Ergebnisse zum Suchbegriff „Neue Dimensionen“
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Joachim Wittstocks Griff nach der Zeitlosigkeit: Deutungsversuch eines siebenbürgischen Jahrhundertepos
Diese Sprache ist nicht austauschbar, geschweige denn ohne Weiteres nachzuahmen. Diese Erzählstimme ist nicht egal, sondern fugenlos rahmend. Diese Struktur arbeitet nicht gegen das Thema, sondern lässt es „geduldig“ zur Wahrhaftigkeit fermentieren. Diese Thematik ist nicht nur Behauptung, sondern sie wird im Erzählen eingelöst. Diese unvergleichliche Stofffülle ist durch das feine Filtervlies des erfahrenen Spätwerks gezogen – durchlässig genug für die Wirklichkeit, ausreichend dicht gegen Pathos und Pose. Das Ergebnis ist eine erzählerische Realität, die unseren Blick auf die Welt verschiebt. Still und unbeirrt hat ein meisterlich gelungenes Spätwerk den modenresistenten Zirkel der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur um eine eigene, unverwechselbare Stimme bereichert: Es handelt sich um Joachim Wittstocks Roman „Das erfuhr ich unter Menschen“ (2024). In der zunehmend flacher werdenden Topografie rumänienkonnotierter deutscher Literatur ist er eine bemerkenswerte Neuerscheinung der letzten Jahre. mehr...
Eine Forscher-Ära geht zu Ende: Mathias Beer im Ruhestand
Nach 35 Jahren am Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen wurde Dr. habil. Mathias Beer in den Ruhestand verabschiedet. Mathias Beer wurde 1957 in Hermannstadt geboren und besuchte dort das Pädagogische Lyzeum. Nach dem Wehrdienst studierte er zwei Semester Geschichte und Germanistik an der Universität Hermannstadt, um dann als Folge der Eheschließung mit der Bundesbürgerin Karla Polen, einer Banater Schwäbin aus Triebswetter, in die Bundesrepublik auszureisen. Hier setzte er sein Studium an der Universität Stuttgart fort. mehr...
80 Jahre Flucht und Vertreibung/Symposium in München mit renommierten Wissenschaftlern und politisch Verantwortlichen
Zum Symposium „80 Jahre Flucht und Vertreibung“ hatte Dr. Petra Loibl, MdL, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, am 26. März ins Prinz-Carl-Palais in München eingeladen. Anlässlich des 80. Jahrestages von Flucht und Vertreibung der Deutschen während und nach dem Zweiten Weltkrieg sei es ihr ein Anliegen, so Loibl in der Einladung, die Erinnerung an dieses Ereignis in einem großen Fachforum Revue passieren und von renommierten Wissenschaftlern und politisch Verantwortlichen historisch und gesellschaftlich einordnen zu lassen. Fünf Historikerinnen und Historiker legten in Fachvorträgen und einem Zeitzeugengespräch die wissenschaftliche Basis, während drei bayerische Politiker in einer Podiumsdiskussion über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Vertriebenenpolitik Auskunft gaben. Schirmherr der Veranstaltung war Eric Beißwenger, MdL, Bayerischer Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales. mehr...
Tarkowskis „Der Spiegel“ am DSTT/Weltpremiere Ende März in Temeswar
Am Freitag, den 21. März, findet am Deutschen Staatstheater Temeswar/Timișoara (DSTT) die Weltpremiere einer einzigartigen Theaterproduktion statt: die Adaption des berühmten Films „Der Spiegel“ von Andrei Tarkowski. Der Regisseur dieser Produktion ist der DSTT-Schauspieler Bülent Özdil. Das ambitionierte Projekt möchte die erzählerische Tiefe und die visuelle Kraft Tarkowskis auf die Bühne bringen. Die Vorstellung findet zu Gast im DSTT statt. Die zweite Aufführung findet am 22. März statt. mehr...
Neue Forschungspublikationen zu Siebenbürgen
Zu Beginn dieses Jahres erschien die Übersetzung der überarbeiteten, preisgekrönten Dissertation der Kronstädter Kunsthistorikerin Dr. Ágnes Ziegler unter dem Titel: Die Schwarze Kirche zu Kronstadt. Es ist ein auch wegen seiner reichhaltigen Bebilderung ein ungemein schönes Buch geworden. Diese Ausstattung zusammen mit der auch literarisch gelungenen Übersetzung von Christina Kunze aus dem Ungarischen ermöglicht es, die Ergebnisse der Forschungsarbeit auch in deutscher Sprache zur Kenntnis zu nehmen. mehr...
