24. März 2007

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Stiftung Siebenbürgische Bibliothek sucht tatkräftige Mitstreiter

Über die Notlage der Gundelsheimer Kulturinstitutionen, insbesondere des Siebenbürgen-Instituts mit der Siebenbürgischen Bibliothek, wurde in den letzten Jahren wiederholt in dieser Zeitung berichtet. Der Verein Freunde und Förderer der Siebenbürgischen Bibliothek und die Stiftung Siebenbürgische Bibliothek haben sich nach Kräften bemüht, die benötigten Mittel zu beschaffen. Dank der Spendenbereitschaft der Leser dieser Zeitung und anderer Gönner wurde die Arbeit des Siebenbürgen-Instituts in den letzten drei Jahren teilweise gesichert.
Die finanzielle Lage hat sich jedoch nicht wesentlich verbessert. Weder konnte der wissenschaftliche Leiter des Siebenbürgen-Instituts voll bezahlt werden noch die Stelle des Geschäftsführers des Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturrates besetzt werden. Die einmaligen Spendenmittel gehen jetzt zu Ende. Ab 2008 wird sich die Lage akut verschlechtern. Die Erträge der Stiftung Siebenbürgische Bibliothek (22 000 Euro im Jahr 2006, siehe Siebenbürgische Zeitung vom 31. Januar 2007) reichen nicht einmal für das halbe Gehalt des wissenschaftlichen Leiters aus, geschweige denn für weitere Beschäftigte.

Angesichts dieser Situation sind alle Mitgliedsorganisationen des Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturrates, des Trägers des Siebenbürgen-Instituts, und einzelne engagierte Bürger gefordert, die Bedeutung unserer „Nationalbibliothek“ zu erkennen und sich für ihren Erhalt einzusetzen.

Entwickelt sich der Kapitalstock der Stiftung Siebenbürgische Bibliothek in dem bisherigen Tempo (ca. 100 000 Euro pro Jahr), werden noch über 30 Jahre benötigt, um die angestrebten vier Millionen Euro zu erreichen, deren Erträge für einen einigermaßen reibungslosen Betrieb von Bibliothek und Institut gebraucht werden. Was geschieht aber bis dahin? Werden diese Institutionen überhaupt noch funktionieren? Wer hält die Bemühungen so lange aufrecht?

Der Vorstand der Stiftung Siebenbürgische Bibliothek appelliert daher an alle Leser der Siebenbürgischen Zeitung und alle Landsleute, sich in seine Bemühungen einzuschalten, die Stiftung zu stärken. Die drei ehrenamtlichen Mitglieder des Vorstandes haben nur eingeschränkte Möglichkeiten, neue Geldquellen (sprich Mäzene, Sponsoren, der Stiftung zugeeignete Immobilien oder Wirtschaftsbetriebe, Vermächtnisse, leihweise Überlassung von Vermögenswerten etc.) zu erschließen und um Spenden in der Bevölkerung zu werben. Deshalb werden zusätzliche ehrenamtliche Mitstreiter gesucht, die den Wert der Siebenbürgischen Bibliothek erkannt haben und neue, Erfolg versprechende Ideen eigenverantwortlich für die Stärkung der Stiftung verwirklichen wollen. Aus organisatorischen Gründen und um Überschneidungen der Aktivitäten zu vermeiden, übernimmt der Vorstand gerne deren Koordination. Die Initiatoren können dabei auch Gruppen bilden. Dass solche Aktionen nicht einmal so schwierig sind, zeigen folgende Beispiele: Ein Mitglied der Kreisgruppe Reutlingen/Metzingen/Tübingen warb im örtlichen Handarbeitskreis für die Stiftung und sammelte Spenden in Höhe von 400 Euro. Ebenfalls aufgrund einer privaten Initiative erklärten sich fünf Personen bereit, Daueraufträge, bzw. Einzugsermächtigungen einzurichten, um der Stiftung Siebenbürgische Bibliothek monatliche Beträge zukommen zu lassen. Eine Gruppe aus Lauffen unterstützt die Bibliothek schon seit Jahren über den Förderverein und die Stiftung. Diese und andere Initiativen verdanken ihren Erfolg der Tatkraft einiger Personen, die ihren Mitmenschen die Bedeutung der Siebenbürgischen Bibliothek deutlich machen konnten.

Leserbriefe an die Siebenbürgische Zeitung, Briefe an den Stiftungsvorstand und Beiträge in den Internet-Foren zeigen: Es ist Potential und Wille vorhanden, sich für diese gute Sache einzusetzen. Einige Anregungen wurden schon durchgeführt. So gab es auf verschiedenen Ebenen bereits Sammlungen zugunsten der Stiftung, die Anzahl der Aufrufe, bei fröhlichen oder traurigen Anlässen der Stiftung etwas zukommen zu lassen, ist gestiegen, eine Initiativgruppe „Rokestuf“ wurde gegründet und einige wenige Spender haben Daueraufträge zugunsten der Stiftung eingerichtet. Was eindeutig noch verbessert werden kann, ist die Werbung in die Breite der Bevölkerung und die konkrete Ansprache potenter Unterstützer.

Wir bitten Sie deshalb, machen Sie mit bei der Bewahrung unseres kulturellen und zivilisatorischen Erbes, indem Sie sich mit einem Vorhaben, das Sie zur Stärkung der Stiftung Siebenbürgische Bibliothek durchführen wollen, beim Stiftungsvorsitzenden melden: Hatto Scheiner, Babenhäuser Straße 10, 64839 Münster, E-Mail, Telefon: (0 60 71) 3 61 14.

Hatto Scheiner

(gedruckte Ausgabe: Siebenbürgische Zeitung, Folge 5 vom 31. März 2007, Seite 4)

Schlagwörter: Kulturspiegel, Siebenbürgische Bibliothek, Stiftungen

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