Ergebnisse zum Suchbegriff „Kulturraum“
Artikel
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Joachim Wittstocks Griff nach der Zeitlosigkeit: Deutungsversuch eines siebenbürgischen Jahrhundertepos
Diese Sprache ist nicht austauschbar, geschweige denn ohne Weiteres nachzuahmen. Diese Erzählstimme ist nicht egal, sondern fugenlos rahmend. Diese Struktur arbeitet nicht gegen das Thema, sondern lässt es „geduldig“ zur Wahrhaftigkeit fermentieren. Diese Thematik ist nicht nur Behauptung, sondern sie wird im Erzählen eingelöst. Diese unvergleichliche Stofffülle ist durch das feine Filtervlies des erfahrenen Spätwerks gezogen – durchlässig genug für die Wirklichkeit, ausreichend dicht gegen Pathos und Pose. Das Ergebnis ist eine erzählerische Realität, die unseren Blick auf die Welt verschiebt. Still und unbeirrt hat ein meisterlich gelungenes Spätwerk den modenresistenten Zirkel der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur um eine eigene, unverwechselbare Stimme bereichert: Es handelt sich um Joachim Wittstocks Roman „Das erfuhr ich unter Menschen“ (2024). In der zunehmend flacher werdenden Topografie rumänienkonnotierter deutscher Literatur ist er eine bemerkenswerte Neuerscheinung der letzten Jahre. mehr...
Stadt Pforzheim würdigt Bildhauer, Zeichner, Fotokünstler Peter Jacobi zum 90. Geburtstag
In der Stadt Pforzheim gilt der Bildhauer, Zeichner und Fotokünstler Peter Jacobi als eine Institution. Als Professor an der Hochschule für Gestaltung vor Ort hat er von 1971 bis 1998 Generationen von bildenden Künstlern in ihrer Entwicklung geprägt und zugleich auch im öffentlichen Raum Spuren hinterlassen. Darüber hinaus bereichern seine großartigen gestalterischen Konzepte, etwa jene zu einem Wallberg-Denkmal auf dem über 400 m hohen Berg, auf dem der Schutt der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Stadt lagert, als unverwechselbare Visionen den geistigen Erinnerungs-Schatz dieser Stadt. mehr...
Gedanken zu den siebenbürgisch-sächsischen Heimatortsgemeinschaften
Was die Kultur eines Gemeinwesens formt, sind die in Raum und Zeit herausgebildeten Lebensumstände, äußere und zwischenmenschliche. Bedingt und geprägt werden sie oft durch Klima, eigentlich durch die gesamte physische Umwelt und vor allem durch einen Fundus an tradiertem (also weitergegebenem) Wissen und an Werten sowie durch die gemeinsamen Grundüberzeugungen dieser Menschengruppe. Die zwei wichtigsten Marker eines Gemeinwesens sind meiner Meinung nach Sprache und Religion (im weitesten Sinne jenes Verbindende, das zu einem Zusammenhalt der Gemeinschaft durch Sprache, Bräuche und Traditionen führt), ein Zusammenhalt, der sich vor allem in Situationen bestätigen muss, wenn dieses Gemeinwesen existentiell gefährdet ist, z.B. durch klimatische oder politische Ursachen, z.B. durch Umsiedlung. mehr...
Ausstellung im Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim: Dialog zwischen traditionellem Handwerk und Gegenwartskunst
Ágnes Lörincz „Verdichtete Zeit – Handarbeit. Eine Ausstellung der dekorativen Zusammenführungen“, kuratiert von Dr. Markus Lörz und Julia Mayerhöffer M. A., ist noch bis zum 14. September 2025 im Siebenbürgischen Museum Gundelsheim zu sehen. mehr...
Abschied von einer Germanisten-Generation/Zum Tode des Sprachwissenschaftlers und Mundartforschers Heinrich Mantsch
Bei genauem Suchen wird offenbar, dass sich im engeren Kreis der Alters- und Berufsgenossen niemand mehr findet, der aus Kollegialität und eigenem Miterleben einem Vierundneunzigjährigen noch nachrufen könnte, was von dessen Lebensleistung eventuell übrig und erinnerungswürdig bleibt. Dann aber lohnt es vielleicht, den Blick zu erweitern und diesem Letztverstorbenen – Heinrich Mantsch starb im Alter von 94 Jahren am 20. Februar 2025 in Bonn – den ihm zukommenden Platz zu suchen innerhalb seiner nun abgetretenen Generation. Wenn nun ich diesen Rückblick unternehme, so habe ich den Nachteil des Nachgeborenen, dessen Erinnerungen zeitlich nicht ausreichend hinab reichen, also sekundär ergänzt werden müssen, und andererseits – als Schwiegersohn von Heinrich Mantsch – den fragwürdigen Standort der familiären Nähe, der Befangenheit impliziert, der aber zugleich Detailwissen bis hin zu Anekdotischem mit sich bringt. mehr...