Zweiter Weltkrieg und deutsche Besatzungsherrschaft in Europa: Bundestag beschließt Errichtung eines Dokumentationszentrums
Berlin – Der Deutsche Bundestag hat in seiner Sitzung am 19. Oktober die Errichtung des Dokumentationszentrums „Zweiter Weltkrieg und deutsche Besatzungsherrschaft in Europa“ (ZWBE) beschlossen. Die neue Einrichtung soll die Geschichte der deutschen Besatzungsherrschaft in Europa während des Zweiten Weltkrieges darstellen und als Ort der Reflexion auch Raum für das Gedenken an die Opfer geben. Mit dem Parlamentsbeschluss können nun die konkreten Planungen für den Bau, die Ausstellung und das Vermittlungsprogramm des Dokumentationszentrums beginnen.
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Einladung zum Trachtenseminar in Kloster Banz: Deutsche Trachten aus dem östlichen Europa
„Der Tracht heute ihre Legitimität abzusprechen, wäre eine unangebrachte neue Form der Ideologisierung. Das heißt jedoch nicht, dass man sich nicht der Trachtengeschichte, ihren Facetten, auch mit dem Belastenden und dem Verdrängten stellen sollte.“ (Reinhard Bodner) Mit dem Anspruch, möglichst alle Seiten zu beleuchten, wird sich das Seminar „Was uns anzieht: Trachten der Deutschen aus dem östlichen Europa zwischen Ästhetik, Politik und Mode“ im April 2023 den vielfältigen Aspekten des Themas Tracht widmen. Der Verband der Siebenbürger Sachsen ist Mitveranstalter. mehr...
„Geographische Heimat – Innere Heimat“: Bilder von Martin Eichler in Bamberg
Zu einer besonders schönen Veranstaltung hatte die Kreisgruppe Bamberg am 13. Mai in die Auferstehungskirche geladen: Die Vernissage zu einer Ausstellung mit Fotografien aus Siebenbürgen von Martin Eichler. Titel der Ausstellung ist „Geographische Heimat – Innere Heimat“. Dem Erkunden dieser beiden Dimensionen, dem Nachdenken darüber und dem Nachfühlen, was der Begriff Heimat in einem auslöst, war denn auch das Programm der Vernissage gewidmet. mehr...
Zum Tod von Hans Bergel, einer Ausnahmeerscheinung der zeitgenössischen siebenbürgisch-sächsischen Kultur
In der Nacht vom 25. zum 26. Februar 2022 verstarb in einem Krankenhaus in Starnberg der bekannte Schriftsteller und Journalist Hans Bergel. Nach 96 Jahren und sieben Monaten ist ein erfülltes und faszinierendes Leben zu Ende gegangen, das neben der Liebe und Fürsorge für die Seinen geprägt war von einem unbändigen schriftstellerischen Schaffensdrang und einer immensen geistigen Produktivität. Ehefrau Elke Raschdorf-Bergel, Familienmitglieder, Freunde und Bekannte sowie eine hohe Zahl von Verehrern und Bewunderern seines Werkes werden bei der Trauerfeier, die zu seinen Ehren am 19. März im Sudentendeutschen Haus veranstaltet wird, schweren Herzens, aber in großer Dankbarkeit Abschied nehmen von einer beeindruckenden Persönlichkeit und einem besonderen Menschen, der zu den Ausnahmeerscheinungen der zeitgenössischen siebenbürgisch-sächsischen Geschichte gehört. mehr...
Das Leid ins Schöpferische umgewandelt: Deportationsausstellung in Gundelsheim
Freitag, den 10. Dezember, 17 Uhr wurde in den Sonderausstellungsräumen des Siebenbürgischen Museums auf Schloss Horneck in Gundelsheim die Ausstellung „‚Das Laub gesammelt aus fünf Herbsten.‘ Kunst und Deportation“ eröffnet. Die neue Schau geht der Verbindung von Kunst und Deportation der Siebenbürger Sachsen in den Arbeitslagern der Sowjetunion (1945-1949) aus mehreren Blickwinkeln nach. Sie ist die Folgeausstellung zu der mit großem Erfolg gezeigten kulturhistorischen Ausstellung „Skoro damoi! Hoffnung und Verzweiflung. Siebenbürger Sachsen in sowjetischen Arbeitslagern 1945-1949“ und knüpft in ihrer thematischen Konsequenz an diese an. mehr...






