Ergebnisse zum Suchbegriff „Hermannstadt Buecher“

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19. August 2018

Kulturspiegel

Herausragende Persönlichkeit der Zeitgeschichte: Zum Tode von Paul Philippi

Viele Attribute sind ihm zugeschrieben worden: Querdenker, Grenzgänger, notwendige Stimme, Prophet, der Ideologe, der Unbequeme – alles Hilfskonstrukte, sich einer der bedeutendsten siebenbürgisch-sächsischen Persönlichkeiten der Zeitgeschichte anzunähern: Paul Philippi. Seine Lebensdaten umspannen fast ein Jahrhundert, doch er überblickte sehr viel mehr. Seine umfassende Quellenkenntnis erlaubte es ihm, aus vielen Jahrhunderten siebenbürgischer Vergangenheit zu schöpfen und daraus Lehren und Verpflichtungen für die Gegenwart und die Zukunft zu ziehen. Wirklich verstanden hatten ihn die längste Zeit nur wenige. In den letzten Jahren mögen es mehr geworden sein. mehr...

5. Juli 2018

Rumänien und Siebenbürgen

Brukenthal-Fest in Freck mit Ricky Dandel

Hermannstadt – Man nehme einen märchenhaften Palast, einen verzauberten Paradiesgarten, lasse musizieren und auftischen, erfreue die Sinne und erquicke den Geist. Es darf ein bisschen Reise in die Vergangenheit dabei sein, oder ein Hauch Selbsterfahrung. Es darf traditionell zugehen, siebenbürgisch-sächsisch, mit einer Prise Exotik – all dies mit der Leichtigkeit eines entspannten Sommerfests. So ähnlich kann man sich das Brukenthal-Fest vorstellen, das am 10. August im einzigen Barockpalais Osteuropas in Freck bei Hermannstadt, in der ehemaligen Sommerresidenz von Baron Samuel von Brukenthal, zum ersten Mal über die Bühne gehen wird. mehr...

19. Juni 2018

Kulturspiegel

"Viele liebevolle Gedanken zurücklassend": Was den Autor und Künstler Lothar-Günther Buchheim mit Rumänien verbindet

Es gehört schon einiges an Mut dazu, allein im Faltboot die Donau von Passau bis zum Schwarzen Meer hinunterzupaddeln. Lothar-Günther Buchheim nahm dieses Abenteuer als 20-jähriger Kunststudent im Sommer 1938 auf sich und veröffentlichte seinen Reisebericht „Tage und Nächte steigen aus dem Strom“ noch während des Krieges bei S. Fischer (1941). International bekannt machte ihn freilich erst die Verfilmung seines Romans „Das Boot“ (1991), in dem er seine Erlebnisse als Kriegsberichter der Marine verarbeitet. Derzeit wird Buchheim aus Anlass seines 100. Geburtstages in dem von ihm begründeten „Museum der Phantasie“ in Bernried am Starnberger See mit einer auch zeitgeschichtlich höchst sehenswerten Ausstellung geehrt. Im August liegt die legendäre Donaufahrt 80 Jahre zurück – seine Impressionen haben nichts von ihrer Frische verloren. mehr...

1. Juni 2018

Verschiedenes

Die Freiheit, den Mund aufzumachen: Hellmut Seiler liest in Stuttgart

In der Stuttgarter Vortragsreihe liest der Schriftsteller Hellmut Seiler am 22. Juni um 19.00 Uhr im Haus der Heimat, Schlossstraße 92, in Stuttgart aus seinem lyrischen und prosaischen Werk und ist gerne bereit, Fragen zu beantworten und Bücher zu signieren. mehr...

23. Mai 2018

Kulturspiegel

Das Binderinum in Herrenberg

Der aus Hermannstadt stammende Buchautor Kurt H. Binder hat zum Gedenken an seine Frau Erika Binder ein Hausmuseum mit vielfältigen Exponaten in Herrenberg errichtet. Zuletzt veröffentlichte der 85-Jährige den autobiographischen Roman „Unter Roten Wolken“ (2011) und Erlebnisberichte einiger Siebenbürger Sachsen in dem Band „Die lange Nacht der Erzählungen“ (2014). Seine Sammlung mit 620 Limericks, „Mr. Lim Erick gibt sich die Ehre“ steht kurz vor der Edition. mehr...

