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17. Mai 2008

Jugend

Beide Titel in Dinkelsbühl verteidigt

Das Bemerkenswerte an den Sportturnieren, die von der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland (SJD) am Heimattag in Dinkelsbühl veranstaltet wurden, war, dass beide Titel – sowohl beim Fußball als auch beim Volleyball – von den Vorjahressiegern verteidigt werden konnten. Heidenheim siegte beim Fußball, die Landler Crew beim Volleyball. mehr...

Kommentare

Artikel wurde 50 mal kommentiert.

  • AW-Nösen

    1AW-Nösen schrieb am 19.05.2008, 22:54 Uhr:
    zu: Das Bemerkenswerte an den Sportturnieren, die von der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland (SJD) am Heimattag in Dinkelsbühl veranstaltet wurden, war, dass beide Titel – sowohl beim Fußball als auch beim Volleyball – von den Vorjahressiegern verteidigt werden konnten. Heidenheim siegte beim Fußball, die Landler Crew beim Volleyball.

    Wenn es sich in dieser Mannschaft, welche den Titel aus dem Vorjahr beim Fussballturnier verteidigt hat, um rein Siebenbürgisch Sächsische Jugend handeln würde, dann wäre es Bemerkenswert.
    Wenn solche Turniere von der SJD am Heimattag organisiert werden, dann sollten es auch Siebenbürgische Jugendliche sein, welche in einer Mannschaft zusammenspielen.
    Wir haben hier einen Heimattag der Siebenbürger Sachsen und ein Turnier für die Siebenbürgische Jugend. Mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da.


    [Beitrag am 19.05.2008, 22:57 von AW-Nösen geändert]
  • Rainer Lehni

    2Rainer Lehni schrieb am 20.05.2008, 09:51 Uhr:
    Liebe Annemarie,

    die SJD ist Organisator dieses Fußballturniers. Ob sich hinter jeder Mannschaft ein rein sächsisches Team verbirgt, weiß bei der Anmeldung niemand. Beim Sieger 2008 handelt es sich um ein gemischt sächsisch-türkisches Team. Es gab auch bisher fast immer Teams die bspw. rumänische Spieler in ihren Reihen hatten. Das hat auch nicht immer jedem gefallen.
    Aber Deiner Meinung nach müssten wir jeden ausschließen der nichtsächsische Wurzeln hat (Rumänen, Schwaben, Bayern, Franken, Italiener, Türken etc.). Das ist leider nicht machbar und in unserem Verband auch nicht erwünscht.
    Ist das schlimm wenn junge Siebenbürger Sachsen ihre nichtsächsischen Freunde mitbringen?
    Viele Grüße
    Rainer
  • Bäffelkeah

    3 • Bäffelkeah schrieb am 20.05.2008, 10:00 Uhr:
    @AW-Nösen: Sehr richtig: Der Heimattag gehört uns Siebenbürger Sachsen ganz allein. Und bei unseren Sportturnieren haben Schwaben, Bayern, Türken nichts verloren. Dann gewinnen die Landler auch noch. Frechheit, so viel Multi-Kulti! Wie gut muss es da noch im 19. und 20. Jahrhundert gewesen sein, so ganz unter sich im multiethnischen Siebenbürgen...
  • AW-Nösen

    4AW-Nösen schrieb am 20.05.2008, 13:18 Uhr:
    Hallo lieber Rainer,
    dass man keinen ausschließen kann, dass kann ich schon verstehen und leuchtet mir auch ein. Es ist nur so, dass vielen aufgefallen ist, dass gerade bei besagter Mannschaft nur wenige Siebenbürger mitspielen. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich ausländerfeinlich eingestellt bin, das bin ich keinesfalls. Ich glaube jedoch, dass sogar bei den Spielern von anderen Mannschaften deswegen etwas Unmut vorhanden war.
    Außerdem wäre auch der Titel „Siebenbürgischer Fußballmeister 2008“ -in diesem Falle- nicht ganz korrekt.
    Schöne Grüße
    Annemarie
  • hanzy75

    5hanzy75 schrieb am 20.05.2008, 14:04 Uhr:
    Vorschlag zur Güte: Nächstes Jahr lädt die HOG Nösen ein paar Fußballer von Gloria Bistritz über Pfingsten nach Dinkelsbühl ein und spielt um den Titel mit. :)
  • AW-Nösen

    6AW-Nösen schrieb am 20.05.2008, 14:17 Uhr:
    Lieber Hanzy,
    genau das ist es, so werden wir vorgehen!... Schmarrn!!!
    Es war ein gelungenes Sportfest und Heimattag auf der ganzen Ebene. Man darf doch noch seine Meinung äußern? Außerdem habe ich nur das wiedergegeben, was mir auf dem Platz zu Ohren gekommen ist.
  • Rainer Lehni

    7Rainer Lehni schrieb am 20.05.2008, 15:15 Uhr:
    Hallo Annemarie,

    ich hab bei unserem Sportorganisator rückgefragt, die Siegermannschaft bestand etwa je zur Hälfte aus Sachsen und Türken. Das es darüber einigen Unmut gab, habe ich auch auf dem Sportplatz gehört. Aber ... (siehe mein Kommentar oben)
    Ansonsten fand ich die Sportturniere auch sehr gelungen. Wirklich jedem Recht zu machen ist eine wahre Kunst. In diesem Sinne noch einen schönen Tag.
    Rainer
  • pedimed

    8pedimed schrieb am 21.05.2008, 09:07 Uhr:
    Also der Sport ist in die Komentare gekommen.In einem Europa der Moderne ist es wohl nicht mehr angebracht, sich nur noch auf die eigene Volkszugehörigkeit zu beschränken.Schließlich kommt das von uns allen am besten schmeckende Speiseeis aus dem Harem des Sultans. Also denkt mal darüber nach!
  • Karl

    9Karl schrieb am 21.05.2008, 10:02 Uhr:
    In der heutigen Zeit sollte man die ganze Veranstaltung in eine "offene Folklore- und Sportfeier" umwandeln...da es anscheinend kein klare Regeln gibt.
    Die Frage ist: welches Ziel genau hat diese Veranstaltung?? Darauf habe ich bisher keine Antwort gefunden. Wenn aber kein klares Ziel geplant und definiert wurde, kann man im nachhinein auch nicht meckern.
  • rio

    10 • rio schrieb am 21.05.2008, 16:40 Uhr:
    Ich habe noch nie Speiseeis aus dem Harem gekauft, ich geh' immer zum Italiener.
    Aber wenn die Türken gute Spieler sind, wo ist das Problem? Vielleicht hätte man ohne sie den Titel gar nicht verteidigt?

