7. Juli 2026

Herausragender Germanist und Literaturwissenschaftler: Peter Motzan zum Achtzigsten

Einer der bedeutendsten Protagonisten der deutschen Literatur Rumäniens, der Literaturwissenschaftler, Literaturkritiker, Übersetzer, Hochschullehrer, Buchautor und Herausgeber Dr. Peter Motzan, erfüllt am 7. Juli in Augsburg sein 80. Lebensjahr. Sein langjähriger Weggefährte Dr. Stefan Sienerth würdigt den Jubilar und sein herausragendes Wirken als Germanist.
Memories: Dr. Stefan Sienerth und Dr. Peter ...
Memories: Dr. Stefan Sienerth und Dr. Peter Motzan an ihrem Arbeitsplatz beim Südostdeutschen Kulturwerk 1992; an der Wand ein von Harald Meschendörfer gemaltes Porträt seines Vaters, des Schriftstellers Adolf Meschendörfer. Foto: Konrad Klein
Es dürfte Ende der 1960er Jahre gewesen sein, als ich Peter Motzan kennenlernte. Im Kreise der Studentinnen und Studenten, die sich in den Pausen zwischen den Lehrveranstaltungen auf den großräumigen Fluren der zur Klausenburger Babeş-Bolyai-Universität gehörenden Philologiefakultät zum Rauchen und Plaudern einfanden, war der etwas schmächtige Blondschopf, der den Rauch regelrecht verschluckte, um ihn danach umso genüsslicher durch die Nase zu blasen, nicht zu übersehen, vor allem aber nicht zu überhören. Und das lag nicht so sehr an der unverkennbar breiten Aussprache, die er trotz des damaligen obligatorischen Phonetikunterrichts an den rumänischen Fremdsprachenfakultäten und des nunmehr langjährigen bundesdeutschen Schliffs bis auf den heutigen Tag beibehalten hat, sondern an seiner in Siebenbürgen eher ungewohnten Verhaltens- und Ausdrucksweise. Sobald es nämlich um Literatur ging, riss er die Diskussion rasch an sich und überschüttete die verwundert oder verdutzt zuhörenden, an Literatur mehr oder weniger interessierten Kommilitoninnen und Kommilitonen mit einer Fülle rasch hervorsprudelnder Worte. Ein Schwall meist klug und präzise artikulierter Sätze, durchsetzt mit einer Reihe von Zitaten aus den Werken neuerer und zeitgenössischer Schriftsteller wie Literaturwissenschaftler, die für ihn jederzeit abrufbar waren, ging auf sie nieder. Gegen solch fundierte Argumentation waren dann bis zuletzt auch jene Kollegen seines Jahrgangs machtlos, die – wie er – nicht aus Verlegenheit und Bequemlichkeit Germanistik studierten, sondern aus Liebe zum Fach. Gewöhnlich wusste Peter Motzan es besser und genauer, denn oft hatte er ein weiteres Buch, eine Studie oder Kritik gelesen, die die anderen (noch) nicht kannten, und fast immer verstand er das Gespräch so zu steuern, dass er sein Wissen nicht nur anbringen, sondern damit auch brillieren konnte.

Der Einfluss guter Deutschlehrer und ein reiches Lesejahr, das er, weil er aus Krankheitsgründen einmal nicht versetzt worden war, am Hermannstädter Gymnasium einlegen konnte, hatten in ihm früh den Entschluss reifen lassen, sich systematisch dem Studium der deutschen Sprache und Literatur zuzuwenden, sehr zur Verwunderung, ja zum leichten Verdrusse seines pragmatisch gesinnten Vaters – er war in den 1940er Jahren u.a. leitender Angestellter (Prokurist) beim deutschen Chemie- und Pharmakonzern I. G. Farben AG in Bukarest gewesen –, der es gern gesehen hätte, wenn aus seinem mehrfach begabten Sohn etwas „Ordentliches“ und „Vernünftiges“ geworden wäre.

