8. März 2014

Städtepartnerschaft Bistritz-Wels schreitet voran

Wels, am 1. März. Bürgermeister Dr. Peter Koits und Bürgermeister Ovidiu Crețu unterschreiben ein Memorandum als weiteren Schritt zur Städtepartnerschaft Wels-Bistritz im Rathaus der Messestadt im Beisein von Vertretern der beiden Städte.
Von der Stadt Wels waren anwesend Dr. Koits, Vizebürgermeister Hermann Wimmer, Vizebürgermeister Peter Lehner, Gerhard Kroiß, Walter Zaunmüller, Stadträte Stefan Ganzert und Egon Schatzmann, EU Gemeinderäte, vom Büro des Oberbürgermeisters Robert Scheidl, Leiter, und MPA Tanja Schweiger. Aus Bistritz waren gekommen der Bürgermeister Crețu Vizebürgermeister Ioan Peteleu, Iosif Molnar und Attila Antal, Gemeinderäte, sowie Liliana Coceșiu, Leiterin der Abteilung Integration und Alexandru Mânzat als Übersetzer. Als Vertreter der Siebenbürger Sachsen waren anwesend Volker Petri, Bundesobmann des Bundesverbandes der Siebenbürger Sachsen in Österreich, Dr. Fritz Frank, Ehrenvorsitzender, Manfred Schuller, Landesobmann in Oberösterreich, Waltraut Wellmann und Horst Göbbel, beide Stellvertretende Vorsitzende der HOG Bistritz-Nösen e.V.

Nach einem kurzen Rückblick auf seinen beachtenswerten Besuch in Bistritz im August 2013 und der Vorstellung der anwesenden Persönlichkeiten aus dem Magistrat der Stadt Wels erinnerte Dr. Koits an die Anfänge der Bemühungen um eine Städtepartnerschaft, bei denen Dr. Fritz Frank eine tragende Rolle einnahm. Er präsentierte die Stadt Wels mit ihren historischen, wirtschaftlichen, sozialen, bildungspolitischen, kulturellen Stärken und betonte den wesentlichen Beitrag der deutschen Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg für den Wiederaufbau. Koits sprach weiter über deren Entwicklung und die starke gegenwärtige Position der Messestadt Wels auch als erste Heimstatt aller deutschen Vertriebenen, also auch der Siebenbürger Sachsen, im gesamtösterreichischen Gefüge. „Wels ist welsweit und weltweit ein Botschafter der Toleranz, der Verständigung, des europäischen Zukunftsprojekts.“
Nach der Unterzeichnung des Bistritz-Wels ...
Nach der Unterzeichnung des Bistritz-Wels Memorandums. Foto: Magistrat Wels Wögerbauer
Bürgermeister Ovidiu Crețu hob in seiner Begrüßungsansprache, nach der Vorstellung der Bistritzer Delegation und der Grunddaten zum Munizipium Bistritz, die seit einigen Jahren sehr tiefe Verbundenheit und Zusammenarbeit mit den wenigen Siebenbürger Sachsen vor Ort und den vielen in Österreich und Deutschland hervor, insbesondere mit der HOG Bistritz-Nösen. „Das heutige Treffen“, hielt er fest, „hat etwas zu tun mit einer Katastrophe vor 70 Jahren, der Evakuierung der Nordsiebenbürger Sachsen, deren Folgen noch heute präsent sind. In der kommunistischen Zeit hat man das Drama, die Tragödie derjenigen, die vor 70 Jahren von heute auf morgen ihre Heimat verlassen mussten, nicht gekannt, nicht thematisiert. Uns Nachfolgern fehlen in unserer Heimatstadt Bistritz die Nachkommen derjenigen, die unsere Stadt hätten mitweiterentwickeln können. […] Von den Sachsen und Juden des alten Bistritz haben wir einen besonders wertvollen architektonischen und zivilisatorischen Schatz geerbt, den wir nicht verkommen lassen dürfen.“ Sich wieder Wels zuwendend, hob Crețu hervor: „Wir sind froh und hoch geehrt, Partner einer solchen Stadt zu sein. Wir haben in diesem Augenblick einen wichtigen Schritt in die europäische Richtung unserer beiden Städte getan!“

Dr. Fritz Frank würdigte in geschliffenen Worten, deutsch und rumänisch, die großartige Initiative der beiden Städte. Nach dem Austausch von Gastgeschenken – Bürgermeister Crețu überreichte u.a. ein Landschaftsbild der Bistritzer Künstlerin Vioara Dinu, Wels wartete mit dem ersten Welser Wein des 1. Weinbauvereins der Stadt Wels auf – „verleitete“ Manfred Schuller, mit der originellen österreichisch-sächsischen Pralinenkreation, Bürgermeister Crețu zum Bonmot des Tages: „Das können die Sachsen gut: Beziehungen versüßen!“

Horst Göbbel

Schlagwörter: Bistritz, Wels, Städtepartnerschaft

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