    [Beitrag am 21.05.2008, 16:43 von rio geändert]
  • pedimed

    11pedimed schrieb am 21.05.2008, 22:36 Uhr:
    Hallo rio! Die Italiener hätten ohne die eisige Haremspeise keine gelati italiani, da sie die in der Zeit als Venedig in der Aegaeis einige Inseln in ihrer Herrschaft hatte nach Venedig und von dort aus schön langsam in den südlichen Stiefel verfrachtete.Host mi???
  • Wanderer

    12Wanderer schrieb am 25.05.2008, 18:22 Uhr:
    Die jungen Sachsen hatten ihre Freunde zum Fußballturnier mitgebracht,mit denen sie in der Schule,beim Sport und am Arbeitsplatz zusammen sind.Die Volkszugehörigkeit soll keine Rolle mehr spielen,alle sind wir Menschen,alle sind wir gleich,hier in Europa.
    Wilhelm Meitert schreibt in einem Mundartgedicht folgendes:
    ..........
    1990, En Soks uch en Türk begehnen sich:
    Guten Morgen
  • gloria

    13gloria schrieb am 25.05.2008, 21:12 Uhr:
    Man braucht nur das Foto der Siegermannschaft anzuschauen,dann weiß jeder Bescheid.Wenn es so weitergeht ist es kein Heimattag der Siebenbürger Sachsen mehr,sondern ein Multikulti Durcheinander.Schon in diesem Jahr waren viel weniger Trachtenträger,viele Besucher merken-es geht um alles andere,nur am Rande um die Menschen hier in unserer Heimat.
    Andere Mitgliedsstaaten der EU werfen ihre nationalen Interesse auch nicht achtlos weg-trotz EU stehen sie an erster Stelle-z.Bsp.in Rumänien. Also wir sind in Europa,aber in erster Linie in Deutschland zu Hause-und so soll es auch bleiben!!!!

    [Beitrag am 25.05.2008, 21:14 von gloria geändert]

    [Beitrag am 25.05.2008, 21:16 von gloria geändert]
  • rio

    14 • rio schrieb am 25.05.2008, 23:49 Uhr:
    Wir Menschen sind alle gleich? Irrtum! Hitler war auch ein Mensch, ich persönlich möchte mich nicht gleichgesetzt sehen und bin auch nicht gleich mit Hitler. nicht mit Tschikatilo, Stalin, Mao, Ferdinand Gamper, Fritzl und den Grünen Irren!



    [Beitrag am 25.05.2008, 23:55 von rio geändert]
  • Wanderer

    15Wanderer schrieb am 25.05.2008, 23:58 Uhr:
    Alles verändert sich,was soll man,so ist es halt.
    Aus dem Heimattag wird bestimmt einmal ein Verbandstag werden.Und man wird nicht mehr von jungen Sachsen sprechen,sondern von jungen Verbandsmitgliedern die ihre Freunde zum Verbandsfußballturnier mitgebracht haben.
  • Wanderer

    16Wanderer schrieb am 26.05.2008, 00:25 Uhr:
    Hallo Rio,

    Habe mich nicht richtig ausgedrückt, mir ging es um die Gleichberichtigung der Menschen.Der Wert der Menschen ist verschieden.
  • Bäffelkeah

    17 • Bäffelkeah schrieb am 26.05.2008, 11:55 Uhr:
    Nach glorias letzter Äußerung schlage ich vor, uns Siebenbürger Sachsen in der "Wohnung Deutschland" im Haus Europa ein Zimmer zu reservieren, an dessen Türe in rot-blauen Lettern steht: Kein Zutritt für Nicht-Siebenbürger-Sachsen.
  • Saedtler

    18Saedtler schrieb am 26.05.2008, 19:23 Uhr:
    Auch Provokationen können Sinnhaftes enthalten!

    Gloria hat absolut Richtiges angeschnitten!

    Wir erleben heute in Europa (vermutlich auch in anderen Weltgegenden) eine Völkerwanderung und Umvolkung enorm großen Ausmasses. Manches erfolgt mehr oder weniger "zufällig", manches wird geschickt "gesteuert". Das Meiste wird geschickt bagatellisiert und geschönt.

    Im Falle der Sachsen war es wohl aus sächsischer Sicht Zufall, dass das Flickschusterregime kollabierte und nahezu jeder Sachse unverzüglich die Gelegenheit beim Schopf gepackt hat nur ja aus dem "rumänischen Kerker" heraus zu kommen und in Freiheit und Wohlstand zu leben oder wohl besser geschrieben: In dem, was die allgegenwärtige westliche Propaganda den Sachsen als Freiheit und Wohlstand vermittelte. Sinninhalte und Probleme wurden nicht geprüft und konnten vom einfachen Menschen wohl auch kaum geprüft werden. Die jeweiligen "Führungen" der Sachsen (nicht ganz klar, wer und was das wirklich gewesen sein hätte sollen: Kirchen? Parteien? Vereine?) glänzten wie meistens und überall in solchen Fällen durch Abwesenheit, Desinteresse oder Inkompetenz. Damit standen die Sachsen in zahlreicher Gesellschaft vieler kleiner Gruppierungen. Die Probleme sind fast überall sehr ähnlich.

