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6. August 2013

Kulturspiegel

Wie die Bundesrepublik die Freiheit der Deutschen Rumäniens erkaufte

Die Rumäniendeutschen wussten, dass im kommunistischen Rumänien für die Erteilung von Auswanderungsgenehmigungen in die Bundesrepublik Deutschland Geld im Spiel war. Wie das Freikaufgeschäft lief, wusste man nicht, denn es spielte sich im Geheimen ab. Es sprach sich herum, dass Anverwandte in Westdeutschland ihre Angehörigen in Siebenbürgen freikauften. Nicht bekannt war, in welchem Maße die Bundesrepublik am Freikauf beteiligt war. Man wusste aber, dass sie sich für die Aussiedlung der Deutschen einsetzte. mehr...

Kommentare

Artikel wurde 29 mal kommentiert.

  • Schreiber

    1Schreiber schrieb am 06.08.2013, 19:12 Uhr (um 19:19 Uhr geändert):
    Interessante Buchbesprechung zu einem sicher noch interessanteren Buch. Danke.

    Zu diesem Thema schrieb der Ehrenvorsitzende des DFDR Prof Paul Philippi unlängst in der ADZ (Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien)

    (Wiedergabe aus der ADZ Online)

    JETZT ZUKAUF VERSUS FREIKAUF

    Wort des Ehrenvorsitzenden Prof. Dr. Paul Philippi bei der Vertreterversammlung des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien am 26. April 2013 in Hermannstadt
    Donnerstag, 09. Mai 2013

    Vor einer Woche hat in diesem Saal eine Tagung stattgefunden, in der unter Beteiligung von Herrn Dr. Heinz-Günther Hüsch das Thema „Familienzusammenführung versus Freikauf“ verhandelt worden ist. Die Landsmannschaften unserer schon 1945/50 ausgewanderten Landsleute hatten im Jahre 1962 verkündet: Wir sprechen von Familienzusammenführung, aber wir meinen Aussiedlung – wobei wir auf die Rettung aller Rumäniendeutschen zielen – und die Unterstützung der Bundesregierung dafür erwarten. Die Landsmannschaften verhandelten in dieser Sache mit den Herren Dr. Genscher und Dr. Kohl und wussten, dass diese Herren für das ethnisch/nationale Argument einer solchen Rettungsaktion kein Ohr hatten. Herr Dr. Hüsch, der dann von 1968 an im Auftrag der Bundesregierung Deutschlands die Familienzusammenführung mit Rumänien verhandelte, hatte mit den Landsmannschaften keinen Kontakt, wie wir vor einer Woche von ihm erfuhren. Er verhandelte die Ausreise von möglichst vielen einzelnen Rumäniendeutschen und gegebenenfalls von deren Familien aus humanitären Gründen: Aus den belastenden Lebensbedingungen des Kommunismus heraus in die westliche Welt der Freiheit.

    Es war nicht nur interessant, ja spannend, was wir bei der Tagung vor einer Woche erfuhren und was wir schon durch die Veröffentlichungen erfahren hatten, die wir der ADZ und Hannelore Baier verdanken. Es blieb auch ein Stachel, der uns als Forum trifft und wohl zum Anstoß werden muss, über die Rolle nachzudenken, die uns dieses politische Spiel des Freikaufs aus den 70-er und 80-er Jahren nachträglich zuweist: Nachzudenken über unsere Rolle in Rumänien, über unser Verhältnis zu Deutschland, unser Verhältnis zu den Organisationen unserer (ehemaligen?) Landsleute im Westen.

    Dieses Verhältnis ist zurzeit in allen drei Fällen recht gut bis sehr gut. Dafür sind wir dankbar. Darum soll es auch so bleiben. Aber damit es so gut bleibe, müssen wir uns im Laufe der nahen Zukunft, so meine ich, über das ganze Phänomen des gezielten Massen-Freikaufs während der Jahre vor 1989 noch weiter verständigen. Unaufgeregt, freundschaftlich, konstruktiv. Ich will versuchen, zu skizzieren, warum und gegebenenfalls wie das nötig ist:

    Zwischen 1945 und 1989 hatten die rumänischen Bürger deutscher Nationalität einen höchst gefährdeten Stand. Darüber waren sich alle einig. Die Folgerungen aus dieser allen gemeinsamen Überzeugung waren verschieden. In Rumänien selbst gab es viele, die sehr früh, also bereits in den späten 40-er und frühen 50-er Jahren, das Ende für die deutschen Gemeinschaften hier gekommen sahen.

