17. Februar 2026

Kandidaten bei der Kommunalwahl in Bayern

Die allgemeinen Gemeinde- und Landkreiswahlen (Kommunalwahlen) im Freistaat Bayern finden am 8. März statt, eventuell nötige Stichwahlen für Bürgermeister- und Landratswahlen zwei Wochen später, am 22. März. Wir stellen im Folgenden siebenbürgisch-sächsische Kandidaten vor, die sich allesamt in das politische und gesellschaftliche Leben ihrer jeweiligen Gemeinde einbringen. Über die erfolgreichen Bewerber werden wir in der Folge 5 der Druckausgabe vom 24. März oder Folge 6 vom 21. April berichten.

Dr. Walter Schoger ist ­Bürgermeisterkandidat in Burgwindheim


Dr. Walter Schoger ...
Dr. Walter Schoger
In der Marktgemeinde Burgwindheim im oberfränkischen Landkreis Bamberg tritt Dr. Walter Schoger für das Amt des Ersten Bürgermeisters an. Der 64-jährige selbstständige Unternehmensberater geht als Parteiloser mit der CSU ins Rennen. Der am Rande des Steigerwaldes gelegene Wallfahrtsort Burgwindheim hat 1300 Einwohner. Schoger wurde in Hermannstadt geboren und verbrachte seine Kindheit in Neppendorf. Seit 1970 lebt er in Bayern und seit 1983 in Oberfranken, wohin ihn sein Studium verschlug. Seine Promotion im Fach Erwachsenenbildung (Andragogik) erfolgte an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Er arbeitete in der Stadtteilarbeit, der Suchthilfe, der beruflichen Rehabilitation und als wissenschaftlicher Mitarbeiter. 2021 zog er mit seiner Familie nach Burgwindheim. Seit 2000 ist er selbstständig als Coach und Unternehmensberater.

Weshalb er mit 64 Jahren als Bürgermeisterkandidat antritt? – „Weil ich von der CSU darum gebeten wurde und weil wir vor Herausforderungen stehen, die wir nur mit Weitblick, agil und mit vereinten Kräften meistern können“. Burgwindheim stehe vor einem gravierenden Strukturwandel. „Dieser wird uns einiges abverlangen, vor allem an Konflikt- und Kompromissbereitschaft – und Mut zu unkonventionellen Entscheidungen. Wir müssen nach vorne denken, konkrete Aufgaben lösen, kreativ werden und uns Unterstützung von starken Partnern holen.“ So strebt Schoger eine Kombination aus Telemedizin in einer grundausgestatteten Filialpraxis vor Ort an, um wieder eine medizinische Grundversorgung vor Ort zu ermöglichen.

Burgwindheim wird etwa sechs Jahre früher und härter mit den Folgen des demographischen Wandels konfrontiert werden als der bayerische Durchschnitt. „Wir müssen uns für 2033 auf gut 40% über 65-Jährige einstellen. Soziale Teilhabe, Gesundheit und Pflege sowie altersgerechtes Wohnen, Barrierefreiheit und vorausschauendes Leerstandsmanagement bekommen dadurch ein besonderes Gewicht.“ Hier bestehe großer Handlungsbedarf. Zugleich habe Burgwindheim im bayernweiten Vergleich einen höheren Anteil von Kindern und Jugendlichen. KiTa und Grundschule ­bedarfsgerecht auszustatten und zu erhalten seien wesentliche Standortfaktoren und wichtige Ansiedelungskriterien für Neubürger und Gewerbetreibende. Mit Blick auf die schleppende Transformation der Wirtschaft möchte Schoger versuchen, Burgwindheim breiter aufzustellen, die Wirtschaft vor Ort zu stärken und das neue Gewerbegebiet mit Leben zu füllen. Auch dafür brauche es mehr Marketing- und Netzwerkaktivitäten. „Unser Fundament ist solide. Burgwindheim bietet Lebensqualität, reichlich Raum für Neubürger, für Gewerbetreibende und für neue Ideen. Außerdem Geschichte und Geschichten, Natur und bezahlbaren Wohnraum. All das suchen junge Menschen und Familien anderenorts.“

Richard Schneider kandidiert für den Stadtrat Traunreut


Richard Schneider ...
Richard Schneider
Richard Schneider, Vorsitzender der Kreisgruppe Traunreut des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, tritt bei der Kommunalwahl am 8. März für die CSU auf Listenplatz 16 für den Stadtrat in Traunreut an.

Der 64 Jährige kam 1978 gemeinsam mit seiner Familie nach Traunreut und ist seither fest in der Stadt verwurzelt. Hier hat er sich eine stabile berufliche und private Existenz aufgebaut – etwas, worauf er mit berechtigtem Stolz blickt. Schneider ist verheiratet, Vater von drei Kindern und Großvater von vier Enkelkindern.

Beruflich ist er als Lieferantenbetreuer und Auditor in einem lokalen Unternehmen tätig. Seine berufliche Erfahrung im Umgang mit Menschen, Strukturen und Qualitätsprozessen prägt auch seinen Blick auf kommunale Themen: sachlich, lösungsorientiert und mit einem klaren Fokus auf nachhaltige Verbesserungen.

Ein wichtiger Teil seines Lebens ist die Pflege siebenbürgischer Traditionen. Schneider engagiert sich als Beisitzer im Vorstand des Landesverbandes Bayern, als Vorsitzender der Kreisgruppe Traunreut sowie im Vorstand der Urzelnzunft Traunreut. Darüber hinaus bringt er sich aktiv im Vorstand des Traunreuter Vereins Heimathaus und Museum ein. Sein kulturelles Engagement zeigt, wie sehr ihm Gemeinschaft, Brauchtum und Zusammenhalt am Herzen liegen.

