26. Juni 2017

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Orgelkonzert in Augsburg zu Ehren von Martin Luther

Die Stadt Augsburg mit ihren vielen Beziehungspunkten zu Martin Luther, wo 1530 die „Confessio Augustana“ ausgerufen wurde, war ein würdevoller Ort für ein besonderes Orgelkonzert. Die Heilig-Kreuz-Kirche, wo seit 1525 evangelisches Christentum gelebt wird, von Fachleuten gerühmt für ihre Akustik, von nationalen und internationalen Künstlern sehr begehrt, war der richtige Konzertraum für das Ehepaar Leutert aus Hermannstadt, die sich vom 11. bis 16. Mai auf einer Konzertreise durch Deutschland befand.
Am 11. Mai in München ankommend, wurden sie von Ute Bako, stellvertretende Vorsitzende der Kreisgruppe, in Augsburg erwartet und zu allen Stationen, wo Martin Luther gelebt, getagt und kommuniziert hat, geführt. Um 19.00 Uhr fanden sich Landsleute, Augsburger und Reisende ein, um einem Konzert, von den Künstlern selbst als „vierhändige und vierfüßige aus vier Ecken Europas und über vier Jahrhunderte“ auf drei Tasteninstrumenten spielende Darbietung genannt, zu lauschen. Jürg Leutert moderierte und mit einer Symphonie aus Norwegen, vierhändig an der Orgel gespielt, startete die einstündige Darbietung. Brita Falch Leutert (Stadtkantorin in ...Brita Falch Leutert (Stadtkantorin in Hermannstadt) und Jürg Leutert (Landeskirchenmusikdirektor in Siebenbürgen) an der Orgel der Heilig-Kreuz-Kirche in Augsburg. Foto: Helmut Schwarz „Das Karpatengewitter“ von D. G. Türk überzeugte mit Tönen wie Glockengeläut, mit Vogelgezwitscher und letztendlich erkannten alle Siebenbürger die Volksweise „Äm Hontertstroch“. Es folgte der Lobgesang Marias „Magnificat“ von Manuel Rodriques de Coelho aus Portugal und die „Sonata für zwei Orgeln Allegro“ von Josef Blanco aus Spanien. Ein Stück mit geistlichem Text aus der Zeit der Reformation von Hans Haselböck wurde von Darbietungen von italienischen Komponisten wie Franz Tunder und Sebastian Raval abgelöst. Beschwingt die vier Duette von C. Ph. E. Bach von 1667 und mit dem „Cäcilienmarsch“ von P. Anselm Schubinger endete ein gigantisches Konzert. Man wollte die Künstler nicht gehen lassen. Mit einem norwegischen Wiegenlied, gespielt an der Orgel und mit Widderhorn, verabschiedeten sie sich.

Helmut Schwarz, Vorsitzender der Kreisgruppe, dankte ihnen herzlich und überreichte ein Präsent. Ihr Ziel, mit ihrer Konzertreise europäisches Denken zu fördern, ist ihnen in Augsburg gelungen. Gedankt sei hiermit Ute Bako und Annemarie Klein für die Koordination und Organisation dieser Veranstaltung. Gefördert wurde der Aufenthalt in Augsburg mit Mitteln aus der Lutherdekade Reformationsjubiläum 2017 Bayern.

Rosemarie Schwarz

Schlagwörter: Augsburg, Orgel, Konzert, Luther, Reformation

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