26. Mai 2011

Drittes Country-Seminar der Jugend in Baden-Württemberg

Dass es auch einmal etwas anderes sein darf als traditioneller Volkstanz bewiesen die Teilnehmer beim Country-Seminar vom 7. bis 8. Mai 2011. Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich rund 50 interessierte Tänzerinnen und Tänzer in Warthausen bei Biberach ein, um Altes aufzufrischen und Neues zu lernen, denn bereits zum dritten Mal veranstaltete die Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend (SJD), Landesgruppe Baden-Württemberg (SJD BW), ein Country-Seminar.
Samstagmorgen startete das Seminar mit der Begrüßung und der Vorstellung der Referenten. Christine Göltsch und Karin Nägler hatten sich bereit erklärt an diesem Wochenende den Interessenten neue Line und Square Dances beizubringen. Der Name Line Dance leitet sich von den Linien ab, die die Tänzerinnen und Tänzer bilden. Bei dieser Art von Tanz muss man nicht mühsam nach einem Partner suchen. In den „Lines“ wird zwar nach einer bestimmten Choreographie getanzt, trotzdem kann sich hier jeder frei entfalten. So startete das Seminar mit einem flotten „Twist“ um ein bisschen die Muskeln zu lockern. Der Tanz war schnell einstudiert und saß nach kurzem Üben perfekt. Beim folgenden etwas ruhigeren „Swinging“ durfte jeder unter Beweis stellen, wie schön sie oder er seine Hüften schwingen konnte. Die Vielfalt der Tänze zeigte sich auch beim „Canadian Stomp“, gesungen von Shania Twain. Manch einem kam das Bild eines großen Platzes mit Gitarrenspielern und Cowboystiefeln in den Sinn, denn es wurde gehüpft, gestampft und geklatscht. Eine weitere Besonderheit war auch der „Pata Pata“, denn als Tänzerinnen und Tänzer die Schritte perfektioniert hatten, stellten sie sich in einem großen Viereck auf und tanzten im Kanon. Zum besseren gegenseitigen Kennenlernen wurde beim „Circle Dance“, der paarweise im Kreis getanzt wurde, immer der Partner gewechselt. Schön war auch, dass neben den vielen Tanzgruppenmitgliedern auch ein paar Teilnehmer ohne Zugehörigkeit zu einer Tanzgruppe dabei waren. Zu den anwesenden Tanzgruppen gehörten Biberach, Heidenheim, Heilbronn, Ludwigsburg, München und Kassel.
Gastgruppen beim Frühlingsball der JTG Biberach ...
Gastgruppen beim Frühlingsball der JTG Biberach waren 2011 die JTG München sowie die Kleine und Große Kindertanzgruppe Biberach. Foto: Mathias Henrich
Nach einem kleinen Mittagessen wurde das am Morgen Einstudierte wiederholt. Dabei konnte sich der ein oder andere zwar nicht mehr so genau an die Schritte erinnern, aber nach vielen im Saal erklingenden „Ach so!“ wurde freudig weitergetanzt. Der wohl schwierigste Tanz des Seminars war in den Augen der Teilnehmer auch der Schönste. „Islands in the stream” ist zwar ein ruhiger Tanz, dafür sorgte aber der ein oder andere Schritt für Verwirrung. Er kann allein oder – für Fortgeschrittene – als Paar getanzt werden, was auch von den meisten schnell ausprobiert wurde. Sehr zur Freude einiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewiesen die Referentinnen, dass man auf ein Schlagerlied auch Line Dance tanzen kann. Zum beliebten Lied „Schatzi, schenk mir ein Foto“ von Micky Krause wurde der „Traveling Wanderer“ einstudiert. Nach einer kurzen Kaffeepause wurde dann überprüft, ob die Tänze noch saßen. Der erste Tag endete mit dem Frühlingsball der Jugendtanzgruppe Biberach. Die „INDEX-Band“ heizte dem Saal richtig ein. Zur Freude der Seminarteilnehmer wurde das am Tag Erlernte auf manches Musikstück angewandt. Trotz Müdigkeit wurde am zweiten Seminarmorgen nach einem kurzen Frühstück weiter getanzt. Nach der Wiederholung vom Vortag wurden zwei weitere Line und ein Square Dance, der „Grand Square“, einstudiert. Dabei bilden jeweils vier Paare eine Quadrille. Bei solchen Square Dances ist es üblich, dass ein Sprecher den Tänzerinnen und Tänzern vorgibt, welche Schritte folgen.

Auch ein schönes Wochenende muss einmal ein Ende haben. Nach einer erneuten Wiederholungsrunde, bei der der ein oder andere nur noch mit schweren Beinen mittanzen konnte, ging ein gelungenes Seminar zu Ende. Die Landesjugendleitung bedankte sich mit Blumensträußen bei den Referentinnen Christine Göltsch und Karin Nägler. Ein besonderer Dank geht auch an Kerstin Kohl, die einen großen Teil der Organisation übernahm.

Die Landesjugendleitung der SJD Baden-Württemberg freut sich über die rege Teilnahme an den Seminaren und hofft, dass diese ein fester Bestandteil unserer siebenbürgischen Gemeinschaft hier in Deutschland werden.

Anita Mai

Schlagwörter: SJD, Baden-Württemberg, Seminar, Tanz

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Neueste Kommentare

  • 27.05.2011, 09:54 Uhr von Bäffelkeah: Ist ja wirklich beklagenswert, dass sich diese siebenbürgische Jugend auch noch für ... [weiter]
  • 27.05.2011, 09:48 Uhr von Haiduc: @bankban wie war doch gleich noch mal der Spruch mit der Tradition, der Asche und dem Feuer? ;-) [weiter]
  • 27.05.2011, 08:26 Uhr von Joachim: Das hat doch was, Siebenbuerger Squaredance. Ein weiteres Beispiel für gelungene Integtation. [weiter]

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