1. Dezember 2011

Benefizveranstaltung in Schönaich: Rocky, Gekkos & Co spielen für Tabaluga

Was lange währt, muss gut werden. Die Vorbereitungen und Planungen für dieses Fest hatten immer wieder Änderungen und Ergänzungen erfahren. In den letzten Wochen war noch der eine oder andere Ausfall zu managen, aber letztendlich konnte die Veranstalterin Dr. Christa Jungwirth einige Tage vor dem Start stolz vermelden: „Der Saal ist ausverkauft!“
Bereits kurz nach 13.00 Uhr kamen die ersten Gäste und als die Rocky-Band die Veranstaltung eröffnete, war kaum noch ein freier Platz in der Halle zu finden. Über 600 Erwachsene, dazu jede Menge Kinder, Musiker, Sänger, Tänzer und die vielen Helfer fanden Platz in der Schönaicher Gemeindehalle. Der stellvertretende Schönaicher Bürgermeister Walter Gorhan stellte beeindruckt fest, dass die Halle um die Uhrzeit noch nie so voll gewesen sei, und sagte der Veranstalterin zu, die Hallenmiete zu Gunsten der Benefizveranstaltung geringer als üblich zu gestalten, was mit großem Applaus quittiert wurde. Jeder Euro, der nicht ausgegeben werden muss, kommt der Peter Maffay Stiftung zugute, speziell dem Projekt „Kinderschutzburg Radeln“ in Siebenbürgen, das in diesem Juli eröffnet wurde. Die Bands und Tanzgruppen traten gagenfrei auf.

Der Funke sprang sofort über, als die legendäre Rocky-Band, bekannt aus den 80er Jahren, auf die Bühne kam. Wohl manche/r im Publikum fühlte sich in die Jugend versetzt, als die „Rockys“ in Mediasch mit ihrer Musik und vor allem mit ihrem Outfit auffielen und so eine kleine Rebellion anzettelten. Diese Band hat es geschafft, dass sich in Schönaich Leute trafen, die sich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hatten. Dafür ein dickes Lob und ein Dankeschön.
Die Rocky Band aus Mediasch beim Benefizkonzert ...
Die Rocky Band aus Mediasch beim Benefizkonzert in Schönaich. Foto: Eric Scherer
Nach den Rockys ging es Schlag auf Schlag, Tanzgruppen und Bands gaben sich die Klinke in die Hand. Der Nachmittag war dem Nachwuchs gewidmet und wurde von der Hip-Hop-Tanzgruppe der VHS Schönaich angeführt. Es folgten die „Gekkos“, eine Kinderband aus Nürnberg, die von Erhard Hügel gecoacht wird. Ihre zwischen elf und 13 Jahre alten Mitglieder zeigten den erfahrenen Hasen, dass mit ihnen zu rechnen ist. Die siebenbürgische Kindertanzgruppe aus Böblingen leitete den siebenbürgisch-sächsischen Programmblock ein. Den Anfang machten „Uwe & Uwe“, bekannt in der Szene durch ihre auf Sächsisch gesungenen Versionen deutscher und international bekannter Lieder. Für das Projekt „Bürger7“ hatten sie sich Verstärkung auf die Bühne geholt: Jacky (Jacqueline Lamers) und Leon (Leon Franke) aus Köln sowie Crispin Pitters (Sohn von Rocky-Mitglied Karlutz Pitters) am Schlagzeug und Hansi Müller am Keyboard. Beim Lied „Transylvanica“ mischte auch Erhard Hügel mit und für den Titel „You, Me, Free“ kam Nachwuchstalent Nicole Scholz aus Süddeutschland dazu.

Im rumänischen Programmteil zeigte die rumänische Volkstanzgruppe „Hora satului“ aus Stuttgart, wie temperamentvoll es bei ihnen auf der Tanzfläche zugeht. Elena und Gigi Crînganu lieferten rumänische Volkslieder, gemischt mit deutschen Partysongs, so dass auf der Tanzfläche reges Treiben herrschte. Sie wurden von der Siebenbürger Tanzgruppe aus Böblingen abgelöst. Moderiert wurde die Veranstaltung von Hildegard Kijek, Moderatorin bei RTI-Radio und Vorsitzende des Vereins der Siebenbürger Sachsen im Kreis Böblingen.

Mit der Cripple Creek Band, in der unsere Landsleute Erhard Hügel und Micky Gerst spielen, kamen rockige Countrytöne ins Spiel. Die Aufmerksamkeit des Publikums ließ keine Sekunde nach. Eine Verschnaufpause wurde den Jungs geboten, als die Linedancer „United we Dance“ – übrigens nur Damen – die Tanzfläche eroberten. Nach einer weiteren Stunde mit der Cripple Creek Band stürmten die Schönaicher Hasenbühlhexen auf die Tanzfläche und zeigten erstmalig ihren neuen Tanz für die Faschingssaison. Um Mitternacht durfte dann „Melody4U“ zum Ball spielen. Wer glaubte, dass nun Müdigkeit aufkam, täuschte sich. Die nach dem zwölfstündigen Programmmarathon noch anwesenden Gäste schwangen das Tanzbein bis in die frühen Morgenstunden.

Nicht unerwähnt bleiben sollten diejenigen, die für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt haben, die vielen Helfer, die Heinzelmännchen in der Küche und vor allem die, die beim Auf- und Abbau dabei waren. Ohne tatkräftige Unterstützung ist so eine Veranstaltung kaum zu stemmen, deshalb ein herzliches Dankeschön an alle. Christa Jungwirth strahlte in der Früh um vier vor Zufriedenheit. Der Erlös der Veranstaltung sowie aus dem Verkauf der Tombolalose summiert sich auf 5000 Euro, die sie der Peter Maffay Stiftung überweisen kann. Diese Information wird direkt nach Radeln und an die Peter Maffay Stiftung gehen, da Karin und Michael Morth aus Rumänien angereist waren, wo sie in der Verwaltung der Stiftung tätig sind. Karin betreute auch den Infostand der Stiftung. Dr. Christa Jungwirth war im Juli bei der Eröffnung des Projektes in Radeln zu Gast und hatte Gelegenheit Peter Maffay persönlich kennenzulernen. Vor allem das Ärztehaus hat es ihr angetan, in dem auch ein Behandlungszimmer für einen Zahnarzt eingerichtet werden soll. Hier weiter helfend und beratend zu unterstützen, kann sie sich gut vorstellen. Der Erlös aus der Benefizveranstaltung kann ein erster Schritt auf diesem Weg sein.

Hildegard Kijek


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Schlagwörter: Benefizveranstaltung, Maffay, Musik, Tanz

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Neueste Kommentare

  • 11.02.2012, 14:17 Uhr von gogesch: Das höre ich jetzt das erste Mal. Wo konnte man sowas hören? [weiter]
  • 10.02.2012, 19:23 Uhr von Schreiber: Eine solche Vielfalt ist toll. Habe auch gehört, dass ein Teil des Erlöses für unsere sächsischen ... [weiter]
  • 03.12.2011, 11:27 Uhr von gogesch: Eine Wahnsinnsveranstaltung. Mein allerhöchster Respekt. [weiter]

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