    Viele suchten daher schnell auszureisen. Diese, aber mehr noch die schon 1944 und vorher nach Deutschland Ausgereisten, vereinigten sich sehr früh in der Überzeugung, dass es mit einem Leben deutscher Gemeinschaften in Rumänien definitiv zu Ende sei – sodass es ein politisches Ziel sein müsse, die Deutschen Rumäniens insgesamt auszusiedeln. Dem gegenüber gab es in Rumänien verantwortliche Kreise, die trotz der vorhandenen Gefährdung dafür eintraten, das Leben der deutschen Gemeinschaften Rumäniens zu erhalten. Nennen wir diese einmal hilfsweise „Beharrungskreise“. Und es gab Kreise unter den in Deutschland gestrandeten oder gelandeten Rumäniendeutschen, die mit diesen verantwortlichen „Beharrungskreisen“ Rumäniens Verbindung hielten und darauf drängten, dass auch alle anderen Kräfte (also Landsmannschaften und Bundesregierung) diese Beharrungskreise nicht überfahren, sondern sich mit ihnen abstimmen.

    Ob eine solche Abstimmung möglich gewesen wäre, sei jetzt dahingestellt. Jedenfalls haben die landsmannschaftlich organisierten Kreise in Deutschland eine solche Abstimmung gar nicht versucht, sondern den unvermeidlichen Untergang dekretiert und alles daran gesetzt, dem entsprechend zu handeln. Unter diesem Vorzeichen wurde politisch und publizistisch nachhaltig agiert und erreicht, dass sich die bundesdeutsche Regierung schließlich der rumäniendeutschen Frage annahm und unter humanitärem Vorzeichen (Dr. Hüsch) das aufnahm, was zwar unter dem Vorzeichen einer nationalen Lösung gewollt war, was sich aber auch mit der kleineren Münze humanitärer Freikäufe befördern ließ.

    Dabei war von keiner Seite in Rechnung gestellt, dass und in welcher Weise mit dieser kleineren Münze des Einzelfreikaufs und später des Quotenfreikaufs die Voraussetzungen für eine „Beharrungslösung“ ausgehöhlt und korrumpiert wurden. Politisch wurden die Deutschen Rumäniens zu bloßen Objekten: zu einer anonymen Verhandlungsmasse zwischen zwei Staaten. Die Handelsware: ca. 300.000 Individuen. Das Überleben rumäniendeutscher Strukturen spielte dabei für die beiden Handelspartner keine Rolle. Wenn z.B. in Manuskripten rumäniendeutscher Historiker etwa vom „poporul săsesc“ (also von einer Gemeinschaft) die Rede war, veränderte die Bukarester Zensur das stets zur „populaţia săseasc²“ (d. h. zu einer amorphen Summe). Es durfte nur noch um Zahlen gehen – und um Zahlungen.

    In dieser so und sehr grob skizzierten Situation erreichte uns die Wende von 1989. Der erste Beschluss, der im Dezember 1989 zur Forumsgründung führte, hatte zum Ziel, wieder eine Struktur für die politische Vertretung der Gemeinschaften der Deutschen Rumäniens zu gründen. Das Forum wurde quasi zur Neuauflage der korrumpierten „Beharrungslösung“. In den ersten Jahren nach 1989 wurde dieses Ziel von den bestehenden Verbänden unserer Landsleute in Deutschland noch mit großer Skepsis begleitet (um es nicht negativer auszudrücken). Verständnis für strukturelle Hilfen für Rumäniendeutsche wurde uns nach 1990 zuerst von deutschen Regierungsstellen zuteil – ich denke dankbar an die ersten Verhandlungsrunden in Bonn, an denen Karl Singer und ich teilnahmen – und erst allmählich schwenkten auch die politischen Organisationen unserer Landsleute auf diesen Kurs ein.

    Das hat sich heute allerseits zum Positiven hin stabilisiert. Das macht uns dankbar. Es ist freilich auch die Voraussetzung dafür, dass wir im Land Rumänien mit Perspektiven auf eine Zukunft hin arbeiten. Als bloße Betreuungssumme von 40.000 Individuen sind wir oder wären wir ein Auslaufmodell, so wie wir es als Verhandlungsmasse von 300.000 Individuen waren, die vor 1989 von Bukarest quotenweise verkauft und von Deutschland eingekauft (Verzeihung: freigekauft) worden waren.

    Als strukturierte Gemeinschaften, als kollektives Subjekt mit kulturellem, sozialem und (warum nicht) auch wirtschaftlichem Profil, als Corporate personality aber dürfen wir und sollten wir auch für Zuzug werben. Dem Freikauf der 1970-er und 1980-er Jahre lag außer dem humanitären Wohlwollen für die Rumäniendeutschen auch die Doktrin von deren kommunitärem AUSlaufen zugrunde. Dem gegenüber haben wir heute die Aufgabe und die Chance, unsere (kleine aber feine) Präsenz als deutsche Gemeinschaften einzubringen als ein kommunitäres HIER in diesem europäischen Entwicklungsland Rumänien.

