13. Mai 2006

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Dinkelsbühl an der Romantischen Straße

Eine „Brücke zur Heimat“ ist der jährlich zu Pfingsten stattfindende Heimattag in Dinkelsbühl für tausende Siebenbürger Sachsen in der ganzen Welt. Die enge Verbindung zwischen der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen und der Stadt Dinkelsbühl wurde in einem Partnerschaftsvertrag am 25. Mai 1985 formell besiegelt. Zum Kennenlernen ihrer Geschichte und Sehenswürdigkeiten stellte uns die mittelfränkische Stadt folgenden Beitrag zur Verfügung.
An der Romantischen Straße zwischen Würzburg und Füssen liegt Dinkelsbühl. Die ehemalige Reichsstadt ist einer der glücklichen Orte, welche die wechselhafte deutsche Geschichte nahezu unbeschadet überstanden haben. Ein unversehrt erhaltenes, historisches Stadtbild von europäischem Rang macht das alte fränkisch-schwäbische Städtchen zu einem Anziehungspunkt für Gäste aus aller Welt.

1188 erstmals urkundlich erwähnt, hat Dinkelsbühl seinen Aufstieg zur Reichsstadt im 13. und 14. Jahrhundert und seinen Wohlstand der günstigen Lage an der Kreuzung wichtiger Handelsstraßen zu verdanken. Fleißige Handwerker und reger Handel mehrten den Reichtum der Stadt und legten den Grundstein für ein blühendes Gemeinwesen, das seinen äußeren Ausdruck in den Bauwerken und Anlagen der mittelalterlichen Stadt fand. Alles überragend das gotische Münster St. Georg, das als eine der schönsten Hallenkirchen im süddeutschen Raume gilt.

Die Kriege zu Beginn der Neuzeit, allen voran der 30-jährige Krieg, waren schließlich der große Einschnitt in der Stadtentwicklung. Dinkelsbühl erholte sich nur schwer von den materiellen Schäden und erst der Zustrom von Neubürgern am Ende des 2. Weltkrieges glich - nach 300 Jahren - die Bevölkerungsverluste aus.

Einmal im Jahr, zu Pfingsten, wird Dinkelsbühl zum Zentrum siebenbürgisch-sächsischen Lebens in Deutschland, überlagert der Klang des Siebenbürgisch-Sächsische das gewohnte fränkisch-schwäbische Dialektgemisch. Aber auch außerhalb dieser Zeit ist die Stadt im idyllischen Tal der Wörnitz immer eine Reise wert. Auf den ersten Blick etwas zurückhaltend, gar spröde, verstehen die Dinkelsbühler ausgiebig zu feiern. Höhepunkt des Jahres ist die Dinkelsbühler Kinderzeche, die auch dieses Jahr vom 14.-23. Juli an die Errettung der Stadt vor Plünderung und Brandschatzung im 30-jährigen Krieg erinnert. Der Überlieferung nach war es die Türmerstochter Lore und die Kinder der Stadt, die das Herz des schwedischen Obristen erweichten.

Das Fränkisch-Schwäbische Städtetheater bietet das ganze Jahr hindurch Unterhaltung auf hohem Niveau. Wenn aber in den Sommermonaten (14. Juni-13. August) die Festspiele in den romantischen Künßberggarten einladen, wird ein Theaterbesuch in der wunderschönen Kulisse der alten Stadt zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Die Konzerte der Dinkelsbühler Knabenkapelle begeistern jährlich viele hundert Besucher und die Berufsfachschule für Musik steht ebenso für zahlreiche konzertante Höhepunkte im Jahreslauf. Musikalische Akzente setzt auch der Dinkelsbühl Nachtwächter, der jeden Abend seine Runde geht.

Am 10. September 2006 zeigt das Stadtfest unter dem Motto "Leben in einer alten Stadt" altes Handwerk und beinahe vergessene Traditionen. Die Fisch-Erntewoche vom 28. Oktober bis 5. November stellt die Teichwirtschaft der Region vor und rückt Fisch als gesundes und delikates Lebensmittel in den Vordergrund.

Weitere Infos und Buchungen bei Touristik Service Dinkelsbühl, Marktplatz, 91550 Dinkelsbühl, Telefon: (0 98 51) 9 02 40, Fax: (0 98 51) 9 02 79, E-Mail: touristik.service@dinkelsbuehl.de , Internet: www.dinkelsbuehl.de.

Schlagwörter: Dinkelsbühl

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