    Nicht Zufall war es aus sächsischer Sicht, dass das Aufnahmeland, der unter amerikanischem Einfluss (de facto Kuratel) stehende Teil Deutschlands, an dem auch mittlerweile der unter sowjetischem Kuratel stehende Teil Deutschlands angeschlossen worden war, nicht das allergeringste Interesse an einem Erhalt der siebenbürger sächsischen Gemeinschaften hatte. Ganz im Gegenteil: Die Gemeinschaften wurden systematisch atomisiert und die Sachsen mehr oder minder nach dem Giesskannenprinzip auf das Aufnahmeland aufgeteilt. Sachsen hatten sich zu "integrieren", das bedeutete das Maul zu halten und zu parieren. Jegliche Zusammenrottung von Sachsen, die über das Herumscharwenzeln in für die bodenständige Bevölkerung recht eigenartig wirkender Tracht hinausgegangen ist, war reichlich unerwünscht. Das Gelaber von "Integration" und "Leistungswille" und ähnliche Aussagen wurde zum Kredo aller offiziellen Sachsenorganisationen. Rückgrat zeigte und zeigt niemand. Dafür bekommen Sachsenobervereinsheinis keine staatlichen Almosen.

    Der einfache Sachse fragt sich da natürlich wozu er denn da noch sächsische Organisationen benötigte. Im eigenartigen Kostüm rumlaufen ist keine Kunst, das kann jeder, dem es Spass macht. Das Maul zu halten ist leider sowieso für die meisten Menschen unabdingbar, wollen sie keine Probleme haben. Dazu braucht es auch keiner "sächsischen Interessensvertretung". Das Maul zu halten schafft woll jeder Sachse auch ohne "wissenschaftliche Anleitung" irgendeines Sachsenobervereinsheinis.

    Gloria sieht das sehr deutlich und sehr realistisch! Auch Sachsen hätten gerne ihr eigenes nicht nur Zimmer sondern vielmehr wieder Dorf, noch besser ihre Dörfer. Natürlich wollen nicht nur Sachsen sowas sondern auch viele, viele andere Gruppen ebenso!

    Da möge aber der Gottseibeiuns abhüten, dass solche üblen Wünsche in Erfüllung gehen! Brave Sachsen und ebenso brave sonstwas haben brav allen Propagandaschmarren zu konsumieren, als lieblich blöckendes Stimmvieh zu den Wahlurnen zu traben und artig zu wählen was andere für sie als wählbar auserkoren haben. Sächsische Identität ist absolut unerwünscht. Wer braucht sowas denn in der "globalisierten Welt"? Sowas stört nur den profitablen Ablauf der Dinge und ist reines Querulantentum! Also, liebe Gloria, mit dem sächsischen Zuhause wird es wohl in Deutschkand nichts mehr werden. Es wird sich da nicht einmal ein echter sächsischer Friedhof ausgehen können, schafften den nicht die Sachsen aus eigenem Gelde selber.
  • Deiwels Arvokat

    19Deiwels Arvokat schrieb am 26.05.2008, 19:56 Uhr:
    "ein Zimmer zu reservieren, an dessen Türe in rot-blauen Lettern steht: Kein Zutritt für Nicht-Siebenbürger-Sachsen."
    Und dann stolpert am Ende noch jeder normale Sox, dem womöglich christliche Nächstenliebe und sonstige Weicheierei mehr wert sind als gottgegebenes, absolutes Sachsentum, in dieses Zimmer. Nein, da rrein sollten nur die Sachsen mit der rechten Gesinnung dürfen! ;-)

    Und wenn diese dereinst mangels Geld nicht in reiner, nichtsachsenfreier Erde ruhen dürfen, so hat ihnen der liebe Herrgott, der ja selber auch ein Siebenbürger Sachse wie wir sein soll, ihnen bestimmt einen eigenen Himmel reserviert. Da kann die christliche Propaganda noch so frech behaupten, vor Gott seien alle Menschen gleich.

    *SCNR*
  • gloria

    20gloria schrieb am 26.05.2008, 22:48 Uhr:
    @saedtler
    "Also wir sind in Europa,aber in erster Linie in Deutschland zu Hause-und so soll es auch bleiben!!!!"
    Da scheint bei Ihnen etwas falsch angekommen zu sein:ich habe von unserem Zuhause in Deutschland gesprochen und nicht von irgendwelchen sächsischen Einrichtungen.Wir haben in Hermannstadt deutsch gesprochen,gingen in deutsche Schulen und Kirchen-es gab keine sächsischen Schulen oder Kindergärten.Also verdrehen Sie bitte meine Worte nicht!!!
  • gloria

    21gloria schrieb am 26.05.2008, 22:54 Uhr:
    @Bäffelkeah
    Und ich schlage vor,uns ganz normal als deutsche Bürger zu bekennen-ohne unsere Herkunft zu verleugnen!!Möglichkeiten bietet sich in allen Bereichen.Vielleicht wäre ein guter Anfang dieses Forum???
  • rio

    22 • rio schrieb am 26.05.2008, 23:25 Uhr:
    Niemand hat die Sachsen "atomisiert" ausser sie sich selber. Ich für mein Teil und noch andere Leute mit denen ich zusammen im Lager war, konnten frei entscheiden in welche Ortschaft wir wollten, es gab keinerlei Zwang oder Quotenregelungen. Und falls es hier und heute Sacxhsen gibt, die ihre "eigenen" Dörfer (zurück)wollen, (fragt sich nur wo? - hier oder "unten"?), na da dürfte es aber wohl ein bissle zu spät sein, oder? Und was würde das im Endeffekt bringen? Eigene Dörfer hatten sie doch "unten", haben sie zurückgelassen, jetzt dahergehn und weinerlich wieder den Status quo herbeijammern nutzt niemandem mehr. Der Zug ist abgefahren, "cine a intrat in horă, trebuie să joace!" gilt auch hier.
  • seberg