    Zur Zeit sprießen in den Bücherregalen ganze Beete neuer Literaten, die alle das Heldenlied ihrer seinerzeitigen Auswanderung singen. Es war die Freiheit, die sie persönlich errungen haben. Dafür erhalten sie Beifall. Jeder einzeln, für sich. Für das Meisterstück ihrer Auswanderung. Jetzt haben wir die Freiheit zum Meisterstück der Bildung von Gemeinschaften deutscher Bürger Rumäniens einzuladen, die nicht von dem gelungenen Versuch erzählen, sich aus den Zwängen von damals befreit zu haben, sondern die jetzt den Versuch machen, unter den neuen Bedingungen europäischer Freizügigkeit als Deutsche auf dem Boden der angestammten Heimat wieder etwas aufzubauen. Zukauf statt Freikauf! In einem Stil, der dem 21. Jahrhundert entspricht. „Familienzusammenführung versus Freikauf“ hieß das Symposium, das in der letzten Woche in diesem Saal getagt hat. Es hat uns den Anlass gegeben, über den Horizont unserer Forumsarbeit nachzudenken, so wie er sich heute ausspannt – zwischen gestern und morgen.

    (Ende der Wiedergabe aus ADZ Online)
  • Schreiber

    2Schreiber schrieb am 06.08.2013, 19:17 Uhr (um 19:17 Uhr geändert):
    LESERBRIEF DAZU:

    Feindsicht statt Einsicht?

    In der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien kann man einige unter dem Suggestivtitel „JETZT Zukauf versus Freikauf“ verpackte Überlegungen des bald 90 – jährigen Ehren-Vorsitzenden des DFDR zu Fragen der Geschichte unseres Volkes der Siebenbürger Sachsen lesen, die nicht unwidersprochen bleiben dürfen oder zumindest in einen etwas sachlicheren Blickwinkel gestellt gehören.

    Damit meine ich nicht die Information für den geneigten Leser, dass der früher sehr viel präziser argumentierende Autor mit den „Herren Dr. Genscher und Kohl“ vielleicht die so funktionsentkleideten ehemaligen Bundeskanzler und Aussenminister der Bundesrepublik meinen dürfte, dass wohl nur er mit dem auf uns bezogenen Adjektiv „ehemaligen?“ uns als „Landsleute“ ausschließen möchte und mit dieser Position im Forum und sonst in Siebenbürgen auf weiter Flur alleine sein dürfte, dass spätestens seit der IKGS -Tagung „Deutsche Literatur in Rumänien im Spiegel und Zerrspiegel der Securitate-Akten“ im September 2009 in München – weil von der Securitate akribisch ausgespäht und in Berichten festgehalten - allgemein bekannt ist, dass bereits seit Anfang der 70er Jahre die EKR und die Landsmannschaften gemeinsam die kollektive Aussiedlung als Ziel aufgegeben haben und mitnichten „bis 1989“ sich über einen „gefährdeten Stand“ unseres Volkes angeblich „alle einig“ gewesen sein sollen.
    Nein, dass alles sind nur aus meiner Sicht vernachlässigbare Übersehungen in dem Denken des seit einigen Jahrzehnten in Ehren emeritierten Herrn Professors. Bemüht wird in dem Artikel eine angebliche Gefahr für das zuerkannte „gute bis sehr gute“ Verhältnis zu den Verbänden in Deutschland: damit dieses nämlich „so gut bleibe, müssen wir uns im Laufe der nahen Zukunft“ mit dem „Phänomen des Massenfreikaufs“ auseinandersetzen, und der Autor meint auch gleich vorgeben zu müssen, nicht nur dass sondern auch wie dieses zu passieren habe.
    Ich denke, dass Zeit und auch Bedarf für derartige „Auseinandersetzungen“ längst vorbei ist. Sollte dennoch Diskussionsbedarf bestehen, dann wäre dem vorgegebenen „Wie?“, nämlich „unaufgeregt, freundschaftlich, konstruktiv“, auch noch „sachlich“ und „realitätsbezogen“ beizugeben. Die ohne Not in dem Artikel gestreute und von beißender Überheblichkeit geprägte Polemik gehört nicht dazu.

    Unsere Familie hat die eigene Ausreiseentscheidung nach reiflichem Nachdenken und Abwägen verantwortlich selbst getroffen. Landsmannschaften oder die Bundesregierung hatten darauf keinerlei Einfluss. Was wir damals in Rumänien nicht so genau wussten: dass es eine Landsmannschaft überhaupt gibt und dass diese und die Bundesregierung samt „den Herren Dr. Genscher und Kohl“ dafür gesorgt haben, dass wir eine Entscheidungsmöglichkeit überhaupt hatten. Dafür sind wir (damals, heute und in Zukunft) sowohl der Bundesregierung, den Herren Dr. Genscher und Kohl und auch den Landsmannschaften dankbar. Anlass dafür, gerade dieses nun nachträglich zu Beweinen und in Auseinandersetzungen „Schuldige“ dafür zu suchen, erkenne ich -verehrter Herr Professor - bei allem Respekt nicht.
  • gero