In Klausenburg hatte Peter Motzan sich über den Literaturkreis der Germanistikstudenten, den er bald leitete, vor allem aber über die dreisprachige Studentenzeitschrift Echinox, für deren Redaktion der deutschen Seiten er verantwortlich war, bald einen Namen auch unter den rumänischen und ungarischen Kollegen gemacht. Über die Redaktion, aber auch weil er als Student und junger Hochschulassistent zur Miete bei Ion Pop (geb. 1941), dem damaligen Chefredakteur des Periodikums und späteren Literaturwissenschaftler und Lyriker, wohnte, hatte Peter Motzan in kurzer Zeit viele der herausragenden rumänischen Literaten kenngelernt. Dadurch, dass er gelegentlich auch auf Rumänisch publizierte und die in Klausenburg erscheinenden Kulturjournale Steaua und Tribuna ihm großzügig ihre Seiten öffneten, kannte er viele der berühmten Intellektuellen dieser Stadt. Darüber hinaus unterhielt er außer zu Ion Pop, dem nachmaligen Universitätsprofessor, langjährigen Dekan der Klausenburger philologischen Fakultät und unangefochtenen Fachmann der Rumänischen Avantgarde, enge freundschaftliche Beziehungen, beispielsweise, auch zu Andrei Marga (geb. 1946), dem angesehenen Philosophieprofessor, ehemaligen Rektor der Babeș-Bolyai-Universität und rumänischen Unterrichtsminister, sowie zum äußerst produktiven Lyriker und Übersetzer Adrian Popescu (geb. 1947), von dem er – wie übrigens von Ion Pop und Nicolae Prelipceanu (geb. 1942), Virgil Mihaiu (geb. 1951) u.a. Klausenburger Dichtern auch – Gedichte ins Deutsche übersetzte und in der Neuen Literatur veröffentlichte.

In die Studentenzeit reichen auch seine freundschaftlichen Verbindungen zu mehreren siebenbürgisch-sächsischen Kommilitonen, zu denen von nachhaltigster Prägung die zu Franz Hodjak (1944-2025), dem vor kurzem verstorbenen Dichter und Lektor des Dacia-Verlags, und zum späteren Verleger Bernd Kolf (geb. 1944), damals ein in den rumäniendeutschen Medien geachteter, aber auch aufgrund seiner messerscharfen, schonungslosen Rezensionen gefürchteter Literaturkritiker und Kulturredakteur der Karpatenrundschau gewesen sein dürften. Mit dem äußerst belesenen Bernd Kolf bereiteten sie anstehende Prüfungen oft zusammen vor, fragten sich gegenseitig ab und versuchten, mit ihrem germanistischen Wissen einander zu überbieten. Spielend wetteiferten sie gelegentlich, wer nach dem jeweiligen Buchstaben des Alphabets mehr Namen von Schriftstellern und Literaturwissenschaftlern zusammenbringen und aufzählen könne. Im Falken-Verlag (Niedernhausen/Ts.), dem damals größten Ratgeberverlag in Deutschland, in dem Bernd Kolf Anfang der 1990er Chefredakteur war, gab Peter Motzan 1991, ein Jahr nach seiner Ausreise aus Rumänien, auf Vorschlag seines Freundes einen Band mit Versen und Zitaten bedeutender deutscher Dichter und Denker für „Glückwünsche, Briefe, Reden und Poesiealben“, so der Untertitel des Buches, heraus. Es ist eine Anthologie, die, nach den Worten des Herausgebers, „Lieder und Sprüche, Lyrisches und Aphoristisches, ­Besinnliches und Humoristisches, Erbauliches und Witziges, gefühlvolle Bekenntnisse und ernüchternde Erkenntnisse, scharfsinnige Lebensregeln und freundliche Ratschläge“ enthält. Das Besondere an dieser Zitatensammlung, heißt es im Vorwort, sei die „Verwendbarkeit und Verwertbarkeit“ der Verse für eine „Vielzahl von Anlässen“, beispielsweise für „kirchliche Feiertage und weltliche Jahresfeste“, aber auch für „individuell bedeutsame Ereignisse und für Stunden geselligen Beisammenseins“.

Die Freundschaft mit Franz Hodjak, die vor allem während ihrer Klausenburger Zeit sehr eng und intensiv war, setzte sich auch in Deutschland fort und währte bis ein paar Jahre vor dem Tod des Dichters. Peter Motzan war Franz Hodjaks erster und zuverlässigster Berater, wenn es um dessen poetischen Texte ging, aber auch dann, wenn das eine oder andere Buch im Dacia-Verlag publiziert werden sollte. Die Diskussionen – bei einigen konnte ich als Freund und Dacia-Autor teilnehmen – waren in der Regel ernst und anregend, mitunter kontrovers, oft lustig, manchmal sogar hitzig. Man sprach über die große und kleine literarische Welt, tratschte über Freunde und Feinde, stachelte sich gegenseitig an. Immer wieder kam dabei die Rede auf die kommunistische Zensur und wie man sie trickreich überlisten könne; ebenso auf den beängstigend schrumpfenden Literaturbetrieb der abwandernden deutschen Minderheit sowie die desolate gesellschaftliche Lage im Land und dessen diktatorische Führung. Im vertrauten Kreis äußerte man dabei dezidiert seinen Unmut, wissend, dass die Freunde einen nicht an den berüchtigten rumänischen Geheimdienst verraten würden.