    23seberg schrieb am 26.05.2008, 23:44 Uhr:
    @gloria:
    Einverstanden, am besten gleich hier im Forum anfangen! Und ich schlage noch vor, neben dem Bekenntnis als deutscher Bürger sollte hier jeder auch ein Foto von sich vorlegen, dann weiß nämlich jeder sofort Bescheid und wenn nicht grad jeder, dann doch wenigstens du ganz bestimmtr. Außerdem wäre ja vielleicht auch an biometrische Vermessung zu denken...?
  • bankban

    24bankban schrieb am 27.05.2008, 07:47 Uhr:
    @ alle: fällt es niemandem auf, wie sehr sich diese Kommentare mehr und mehr in eine faschistoide Richtung abdriften? Bis auf wenige (rainer lehni, rio, bäffelkeah), die Solches anprangern, scheint es niemanden zu stören, wenn hier die Ausgrenzung von Türken gefordert, das angebliche Wegwerfen "nationaler Interessen" (gloria) oder auch, im Nazijargon, eine vermeintliche "Umvolkung" beklagt (saedtler) und eine
    von ominösen Kräften/Kreisen "gesteuerte" (saedtler) Unterwanderung des eh besetzten Deutschlands postuliert werden. Da werden dann auch die Sachsen zu Opfern stilisiert, deren Gemeinschaften "atomisiert" (saedtler) wurden (übrigens: das Beklagen der Individualisierung in der Moderne, der die völkische Dorfgemeinschaft gegenübergestellt wurde, war schon im 19./20. Jh, das Kennzeichen erzkonservativer-völkisch-faschistischer Ideologen). Merkt denn keiner, dass wir langsam nicht nur in Dtl., sondern im Europa des 21. Jahrhunderts ankommen müssten? Dass es heute nicht mehr möglich ist, uns abzuschotten wie im Mittelalter, hinter den Kirchenburgen? Begreift denn niemand, dass nur, wer die neuen Zeiten als neue Chancen wahrnimmt, es am weitesten bringen wird? Das Ende der siebb.-sächsichen Geschichte war ja Ende 1990 beschlossene Sache, nach dem großen Exodus. Diese Geschichte wird ja in Deutschland nicht mehr weitergeschrieben, sondern allenfalls verwaltet und beschrieben. Aber zumindest in diesem Verwalten sollte man doch lockerer mit sich und den anderen umgehen und es begrüßen, wenn in einer Fussballmannschaft, bei dieser schönsten NEBENSACHE der Welt, ein paar Nichtsachen mitkicken. Aber durch Begrifflichkeiten wie "Umvolkung" und durch Wünsche nach der Exklusion einiger Teile der Gesellschaft, die uns aufgenommen hat (und deren türkische Teile teilweise länger hier sind als die Sachsen!!!) geraten nicht nur die siebb.-sächsiche Gemeinschaft, sondern auch diese Homepage (deren Macher sich von ihnen nicht distanzieren) ins Abseits. Gruss, Bankban
  • Elsi

    25Elsi schrieb am 27.05.2008, 14:30 Uhr:
    Es kommt so oft, so knüppeldick, dass man sich in Sarkasmus flüchtet, um es aushalten zu können (Deiwels Arvokat :-) seberg)...Jeder noch so puerile Anlass wird benützt, um Ressentiments und Xenophobie zur verbreiten. Es ist zwar zeitraubend und manchmal auch lästig, aber es ist auch wichtig, dass Leute, die "angekommen" sind, dran bleiben und dem etwas entgegensetzen...
  • Bäffelkeah

    26 • Bäffelkeah schrieb am 27.05.2008, 14:44 Uhr:
    @gloria: Ja, ich bin ein Deutscher, ein Siebenbürger Sachse, ein Europäer, vielleicht sogar ein Kosmopolit. Aber macht das einen Menschen aus, so ganz und gar? Mich ödet diese plakative Deutschtümelei an, diese deutschnational anmutende Gesinnungsleier. Wenn Sie sich vorwiegend oder ausschließlich über Ihre Herkunft definieren, so ist das bedauerlich für Sie. Außer Ethnie und Nationalität gibt es noch andere identitäts- und bewusstseinsstiftende Referenzmöglichkeiten, wie Geschlecht, Religion, Sprache ... Welche noch, das überlasse ich Ihrer Phantasie. Gehen Sie nur mal auf Entdeckungsreise und berichten der Community hinterher, was Sie außer deutsch sonst noch alles sind oder sein könnten.
  • gloria

    27gloria schrieb am 27.05.2008, 21:23 Uhr:
    @Bäffelkeah:"Wenn Sie sich vorwiegend oder ausschließlich über Ihre Herkunft definieren, so ist das bedauerlich für Sie."
    Keine Sorge,ich brauche mich nicht vorwiegend oder ausschließlich über meine Herkunft zu definieren.Genau weil ich sehr oft in anderen Ländern bin,sehr viel gesehen und gelernt habe,habe ich den Mut meine Meinung zu sagen und zu schreiben.Schönen Abend noch und eine herrliche Sommerzeit!!!
  • Elsi

    28Elsi schrieb am 27.05.2008, 21:36 Uhr:
    Gloria- Was für eine Meinung! Was für ein Mut! Sie stehen zu Ihrer Arroganz, zu Ihrer Xenophobie, zu Ihrer Deutschtümelei und Ihrer Kleinkariertheit... Das nennt man aber nicht...Mut...
  • gloria

    29gloria schrieb am 27.05.2008, 22:10 Uhr:
    @elsi
    Meinen Sie wirklich Ihre Ausbrüche schrecken jemanden ab???
    Beruhigen Sie sich,Ärger schadet der Schönheit!!!
  • Elsi

    30Elsi schrieb am 27.05.2008, 22:18 Uhr:
    Ach, Gloria, solange es nur um Schönheit geht - machen Sie sich bitte um mich keine Sorgen...;-)
  • seberg

    31seberg schrieb am 27.05.2008, 22:47 Uhr:
    Ärger schadet der Schönheit? – Da hat wohl jemand zuerst auf das Foto mit den türkischen Fußballspielern gesehen und dann in den Spiegel…Huuuuuch… ;)
  • Doris Hutter

    32Doris Hutter schrieb am 27.05.2008, 22:52 Uhr:
    Es kann schon sehr traurig stimmen, wenn nach so einem aufbauenden Heimattag soviel aufgestauter Frust über die Welt verstreut wird.
    Diskutieren bedeutet etwas anderes: Knapp und deutlich seine Meinung sagen, so dass erstens eine Übersicht über Pro und Kontra möglich ist und zweitens keine Missverständnisse (siehe oben) entstehen können.