    3gero schrieb am 07.08.2013, 12:03 Uhr:
    Der Professor geriert sich immer noch als Messias der Siebenbürger Sachsen.ER,und nur ER,kannte und kennt die richtigen Entscheidungen.Bei seinem Alter kann man wohl nicht mehr auf Einsicht hoffen.
  • Schreiber

    4Schreiber schrieb am 08.08.2013, 08:05 Uhr:
    Das Bedauerliche an dem Abbau ist, dass er schon könnte, wenn er könnte... ;-)

    Ich wünschte er würde sein zweifellos vorhandenes Hirnschmalz eher darauf verwenden, wie man unserer ihm am Herzen liegenden Gemeinschaft heute und in Zukunft etwas Gutes tun könnte und sich nicht darin erschöpfen, die Verwerfungen seiner eigenen und nur ihn betreffenden Vergangenheit (also die Zeit vor einigen Jahrzehnten, in der er irgendwann verhaftet geblieben ist) immer und immer und immer wieder zu zerkauen.
  • Winfried Ziegler

    5Winfried Ziegler schrieb am 08.08.2013, 18:22 Uhr:
    Lieber Herr Schreiber,

    hinter dem Schutzschild der Anonymität behaupten Sie eingangs, sachlich sein zu wollen um dann zu Polemisieren.
    Gegen die Person von Paul Philippi. Da Ihnen wohl die Argumente fehlen, spielen Sie immer wieder auf sein vorgerücktes Alter an.
    Es wäre verschwendete Zeit, Ihren Leserbrief Punkt für Punkt durchzugehen, weil Sie gar keine Diskussion wollen, sondern das Ziel bloß ist, Paul Philippi schlecht zu machen.
    Trotzdem herzlichen Dank, dass Sie die Ansprache von Paul Philippi hier gepostet haben. Dadurch können sich alle Mitleser selbst ein Bild machen und Sie haben sich letztendlich ein Eigentor geschossen.

    Herzliche Grüße,
    Winfried Ziegler

  • Schreiber

    6Schreiber schrieb am 08.08.2013, 22:53 Uhr:
    Lieber Herr Ziegler,

    Sie irren. Ich wehre Polemik ab, und verwende vielleicht - um verstanden zu werden - eine ähnliche Diktion. Ich mache nicht Prof. Philippi schlecht, sondern ich kritisiere seine Ansicht und die Art, wie er diese verbreitet. Ihm geht es leider in dem Artikel - neben einer Auseinandersetzung zum Thema, die gerne sein soll - offenkundig auch um Verletzung anderer und um Diskreditierung einer ganzen Gruppe unseres Volkes. Wie anders wäre der polemische Seitenhieb gegen "neue Literaten", die "Heldenlieder ihrer Auswanderung" singen. Insider wissen genau, welches Buch und welchen Personenkreis er meint. Derartiges ist unverschämt, diffamierend, unnötig.

    Dem Hingegen ist die Nennung des Alters zum Verständnis der inhaltlichen Position sachlich erforderlich.

    Aus der VIELZAHL von Argumenten gegen die von ihm vorgenommene Kollektivverurteilung habe ich nur eines, aus meiner Sicht das gewichtigste genannt (am Ende meines ersten Postings): auch er darf davon ausgehen, dass - vielleicht nicht jede aber sicher die allermeisten - sächsischen Familien NACHGEDACHT haben, bevor sie VOR einer Vorhersehbarkeit der Wende eine Ausreiseentscheidung getroffen haben. Gegen diese nun schon seit Jahren den moralinsauren Zeigefinger zu erheben ist - besonders von der Position des Herrn Professors aus, deren Einzelheiten Sie sicher kennen und die ich hier dem Leser erspare - ist ein starkes Stück.

    Eigentor? Meinen Sie wirklich es geht um Tore schießen? Keinesfalls. Mir nicht.

    Ich hoffe, dass der (so vielleicht provozierte) Professor vielleicht doch noch versucht, die "Lemminge" - ich meine das auch irgendwann von ihm gelesen zu haben - als Individuen mit einem Recht auf Selbstbestimmung zu verstehen und deren für die eigene Familie und die eigenen Kinder getroffene Entscheidung mit etwas mehr Respekt gegenüber tritt, auch wenn er diese nicht verstehen mag.

    Hat nicht seine eigene Familie die gleiche Entscheidung getroffen und hält diese - mit der sehr weich abgefederten Ausnahme seiner "Rückkehr" - bis heute aufrecht? Darf sie gerne. Auch sie darf sich selbst bestimmen, ohne deswegen mit Dauervorwürfen oder "Ehemaligen"-Bezeichnungen konfrontiert zu werden. Ich erspare Herrn Prof. Philippi den Spruch mit dem Steine werfen im Glashaus und gehe nicht weiter darauf ein.

