13. September 2021

Sehnsucht nach Siebenbürgen: „Kulturkorrespondenz östliches Europa“ mit Schwerpunktthema Siebenbürgen

„Pars pro toto“ ist der lateinische Begriff, wenn ein Teil für etwas Ganzes steht. Diese Wortfigur dient der Redaktion der „Kulturkorrespondenz östliches Europa“ als Richtschnur für die Gestaltung von Titelbildern. Da es für das ganze Heftthema stehen soll, schickt sie gern schon einmal Fotografen in die Regionen, lässt selbst die Drohne steigen oder fahndet in einschlägigen Foren.
Für die aktuelle Ausgabe mit dem Thema Siebenbürgen war klar: Es muss eine Kirchenburg sein, denn diese sind so typisch für die „terra ultra silvam“ – das Land jenseits des Waldes, wie Siebenbürgen im mittelalterlichen Latein hieß. Doch welche der rund 160 Kirchenburgen sollte es werden? Zahllose Fotografien zeigen die typischen Wehrmauern, das Kirchenschiff oder die Türme. Die Kulturkorrespondenz entschied sich aber dafür, ins Innere hineinzugehen, nach Honigberg. Der Wehrturm diente vor und zeitweilig noch nach der Reformation als Kapelle und diese war, wie auf dem Titelbild zu sehen, bis zur Gewölbedecke mit Fresken ausgemalt. Eine faszinierende, für ganz Siebenbürgen stehende Darstellung.

Vom Titel hinein ins Heft widmet sich das Magazin auf 40 Seiten nicht nur historisch und zukunftsweisend, sondern auch sehr sportlich dem siebenbürgischen Kulturerbe. Dafür blickt die Gastautorin und Chefredakteurin der Hermannstädter Zeitung, Beatrice Ungar, auf die Geschichte des Samuel-von-Brukenthal-Gymnasiums in Hermannstadt zurück, das vor 100 Jahren zum Austragungsort des ersten Handballspiels in Rumänien wurde. Die Journalistin Annett Müller-Heinze widmet sich dagegen der Zukunft der Schule, die trotz „Deutschbooms“ unter einem starken Lehrermangel leidet. Von einer ganz anderen Ecke des Landes berichtet die Autorin Elise Wilk, die für das Magazin nach Katzendorf/Caţa reiste, wo es einen für die Region einzigartigen Literaturpreis gibt. Von der „Sehnsucht Siebenbürgen“ erzählt indes Ana Nedelea, Journalistin des Radiosenders Romania International. Sie wandelt auf den Spuren jener Ausgewanderten, die in den letzten Jahrzehnten nach Siebenbürgen zurückkehrten und sich den rund 30.000 verbliebenen Siebenbürger Sachsen wieder anschlossen. Als besonderes Schmankerl erwartet die Leser ein Interview mit Thomas Şindilariu, der sich seit Kurzem in der rumänischen Regierung für die rumäniendeutschen Belange einsetzt.

Als Teil des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Potsdam informiert die Kulturkorrespondenz östliches Europa über ein breites Themenspektrum zur deutschen Kultur und Geschichte im östlichen Europa. Jede Ausgabe behandelt ein Schwerpunktthema, wobei Aspekte der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in den Regionen beleuchtet werden. Das Magazin erscheint gedruckt und digital alle zwei Monate im Jahresabonnement für 18 Euro pro Jahr und als E-Journal für nur 15 Euro. Menschen in der Ausbildung erhalten das E-Magazin im Jahresabonnement gratis. Probeexemplare können Sie unter www.kulturkorrespondenz.de bestellen. Gratisexemplare sind zudem im Schloss Horneck und vielen anderen Kulturzentren erhältlich.

Schlagwörter: Deutsches Kulturforum östliches Europa, Zeitschrift, Siebenbürgen

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