Ergebnisse zum Suchbegriff „Ueberlebenden Winter“
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Symposium zum Thema „Deportationen nach ethnischen Kriterien – ein zentrales Element totalitärer Regime?“
Der breiten Öffentlichkeit bekannt sind die Verbrechen des Nazi-Regimes: die Extermination der jüdischen Bevölkerung und anderer unerwünschter Gruppen in Vernichtungslagern. Vertraut ist man – in Rumänien, und seit Herta Müllers Roman „Atemschaukel“ auch darüber hinaus – mit der Verschleppung der deutschen Minderheit nach Russland oder den nicht ethnisch motivierten Zwangsumsiedlungen in die Bărăgan-Steppe im Kommunismus. Von der Deportation der Juden und Roma nach Transnistrien haben viele zumindest schon gehört. Der Bevölkerungsaustausch mit Bulgarien, die „Heimholung“ der Deutschen aus Osteuropa „ins Reich“ oder gar die Deportation ethnischer Ungarn aus Siebenbürgen sind jedoch weniger präsent im Massenbewusstsein. Dabei war Deportation – obwohl man sie früher nicht so genannt hat, sondern „Bevölkerungsaustausch“, „Evakuierung“ oder „Repatriierung“ – im 20. Jahrhundert ein europäisches Phänomen. Millionen von Menschen wurden zwangsumgesiedelt: im Sinne der ethnischen Homogenisierung von Nationenstaaten. Zur Abstrafung eines Volks. Aus Rache für einen Krieg. Zur besseren Kontrolle von „Staatsfeinden“. mehr...
Erschütternde Zeugenaussagen: Deportationen und Leiden
Oft erinnere ich mich an die Erzählungen meiner Mutter, die im Winter des Jahres 1945 lange Zeit versteckt lebte, um nicht nach Russland verschleppt zu werden, wie es vielen ihrer deutschen Generationskolleginnen passiert war. Als sie es dann nicht mehr aushielt in einem dunklen, winzigen Raum, von wo sie tagsüber nie herauskonnte, denn sie wäre von den Haushaltshelferinnen oder der Amme meines Bruders gesehen worden, traf sie eine Entscheidung. Um rauszukönnen, heiratete sie der Form halber einen Freund, der ihr seinen rumänischen Namen „lieh“, um sie vor der Deportation zu retten. Neben den beiden Rettungsformeln, die Mutter angewandt hat, verstecken oder/und einen Rumänien formhalber heiraten, konnte man sich auch chirurgischen Operationen unterziehen lassen, die mehr oder weniger reelle Gründe hatten, die einen aber auf alle Fälle im Krankenhaus festhielten, bis die Gefahr des Zusammentreibens vorüberging. mehr...
80 Jahre seit der Deportation der Rumäniendeutschen zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion
Zwölf Millionen Zwangsarbeiter hatte das NS-Regime in den Machtbereich des Dritten Reiches deportiert, darunter 2,1 Millionen „Ostarbeiter“ (Frauen und Männer) aus der Sowjetunion. „Spiegelverkehrte Brüder und Schwestern“ der sogenannten „Ostarbeiter“ nennt der Historiker Pavel Polian die 112.000 Deutschen aus Südosteuropa, die im Zeitraum Dezember 1944 bis Februar 1945 zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert wurden und bezeichnet sie entsprechend als „Westarbeiter“. Dazu gehören 70.000 Deutsche aus Rumänien, die vor genau 80 Jahren, im Januar 1945, verschleppt wurden. Die Deportation sei die „größte Tragödie in der Geschichte der Siebenbürger Sachsen und der Evangelischen Kirche“ gewesen, sagte Reinhart Guib, Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien. Auf die geschichtlichen Umstände dieses kollektiven Traumas, das bis heute in den Familien der Siebenbürger Sachsen nachwirkt, geht im Folgenden der Historiker Günter Klein ein. Der Nösner wurde 1961 in Bistritz geboren, seine Mutter, eine Banater Schwäbin, gehörte auch zu den Deportierten. mehr...