    Gerne sehe ich jedoch Ihrer inhaltlichen Stellungnahme zu den einzelnen Punkten meines "Leserbriefes" entgegen.

    Mir fällt übrigens leider erst jetzt bei einem erneuten Durchlesen auf, dass ich eine vielleicht nicht allgemein bekannte Abkürzung verwendet habe: EKR steht für die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien, die mit den Landsmannschaften Anfang der 70er Jahre GEMEINSAM UND IM EINVERNEHMEN beraten und Positionen festgestellt hat. Das dürfte auch Prof. Philippi damals nicht entgangen sein.

    Herzliche Grüße
  • gogesch

    7gogesch schrieb am 09.08.2013, 08:46 Uhr:
    Es ist wie immer: Schreiber, Wadenbeisser und Liebling der Verbandsführung, sieht die Welt anders als andere und hat Recht.
  • Brodelavend

    8Brodelavend schrieb am 09.08.2013, 09:06 Uhr:
    Schreiber spricht mir aus dem Herzen und hat in diesem Punkt sehr Recht.

    Wer ist Philippi um uns Vorwürfe zu machen und zu schreiben, wir "singen Heldenlieder der Auswanderung"? Schämt er sich nicht?

    Gogesch, wenn Sie es so sehen wie Philippi, gehen Sie nach Rumänien zurück?
  • gogesch

    9gogesch schrieb am 09.08.2013, 09:09 Uhr:
    Ich hab zu Philippi kein einziges Wort gesagt.
  • gehage

    10gehage schrieb am 09.08.2013, 13:55 Uhr (um 14:04 Uhr geändert):
    ich sehe es wie gogesch, konnte mit schreiber noch nie übereinstimmen, außer jetzt, was philippi betrifft. und da stimme ich wiederum auch dir, brodelavend, zu.
  • getkiss

    11 • getkiss schrieb am 11.08.2013, 12:17 Uhr:
    Was @gehage schrieb kann ich selbst 100% unterschreiben.

    An statt den meisten unter uns ungerechtfertigte Vorwürfe zu machen. sollte Herr Philippi sich damit beschäftigen, was er als Funktion ausübt: Kurator der Kirche zu sein. Deren Aufgabe ist eher das Reich Gottes, als die Politik.

    Das ist der Unterschied zu den meisten der Ausgewanderten: Denen wurden im laufe der Zeit eigene politische Entscheidungen viel wichtiger als die Wichtigtuerei des Herrn Professor Philippi.
    Und danach haben sie auch gehandelt. Da blieb und bleibt Herr Philippi außen vor.
  • Schreiber

    12Schreiber schrieb am 11.08.2013, 18:15 Uhr:
    @ Getkiss: zur Vermeidung von weiteren Verwechslungen:

    Autor des Artikels ist Prof Dr. Paul Philippi. Er lebte nach dem Krieg bis in die achtziger Jahre in Deutschland, als Professor an der Uni Heidelberg, zog dann nach seiner Pensionierung (mit eben dieser) in das Rumänien Ceausescus zurück, was dieser mit einem Diplomatenpass der RSR und den nötigen Privilegien belohnte. So weich gepolstert lassen sich dann Theorien über das "Aushalten bei Ceausescu zur Rettung unseres Volkes" als vaterländische Pflicht, die wir also alle verraten haben, gut entwickeln.

    Der Kurator Prof Philippi -genauer Landeskirchenkurator - ist ein ganz anderer: das ist der Prof (Lyceum) Friedrich Philippi. Erdkundelehrer und noch nie nach Deutschland ausgereist. Nicht im Ansatz wichtigtuerisch und sehr viel angenehmer als sein Namensvetter.

    Diese beiden sollte man nicht verwechseln.
  • getkiss

    13 • getkiss schrieb am 11.08.2013, 21:25 Uhr:
    Danke.
  • Winfried Ziegler

    14Winfried Ziegler schrieb am 12.08.2013, 10:49 Uhr:
    Zu dem Thema läßt sich gut und ausführlich diskutieren und die verschiedenen Meinungen austauschen.
    In meinem vorigen Post habe ich ganz bewußt einen polemischen Ton gewählt, weil ich die Herangehensweise nicht richtig finde, Meinung und Person durcheinander zu bringen. Es scheinen immer wieder die alten Grabenkämpfe durch, welche Vertreter der Landsmannschaft mit Paul Philippi seinerzeit in Deutschland geführt haben.