Für mich, als dem Jüngsten im Bunde, bildeten solche Zusammenkünfte immer ein Highlight. Anlass bot meist die Zusammenarbeit an einem neuen Buch – ich konnte im Laufe der 1980er Jahre unter Franz Hodjaks verlegerischer Obhut gleich sieben herausgeben, drei literaturgeschichtliche Monografien und vier Anthologien –, über dessen Erscheinen man sich freute. Aber auch ein Treffen, sei es in Klausenburg oder Hermannstadt, in geselliger Runde nach Lesungen. Immer ging es spannend und witzig zu, und so manche dieser Begegnungen nahm bei zunehmendem Alkoholzuspruch zuweilen skurrile Formen an.

Kritiker, Herausgeber, Übersetzer

Bereits als Student der höheren Jahrgänge genoss Peter Motzan den Ruf sowohl eines ausgezeichneten Literaturkenners als auch eines strebsamen und zuverlässigen journalistischen Mitarbeiters, in dessen Interessen- und Wirkungskreis zunehmend die deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften Rumäniens rückten, die er mit Rezensionen, Berichten, Interpretationen, Übersetzungen und bald auch mit längeren Aufsätzen zur modernen Literatur zu beliefern begann. Kein Wunder, dass die Leitung der Klausenburger Universität alles daransetzte, den Absolventen, dessen Zeugnis ausnahmslos Höchstnoten zierten, als Lehrkraft am zu jener Zeit mit begnadeten Hochschullehrern nicht gerade reich bestückten Germanistiklehrstuhl zu behalten.

Einen Namen hatte Peter Motzan sich zunächst mit Kritiken gemacht, mit denen er den Entwicklungsgang junger rumäniendeutscher Autoren begleitete. Als er darüber hinaus auch mit Rezensionen und Aufsätzen zur deutschen und gelegentlich zur rumänischen Gegenwartsliteratur an die Öffentlichkeit trat, erschrieb er sich in wenigen Jahren einen führenden Platz im zwar schon geschrumpften, aber immer noch recht lebendigen rumäniendeutschen Literaturbetrieb. Bereits 1977 bezeichnete ihn der Kulturjournalist und spätere Hermannstädter Hochschulprofessor Horst Schuller Anger (1940-2021) als den „zweifellos begabtesten“ rumäniendeutschen Literaturkritiker, und zehn Jahre später (1987) nannte ihn Adrian Marino (1921-2005), der bekannte Klausenburger Komparatist und Literaturtheoretiker, „cel mai important germanist român în viaţă“ (den bedeutendsten rumänischen Germanisten der Gegenwart). 1980 promovierte Peter Motzan an der Universität Bukarest mit der Arbeit „Die rumäniendeutsche Lyrik nach 1944. Problemaufriss und historischer Überblick“, die in gekürzter Fassung im selben Jahr im Klausenburger Dacia Verlag unter der Ägide Franz Hodjaks veröffentlicht wurde. Seine 1981 und 1984 in der DDR erschienenen Prosa- bzw. Lyrikanthologien – „Ein halbes Semester Sommer“ und „Der Herbst stöbert in den Blättern“ – wurden auch in der überregionalen deutschen Presse beachtet, seine umfangreicheren Darstellungen und Studien zur Geschichte der rumäniendeutschen Literatur des 20. Jahrhunderts setzten Maßstäbe analytischer Schärfe und zeichneten sich durch kultivierten Sprachgebrauch aus.

Als Übersetzer und vor allem als Herausgeber der Lyrikanthologie „Vînt potrivit pînă la tare“ (Mäßiger bis starker Wind, 1982), in der dem Leser zehn junge rumäniendeutsche Autoren in der Übertragung von Ioan Muşlea (1940-2019) vorgestellt werden, hat Peter Motzan ein breites Lesepublikum erreicht. Wie es zahlreiche Kommentare und Besprechungen in der rumänischen Presse jener Jahre bezeugen, war diese Auswahl von nachweislichem Einfluss auf die damals jüngste rumänische Literatur – die sogenannte „Generaţia ‘80“ (Generation der Achtziger) – und hat eine Wende in deren Schreibhaltung und Diskursformen mit herbeigeführt. Dass eine in „Auflösung begriffene kleine Minderheitenliteratur in eine Vorreiterrolle aufrückte, Schrittmacherdienste für eine Nationalliteratur leistete“, war ein „recht ungewöhnliches Kapitel einer Wirkungsgeschichte“ – hat Peter Motzan dieses Phänomen rückblickend beschrieben.

