22. Juni 2007

„Heimat im Zeitalter der Globalisierung“

Die Bildungs- und Begegnungsstätte „Der „Heiligenhof“ lädt kulturell und politisch interessierte Landsleute vom 26. bis 31. August d. J. zu einem Seminar „Heimat im Zeitalter der Globalisierung“ ein. Im Einladungstext hierzu heißt es:
Über „Heimat“ reden vor allem die, die sie verloren und verlassen haben; die, die in überschaubaren dörflichen Strukturen aufgewachsen sind; die, die mit den Menschen aus ihrem Heimatort und der Heimatregion auch in der Diaspora Kontakte pflegen und ihre persönliche Identität aus ihrer ethnisch-religiösen-räumlichen Herkunft herleiten. Das 20. Jahrhundert ist eine Epoche von Migrationen. Es wurden gewaltige Umsiedlungen vorgenommen, Menschen flüchteten, wurden deportiert, vertrieben, wanderten aus ethnischen, religiösen, wirtschaftlichen oder anderen Gründen aus. Die Migranten wurden Bürger anderer Staaten und Gemeinwesen, ihre Kinder sind vielfach assimiliert und gehen im anonymen Bevölkerungsamalgam der neuen Zeit unter oder bilden Parallelgesellschaften.

Gleichzeitig mit den politischen Umbrüchen in Mitteleuropa seit 1989 fand ein vor allem wirtschaftlich initiiertes Phänomen statt, welches das allgegenwärtige Schlagwort „Globalisierung“ umschreibt. Fest steht, dass dieser Vorgang der „Globalisierung“ weitreichende Auswirkungen auf alle Lebensbereiche in den gegenwärtigen Gesellschaften und in jeder Biographie hat und haben wird. Die Globalisierung wird einen im Umfang nicht zu unterschätzenden sozialen Wandel bewirken.

Neben Vorträgen über die Seminarthematik, u. a. vom aus dem Banat stammenden Soziologen Prof. Dr. Anton Sterbling (Görlitz), Stadtpfarrer a. D. Dr. August Schuller (Schäßburg/Brühl), Carsten Eichenberger (Haus der Heimat, Stuttgart) und dem Dokumentarfilmregisseur Günter Czernetzky (Schäßburg/München), sind zwei Halbtagsexkursionen in die nähere Umgebung geplant, darunter in ein fränkisches Dorfmuseum, welches von Johann Göbbel – ebenfalls einem siebenbürgischen Landsmann – betreut wird, sowie nach Münnerstadt, wo ein Deutschordensschloss steht und in der Stadtpfarrkirche ein Altar von Veit Stoß zu besichtigen ist. Daneben werden Filme oder Fotos mit heimatlichen Bezügen gezeigt. Wie immer soll auch die Geselligkeit und Liedgut gebührend gepflegt werden. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit das hiesige Thermalbad und ein Kurkonzert in Deutschlands „blühendster Stadt“ zu besuchen.

Die fünftägige Seminarwoche kostet 150 Euro, einschließlich Unterkunft, Verpflegung und Kurtaxe, zuzüglich ggf. Einzelzimmerzuschlag. Anfragen und Anmeldungen sind bis zum 27. Juli zu richten an: Gustav Binder, Der Heiligenhof, Alte Euerdorfer Straße 1, 97688 Bad Kissingen, Telefon: (09 71) 71 47 14, Fax: (09 71) 71 47 47, E-Mail: studienleiter [ät] heiligenhof.de.

Vom 4. bis 9. November 2007 findet am gleichen Ort eine weitere Tagung „Über den Umgang mit der kommunistischen Vergangenheit“ für aus Rumänien stammende Landsleute statt. Bitte auch diesen Termin bereits jetzt vormerken!

Schlagwörter: Tagungen

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