    Ich finde die Idee, mit Türken zusammen Sport zu betreiben, viel besser als sich (wie im Mittelalter geschehen) zu bekämpfen.

    Zurück zum Turnier am Heimattag:
    Dass die Hälfte der Mannschaft nicht unsere siebenbürgisch-sächsischen Landsleute sind, finde ich einerseits eine gelungene Integration in Deutschland und sehe auch einen gewissen Stolz dieser Sachsen, ihren Freunden unseren tollen Heimattag zu präsentieren. Da versteckt man sich nicht. Respekt!
    Andererseits ist so eine hohe Anzahl "Fremder" der Sache nicht ganz dienlich. Aber nicht wegen der Herkunft der "Fremden" (es könnten genau so Banater Schwaben sein). Hinter diesen Turnieren steckt nämlich außer dem sportlichen Gedanken auch die Festigung unserer Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen. Sich kennenlernen, zusammen Sport machen und vielleicht auch tanzen oder feiern gehen, kann unseren in Deutschland verstreut lebenden Sachsen eventuell Halt oder die gesuchte Identifikation geben. Deshalb wäre es wünschenswert, wenn die Sachsen in ihrer Umgebung weitere Sachsen suchen und in die Mannschaft einbinden.
    Aber nicht nur!

    Ich schlage für die nächsten Turniere vor, pro Mannschaft mindestens zwei Drittel Sachsen als Regel einzuführen. Der Rest der Mannschaft können Freunde sein, die man mitbringt. So öffnen wir uns und geben unseren europäischen Landsleuten die Möglichkeit, unsere Gemeinschaft kennen und schätzen zu lernen.
    Was meint ihr dazu?
  • Elsi

    33Elsi schrieb am 27.05.2008, 23:24 Uhr:

    Ich finde es schlimm, dass man sich überhaupt über ein solches Thema unterhalten muß! Ich finde es äußerst bedauernswert, wenn man über eine Quotenregelung nachdenken muß! Ich glaube kaum, dass ein "Fremder" die "Festigung unserer Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen" gefährden könnte. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass sie ihnen auf dem Weg nach ihrer "Identifikation" oder einem "Halt" im Wege stehen könnten. Ausgerechnet auf dem Heimattag! Wie ist das mit der Öffnung unserer Gemeinschaft gemeint? Wieviele Türken oder wahlweise Rumänen auf dem Heimattag machen "das Boot voll"?
    Man kann es nicht allen recht machen! Und Kompromisse sind nicht immer angebracht - sie sind manchmal einfach nur ...faul.
  • rhe-al

    34rhe-al schrieb am 28.05.2008, 00:28 Uhr:
    Elsi schrieb:
    "(...)Ich finde es äußerst bedauernswert, wenn man über eine Quotenregelung nachdenken muß! (...)"

    mal dumm frag:

    gibt es nicht auch in der deutschen Bundesliga solche "Quotenregelungen" ?

    ...und wenn es sie gibt, warum ist das so?
  • seberg

    35seberg schrieb am 28.05.2008, 00:44 Uhr:
    Nein, SOLCHE Quotenregelungen gibt es in der Bundesliga NICHT, durch die Deutsche mit Migrantenhintergrund, egal ob türkischem oder anderem, ausgegrenzt werden!
  • rio

    36 • rio schrieb am 28.05.2008, 00:51 Uhr:
    Na jetzt erst wirds interessant: Ein Türke mit deutschem Pass ist von der geplanten Zwei-Drittel Quotenregelung ausgenommen, einer mit türkschem Pass wird erfasst. Na also wenn das mal keine Diskriminierungsvorwürfe gibt. Teufel auch! Man kanns drehn und wenden wie man will, irgendwo hakts immer!

    [Beitrag am 28.05.2008, 00:56 von rio geändert]
  • Misch 39

    37Misch 39 schrieb am 28.05.2008, 23:27 Uhr:
    Hallo rio

    Die vorgeschlagene Quotenregelung ist nicht als Proporz zu den Deutschen zu verstehen, sondern zu den Sb-Sachsen. Also 2/3-Sachsen und höchstens 1/3-Nichtsachsen (d.h. Bayern, Schwaben, Rumänen, Türken (mit oder ohne deutschen Pass) u.a.
  • Steffi

    38Steffi schrieb am 31.05.2008, 12:51 Uhr:
    "London (AFP) - Ein britischer Tourist hat vor Gericht Schadenersatz für eine Griechenlandreise erstritten, weil zu viele Deutsche in seinem Hotel wohnten."

    Nachdem diese Diskussion meiner Meinung sowieso schon in so viele Richtungen ausgeartet ist, passt dieser Satz aus einem Bericht...