Scharfsinnig und unbestechlich

Unsere Lebens- und Berufswege sind parallel verlaufen, sie haben sich aber immer wieder gekreuzt. Was uns in der vergleichsweisen liberalen Phase der Ceauşescu-Diktatur, als wir in zwei aufeinander folgenden Jahrgängen in Klausenburg studierten, zunächst zusammenführte, war die Liebe zur Literatur und zu ihrem Studium, die uns auch mit anderen der Dichtung zugewandten Kommilitonen verband. Selbst wenn wir am Sinn unseres Tuns immer wieder, vor allem nach unserer Aussiedlung in die Bundesrepublik Deutschland, zweifelten, blieb die Prägung, die wir durch die Beschäftigung mit den großen Werken der Weltliteratur, der deutschen, der rumänischen und der rumäniendeutschen, erfahren hatten, nachhaltig. Sie wurde besonders in den Zeiten der nationalkommunistischen Diktatur auch zur Hilfe in der Überwindung existenzieller Herausforderungen, war für uns oftmals Refugium, Rückzugs- wie Reflexionsraum.

Nachdem wir uns nach dem Studium getrennt hatten – ich wechselte nach einem dreijährigen Aufenthalt an der Pädagogischen Hochschule in Neumarkt (Târgu Mureş) 1974 zum germanistischen Lehrstuhl der Hermannstädter Universität –, begegneten wir einander als junge Universitätslehrer dennoch immer wieder bei Tagungen und Studentenveranstaltungen, in Prüfungskommissionen, sei es in Klausenburg, Hermannstadt oder als Doktoranden in Bukarest. Während ich mich der älteren siebenbürgischen Literatur annahm und mich Themen und Gegenständen widmete, die dem bewunderten Freund Stirnrunzeln und bestenfalls ein müdes Lächeln abnötigten, hat er sich von vornherein auf die Gegenwartsliteratur hin orientiert. In den während der 1980er Jahre zunehmend schrumpfenden Kreisen der deutsch schreibenden Literaten Rumäniens bewunderte man seine urteilsfreudigen Rezensionen, die pointiert formuliert und nicht selten bohrend spitz, letztendlich aber nie verletzend waren. Auch seine umfangreicheren monographischen Darstellungen, Anthologien und Studien zur Geschichte der rumäniendeutschen Literatur des 20. Jahrhunderts fassten die Erträge der Forschung zusammen und breiteten ein beachtenswertes literaturwissenschaftliches Wissen aus.

In den damals infolge der Ausreise mehrerer bedeutender Schriftsteller (Andreas Birkner, Hans Bergel, Oskar Pastior, Dieter Schlesak, Paul Schuster u.a.) etwas verstaubt und veraltet wirkenden rumäniendeutschen Literaturbetrieb, in den sich Peter Motzan – wie seine jungen gleichgesinnten Freunde – nach 1970 intensiver und vehementer einschaltete, brachten seine kritischen Buchbesprechungen zur zeitgenössischen Literatur frischen Wind und sorgten für produktive Unruhe. Der kluge und elegant schreibende Universitätslehrer verstand es wie kaum ein anderer seiner Generationsgenossen, zwischen Freundlichkeit verpackt sowohl Lobendes als auch Vernichtendes zu formulieren und trug mit seinen Kritiken, die er zu den ersten Büchern damals junger Autoren (Franz Hodjak, Richard Wagner, Joachim Wittstock, Werner Söllner, Herta Müller u.a.) verfasste, viel zum Renommee dieser zu jener Zeit nicht in allen Kreisen der schmalen rumäniendeutschen Öffentlichkeit akzeptierten Schriftsteller bei. Zu Recht hielt er sich einiges darauf zugute, in der kleinen, nach außen hin, trotz zeitweiliger politischer Lockerung, gut abgedichteten und abgesicherten rumäniendeutschen Literaturgesellschaft, in der praktisch jeder jeden kannte und man sich nicht selten gegenseitig hochschaukelte, zu den scharfsinnigsten und unbestechlichsten Kritikern zu gehören, zumal er mit seiner Dissertation über die Entwicklung der rumäniendeutschen Lyrik nach 1944 auch die erste umfangreiche und systematische Darstellung dieses Literaturabschnittes geliefert hatte.

Auf gepackten Koffern

Die Möglichkeit, sich durch die Beschäftigung mit Literatur und den schönen Dingen des Lebens einen Raum zur Erbauung und Selbstbestätigung neben der schnöden Realität des immer dumpfer und stupider sich gebärdenden kommunistischen Alltags zu errichten, ging irgendwann mal zu Ende. Durch die Ausreise der Schriftsteller, die nach und nach dem von immer abstruseren Zensurbestimmungen geknebelten Literaturbetrieb den Rücken kehrten, sah sich Peter Motzan, dessen Interesse vorwiegend der rumäniendeutschen Gegenwartsliteratur galt, in absehbarer Zeit buchstäblich ohne Forschungsgebiet, da über ausgereiste bzw. weggebliebene Autoren nicht geschrieben werden durfte. So suchte Motzan 1988 um die Genehmigung, das Land zu verlassen, an, und beschritt 1990, als dies möglich wurde, jenen Weg, den der Großteil seiner schriftstellernden Freunde bereits einige Jahre vorher gegangen war, dabei wohl wissend, dass in einem von Germanisten übersättigten Land auf die Dauer beruflich unterzukommen, alles andere als leicht sein werde.

