Ergebnisse zum Suchbegriff „Geborgenheit“
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Joachim Wittstocks Griff nach der Zeitlosigkeit: Deutungsversuch eines siebenbürgischen Jahrhundertepos
Diese Sprache ist nicht austauschbar, geschweige denn ohne Weiteres nachzuahmen. Diese Erzählstimme ist nicht egal, sondern fugenlos rahmend. Diese Struktur arbeitet nicht gegen das Thema, sondern lässt es „geduldig“ zur Wahrhaftigkeit fermentieren. Diese Thematik ist nicht nur Behauptung, sondern sie wird im Erzählen eingelöst. Diese unvergleichliche Stofffülle ist durch das feine Filtervlies des erfahrenen Spätwerks gezogen – durchlässig genug für die Wirklichkeit, ausreichend dicht gegen Pathos und Pose. Das Ergebnis ist eine erzählerische Realität, die unseren Blick auf die Welt verschiebt. Still und unbeirrt hat ein meisterlich gelungenes Spätwerk den modenresistenten Zirkel der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur um eine eigene, unverwechselbare Stimme bereichert: Es handelt sich um Joachim Wittstocks Roman „Das erfuhr ich unter Menschen“ (2024). In der zunehmend flacher werdenden Topografie rumänienkonnotierter deutscher Literatur ist er eine bemerkenswerte Neuerscheinung der letzten Jahre. mehr...
Weihnachten 2025, ein Neubeginn für Schloss Horneck
Es war einmal, an einem kalten Winterabend, als die ersten Schneeflocken leise über das Neckartal tanzten und sich wie zarte Träume auf die alten Mauern von Schloss Horneck legten. Hoch oben, über den Lichtern von Gundelsheim, ruhte das Schloss wie ein Wächter über die Zeiten hinweg – stolz, doch ein wenig müde. Wind und Wetter hatten ihm zugesetzt, und das Dach, das einst Schutz und Geborgenheit bot, war alt geworden, vom Regen gezeichnet und vom Frost geplagt. mehr...
Das Lämpchen – Dat Lompchen/Erzählung von Annemarie Roth
Annemarie Roth, geboren 1958 in Marienburg bei Schäßburg, begann während der Coronazeit Erzählungen zu schreiben, die in Siebenbürgen spielen und eine Mischung aus realen Begebenheiten und Fiktion sind. In der SbZ Online wurden bisher acht ihrer Erzählungen veröffentlicht. mehr...
Mit Herz und Hingabe: Ingrid Tittes als Stütze für viele
Für Ingrid Tittes, die ihre Wurzeln in Zeiden in Siebenbürgen hat, ist die Leitung der Krebsselbsthilfegruppe Beilngries und Umland nicht einfach ein Ehrenamt – es ist ein Lebensauftrag, den sie mit tiefem Mitgefühl, unerschütterlicher Kraft und echter Herzenswärme erfüllt. Seit 20 Jahren ist sie Vorsitzende der Gruppe und schenkt in dieser Zeit Menschen, die durch eine schwere Phase gehen, Halt, Hoffnung und ein Stück Geborgenheit. mehr...
Original Karpatenblech erfreut mit Musik voller Herz und Heimatliebe
Wenn Weihnachten naht, suchen wir nach Geschenken, die von Herzen kommen und echte Freude bereiten. Mit ihrem neuen Album „Der Heimat treu“ schenkt das Original Karpatenblech genau das: ein musikalisches Erlebnis, das Heimatliebe und festliche Stimmung in jedes Zuhause bringt. mehr...