    Am einfachsten wäre es doch, wenn man das Tunier nicht mehr siebenbürgische Fußballmeisterschaft nennt, sondern Fußballtunier des Heimattages der Siebenbürger-Sachsen.
    Wäre da eine Qutenregelung nötig?
    Organisatoren sind wir die Siebenbürger und die Spieler sind die, die zu uns zum Heimattag kommen und Spaß und Freude am Sport haben.
    Denn geht es bei uns am Heimattag nicht um die Gemeinschaft? Um gemeinsam in diesen Tagen etwas zu erleben? Unsere Kultur zu entdecken oder wieder zu entdecken? Und wenn unsere Freunde, seien es Banater, Italiener, Türken oder sonst irgendwelche Natinalitäten, gerne zu uns Siebenbürger kommen, dann ist das doch toll. Es sind doch alle daran interessiert zum Heimattag zu kommen, um gemeinsam dieses Wochenende und die Gemeinschaft zu erleben.
  • rio

    39 • rio schrieb am 31.05.2008, 14:57 Uhr:
    Das ist ein guter Vorschlag, der beste bisher gemachte jedenfalls, finde ich. Man spielt einfach um den "Siebenbürgen_Pokal". Und wie schon gesagt wurde: Lieber mit den Türken spielen als sich gegenseitig zu bekämpfen (wir Soxen sind sowieso in der Minderheit), wie es z Z. in Berlin zwischen Russen und Türken geschieht. Wobei das eine das andere nicht unbedingt ausschließt, d.h. man kann zuerst spielen und sich nachher raufen, bei vielen Profi-Spielen ist es doch gang und gäbe.(Siehe CFR Cluj, Poli Temesvar etc.)

    [Beitrag am 31.05.2008, 14:59 von rio geändert]
  • AW-Nösen

    40AW-Nösen schrieb am 01.06.2008, 12:05 Uhr:
    Hallo Steffi,
    "Fußballtunier des Heimattages der Siebenbürger-Sachsen" klingt gut und die Gemeinschaft mit Freunden pflegen sowieso, dass tun wir schon immer und nicht nur am Heimattag, sondern bei vielen anderen Gelegenheiten auch. Aber meinst Du nicht, dass wir dann den Rahmen des Heimattages sprengen würden?! Denn es würden sich dann sicherlich bedeutend mehr anmelden als bisher und diejenigen welche wir eigentlich ansprechen möchten, um die Gemeinschaft zu pflegen, würden auf der Strecke bleiben (siehe Kommentar Doris Hutter):
    "Hinter diesen Turnieren steckt nämlich außer dem sportlichen Gedanken auch die Festigung unserer Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen. Sich kennenlernen, zusammen Sport machen und vielleicht auch tanzen oder feiern gehen, kann unseren in Deutschland verstreut lebenden Sachsen eventuell Halt oder die gesuchte Identifikation geben. Deshalb wäre es wünschenswert, wenn die Sachsen in ihrer Umgebung weitere Sachsen suchen und in die Mannschaft einbinden.
    Aber nicht nur!"
    Vielleicht ist die Quotenregelung in diesem Falle nicht mal so verkehrt!
    Denn in dem Fall wie Du es beschreibst: "Organisatoren sind wir die Siebenbürger und die Spieler sind die, die zu uns zum Heimattag kommen und Spaß und Freude am Sport haben" -würde es , glaube ich, doch recht unübersichtlich werden.
    Turniere mit anderen Mannschaften sind -Du weißt es auch- bei uns im Kreisverband bereits am laufen, wo z. B. die "Young Boys" bei dem Volkswagen United Masters Turnier teilnahmen, welches in 35 Städten, in 35 Indoor-Soccer-Centern, mit 3500 Mannschaften und mehr als 35 000 Teilnehmern das größte Hallenfußball-Turnier Deutschlands ist!
    Es ist nicht so, dass wir uns sportlich nur auf das Turnier in Dinkelsbühl beschränken und bei diesen Gelegenheiten und anderen im privaten Umfeld gibt es auch Gelegenheiten mit den Freunden Spass zu haben. Aber ich möchte dem was Doris argumentierte zustimmen (s.o.).
    Sicher geht es bei uns am Heimattag um Gemeinschaft und das gemeinsam an diesen Tagen etwas zu erleben? Und wo könnten wir es besser erleben als hier? Aber ein bisschen Heimattag für uns möchten wir doch auch haben. Es reisen Siebenbürger Sachsen aus ganz Deutschland, ja aus der ganzen Welt an, um sich zu Treffen, ist das denn so verkehrt?. Es gibt tausende von Vereinen hier in Deutschland, jeder organisiert ein mal im Jahr etwas, eben für diesen eigenen Verein. (Kirchweihfeste, Turniere aller Art, Heimattage der Sudeten, Schlesier, Banater, usw.) Wieso dürfen wir das nicht auch, ohne gleich so einen Rattenschwanz von Kommentaren auszulösen, wenn man etwas anspricht. Außerdem sollten wir hier aufhören, denn vom eigentlichen Thema sind wir schon lange abgekommen!

    [Beitrag am 01.06.2008, 12:15 von AW-Nösen geändert]

    [Beitrag am 01.06.2008, 12:17 von AW-Nösen geändert]

    [Beitrag am 01.06.2008, 12:18 von AW-Nösen geändert]
  • rhe-al

    41rhe-al schrieb am 01.06.2008, 14:09 Uhr:
    AW-Nösen kann man uneingeschränkt zustimmen, schließlich heißt das Fussballturnier in Dinkelsbühl auch: "Siebenbürgisch-Sächsische Fußballmeisterschaft XXXX" und nicht "Wir spielen Fußball, wer spielt mit?"
  • Juergen

    42Juergen schrieb am 07.06.2008, 15:35 Uhr:
    Hallo zusammen,
    da spricht ja wohl nicht ein bisschen Neid aus den Beiträgen des Einen oder Anderen (eine Mannschaft kennt ein paar Türken die mitspielen die andere nicht?)? Da ja Fussball in den Reihen der "siebenbürger Sachsen" nicht unbedingt DER Volkssport in Siebenbürgen war ist es ja verständlich wenn man in hiesigen Vereinen, wo Gott sei dank, viele Jugendlichen aktiv sind, diese oft sehr gute Mischung aus Nationalitäten, anderen Kulturkreisen und Volksgruppen zustande kommt (ich mag nicht einmal an Vorschläge über Quotenregelungen denken). Das beim Volleyball die Landler-Crew gewonnen hat ist schön, ich bin selber ein halber Landler und diese Volksgruppe gehört auch zu Siebenbürgen wie alle anderen Sachsen, Ungarn, Rumänen u.s.w. Bayern München wäre auch nicht das was sie sind, ohne einen Luca Toni (Italiener) oder Franc Ribery (Franzose) nur um zwei zu nennen. Also lassen wir mal diese Debatte um ethnische Säuberung beim Heimattag der Siebenbürger Sachsen oder Quotenregelung bei den Mannschaften, irgendwann vermischen wir uns sowieso mit allen möglichen anderen Nationen, spätestens unsere Urenkel haben dann keinen Migrationshintergrund mehr und sind einfach nur Europäer. Ob dann noch ein Heimattag in DKB oder sonstwo stattfindet ist mehr als fraglich.

