Ergebnisse zum Suchbegriff „Deportation Russland“
Artikel
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Russland-Verschleppung 1945-1949: Erinnerungen von Hans Schneider aus Großkomlosch/Banat, bearbeitet von seinem Sohn Walter Schneider
Nach der Kriegswende von Stalingrad errechnete die UdSSR in der Vorbereitung für die Teheran-Konferenz, dass Deutschland und die anderen feindlichen Länder der Sowjetunion Reparationszahlungen von ca. 70-75 Milliarden US-Dollar schulden würden. Die Hälfte davon sei in Form „deutscher Arbeitskraft“ über zehn Jahre zu leisten. Der amerikanische Außenminister Anthony Eden und Winston Churchill meinten im Herbst 1944 anlässlich ihres Besuchs in Moskau, „Why are we making a fuss about the Russian deportation in Roumania of Saxons und others?“(Warum so viel Aufsehen machen über die russische Deportation der Sachsen und anderer?). Sie vertraten aber auch die Meinung, dass drei bis fünf Jahre ausreichend seien. mehr...
Werkstattgespräch von Heinke Fabritius, Folge 15: Heike Schuster anlässlich der Premiere ihrer Tanzperformance GLEIS 3 – Auf den Spuren von Rosa Lukesch
Es war am 18. Januar 2025, als Heike Schuster ihre bewegende Tanzperformance GLEIS 3 erstmals einem größeren Publikum vorstellte. An diesem Tag lud der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland gemeinsam mit der Landsmannschaft der Banater Schwaben und den beiden für diese Regionen zuständigen Kulturreferentinnen in das Stadthaus in Ulm zum Gedenken an 80 Jahre Deportation der Deutschen aus Südosteuropa ein. Es war eine besondere Veranstaltung. Denn acht Jahrzehnte nach den Ereignissen, der gewaltsamen Verschleppung zur Zwangsarbeit in die ehemalige Sowjetunion, lebten kaum noch Zeitzeugen, die aus eigenem Erleben über das Geschehen hätten berichten könnten. mehr...
„Tag der neuen Heimat“ 2025 in Nordrhein-Westfalen
Auf Einladung des Präsidenten des Landtags von Nordrhein-Westfalen, André Kuper, und des Vorsitzenden des Landesbeirats für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen, Heiko Hendriks, wurde im Plenarsaal des Düsseldorfer Landtags am 5. Dezember mit rund 200 geladenen Gästen aus ganz Nordrhein-Westfalen der jährliche „Tag der neuen Heimat“ gefeiert. Im Mittelpunkt der Festveranstaltung stand der autobiografische Festvortrag von Kornelius Ens, Direktor des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold. Ergänzt wurde die Veranstaltung durch eine Gesprächsrunde mit Heike Mai-Lehni, Kulturreferentin der Landesgruppe NRW des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, und Wilhelm Mahn, stellvertretender Vorsitzender der Landsmannschaft der Pommern in NRW. mehr...
Hegt wird gesangen!: Lieder gegen das Vergessen: Deportationslieder 1945-1949
Am 15. Januar 1945, der in die die Geschichte als der „Schwarze Sonntag“ eingegangen ist, wurden 69332 Menschen aus Rumänien in die Sowjetunion deportiert, darunter 30336 Siebenbürger Sachsen, davon 60% Frauen – ein Ereignis, das zu der Zersplitterung unserer Gemeinschaft führen sollte. (In einigen Orten wurden sie bereits am 13. und 14. Januar ausgehoben.) Auch 81 Jahre nach diesem folgenschweren Ereignis bleiben uns Gedenken und Erinnerung an dieses Verbrechen und die kollektiven Leiden von damals Bedürfnis und Pflicht. mehr...
Symposium zum Thema „Deportationen nach ethnischen Kriterien – ein zentrales Element totalitärer Regime?“
Der breiten Öffentlichkeit bekannt sind die Verbrechen des Nazi-Regimes: die Extermination der jüdischen Bevölkerung und anderer unerwünschter Gruppen in Vernichtungslagern. Vertraut ist man – in Rumänien, und seit Herta Müllers Roman „Atemschaukel“ auch darüber hinaus – mit der Verschleppung der deutschen Minderheit nach Russland oder den nicht ethnisch motivierten Zwangsumsiedlungen in die Bărăgan-Steppe im Kommunismus. Von der Deportation der Juden und Roma nach Transnistrien haben viele zumindest schon gehört. Der Bevölkerungsaustausch mit Bulgarien, die „Heimholung“ der Deutschen aus Osteuropa „ins Reich“ oder gar die Deportation ethnischer Ungarn aus Siebenbürgen sind jedoch weniger präsent im Massenbewusstsein. Dabei war Deportation – obwohl man sie früher nicht so genannt hat, sondern „Bevölkerungsaustausch“, „Evakuierung“ oder „Repatriierung“ – im 20. Jahrhundert ein europäisches Phänomen. Millionen von Menschen wurden zwangsumgesiedelt: im Sinne der ethnischen Homogenisierung von Nationenstaaten. Zur Abstrafung eines Volks. Aus Rache für einen Krieg. Zur besseren Kontrolle von „Staatsfeinden“. mehr...
