Neujahrsempfang des bayerischen Ministerpräsidenten
Am 9. Januar 2026 hatte Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder zum Neujahrsempfang in die Münchner Residenz geladen. Der Neujahrsempfang des Ministerpräsidenten gehört in Bayern seit der Nachkriegszeit zu den festen Terminen im politischen Kalender. Diese Veranstaltung war nur selten ausgefallen und dann aus nachvollziehbaren Gründen, wie z.B. 2003 wegen des Irak-Krieges, 2005 nach der Tsunami-Katastrophe an den Küsten des Indischen Ozeans oder während der Corona-Jahre.
Der Neujahrsempfang fand diesmal ohne Defilee statt. Nach seiner Hüft-OP ist Söder noch auf Krücken angewiesen und konnte schwerlich drei Stunden am Stück stehen. „Irgendwie kommt das neue Jahr noch ziemlich auf Krücken daher“, bemerkte er in seiner Ansprache zu seiner momentan etwas eingeschränkten Standfestigkeit und auch zu den Krücken, die Markus Blume, Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, an diesem Abend ebenfalls benötigte. Aber auch ohne einen Händedruck vom Ministerpräsidenten war der Empfang für die Gäste etwas Besonderes! Das empfand auch unsere stellvertretende Bundesvorsitzende Heidi Mößner, die das erste Mal dabei war: „Für mich war es eine große Ehre und Auszeichnung, diesen Empfang in den geschichtsträchtigen Räumen erlebt zu haben!“
Ministerpräsident Dr. Markus Söder begrüßte die geladenen Gäste, die aus allen Regionen Bayerns angereist waren, im Kaisersaal. Im Anschluss fand ein Empfang in den Sälen der Münchner Residenz statt. Unter den 2000 Gästen aus Wirtschaft und Wissenschaft, Kirche und Kultur waren auch besonders viele Vereinsvertreter eingeladen, denen Söder ausdrücklich für ihr ehrenamtliches Engagement dankte. „Der heutige Abend zeigt den Glanz und Zusammenhalt, der Bayern ausmacht.“
Siebenbürger Sachsen beim Neujahrsempfang in der Münchner Residenz, von links: Reinhard Homm, Annette Folkendt, Ingeborg und Manfred Binder, Heidi Mößner, Herta Daniel. Foto: privat
In seiner Ansprache ging Söder auf die sich in Umbruch befindliche globale politische Lage ein, die massiven russischen Angriffe auf die Ukraine, die brüchige Freundschaft mit den USA und die schwächelnde deutsche Wirtschaft. Er sprach aber auch positive Entwicklungen an: die vielen Start-ups in Bayern, die herausragenden Universitäten im Freistaat und die hohe Dichte an Handwerksmeistern und betonte, dass Bayern ein sicheres Land mit enormer wirtschaftlicher Kraft sei. „Ich bin überzeugt: Mit Fleiß, Zusammenhalt und Zuversicht können wir gemeinsam gegen die Sorgen bestehen.“
Als Ehrengast bestritt die kürzlich mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnete Sängerin Vicky Leandros den musikalischen Hauptakt und erfreute das Publikum unter großem Applaus mit ihren Evergreens.
Die Siebenbürger Sachsen waren wie immer vertreten – natürlich in Tracht! Da es unter den Anwesenden wenig Trachtenträger gab, fiel unsere Gruppe auf und wir wurden von vielen Gästen und Prominenten darauf angesprochen, und so ergab sich die Gelegenheit zu ausführlichen Gesprächen über Siebenbürgen, die Siebenbürger Sachsen, Handarbeit und Heimatverbundenheit.
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