Den Sturz der Ceauşescu-Diktatur erlebte Peter Motzan auf gepackten Koffern. Nachdem er den Ausreiseantrag gestellt hatte, erhielt er Publikationsverbot, verlor seine Arbeitsstelle, musste unter Pseudonym veröffentlichen und war gezwungen, sich mit Privatstunden finanziell über Wasser zu halten.

Nach dem politischen Umsturz versuchten nicht nur rumänische und rumäniendeutsche Literaten, die im Lande lebten und keine Auswanderungsgedanken hegten, ihn von seiner Absicht, Rumänien zu verlassen, abzubringen, auch der Dekan der Klausenburger philologischen Fakultät und der Rektor der Babeş-Bolyai-Universität redeten auf den beliebten, über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Hochschullehrer ein, er solle seine Entscheidung rückgängig machen, und stellten ihm die sofortige Beförderung vom Lektor (Oberassistenten) zum Professor in Aussicht.

Doch Peter Motzan blieb beim bereits gefassten Entschluss und hat diesen Schritt im Nachhinein nicht bereut. Im Unterschied zum Großteil der aus Rumänien ausgesiedelten Germanisten, denen neue Fachorientierungen nicht erspart blieben, musste er seinen Beruf, der ihm auch zum Hobby geworden war, nicht aufgeben, ja er hatte die Gelegenheit, sein Wissen beträchtlich zu erweitern und seine Forschungen merklich zu vertiefen. Er veröffentlichte – vor allem in den frühen 1990er Jahren, als er beruflich noch weniger gebunden war und über mehr Freizeit verfügte – nicht nur in der regionalen Presse, sondern auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), der Welt und der Rhein-Neckar-Zeitung und arbeitete gelegentlich auch beim Hessischen Rundfunk mit. Nicht lange nach der Aussiedlung konnte er eine Vertretungsprofessur an der Marburger Universität wahrnehmen und ein Jahr danach eine Planstelle im damaligen Südostdeutschen Kulturwerk (SOKW), dem Vorgängerverein des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (IKGS), besetzen.
Richard Wagner (sitzend) mit dem ...
Richard Wagner (sitzend) mit dem Literaturhistoriker Dr. Peter Motzan in dessen Arbeitszimmer kurz vor Beginn der Lesung am 24. Februar 2005 in München. Foto: Konrad Klein
Damit holte die Region ihren für kurze Zeit entlaufenen Sohn wieder ein. Nach dem Zwischenspiel an der Marburger Universität, wo der Hochmotivierte seine pädagogischen und philologischen Fähigkeiten ein Semester lang unter Beweis stellen durfte, konnte Motzan sein Wissen, das er sich im Laufe von rund zwei Jahrzehnten im Umgang mit seinem „schrägen“ wissenschaftlichen Hobby angeeignet hatte, im Südostdeutschen Kulturwerk einbringen – wie wohl in kaum einer anderen Institution mit ähnlicher Ausrichtung in der Bundesrepublik Deutschland.

So fanden wir nicht lange nach unserer Ausreise einander zu Beginn des Jahres 1992 in einer Nische am Rande des buntscheckigen bundesrepublikanischen Kultur- und Literaturbetriebs wieder. Ich war glücklich, dass es mir gelungen war, den Freund und in der Szene hochgeschätzten Literaturfachmann für unser künftiges Aufgaben- und Forschungsgebiet zu gewinnen. Für unsere Entscheidung spielte es damals eine nicht unwichtige Rolle, dass der Vorstand des Kulturwerks, dem u.a. die Schriftsteller Hans Bergel (1925-2022) und Franz Hutterer (1925-2002) sowie der österreichische Germanistikprofessor donauschwäbischer Herkunft Anton Schwob (1937-2023) angehörten, und die damalige Geschäftsführerin Krista Zach (1939-2016) sich bereits seit Mitte der 1980er Jahre von der schillernden Vergangenheit einiger der Hauptakteure des Vereins gelöst hatten, neue Wege zu gehen bereit waren und den Gang in eine breitere Öffentlichkeit suchten.