    Zur Ergänzung/Richtigstellung: Paul Philippi hat im Alter von 56 Jahren (also lange vor seiner Pensionierung) seine Stellung in Heidelberg aufgegeben um zurück nach Hermannstadt zu kommen. (http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Philippi)
  • Äschilos

    15Äschilos schrieb am 12.08.2013, 16:00 Uhr:
    F. Philippi (Kurator) ist der Neffe von Dr. Paul Philippi und nicht zufällig Namensvetter
  • getkiss

    16 • getkiss schrieb am 12.08.2013, 17:29 Uhr:
    Sehr geehrter Herr Ziegler, sie schrieben:
    "Paul Philippi hat im Alter von 56 Jahren (also lange vor seiner Pensionierung) seine Stellung in Heidelberg aufgegeben um zurück nach Hermannstadt zu kommen."
    Aus dem von Ihnen gegebenen Link kommt aber etwas anderes hervor:

    "◾1971-1986 Leiter des Diakoniewissenschaftlichen Instituts...
    ◾1979-1981 Gastprofessor in Hermannstadt/Sibiu
    ◾seit 1983 Professor an der Theologischen Fakultät in Hermannstadt"

    Also lebte der Herr Professor zwischen 1979 und 1986 auf 2 "Standbeinen" und verließ das Diakoniewissenschaftliche Institut erst 1986, also im Alter von 63 Jahren. Ob er erst dann die deutsche Pension beanspruchte ist im Link unklar.
    Jedenfalls hat @Schreiber recht mit der Behauptung " So weich gepolstert"...

    Er kam zurück in ein Land, dessen als größter anerkannter Dichter schrieb:
    "e uşor a scrie versuri...".
    Denn das was er zu sagen müssen glaubte und auch jetzt noch sagt, ist seine rein persönliche, "unantastbare und starre" Meinung, die von demokratischen Grundsätzen bezüglich Freiheit des Bürgers ziemlich weit entfernt ist.
    Über seine Meinung haben Hunderttausende mit den Füßen abgestimmt.....ohne diese zu zertreten....
  • azur

    17azur schrieb am 12.08.2013, 18:06 Uhr (um 18:19 Uhr geändert):
    Die unsachliche Argumentation von @Schreiber hat mich wieder mal neugierig gemacht. Auf der HP der Uni Heidelberg sind die Publikationen von Prof. Dr. Paul Philippi aufgeführt. Da kann man nur respektvoll staunen, der Mann hat einiges geleistet:www.dwi.uni-heidelberg.de/personen/philippi_publikationen.html
    So kann einer wie @Schreiber leicht vor Neid erblassen ;-)))
  • Winfried Ziegler

    18Winfried Ziegler schrieb am 13.08.2013, 10:14 Uhr:
    @getkiss
    Da habe ich zugegebener Maßen etwas gekürzt und dadurch nicht exakt wieder gegeben.
    Es ist meines Erachtens nach ganz normal, dass jemand für das was er geleistet hat (siehe Posting von azur), eine entsprechende Rente bekommt. Jemandem vorzuwerfen, dass seine Leistung honoriert wird, ist eine Vorgehensweise, die nicht in der demokratischen, sondern in der volksdemokratischen Gesellschaft üblich war!
    Es gab sehr viele ausgewanderte Sachsen, die gleich viel oder mehr als Philippi verdient haben bzw. als Rente erhalten haben, den Schritt der Rückkehr aber nicht getan haben.
    Über die Ansichten von Paul Philippi kann und soll finde ich diskutiert werden. Aber immer wieder die Person anzugreifen zeugt von fehlender Gesprächskultur!
  • Schreiber

    19Schreiber schrieb am 13.08.2013, 12:12 Uhr (um 12:20 Uhr geändert):
    @AZUR: wo bitte ist auch nur ein Wort von mir unsachlich? Es macht einen deutlichen Unterschied, von welcher Warte aus jemand den Zeigefinger hebt und moralisiert. Diese Aspekte zu nennen, ist nicht unsachlich.

    @Ziegler: NIEMAND wirft Prof Philippi vor, dass er seine C4-Pension bekommt. Dafür hat er auch hart gearbeitet, die steht ihm zu. Durch den Vorwurf angeblicher Missgunst lenken Sie doch nur von der diskutierten Sachlage ab.

    Dass Prof. Philippi mit der ihm zustehenden Pension (damals vielleicht 6000 Mark, heute wohl 6000 Euro monatlich) nach Siebenbürgen zurückgegangen ist, dort also über mehr Einkommen verfügt hat, als z.B. alle Lehrer der Brukenthalschule zusammen, dazu auch noch mit einem Diplomatenpass (warum er den damals überhaupt bekommen hat, frag ich ja noch gar nicht!) dauernd ein- und ausreisen konnte um seine Kinder zu besuchen, die SELBSTVERSTÄNDLICH in Deutschland leben - also für sich Freiheiten in Anspruch genommen hat, von denen seine Landsleute noch nicht einmal träumen konnten - das alles sind Aspekte die zum einen der Leser wissen muss. um die Aussagen dieses Prof. Phillipi richtig zu verstehen, zum anderen aber auch Prof. Philippi sich selbst mal wieder vergegenwärtigen müsste, wenn er solche Artikel schreibt und seine Landsleute maßregelt.