Mit seiner Kandidatur möchte Schneider Verantwortung übernehmen und die Zukunft Traunreuts aktiv mitgestalten. „Ich möchte mich sachlich, fair und lösungsorientiert in die Gemeindepolitik einbringen“, betont er. Besonders wichtig ist ihm, Rahmenbedingungen für ein generationengerechtes Leben in Traunreut zu schaffen. „Unsere Kinder brauchen sichere Wege, gute Bildung und attraktive Freizeitangebote. Ältere Menschen brauchen Nähe, Teilhabe und Unterstützung im Alltag.“

Ein weiteres zentrales Anliegen ist für ihn die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Vereinen und der Stadt. „Vereine sind das Herz einer lebendigen Stadt. Wenn sie gut unterstützt werden und Hand in Hand mit der Kommune arbeiten, profitieren alle.“ Mit seiner langjährigen Erfahrung, seinem Engagement und seiner Verbundenheit zur Stadt möchte Richard Schneider einen Beitrag dazu leisten, Traunreut weiterhin lebenswert und zukunftsfähig zu gestalten.


Christian Peppel kandidiert in Hitzhofen


Christian Peppel ...
Christian Peppel
Christian Peppel kandidiert zum zweiten Mal für den Gemeinderat in Hitzhofen. Der Inhaber des Betriebs Elektrotechnik Peppel rangiert auf Platz 2 der Gemeinderatsliste der SPD und gehört dem Gemeinderat bereits seit sechs Jahren an. Geboren wurde Peppel 1978 in Mediasch im Kreis Hermannstadt. Aufgewachsen ist er im siebenbürgischen Eibesdorf, auf dem Hof seiner Großeltern. Sein Vater war als Schlosser tätig, seine Mutter arbeitete als Kindererzieherin und stammt aus Hermannstadt. 1990 wanderte die Familie nach Deutschland aus und ließ sich in Augsburg nieder. Dort absolvierte Peppel 1998 seine Ausbildung zum Elektroinstallateur. Früh engagierte er sich auch ehrenamtlich: Von 1992 bis 2002 war er als Tänzer und Jugendleiter in den Tanzgruppen Augsburg und Ingolstadt aktiv und wirkte als Mitgründer der „Transilvanian Saxophones“ Ingolstadt mit. 2001 heiratete Peppel und fand 2005 in Hitzhofen seine Wahlheimat. Dort engagiert er sich seither intensiv im Gemeindeleben. Vorausschauendes Denken, nachhaltige und praktikable Lösungen sowie das konsequente Umsetzen von Vorhaben prägen sein politisches Selbstverständnis. Ein besonderes Anliegen sind ihm das Vereinswesen, ehrenamtliches Engagement und die Förderung junger Menschen.

In seiner Freizeit ist er sportlich aktiv, interessiert sich für nahezu alle Ballsportarten, geht gerne Skifahren und tanzt. Seine beiden erwachsenen Kinder im Alter von 20 und 23 Jahren bezeichnet er als seine größte Freude. Als persönliche Eigenschaft nennt Peppel, dass es ihm schwerfällt, „Nein“ zu sagen – insbesondere dann, wenn es um Menschen, Vereine oder ehrenamtliches Engagement geht. Durch seine kommunalpolitische Tätigkeit will er das Miteinander stärken und für die Menschen in der Gemeinde da sein.

Jan Dengel Spitzenkandidat der SPD Stadtbergen


Jan Dengel ...
Jan Dengel
Jan Dengel kandidiert für die SPD Stadtbergen bei der Kommunalwahl am 8. März auf Platz 1 und bewirbt sich zudem auf Platz 15 der Kreistagsliste Augsburg. Mit 21 Jahren steht er für eine junge, engagierte und bodenständige Politik, die nah an den Menschen ist und Verantwortung übernimmt.

Sein politisches Engagement begann früh: Bereits seit 2019 ist Jan Dengel Vorsitzender des Jugendrats, seit 2020 engagiert er sich im Vorstand der SPD Stadtbergen. In diesen Funktionen setzt er sich besonders für die Interessen junger Menschen, für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Chancengerechtigkeit sowie eine starke kommunale Demokratie ein. Politik versteht er dabei nicht als Selbstzweck, sondern als Möglichkeit, das Leben vor Ort konkret und nachhaltig zu verbessern – für Kinder, Jugendliche, Familien und ältere Menschen gleichermaßen.

Beruflich absolviert Jan Dengel eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Landeshauptstadt München. Dadurch gewinnt er wertvolle Einblicke in kommunale Verwaltungsabläufe und bringt diese praxisnah in seine politische Arbeit ein. ­Ehrenamtliches Engagement, Verlässlichkeit und Bürgernähe prägen seinen politischen Stil.

Jan Dengel ist zudem kulturell und sportlich aktiv. Er war Mitglied der Tanzgruppe Augsburg und ist heute als American-Football-Spieler aktiv. Diese Erfahrungen haben seinen Teamgeist, seine Disziplin und seinen Leistungswillen weiter gestärkt.

Auch seine familiären Wurzeln sind ihm wichtig: Seine Mutter Monika Dengel (geb. Roth) stammt aus Mediasch, sein Vater Kurt Dengel aus Alzen. Diese siebenbürgisch-sächsischen Wurzeln prägen sein Verständnis von Gemeinschaft, Zusammenhalt und Verantwortung über Generationen hinweg.

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Schlagwörter: Kommunalwahl, Bayern, Schoger, Schneider, Peppel

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