Zeitgenössische Malerei und alte sächsische Handarbeiten im Siebenbürgischen Museum
„Verdichtete Zeit – Handarbeit“ ist der Titel einer Ausstellung, die am Freitag, dem 28. März, im Siebenbürgischen Museum auf Schloss Horneck in Gundelsheim eröffnet wird. Gezeigt werden neue Werke der Berliner Malerin Ágnes Lörincz und siebenbürgische Handarbeiten aus der Textiliensammlung des Museums. mehr...
„Bayern wäre ganz schön arm ohne euch“/CSU-Empfang für Aussiedler und Vertriebene im Bayerischen Landtag
Einen Empfang für Aussiedler und Vertriebene unter dem Leitwort „80 Jahre Flucht, Vertreibung, Deportation: Erinnerung – Gegenwart – Zukunft“ gab die CSU-Landtagsfraktion am 18. Februar in München. Deren Vorsitzender Klaus Holetschek, MdL, konnte neben vielen Vertretern der Aussiedler- und Vertriebenenverbände zahlreiche bayerische Staatsminister, Staatssekretäre und andere Gäste aus der Politik im Maximilianeum begrüßen, allen voran den bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder. Die Siebenbürger Sachsen waren durch den Verbandsvorsitzenden Rainer Lehni, seinen Stellvertreter Werner Kloos, den bayerischen Landesvorsitzenden Manfred Binder, die Ehrenvorsitzenden des Verbandes Herta Daniel und Dr. Bernd Fabritius, Kerstin Arz, Leiterin, und Harry Lutsch, Vorsitzender des Kulturwerks der Siebenbürger Sachsen, sowie die stellvertretende Münchner Kreisvorsitzende Martina Schorsten bestens vertreten. mehr...
Hegt wird gesangen!: Et såß e klie wäld Vijjeltchen
„Et såß e klie wäld Vijjeltchen“ ist eines der ältesten siebenbürgisch-sächsischen Volkslieder, das in ganz Siebenbürgen verbreitet war und auch heute noch im aktiven Liedschatz lebt.
Friedrich Wilhelm Schuster (1824-1914) veröffentlichte Text und Melodie erstmals 1865 in seiner Sammlung „Siebenbürgisch-sächsische Volkslieder, Sprichwörter, Räthsel, Zauberformeln und Kinderdichtungen“ aus mündlichen Mühlbacher und Petersdorfer Überlieferungen sowie eine zweistrophige Fassung aus Weißkirch bei Bistritz. Gottlieb Brandsch (1872-1959) fügte ihnen noch zwei weitere Fassungen aus dem Nösnerland (Schönbirk, Petersdorf) bei und veröffentlichte alle in seiner Ausgabe der mundartlichen Volkslieder von 1931.
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Einsatz für die Zukunftssicherung des Siebenbürgerheims Rimsting
Der Hilfsverein der Siebenbürger Sachsen „Stephan Ludwig Roth“ e.V., Gesellschafter der Siebenbürgerheim-Rimsting gGmbH, die das Siebenbürger Alten- und Pflegeheim in Rimsting betreibt, hielt seine jährliche Mitgliederversammlung am 21. September ab. Auf der Tagesordnung standen unter anderem der Rechenschaftsbericht des Vereinsvorstands für das Jahr 2023, der Bericht der Rechnungsprüfung sowie die Entlastung des Vorstandes für 2023. Zudem wurde die Zukunftssicherung des Vereines und des Heimes durch Spenden und ehrenamtliche Mitarbeit erörtert. mehr...
Fesselnd. Inspirierend. Beglückend. Iris Wolff liest in Nürnberg
„Wenn ich nach Siebenbürgen fahre, habe ich den Eindruck, ein Teil dieser Welt zu sein. Alles, was vergeht, was im Verschwinden begriffen ist, ist es wert, bewahrt zu werden, ist es wert, in der Kunst seinen Platz zu finden.“ O-Ton Iris Wolff am 3. Mai im Gemeinschaftshaus Nürnberg-Langwasser. Ob sie sich vorstellen könne, lautete eine Frage aus dem vollbesetzten Saal, künftig, in weiteren Romanen, die Handlung wohl auch in einer anderen, von Siebenbürgen entfernten Umgebung zu platzieren? „Ich denke schon, dass ich diesem Kulturraum die Treue halte und wohl auch halten werde.“ mehr...