An der Qualität und der ansehnlichen Zahl von Büchern, die der Verlag des Kulturwerks, das sich gegen Ende des vorausgegangenen Jahrhunderts sichtlich zu einem Forschungsinstitut mauserte und etwas später die Anerkennung als An-Institut an der Ludwig-Maximilians-Universität errang, intensiver zu produzieren begann, war nicht zuletzt auch Peter Motzan, sowohl als Autor und Herausgeber wie auch als sorgfältiger Redakteur, beteiligt; ebenso als Mitarbeiter an der institutseigenen Zeitschrift Südostdeutsche Vierteljahresblätter, deren Rezensions- und Literaturteil er rund zwei Jahrzehnte betreute und dabei Eduard Schneiders (geb. 1944), dem als verantwortlichen Redakteur die Hauptarbeit am Periodikum oblag, engster Berater und Unterstützer war. Aber auch als beliebter und geschätzter Universitätslehrer, der es, wie vormals in Klausenburg, verstand, seine Studenten und Doktoranden in München wie an den südosteuropäischen Hochschulen für seinen Forschungsgegenstand zu begeistern. Der einst exaltierte Literat, dem aus Freude an schönen Worten und Ideen die prosaische Realität gelegentlich zu entrücken drohte, sollte sich zunehmend mit seiner Existenz als nicht unbedeutender Literaturwissenschaftler in der Region abfinden.

Am Münchner Institut

Peter Motzan, der dem Münchner Institut von 1992 bis 2011 angehörte, hat durch seine fast zwei Jahrzehnte währende Tätigkeit auch wesentlich zu dessen wissenschaftlichen Profilierung beigetragen, seine Anbindung an die Ludwig-Maximilians-Universität München mit eingeleitet und zu seiner überregionalen Wahrnehmung im In- und Ausland beigetragen. Die zahlreichen oft sehr umfangreichen Bücher, die in der Zeit seiner Wirksamkeit im IKGS veröffentlicht worden sind – mitunter sechs bis acht Publikationen im Jahr – und die alljährlich viermal regel- und planmäßig erscheinenden Spiegelungen, wie sich die Südostdeutschen Vierteljahresblätter nach 2006, nicht zuletzt auf seinen Vorschlag, benannten, haben entscheidend zum Prestige des IKGS beigetragen. Für das institutseigene Periodikum verfasste er selbst zahlreiche Beiträge, redigierte die angeworbenen und trug mit Sorge dafür, dass die Zeitschrift in der kleinen wie großen Szene Beachtung fand. Er organisierte federführend Tagungen, moderierte gekonnt und witzig Lesungen mit Schriftstellern aus Südosteuropa, bot Lehrveranstaltungen in München und oft auch an dem vom IKGS betreuten Klausenburger Stiftungslehrstuhl an, beriet Studenten und Doktoranden bei ihren Arbeiten. 2003 zeichnete die Babeş-Bolyai-Universität den zwischenzeitlich zum Stellvertretenden Direktor des IKGS avancierten Forscher mit einer Ehrenprofessur aus, 2011 erhielt er den Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreis.

Nach seiner Verrentung trat er den Rückzug aus der wissenschaftlichen Öffentlichkeit an. Bedauerlich war es allemal, und vor allem jüngere und jüngste Wissenschaftler hätten von seinem soliden germanistischen und historischen Wissen und von dem über Jahrzehnte von ihm eng geknüpften Netzwerk noch eine gute Weile profitieren können. Sein geradezu legendäres Sprachempfinden, das auf Anhieb in der Lage ist, die Schwachstellen eines Textes zu erkennen und das im Laufe einer langen Karriere als Hochschullehrer, Forscher und Redakteur vielen halbfertigen Elaboraten auf die Sprünge geholfen hat, und nicht zuletzt sein Bekanntheitsgrad und seine Reputation hätten so manchem wissenschaftlichen Gremium bzw. der einen oder anderen Zeitschriftenredaktion zum Ruhme und zur Zierde gereicht.

Für ihn hatte aber – wie immer – die eigene Buchproduktion Priorität. Ein Wissenschaftler legitimierte sich in seinen Augen nicht durch die Ämter, die er bekleidete – solche hat er nie angestrebt –, sondern, wie er zu betonen pflegte, allein durch sein „Werk“, d.h. durch die Anzahl von qualitativ hochwertigen Veröffentlichungen. „Wo sind die Bücher?“, diese von ihm oft gestellte Frage, wenn es um die Einschätzung und Bewertung eines Schriftstellers bzw. eines Wissenschaftlers oder einer Institution ging, wurde in jenen Jahren im IKGS zu einem geflügelten Wort.

Dass im Münchner Institut gegen Ende seiner Dienstzeit mit der Aufarbeitung der über rumäniendeutsche Schriftsteller und Kulturschaffende gehorteten Akten des rumänischen kommunistischen Geheimdienstes begonnen wurde, hat ihn mit großer Genugtuung erfüllt, gehörte er doch selbst zu den intensiv beobachteten und ausgespähten Literaten. Seine Securitate-Akte, die er im Juli 2006 im Lesesaal des Nationalen Rates für das Studium der Securitate-Archive (CNSAS) durchbuchstabieren konnte – Franz Hodjak und ich nahmen zur selben Zeit ebenfalls Einblick in unsere Dossiers, was zu verstörenden Erkenntnissen führte, aber auch zu lustigen Kommentaren Anlass bot –, umfasst zwei sogenannte „Dosare de urmărire informativă“/„DUI“ (Operative Vorgänge) unter den Codenamen „Mocanu“ bzw. „Milea“. Insgesamt handelt es sich um drei Bände/Mappen mit 580 Blättern („file“), die meisten beidseitig beschrieben. Die Überwachung wurde am 11. Juni 1976 begonnen, mal mehr, mal weniger systematisch durchgeführt und endgültig erst am 28. November 1989 eingestellt.