15. Mai 2018

Kulturspiegel

„Wann wird Interpretation zu Manipulation, und wie weit darf Wissenschaft gehen?“

Literaturwissenschaft arbeitet mehrperspektivisch. Vielfältig in den Methoden schürfen ihre Vertreterinnen und Vertreter disziplinübergreifend in den Sedimenten und Stoffen ihrer Forschungsgebiete. Die 2016 im Wiener Böhlau Verlag erschienene Dissertation (summa cum laude) von Michaela Nowotnick mit dem Titel „Die Unentrinnbarkeit der Biographie. Der Roman ‚Rote Handschuhe‘ von Eginald Schlattner als Fallstudie zur rumäniendeutschen Literatur“ leistet in der so verstandenen Weise literaturwissenschaftlich einen unschätzbaren Beitrag zur Aufklärung einer bislang vorherrschenden Intransparenz zu Leben und Werk des polarisierend rezipierten siebenbürgisch-sächsischen Schriftstellers. mehr...

18. April 2018

Kulturspiegel

Ein Lichtschein liegt auf dem Besonderen: Peter Jacobis sehenswerte Ausstellung in Stoffen

Ist es nicht so, dass wir oft etwas erst schätzen lernen, wenn es uns zu entgleiten droht? Bringt nicht erst der Verfall in vielen Fällen zutage, was unter dem dicken Putz der Jahrhunderte schlummerte? Wenn man Tand und Protz wegnimmt, wird das Wesentliche freigelegt, der Kern der Geschichte. Und wenn einem, der nicht nur eine gute Kamera, sondern auch den Blick für das Besondere hat, die Gunst zufällt, genau zur rechten Zeit am Ort dieses Geschehens zu sein, dann kann daraus werden, was Otto Scherer zurzeit in seiner Galerie ausstellt: Meisterwerke von Peter Jacobi. mehr...

31. März 2018

Kulturspiegel

„Im Zauber der Karpathen“ als Jagdbuch des Jahres ausgezeichnet

Zum 19. Mal wurden 2017 die Leser der „Wild und Hund“ (größte Jagdzeitschrift des deutschsprachigen Raumes) gebeten, über das „Jagdbuch des Jahres“ abzustimmen. Insgesamt 34 Titel von sieben Verlagen standen in den Kategorien Sachbuch und Belletristik zur Wahl. Das Werk „Im Zauber der Karpathen“ von August Roland von Spieß wurde in der Belletristik auf den 2. Platz gewählt. Der Preis (eine Keilerplastik und eine Urkunde) wurde bei der Messe „Jagd und Hund“ in Dortmund Anfang Februar überreicht. mehr...

28. März 2018

Interviews und Porträts

Herausragender Forscher der siebenbürgisch-deutschen Literatur: Interview mit Stefan Sienerth

Den Vergleich mit einem Sportler scheut er. Doch Dr. Stefan Sienerth hat etwas von der Beharrlichkeit eines Langstreckenläufers. Seit Jahrzehnten erforscht der Germanist, ehemalige Hochschullehrer und Direktor des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (IKGS) die deutschen Regionalliteraturen Ostmittel- und Südosteuropas, veröffentlicht Beiträge zur siebenbürgisch-sächsischen Mundartlexikografie und widmet sich der Aufklärung der Securitate-Vergangenheit. Mit Herz und scharfem Verstand hat er ein beeindruckendes und vielseitiges Werk geschaffen, das er auch als Rentner unermüdlich fortsetzt. So entwickelt sich das folgende Interview, das Siegbert Bruss mit ihm führte, zu einem Arbeitsgespräch. Am 28. März begeht Stefan Sienerth seinen 70. Geburtstag, zu dem unsere Redaktion ihm herzlich gratuliert. mehr...

14. Februar 2018

Interviews und Porträts

Deiner Sprache bleibe treu: Nachruf auf die Mundartforscherin Anneliese Thudt

Wem Hermannstadt und seine Bewohner am Herzen liegen, der hat sie bestimmt gekannt. Manche vielleicht nur dem Namen nach, denn als langjährige Mitarbeiterin des Siebenbürgisch-Sächsischen Wörterbuches (1956-1986) war ihnen Anneliese Thudt bestimmt ein Begriff. Aber viele Menschen kannten sie persönlich, waren mit ihr in Verbindung und besuchten sie oft. Ihr herrlicher Blumenhof, ihre Zimmer voll sächsischer Volkskunstgegenstände, ihre Bücher und vor allem ihre feine, humorvolle Art, mit der sie Land und Leute darstellte, machten sie zu einer beliebten Gesprächspartnerin. Anneliese Thudt ist am 24. Januar 2018 im Alter von 90 Jahren im Hermannstädter Altenheim „Carl Wolff“ gestorben. mehr...