Heimatgestalterin ohne Halbherzigkeiten: Interview mit Ortrun Rhein
Ortrun Rhein, langjährige Leiterin des Alten- und Pflegeheims „Dr. Carl Wolff“ sowie des Erwachsenen- und Kinderhospizes in Hermannstadt, wurde beim diesjährigen Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl für ihr humanitäres Engagement und die beispielhafte Bewältigung ihrer herausfordernden Lebensaufgabe mit der Carl-Wolff-Medaille geehrt. 1967 in Rosenau geboren, folgte sie von Anfang an ihrer Berufung und absolvierte das Pädagogische Lyzeum und Theologiestudium in Hermannstadt. Sie baute das SOS-Kinderdorf in Heltau mit auf und ist seit 1999 Leiterin der größten diakonischen Einrichtung der evangelischen Landeskirche, eine Heimatgeberin für Menschen in der schwersten Zeit ihres Lebens. Durch ihren Werdegang und unermüdlichen Einsatz im Dienst der menschlichen Hilfsbedürftigkeit jeden Alters hat sie dem Begriff Heimat eine ganz neue Wertung geschenkt. Astrid Fodor, die Bürgermeisterin von Hermannstadt, sagte bei der Ernennung Ortrun Rheins zur „Hermannstädter Botschafterin“, sie sei die „richtige Person am richtigen Ort“. Diese Einschätzung teilt auch Brigitte Kräch, die das folgende Interview mit Ortrun Rhein für den Hermannstädter Heimat-Boten führte. mehr...
Erstes Buch von Damaris Hoppe: „Gesehen, geliebt, gehalten“
„Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ – kaum ein Psalm ist so bekannt und so tief wie Psalm 139. Die Theologin und Autorin Damaris Hoppe greift diesen uralten Text auf und schlägt in ihrem Buch „Gesehen, geliebt, gehalten. Wie Psalm 139 dir hilft, dich selbst anzunehmen“ die Brücke zu einem hochaktuellen Thema: Selbstannahme. mehr...
Abdankung – Nachruf für Agnetha Lauer aus Reußen
In Reußen besteht – wie in vielen siebenbürgisch-sächsischen Gemeinden – die Tradition, dass ein Redner „abdankt“. Dabei handelt es sich um weit mehr als einen gewöhnlichen Nachruf. Der Redner nimmt hierbei mehrere bedeutsame Rollen ein: Erstens spricht er als Stimme der Hinterbliebenen, indem er sich bei allen bedankt, die ihnen in der schweren Zeit beigestanden haben. Zweitens spricht er als Vertreter der Trauergemeinschaft und spendet den Hinterbliebenen Trost. Drittens spricht er im Namen des Verstorbenen und bittet um Verzeihung für dessen mögliche Versäumnisse und Ungesagtes. Viertens nimmt er mit Worten des persönlichen Gedenkens, der Verbundenheit und der Würde Abschied vom Verstorbenen. Im Folgenden lesen Sie eine Abdankung (Nachruf) für Agnetha Lauer (geborene Hihn), zur Welt gekommen am 4. August 1932 in Reußen, verstorben am 23. Juli 2025 in Seeshaupt am Starnberger See. Vorgetragen wurde die Abdankung von Sonja Agnetha Kusch, geborene Lauer, am 1. August 2025 in der evangelischen Kirche von Seeshaupt. Verfasst hat die Rede Dr. Johann Lauer. mehr...
Michael Konnerth zum siebzigsten Geburtstag
Vor sieben Jahrzehnten wurde am 19. Juni 1955 Michael Konnerth in Neithausen im Harbachtal geboren, wo er in der Geborgenheit eines siebenbürgisch-sächsischen Elternhauses und eingebettet in der damals noch bestehenden, festgefügten Dorfgemeinschaft aufwuchs. Seine Kindheit und Jugend haben ihn deshalb in diesem Sinne nachhaltig geprägt, diese Gemeinschaft vermittelte ihm das Wertesystem, welches ihn in seinem persönlichen Werdegang beeinflusst und seinen Lebenslauf geleitet hat. mehr...
Steiner trauern um Enni Auner
Nach einem erfüllten Leben, geprägt von Verantwortungsbewusstsein und Engagement für die Familie und die Gemeinschaft, ist Anna Auner am 27. März 2025 in Oberhausen verstorben. Bei der Trauerfeier am 14. April in der Friedhofshalle sagte Pfarrerin Dorothee Sprick, dass Gott sie ihr Leben lang in guten und in leidvollen Zeiten begleitet hätte. Beeindruckend verband sie den Lebenslauf der Verstorbenen mit dem Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte“. Sie ergänzte: „Fleiß, Bescheidenheit und soziales Engagement gehörten zu ihrer Wesensart.“ mehr...