In diesem Zeitraum haben über Peter Motzan, der nach außen hin ein gesellschaftlich und politisch angepasstes, hauptsächlich auf seinen Beruf orientiertes Leben führte und niemals öffentlich gegen das Regime aufbegehrte, sage und schreibe 32 sogenannte „informatori“, nach hiesigem Sprachgebrauch Informelle Mitarbeiter (IM), über, wie er später schreiben sollte, sein „ereignisarmes Dasein ‚referiert‘“. Nicht weniger als acht Securitate-Offiziere haben sich mit seinem „Fall“ beschäftigt. Es wurde ihm vorgeworfen, er orientiere sich in seinen Lehrveranstaltungen und Veröffentlichungen an ‚westlichen‘ literaturwissenschaftlichen Betrachtungsweisen, beurteile sprach­liche Kunstwerke nach rein ästhetischen Kriterien, lehne sozialistisch-parteiliche Literatur ab und fördere vor allem die damals jungen Autoren, die sozial-kritisch eingestellt waren und gegen das kommunistische Regime anschrieben.

Über die Beschäftigung mit der eigenen Akte hinaus war und ist Peter Motzan einer der hartnäckigsten Befürworter der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den vom rumänischen kommunistischen Geheimdienst gehorteten Materialien. Als akkreditierter Forscher der Bukarester Gauck- Behörde CNSAS (Consiliul Naţional pentru Studierea Arhivelor Securităţii) hat er Einblick auch in die oft seltsamen Hinterlassenschaften anderer rumäniendeutscher Autoren nehmen dürfen. Hierbei konnte er feststellen, dass die deutsche Minderheit in Rumänien vor 1989 nicht nur intensiv und kontinuierlich im Fokus geheimdienstlicher Aktivitäten gestanden hatte, sondern auch von Securitate-Zuträgern, meist aus den eigenen Reihen, durchseucht gewesen ist. Um die Öffentlichkeit über Struktur, ­Methoden und Wirkungsweisen des kommunistischen Unterdrückungsapparates zu unterrichten, animierte er mehrere rumäniendeutsche Schriftstellerkollegen zur Einsicht ihrer Unterlagen und regte die Veranstaltung von wissenschaftlichen Symposien zu diesem Themenkreis mit an. Diese Tagungen, vor allem jene, die in München (Dezember 2009) und Jena (September 2010) organisiert wurden, stießen auf ein breites Interesse beim Publikum, wurden nicht nur von der regionalen Minderheitenpresse kommentiert, auch die großen deutschsprachigen Tages- und Wochenblätter (FAZ, Süddeutsche Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, die ZEIT, der Spiegel u.a.) schenkten ihnen Beachtung. Dem IKGS verschafften sie mediale Aufmerksamkeit und eine Publizität, die es bis dahin nicht gekannt hatte. Die Forschungsergebnisse dieser Tagungen liegen mittlerweile in mehreren Veröffentlichungen vor und wurden kompetent rezensiert.

Auf wesentliche Vorhaben beschränkt

Krankheitsbedingt hat Peter Motzan nach der Verrentung seine wissenschaftliche Produktion sichtlich zurückgefahren, sich auf wenige, für ihn wesentliche Vorhaben beschränkt und die Präsenz in der Öffentlichkeit beträchtlich minimiert. Der Literaturwissenschaftler hat nur gelegentlich Einladungen zu Symposien angenommen – „Tagungstourismus“ war ihm auch davor stets verpönt –, sich äußerst selten mit Studien und Aufsätzen an Zeitschriften und Sammelbänden beteiligt, Mitarbeit an Tages- und Wochenzeitungen abgelehnt, ebenso wie Mitgliedschaften in Vereinen und Organisationen. Merklich eingeschränkt hat er auch seine Kontakte über seinen allerengsten Freundeskreis hinaus, sehr zum Bedauern vor allem jener, die von seinen beeindruckenden Fachkenntnissen und seiner Stilsicherheit über viele Jahre Gebrauch machen konnten. Gesundheitlich ist er auch nicht mehr so rüstig wie er es über Jahrzehnte einst war, immer wieder wird er von altersspezifischen Wehwehchen und von zuweilen anhaltender Niedergeschlagenheit geplagt. Die von harter langjähriger Schreibtischarbeit leicht gebeugten Schultern, die etwas schleppender gewordene Gangart und die Abnahme der Hör- und Sehfähigkeit weisen freilich auf evidente Verschleißerscheinungen hin, wenn auch im Gesamtbild seiner Persönlichkeit nach wie vor der prägende intellektuelle Gesichtsausdruck und seine eher schlanke, denn füllige Gestalt dominieren.