    Es grüßt Euch alle
    Ein Neu-Bayer der aus Siebenbürgen stammt.
  • rio

    43 • rio schrieb am 08.06.2008, 00:36 Uhr:
    Zitat Jürgen:

    ...irgendwann vermischen wir uns sowieso mit allen möglichen anderen Nationen...

    Hallo Jürgen!
    Das ist doch bei vielen "echten" Sachsen schon jetzt der Fall. Auch bei jenen, welche besonders aufs "pure" Sachsentum pochen. Vielleicht wissen sies nur noch nicht. Oder sie wollens nicht wissen. Ich bin auch zur Hälfte Landler, zur anderen Hälfte Sachse. Der Zufall oder die Vorsehung wollte es, dass ich mich mehr den Landlern zugehörig fühlte und fühle, weil ich meist zwischen diesen aufgewachsen bin. So wie ich, gab es viele in meiner Heimatgemeinde, etliche auch halbe Rumänen, ein paar waren auch halbe Ungarn oder Serben. Ich glaube dass "pure" Sachsen heutzutage nur noch wenige gibt. Von daher sollte man nicht so ein Getue um die "Purität" machen. Irgendwie geht das schwanger mit dem Ariertum aus einer unseligen Zeit. Und man weiß doch, hätte der Adolf seine "arische Abstammung" nachweisen müssen, wäre er in Schwierigkeiten geraten.
    Ich bin gegen ein von oben verordnetes "Multikulti" (oder besser gesagt "Multinazi"), aber auch eine hysterische Abschottung von anderen Nationen (die es nun mal in D gibt, obs uns passt oder nicht, wir habens ja alle schon vor unserer Ausreise gewusst) finde ich genauso belämmert. Wir betrachten uns doch alle als Deutsche, das ist wichtig. Und so sollten wir denn auch denken und handeln, im Geiste der richtigen großen Denker und Klassiker des Deutschen Volkes. Und weil schon vom Sport die Rede ist: Sportlich und fair sein. So sehe ich die Sache.
    Servus.


    [Beitrag am 08.06.2008, 00:38 von rio geändert]
  • rhe-al

    44rhe-al schrieb am 08.06.2008, 16:01 Uhr:
    Jürgen schreibt:
    "da spricht ja wohl nicht ein bisschen Neid aus den Beiträgen des Einen oder Anderen (eine Mannschaft kennt ein paar Türken die mitspielen die andere nicht?)?(...)"

    ...voll daneben würde ich sagen.

    Ich bin überzeugt, dass viele, wenn nicht gar die meisten Fussballspieler, welche am "Siebenbürgisch-sächsischen Fussballturnier" in Dinkelsbühl mitspielen, in irgendwelchen lokalen Fussballvereinen mitmachen, wo auch Türken, Italiener, Griechen, um nur einige Nationalitäten zu nennen, mitspielen.

    Um deiner Einstellung nahe zu kommen, könnte man ja den "Heimattag der Siebenbürger Sachsen" in ein Dinkelsbühler Strassenfest umbenennen.

    Oder um ganz krass zu verdeutlichen was ich meine:

    Warum habt ihr in Augsburg neben der "Lidertrun" nicht auch die "Fanfara Ciocarlia" zum Konzert eingeladen, die könnten sich doch diskriminiert fühlen, besuchen doch deren Konzerte auch viele Sbb. Sachsen, wenn sie in D konzertieren?
  • Heidenheimer

    45Heidenheimer schrieb am 09.06.2008, 15:31 Uhr:
    Hallo Fans !!!

    Nach langer Überlegung wollen wir als, „Amtierender Siebenbürgischer Fußballmeister 2007 & 2008 „ uns auch zu diesem Thema äußern. Wie wir in verschiedenen Foren der SBS feststellen mussten, wird mehr Negatives als Positives berichtet.
    Nach dem wir uns 2007 und 2008 getraut haben ``Die Brücken über Grenzen `` zu Überschreiten, in dem wir Heidenheimer SBS eine Mannschaft aus Sieben Nationen zusammengestellt haben, sehen wir uns als Vorreiter des Diesjährigen Mottos des Heimattages der SBS.
    Auf der Festkundgebung des diesjährigen Heimattages erklärte der Bundesvorsitzende des Verbandes, Dr. Bernd Fabritius, unter anderem das Motto „Brücken über Grenzen“ zeige, dass „wir die aus unserer Geschichte und unserem Schicksal erwachsene Rolle als Brückenbauer fortsetzen wollen“, als Brückenbauer zwischen West und Ost, zwischen uns und den im gleichen Land lebenden Mitmenschen und zwischen den Generationen.
    Das der Gewinn des Fußballturniers eine solche Negative Resonanz über Nicht-Siebenbürger auslöst, und das im 21-Jahrhundert‚ hätten wir nicht für möglich gehalten.