    Ich wiederhole also nochmals, bevor Sie mich wieder missverstehen: seine Pension steht ihm sicher zu, niemand missgönnt ihm diese. Er durfte damit auch nach Siebenbürgen zurückgehen und damit auch gerne in Siebenbürgen leben oder sonst wo auch immer.

    Er soll aber dann nicht den Menschen Vorwürfe machen, die eben nicht derart privilegiert mit sehr viel Geld und mit allen Freiheiten (eben wie Philippi) in Siebenbürgen ein völliges Sonderleben führen konnten, sondern dort im Rumänien Ceausescus eben kein Fortkommen mehr gesehen und sich für eine Ausreise entschlossen haben. DASS ALLEINE ist es, was ich Prof. Philippi vorwerfe, NICHTS anderes.

    Übrigens: von seinem Neffen, dem Landeskirchenkurator Friedrich Philippi, würde ich mir solche Vorwürfe vielleicht gefallen lassen. Der ist nie ausgewandert, lebt von einem vielleicht 400 Euro - Lehrer - Lohn in Hermannstadt und war also im selben Boot, wie seine Landsleute. Interessant: dieser kommt nicht auf die vermessene Idee, seinen Landsleuten Vorwürfe zu machen. Vielleicht weil er genau weiß wovon er spricht.

    Sein Onkel hingegen, der C4-Professor mit Diplomatenpass in Hermannstadt, hat von dem Rumänien Ceausescus aus der Sicht eines normalen Menschen KEINE AHNUNG! Schön für ihn - aber dann soll er sich mit Abwertungen seiner nicht in so glücklicher Ausnahmesituation verharrenden Landsleute besser zurückhalten.
  • Winfried Ziegler

    20Winfried Ziegler schrieb am 13.08.2013, 13:14 Uhr:
    @Schreiber
    Sie haben Ihre festgefügte negative Meinung über Paul Philippi und da will ich nicht weiter mit Argumenten stören.
    Es bringt leider nichts eine Diskussion mit Ihnen zu versuchen, dass habe ich schon wiederholt auch an anderer Stelle feststellen müssen.
    Diese Diskussion hält nur von konstruktiver Tätigkeit ab. Da ich aber eine solche Tätigkeit vorziehe, verabschiede ich mich hier bis auf weiteres.
  • gero

    21gero schrieb am 13.08.2013, 15:35 Uhr:
    "Er soll aber nicht den Menschen Vorwürfe machen, die eben nicht derart privilegiert mit sehr viel Geld und mit allen Freiheiten (eben wie Philippi)in Siebenbürgen ein völliges Sonderleben führen konnten, sondern dort im Rumänien Ceausescus eben kein Foertkommen mehr gesehen haben. DASS ALLEINE ist es, was ich Prof. Philippi vorwerfe, NICHTS anderes". Dies ist des Pudels Kern, Herr Wilfried Ziegler. Nur, dies muss man halt kappieren können, oder wollen, mit oder ohne konstruktiver Tätigkeit.
  • orbo

    22orbo schrieb am 13.08.2013, 20:47 Uhr (um 20:47 Uhr geändert):
    Es steht niemandem zu ausgewanderte Siebenbürger Sachsen als Landsleute der verbliebenen 7bg Sachsen in Frage zu stellen!

    Hier sind alle gefordert, die angesprochene Kluft zu schließen.
  • Schreiber

    23Schreiber schrieb am 13.08.2013, 22:47 Uhr:
    @Ziegler: ich muss Ihnen leider wieder widersprechen: ich habe KEINE negative Meinung "über Paul Philippi", sondern nur über diese eine inhaltliche Position von ihm.

    Ich halte VIEL von seinen intellektuellen Fähigkeiten und von vielem, was er sonst so gesagt hat. Die Gründung des DFDR und dessen Ausrichtung in Rumänien ist mehrheitlich "auf seinem Mist gewachsen". Dafür sind wir ihm auch zu Dank verpflichtet. Er ist ZU RECHT Ehrenvorsitzender des Forums.