"Auf Brukenthals Spuren" in Berlin: Vortrag – Filmvorführung – Gespräch
Am Montag, 29. April, von 18.00-20.00 Uhr findet im Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, der Abend „Auf Brukenthals Spuren“ mit Vortrag, Filmvorführung und anschließendem Gespräch statt. Eintritt: acht Euro. mehr...
Kurzfilm JENSEITS DES WALDES - Teampremiere in Berlin
Die Teampremiere zum Kurzfilmprojekt JENSEITS DES WALDES findet am Samstag, den 27. Januar, 11.00 Uhr im Kino Moviemento, Kottbusser Damm 22, in Berlin-Kreuzberg statt. Die Siebenbürgische Zeitung stellte das studentische Filmprojekt bereits vor (s. Studentisches Filmprojekt über Deportation). Um ihr Herzensprojekt, den Kurzfilm „Jenseits des Waldes“, realisieren zu können, hatten die jungen Filmstudentinnen und -studenten der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin noch nach Unterstützung gesucht – und beim Sozialwerk der Siebenbürger Sachsen sowie bei zahlreichen Leserinnen und Lesern dieser Zeitung gefunden. mehr...
Stalins Befehl zur Deportation der Deutschen in Südosteuropa: Podiumsdiskussion in Berlin
Das Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin startete am 10. Januar mit einer Vorstellung eines dokumentarischen Foto-Text-Buchs des Luxemburgers Marc Schroeder in das neue Jahr, das wieder viele interessante Veranstaltungen bereithält. Im großen Vortragssaal begrüßte Direktorin Gundula Bavendamm die Partner dieser Buchvorstellung: den Autor, die Kulturreferentin für Siebenbürgen am Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim, Dr. Heinke Fabritius, das Rumänische Kulturinstitut, die Deutsch-Rumänische Gesellschaft und den Kulturreferenten der luxemburgischen Botschaft Guido Jansen-Recken. mehr...
Studentisches Filmprojekt über Deportation
Das Team steht bereit, am liebsten würden Max Kern, Elena Zurbuch, Edoardo Scussel und Marijana Verhoef gleich loslegen. Um ihr Herzensprojekt, den Kurzfilm „Jenseits des Waldes“, realisieren zu können, suchen die jungen Filmstudentinnen und -studenten der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin aber noch nach Unterstützung. mehr...
Film mit Zeitzeugnissen der Russlanddeportation
So wie der 23. August in der Erinnerung der Erlebnisgeneration unlösbar mit dem „Zusammenbruch“ der alten Ordnung in Siebenbürgen verbunden ist, sind die Tage um den 13.-15. Januar Tage des Gedenkens an die „Aushebungen“ der jüngeren deutschen Männer und Frauen, die nach dem Krieg noch in ihrer Heimat lebten, zur Zwangsarbeit. Die Aufarbeitung dieser traumatischen Erlebnisse begann erst spät, so dass insbesondere filmische Zeugnisse von Betroffenen selten sind. mehr...
Siebenbürgen im Wandel: Crowdfunding für einen neuen Film bis zum 29. Juli
Über Siebenbürgen sind in den letzten 25 Jahren zahlreiche Filme gedreht worden. Sie thematisieren landschaftliche oder architektonische Schönheit, oft auch den Niedergang und die Hoffnungslosigkeit in den von Auswanderung getroffenen Landstrichen. Das Team um Florin Besoiu wählt einen anderen Blickwinkel: Mit dem Dokumentarfilmprojekt „Siebenbürgen im Wandel. Die deutschsprachigen Zuwanderer“ möchten es nach eigener Aussage „gegen den Strom schwimmen“, und damit nicht zuletzt auch für Siebenbürgen als Einwanderungsland werben. mehr...
Stolzenburger Treffen in Illingen mit Deportationsgedenkfeier
Das 36. Stolzenburger Treffen fand am 12. September in der Stromberghalle in Illingen statt, organisiert vom Verein junger Siebenbürger 1994 e.V. Illingen. Das Treffen begann auf dem Waldfriedhof mit einer Gedenkfeier an die Stolzenburger, die vor 70 Jahren nach Russland deportiert wurden. mehr...