Bevor auch sein wissenschaftliches Leistungsvermögen nachzulassen begann, konnte er sein Hauptaugenmerk noch einem wichtigen Projekt widmen. Aus seinem großen Vorrat an literaturgeschichtlichen Studien hat er eine strenge Auswahl getroffen, die er in einem Band, „Die Szenerien des Randes“ betitelt, vereinigt hat, der bislang leider nicht erscheinen konnte. Die Beiträge, die bereits veröffentlicht worden sind – zum Teil an unterschiedlichen und entlegenen Publikationsorten –, hat Peter Motzan wesentlich erweitert, aktualisiert und über weite Strecken umgeschrieben. Neben Beiträgen über seine südostdeutschen Lieblingsautoren Alfred Margul-Sperber (1898-1967) und Oscar Walter Cisek (1897-1966), über den Literatur- und Sprachwissenschaftler Karl Kurt Klein (1897-1971) und den donauschwäbischen Erzähler Johannes Weidenheim (1918-2002) umfasst das Buch auch Aufsätze über bislang kaum beachtete Periodika der rumäniendeutschen Literaturszene der Zwischenkriegszeit (Czernowitzer Tageblatt, Kulturnachrichten aus Rumänien) sowie über die bekannte deutschsprachige Bukarester Zeitschrift Neue Literatur (1949-1989), zu deren eifrigsten und einflussreichsten Mitarbeitern Peter Motzan in den 1970er und 1980er Jahren gehörte. Herausragend in dieser Aufsatzsammlung ist ein literaturtheoretischer Beitrag, an dem Peter Motzan über mehrere Jahre gearbeitet und nun auf den neuesten Stand der Forschung gebracht hat. Es handelt sich um, wie er es nennt, ein „kompilatorisches Beschreibungsmodell“ für die rumäniendeutsche Literatur des 20. Jahrhunderts, das für jeden, der sich in irgendeiner Weise mit der Erforschung und der Darstellung dieses Phänomens befasst, richtungsweisend sein kann. Nicht alle Theorien und Methoden, die in den letzten Jahrzehnten in der allgemeinen literarischen Exegese entworfen bzw. angewandt worden sind – so eine der Grundthesen in Motzans Aufsatz –, können undifferenziert für die regionale Literaturgeschichtsschreibung übernommen und fruchtbar gemacht werden. Literaturforschung hat nach seiner Auffassung möglichst nah am „Material“, an den „Quellen“ und „Fakten“ zu erfolgen, der Literaturhistoriker sollte weniger auf Thesenfreudigkeit als auf eine umfassende Quellenbasis setzen, oder, um eines seiner weiteren Bonmots zu bemühen, jeder „Spekulation“ muss eine eingehende „Dokumentation“ vorausgehen. Fehlende Fachkenntnisse lassen sich seiner Meinung nach nicht durch Wortakrobatik und Forschheit ersetzen. Das sei leerer Klingklang, hohles Geschwätz. Der Exeget, dessen Hauptaufgabe es ist, dem Leser, die Literatur näher zu bringen und „zu erklären“, sollte dies durch analytische Kraft und sprachliche Eleganz tun. Klarheit, Anmut und Lebendigkeit im Ausdruck sind anzustreben, von nichtssagenden Phrasen, verqueren und geschraubten Wendungen sollte jedoch Abstand gehalten werden, sie täuschen „Bedeutsamkeit“ und „Wissenschaftlichkeit“ bloß vor.

An der Schwelle zum neunten Jahrzehnt weiß man, dass man die Zeit nicht mehr aus einem Fass ohne Boden schöpft. Deshalb würde die Fachwelt es sehr begrüßen, wenn dieses wichtige Buch endlich erscheinen könnte, und sich freuen, wenn dem möglicherweise auch weitere Veröffentlichungen aus der klug geführten Feder eines der beeindruckendsten südosteuropäischen Literaten unserer Zeit folgen dürften.

Ad multos annos, lieber Freund!

Stefan Sienerth

Anmerkung des Autors: Dieser Aufsatz stützt sich auch auf meine Beiträge, die ich in der Siebenbürgischen Zeitung zu Peter Motzans 50. und 70. Geburtstag (vgl. die Ausgaben vom 30. Juni 1996 und 15. Juli 2016) sowie zu seinem 60. in der Zeitschrift der Germanisten Rumäniens 2004/05, H. 1-2, S. 469-470, veröffentlicht habe.

Schlagwörter: Motzan, Geburtstag, Porträt

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