25. August 2014

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Christa Wandschneider engagiert sich für die Frauenarbeit und Landler

„Nur was sich ändert, bleibt bestehen.“ Diese Lebensweisheit stellte Christa Wandschneider, Bundesreferentin für Frauen, Familie und Aussiedlerbetreuung des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, in den Mittelpunkt ihrer Ansprache beim Sachsentreffen am 21. September 2013 in Schäßburg. Es sei erfreulich, dass so viele siebenbürgische Veranstaltungen in Deutschland und Siebenbürgen stattfinden, dass Bewährtes gelebt werde und sich entfalte. Auf dieser Grundlage könne Neues bewusst gestaltet werden. Christa Wandschneider, die heute 60 Jahre alt wird, gehört zu jenen, die die siebenbürgisch-sächsische Kultur maßgeblich mitgestalten. Zu dieser Kultur gehört auch jene der Landler, die sie als Vorsitzende der HOG Großpold in der Öffentlichkeit sichtbar macht.
Am 25. August 1954 in Großpold geboren, absolvierte Christa Wandschneider, geborene Rieger, das Brukenthal-Gymnasium in Hermannstadt und die Sekretärinnenschule in Bukarest und arbeitete als Sekretärin an der Universität in Hermannstadt, bevor sie 1980 heiratete und zu ihrem Mann Martin nach Deutschland aussiedelte. Sie machte eine Aus- und Weiterbildung zur geprüften Sekretärin und Verwaltungsfachangestellten, zurzeit arbeitet sie als Sekretärin in der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Aus der Ehe gingen zwei Söhne, Hans-Jürgen (31) und Christian (26), hervor.

Christa Wandschneider ...Christa WandschneiderSchon beim ersten Treffen der Großpolder, das ihre Schwiegermutter 1982 organisierte, half sie mit ihrem Mann mit, und dieser Einsatz ging ununterbrochen weiter, als ihr Vater Hans Rieger den Vorsitz der Heimatortsgemeinschaft (HOG) übernahm. Seit 1994 ist Christa Wandschneider selbst Vorsitzende der HOG Großpold und hat viele Projekte angestoßen und durchgeführt, das Wichtigste ist wohl die Mitarbeit der HOG an der Ortsmonographie „Großpold – eine Gemeinde in Siebenbürgen“ (2011). Sehr wichtig sei es, „unsere Traditionen und Gebräuche auch hier und jetzt zu pflegen und zu leben“. Das „Leuchtersingen in Augsburg“ ist schon seit Jahren gelebte Tradition, die immer mehr junge und alte Besucher aus ganz Deutschland anzieht. Einen Höhepunkt und eine erste richtige Wahrnehmung auch im Bewusstsein der Siebenbürger Sachsen erfuhren die Landler durch ihre Brauchtumsveranstaltung beim Heimattag 2012 in Dinkelsbühl. Aber auch durch Artikel in dieser Zeitung macht Christa Wandschneider auf das Schicksal der Evangelischen aufmerksam, die wegen ihres Glaubens im 18. Jahrhundert aus Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark nach Siebenbürgen deportiert wurden.

Seit 1996 ist Christa Wandschneider Frauenreferentin des Landesverbandes Bayern und seit November 2011 auch Bundesfrauenreferentin, ein Amt, das sie von Enni Janesch übernahm und in das sie mit deren Hilfe schrittweise hineinwuchs. „Man wächst bekanntlich an seinen Aufgaben und eine konstruktive Kritik hilft oft mehr, als dauernd auf einer Welle der Sympathie zu schwimmen“, erklärte sie 2012 gegenüber der Siebenbürgischen Zeitung. Sie sieht sich als Bindeglied zwischen Bundesfrauenreferat und den Landes- und Kreisgruppen, fördert die Zusammenarbeit mit den Frauenverbänden in Siebenbürgen, dem Deutschen Frauenrat in Berlin und Frauenverband des BdV und setzt sich für die Bewahrung der siebenbürgisch-sächsischen Kultur ein (siehe auch Abschnitt "Angebote für Frauen und Familie" im SbZ-Online-Artikel "Über Generationen im Geist der Gemeinschaft - 65 Jahre Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland").

Christa Wandschneider liebt und lebt unsere Kultur, rückt die Frauen und Landler stärker in das Bewusstsein unserer Gemeinschaft und trägt entscheidend dazu bei, dass diese durch Leben und neue Ideen gestärkt wird. Mit dieser Begeisterung will sie auch die jüngere Generation anstecken. Wir wünschen ihr noch viele Jahre Gesundheit, Glück und Schaffensfreude im Dienste ihrer Landsleute.

Siegbert Bruss

Schlagwörter: Verbandsleben, Frauenarbeit, Landler, Großpold

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