderheit

Am 9. November fand im Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf die Veranstaltung zum Thema „Das Schulwesen der Siebenbürger Sachsen – Vortrag mit Diskussion“ statt, zu der die Kreisgruppe Düsseldorf des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland unter der Leitung von Horst K. Dengel eingeladen hatte.
Nach der herzlichen Begrüßung der Anwesenden erklärte Dengel die zentrale Rolle der Schule im kontinuierlichen Erwerb von Bildung, Wissen und der Entwicklung von Fähigkeiten zur Selbstverwirklichung in einem selbstbestimmten Leben. Er verwies auf Stephan Ludwig Roth, der die enge Verbundenheit der Siebenbürger Sachsen mit Schule und Kirche betont hatte. mehr...

26. November 2024

Verbandspolitik

Klaus Johannis hält im Bundestag Gedenkrede zum Volkstrauertag: Freiheit und Demokratie weltweit schützen

Die diesjährige Gedenkstunde zum Volkstrauertag am 17. November im Plenarsaal des Deutschen Bundestages stand unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas im Zeichen der deutsch-rumänischen Beziehungen und des Zusammenhalts in Europa. An der Gedenkstunde nahmen neben der Bundestagspräsidentin und Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier, der das Totengedenken sprach, auch Anke Rehlinger (SPD), Ministerpräsidentin des Saarlandes und Präsidentin des Bundesrates, Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), die Vizepräsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Doris König, und die Wehrbeauftragte des Bundestages, Dr. Eva Högl, teil. ZDF, Phoenix und das Parlamentsfernsehen des Bundestages übertrugen die Veranstaltung live (s. Video im ZDF: Gedenkstunde zum Volkstrauertag 2024).
mehr...

5. August 2024

Verbandspolitik

Lange Reise mit sicherer Ankunft: Die Evakuierung aus Nordsiebenbürgen vor 80 Jahren und ihr Vermächtnis

Es geschah vor 80 Jahren: die Evakuierung bzw. Flucht der Deutschen aus Nordsiebenbürgen im Herbst 1944, die eigentlich mindestens fünf Jahre vorher am 1. September 1939 mit dem verbrecherischen Überfall Hitlerdeutschlands auf Polen begonnen hat, stellt der Verfasser des nachfolgenden Beitrags, Horst Göbbel, klar und bilanziert: Die Evakuierung forderte bei etwa 35.000 evakuierten Nordsiebenbürger Sachsen weniger als 100 verlorene Menschenleben – die Deportation von mehr als 70.000 Frauen und Männern aus Südsiebenbürgen im Januar 1945 in die Sowjetunion einen Blutzoll von etwa 14.000 Opfern. Göbbel, selbst während der Evakuierung in einem Viehwaggon in Ungarn geboren, plädiert in seiner Auseinandersetzung mit den historischen Ereignissen vor 80 Jahren für „ein Mindestmaß an Zuversicht“: „Manchmal muss etwas auch ertragen und bewältigt werden. Dabei ist Anpassungsfähigkeit gefragt, Erfahrungen der Vorfahren sind willkommen.“ mehr...