  • Juergen

    46Juergen schrieb am 09.06.2008, 20:00 Uhr:
    Hallo rhe-al,

    die "fanfara ciorcirlia" einzuladen trauen wir uns nicht so recht, weil in Augsburg die Saalmieten zu teuer sind und die Resonnanz auf diese art von Kultur bei unseren Mitgliedern nicht gerade positiv wäre und somit ein finanzielles Risiko. Die Mitgliederstruktur ist wie fast in allen KG so, dass es meist ältere Leute sind und diese wohl kaum mit der Ciorcirlia glücklich werden. Es war schon beim Konzert des "Barock Ensemble Transilvania", wo vier Musiker aus Klausenburg da waren mit einer anspruchsvollen klassischen Musik, aus vier verschiedenen Religionen und drei Nationen, und die Kirche war mit ca. 20 Personen besetzt. Der Siebenbürger Sachse will meistens Volksmusik und Trachtentanz sehen.
    Für den Heimattag hat man doch auch versucht für die Jugend was zu organisieren, damit diese sich nicht nur im Bierzelt und auf dem Zeltplatz "vollaufen lassen und schlägern" (das ist jetzt ein bisschen provokativ), sondern diese jungen Leute auch mit Sport "beschäftigt". Der Sport hat ja bekanntlich mit Kultur nicht viel zu tun und so sollte es auch keine Diskussion dahingehend geben, dass bei den Mannschaften auch andere Nationen als "Siebenbürger Sachsen" teilnehmen. Bei den kulturellen Veranstaltungen ist das was anderes, ob man einen sächsischen Tanz oder Volkslied mit einer Gruppe aus "Mischkulturen" vorführt, die Grenze der kulturellen Darbietungen ist ja schon sehr weich gezogen, etwa bei Theaterstücken z.B. kommt es doch auch schon das eine andere Mal vor, dass rumänische Ausdrücke, Verhaltensweisen u.s.w. herangezogen werden (für mich nicht negativ gemeint - siehe auch Jugend stellt sich vor).
    Heidenheimer ihr habt recht, macht weiter so und für die Organisatoren sollte es kein Kriterium sein, denn auch wenn eine Mannschaft die nur aus "Sachsen" besteht dann verliert, der olympische Gedanke sollte vor allen anderen stehen, Hauptsache dabei gewesen. Ich gehe sogar soweit und meine, man sollte keine "Brücken über Grenzen" bauen sondern die Grenzen wo nur möglich abbauen oder noch besser - erst gar keine Grenzen ziehen.
  • rhe-al

    47rhe-al schrieb am 10.06.2008, 00:54 Uhr:
    Ich sehe, es wurde immer noch nicht verstanden worum es mir (und vielleicht auch anderen) geht.

    Vielleicht hilft da folgendes Beispiel weiter, auch wenn es wieder etwas überspitzt ist :):

    Es gab doch seinerzeit in siebenbürgischen Gymnasien (z.B. Honterus, Saguna, Unirea, Brukenthal, Goga, Lazar u.a.)am Ende des Schuljahres Sportwettkämpfe, ausgetragen zwischen Parallelklassen, bzw. jeweiligen Jahrgängen der betreffenden Schule.

    Bekannt ist auch, dass an all diesen Schulen, sowohl deutsche als auch rumänische und auch ungarische Muttersprachler die Schulbank drückten.

    Ähnliche "Sportfeste" gibt es auch an hiesigen Schulen.
    Mir ist aber nicht bekannt, dass jemals ein Schüler einer anderen Schule "eingeladen" wurde die eventuell fehlenden sportlichen Fähigkeiten auszubügeln, oder wettzumachen.

    Es geht doch nicht um "Andersartigkeit", es geht nicht um Xenophobie, es geht um den Bezug den man zu Siebenbürgen hat, oder nicht hat, solange das Turnier "Siebenbürgisch-Sächsische Fußballmeisterschaft" heißt.
    Sonst spielt noch eines Tages der FC. Bayern für irgend eine HOG-Mannschaft. :-))
    Will man was anders, sollte man den Namen des Turniers so ändern, dass er der Art der Austragung gerecht wird.



    [Beitrag am 10.06.2008, 01:10 von rhe-al geändert]
  • Steffi

    48Steffi schrieb am 10.06.2008, 01:13 Uhr:
    "Will man was anders, sollte man den Namen des Turniers so ändern, dass er der Art der Austragung gerecht wird."


    Das kenn ich irgendwoher....?!?
    --->Steffi schrieb am 31.05.2008, 12:51 Uhr
    "[...] Am einfachsten wäre es doch, wenn man das Tunier nicht mehr siebenbürgische Fußballmeisterschaft nennt, sondern Fußballtunier des Heimattages der Siebenbürger-Sachsen."

    ........

  • Juergen

    49Juergen schrieb am 10.06.2008, 19:25 Uhr:
    da habe ich auch keine Probleme damit, eine Schule wird wohl kaum, auch hier in Deutschland nicht, Spieler anderer Schulen einsetzen. Das gleiche kann ich mir auch für eine HOG vorstellen, die nur Leute aus ihrer Gemeinde spielen lässt, höchstens noch die angeheirateten anderer Gemeinden, ist auch gut so.
    Nur sollten andere Mannschaften, also nicht HOG- oder Schulmannschaften, offen für alle sein.
    Das Turnier dann anders zu benennen ist eine Möglichkeit, jedoch findet es im Rahmen des Heimattages der Siebenbürger Sachsen statt und man könnte es auch ohne "eigenen" Namen nur einfach unter dem Überbegriff "Sportveranstaltungen" führen, ohne Zusätze.


    [Beitrag am 10.06.2008, 19:26 von Juergen geändert]
  • joker

    50joker schrieb am 27.06.2008, 17:17 Uhr:
    Vor lauter Diskussionen über das Fussbalturnier der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl ist uns allen die EUROPEADA 2008 – Fußball-Europameisterschaft der europäischen Minderheiten vom 31.05.-07.06.2008 entgangen...

    Es wurden 18 Mannschaften aus 13 Ländern erwartet. Unter ihnen nahmen die deutschsprachigen Minderheiten aus Dänemark, Polen, Ungarn, und Italien teil.

    Aus Rumänien waren die kroatischen Kicker dabei, leider keine Siebenbürger Sachsen. Na, vielleicht melden sich unsere Kicker ja für das nächste Turnier an ?

    [Beitrag am 27.06.2008, 17:23 von joker geändert]

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