12. Februar 2026

Stimmungsvolle Silvesterfreizeit der SJD in Freck in Siebenbürgen

Vom 28. Dezember 2025 bis zum 3. Januar 2026 verbrachte die Siebenbürgisch-Sächsische Jugend in Deutschland (SJD) ihre Silvesterfreizeit in Freck (Avrig, Rumänien) in der Cabana Smiley. Eine Woche voller Gemeinschaft, winterlicher Abenteuer, gelebter Tradition, Entspannung und ausgelassener Feierstimmung lag vor den Teilnehmenden.
Silvester vor der Cabana Smiley. Fotos: Rhea ...
Silvester vor der Cabana Smiley. Fotos: Rhea Klein
Der 28. Dezember stand ganz im Zeichen der Anreise und des Ankommens. Nach und nach trafen alle ein, suchten sich ihre Zimmer aus und richteten sich gemütlich ein. Bereits am ersten Abend wurden Sauna und Whirlpool in Betrieb genommen – letzterer tatsächlich mit Holz befeuert. Die richtige Größe des Feuers zu finden, erwies sich dabei als kleine Wissenschaft für sich: War das Wasser zu heiß, war es nichts, war es zu kalt, ebenfalls nicht. Nach einer gemeinsamen siebenbürgischen Brotzeit ließ man den Abend entspannt im Whirlpool und in der Sauna ausklingen und nutzte die Zeit, um sich besser kennenzulernen.

Am 29. Dezember ging es mit dem Bus in Richtung Transfăgărășan bis zur Cascada Bâlea. Dort wurde die Gruppe von traumhaftem Pulverschnee, Sonnenschein und sogar ein paar zutraulichen Hunden empfangen. Zunächst wanderte man durch die winterliche Landschaft, machte zahlreiche Fotos und auch einige Drohnenaufnahmen.

Anschließend ging es zur Telecabină, mit der man zum Bâlea Lac hinauffahren wollte. Leider machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung: Die Seile der Gondel waren vereist und der Wind zu stark, sodass die Telecabină nicht fahren konnte. Die Stimmung war kurzzeitig getrübt. Man wärmte sich bei Essen und Getränken an den Ständen auf und hoffte doch darauf, dass die Telecabină noch fährt. Als jedoch klar wurde, dass dies noch mehrere Stunden dauern würde, entschied sich die Gruppe, nach Hermannstadt weiterzufahren.

Ironischerweise kam etwa eine halbe Stunde nach der Abfahrt der Anruf, dass die Gondel wieder fahre – doch da war man bereits auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt. In Hermannstadt teilte sich die Gruppe auf, ging essen, wärmte sich auf, schlenderte über den Weihnachtsmarkt, machte Fotos oder besuchte die Promenada Mall. Am Abend kehrte die Gruppe zurück in die Cabana Smiley, wo der Tag erneut mit einer kleinen Brotzeit sowie Sauna und Whirlpool endete.

Am Tag darauf steuerte die Gruppe erneut den Transfăgărășan an – diesmal mit Erfolg: Die Gondel fuhr. Das Wetter zeigte sich allerdings von seiner rauen Seite, dichter Nebel und anhaltender Schneefall begleiteten die Fahrt hinauf. In der reservierten Cabana wurde die Gruppe mit Wildgulasch und Buretzen Tokana belohnt. Nach dem Essen wagten sich einige noch einmal nach draußen, was sich als schwierig erwies: Aus dem Schneefall entwickelte sich ein regelrechter Schneesturm mit starkem Wind und kaum Sicht. Der etwa 500 Meter lange Weg zwischen Cabana und Telecabină wurde zur Herausforderung. Um sich nicht zu verlieren, lief die Gruppe dicht hintereinander und folgte den Spuren der anderen. Trotz der widrigen Bedingungen kamen alle wohlbehalten wieder unten an. Am frühen Nachmittag ging es zurück zur Unterkunft, wo sich viele erst einmal ausruhten oder schliefen. Am Abend wurde wieder gemeinsam gegessen an diesem Abend gab es Chili con/sin Carne, bevor Sauna und Whirlpool erneut angeheizt wurden.
Teilnehmer der Silvesterfreizeit am ...
Teilnehmer der Silvesterfreizeit am Transfăgărășan
Der 31. Dezember begann mit Einkäufen in Freck und Hermannstadt für das geplante Silvestermenü und die Ciorbă. Die Suche nach Hackfleisch dafür wurde zur epischen Mission, denn die umliegenden Läden schienen kollektiv beschlossen zu haben, kein einziges Gramm mehr zu verkaufen. Doch Aufgeben war keine Option. Am frühen Nachmittag wurde gemeinsam gebacken und gekocht. Eigentlich sollten Würstchen und Hanklich im Holzofen zubereitet werden, doch bei den eisigen Temperaturen ließ sich dieser nicht ausreichend aufheizen, sodass schließlich der normale Ofen zum Einsatz kam. Nach dem festlichen Abendessen begann die Silvesterparty. Kurz vor Mitternacht ging es warm eingepackt nach draußen, wo pünktlich um 0 Uhr auf das neue Jahr angestoßen wurde. Das Feuerwerk der umliegenden Nachbarn sorgte um Mitternacht für gute Stimmung. Anschließend wurde weiter bis in die frühen Morgenstunden gefeiert, getanzt und gelacht.

Der 1. Januar begann langsam, doch die selbstgekochte Ciorbă de Perișoare mit besonders vielen Fleischklößchen erweckte die Lebensgeister der Gruppe. Am 2. Januar teilte sich die Gruppe auf. Rund neun Teilnehmende fuhren zur Hohen Rinne zum Skifahren. Eine kleinere Gruppe nutzte die Zeit zum Shoppen in Hermannstadt, während andere einen Ausflug nach Heltau (Cisnădie, Rumänien) und Michelsberg (Cisnădioara/Rumänien) unternahmen, um Kirche und Burg zu besichtigen. Die Ski-Gruppe erlebte zum Abschluss noch ein kleines Abenteuer, da beim Skiverleih ein Ausweis versehentlich einer anderen Person mitgegeben wurde. Doch auch dieses Missgeschick konnte geklärt werden, sodass schließlich alle wohlbehalten zur Cabana zurückkehrten. Dort hieß es Koffer packen, da einige Teilnehmende bereits früh am nächsten Morgen die Heimreise antreten mussten. Mit der Silvesterfreizeit verabschiedet die SJD das Jahr 2025 – en gläcklich nuae gohr!

Rhea Klein

Schlagwörter: SJD, Silvester, Freck

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