Rundgang auf der Frankfurter Buchmesse 2025
Die 77. Frankfurter Buchmesse, international die größte Buchmesse weltweit, stellt jedes Jahr einen bedeutenden Treffpunkt für die internationale Literaturszene dar. Besucherinnen und Besucher, die sich für aktuelle Titel und literarische Strömungen aus aller Welt interessieren, finden zwischen dem Gallusviertel und Europaviertel in Frankfurt am Main ein vielseitiges Angebot vor. mehr...
Vielseitige Impulse: Tagung des Bundesvorstandes mit den Kreisgruppen
Die Tagung des Bundesvorstandes des Verbandes der Siebenbürger Sachsen mit den Kreisgruppen fand am 1. und 2. November 2025 im „Heiligenhof“ in Bad Kissingen statt. Bundesvorsitzender Rainer Lehni zog eine Zwischenbilanz nach dem Verbandstag, der vor zwei Jahren ebenfalls im „Heiligenhof“ getagt hatte. Unter diesem Motto „Ordnung ist das halbe (Verbands-) Leben – Sichtbarkeit die andere Hälfte“ wurde den rund 80 Teilnehmern neben Vorträgen auch reichlich interaktive Gruppenarbeit und die Möglichkeit zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch geboten. mehr...
„Jubiläum und Gedenken“: Themen- und ereignisreiches KulturWochenende auf Schloss Horneck
Schloss Horneck, eingebettet in eine farbenfrohe Herbstlandschaft, begrüßte vom 17. bis zum 19. Oktober seine Gäste zu einem KulturWochenende des Siebenbürgischen Kulturzentrums mit dem Motto „Jubiläum und Gedenken“: zehn Jahre seit der Gründung des Schlossvereins, 80 Jahre seit der Russland-Deportation, 500 Jahre seit der Zerstörung des Schlosses im Bauernkrieg, 775 Jahre seit der Übernahme des Schlosses durch den Deutschen Orden. mehr...
Mathilde Melzer: Gedenken an die Deportation vor 80 Jahren
Als Achtjährige (meine Geschwister waren fünf und drei) ist mir die Deportation unserer Mutter Regina Arz in schmerzhafter und traumatischer Weise in Erinnerung geblieben. Ein eiskalter Tag im Januar 1945 veränderte unsere bis dahin unbeschwerte Kindheit. Es folgten für uns Kinder fast zwölf Jahre ohne unsere geliebte Mutter. Erst im August 1956 konnte sie nach mehrmaligen erfolglosen Versuchen den Weg zurück zu ihren Kindern finden. Der Verlust, den ich als Kind und junge Frau erlebte, die schwere Zeit ohne sie, lässt gerade an Gedenktagen die Erinnerung und die Trauer über die verlorenen gemeinsamen Jahre in den Vordergrund treten. Aus diesem Grund schrieb ich folgendes Gedicht mit dem innigsten Wunsch, dass unseren Kindern und Enkelkindern dieses Schicksal niemals widerfahren möge. mehr...
Heimattag 2025: Kulturpreisträgerin Hannelore Baier im Gespräch mit dem Historiker Konrad Gündisch
Der Siebenbürgisch-Sächsische Kulturpreis 2025 ist am Pfingstsonntag in Dinkelsbühl im Rahmen der Preisverleihungen des diesjährigen Heimattags der Journalistin und Historikerin Hannelore Baier verliehen worden (siehe Preisverleihungen 2025 in Dinkelsbühl: Hannelore Baier Kulturpreisträgerin, Ortrun Rhein erhält Carl-Wolff-Medaille). Tags zuvor äußerte sich die 1955 in Schäßburg geborene, heute in Hermannstadt lebende Preisträgerin im Gespräch mit dem Historiker Konrad Gündisch zu Fragen der siebenbürgisch-sächsischen Zeitgeschichte. Die einstündige Veranstaltung im Konzertsaal im Spitalhof war hervorragend besucht. mehr...