    Ich wünschte nur, er würde Kommentare hier (nicht nur meine, sondern z.B auch den letzten von Orbo) zu seinem Aufsatz mit Ernsthaftigkeit lesen und diese nicht mit professoraler Überheblichkeit und Empathielosigkeit weg wischen.
  • azur

    24azur schrieb am 14.08.2013, 05:20 Uhr (um 05:42 Uhr geändert):
    @Schreiber: Sie fragen, was ich an Ihrem Posting unsachlich finde:
    Im Grunde fast alles, bspw. fragte ich mich, wieso Sie den Dialog von dem Prof. Dr. Paul Philippi spricht, ablehnen, indem sie sagen: „Ich denke, dass Zeit und auch Bedarf für derartige „Auseinandersetzungen“ längst vorbei ist.“, aber im Gegenzug starten Sie zum Angriff auf seine Person über, so wie man das früher bei einem gewissen Dienst beobachten konnte, wenn sich jemand nicht fügte. Was möchten Sie mit Ihrer „Nichtfrage“ zum Diplomatenpass suggerieren? Was ist denn das für eine Art? Sagen Sie offen, was Sie damit meinen! Und von wo wissen Sie überhaupt, dass er in dieser Zeit über einen Diplomatenpass verfügte?! (Solche Informationen, sind für „Normalis“ nicht zugänglich). Außerdem, wenn Ihrer Ansicht nach sein Alter für den Leser so sehr relevant ist, warum nennen Sie uns dann nicht auch Ihr Alter (ca.75?), da Sie ja den Leserbrief erfasst haben? Ich meine in der SBZ gelesen zu haben, dass nur Leserbriefe mit Angaben von Namen und Wohnort publiziert werden, gilt das nicht auch für Sie?
    Wie Herr Ziegler bemerkte, haben Sie sich damit ein ziemliches „EIGENTOR“ geschossen, denn dass sich Prof. Dr. Paul Philippi, mit seinen fast 90 Jahren noch so beherzt für die Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen einsetzt, kann den meisten Lesern nur Respekt einflößen. Jeder von uns kann sich nur wünschen, mit fast 90 Jahren noch so fit zu sein.

  • Schreiber

    25Schreiber schrieb am 15.08.2013, 11:53 Uhr:
    @azur: wer lesen kann ist klar im Vorteil.
  • Rolf Baiker

    26Rolf Baiker schrieb am 10.09.2013, 00:25 Uhr:
    Liebe Siebenbürger Sachsen und Freunde Siebenbürgens

    Die Volksgruppe der Siebenbürger Sachsen hat in unserem EU-Partnerland Rumänien ein beachtliches Ansehen erreicht. Sie wirkt am Aufbau des Landes tatkräftig und erfolgreich mit. Die Zusammenarbeit zwischen den heimatverbliebenen Siebenbürger Sachsen und den Angehörigen der Volksgruppe in Deutschland ist weiter ausgebaut worden und trägt gute Früchte. Das gemeinsame Erbe und die Zukunft der Volksgruppe erfordern großen Einsatz und Bündelung der Kräfte. Siebenbürgen könnte ein Modell für Europa werden.

    1. Es ist für mich sehr enttäuschend, in welcher beschämenden Weise nicht nur in diesem Forum bei Siebenbuerger.de miteinander umgegangen wird. Kaum jemand nennt seinen richtigen Namen. Ich heiße Rolf Baiker und möchte Sie dringend bitten, zu einem respektvollen Gedankenaustausch zurückzufinden: frei, rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst - und mit offenem Visier. Ich bitte alle Leser, ernsthaft darüber nachzudenken, ob es in dieser Weise weitergehen soll. Eine ehrliche und offen geführte Debatte sieht jedenfalls anders aus - Ideen, Vorschläge, Lösungen.

    2. Das Buch „Kauf von Freiheit“ wurde in Siebenbuerger.de am 6. August 2013 besprochen. Es ist im April 2013 erschienen und wurde auf einer Veranstaltung des Demokratischen Forums in Hermannstadt (Sibiu) vorgestellt. Zu diesem Buch und zu der Buchbesprechung findet sich kein Kommentar, vielmehr wird über eine Veröffentlichung in der ADZ vom 9. Mai 2013 „hergezogen“. Darin geht es um einen Beitrag von Professor Paul Philippi auf einer Versammlung des Demokratischen Forums. Die Kommentare in Siebenburger.de entarten zu einem hässlichen Tribunal über Professor Paul Philippi – völlig ungehörig und beleidigend. Es tut sehr weh zu sehen, wie eine Persönlichkeit mit dieser Lebensleistung niedergemacht wird. Ich kann dazu nur sagen: Schämen Sie sich!

    3. Ich lerne in diesen – und vielen anderen – Forumsbeiträgen in der Siebenbürgischen Zeitung, wie anonyme Akteure unsere Grundwerte missachten und die Menschenwürde verletzen – eine erschreckende Entwicklung. Und höchst bedenklich, weil offenbar ziviler Mut fehlt, sich dieser Fehlentwicklung in unserer Gesellschaft entgegenzustellen. Ich bitte dringend die Redaktion der Siebenbürger Zeitung, Ihre Leser vor derartigen Akteuren zu schützen, wenn diese selbst nicht in der Lage sind, ihr unanständiges Verhalten zu erkennen.

    Herr Dr. Hüsch, der Vertreter der Bundesregierung bei den Verhandlungen mit Rumänien, hat den ADZ-Artikel über den Vortrag von Professor Philippi wie folgt kommentiert: „Ein bemerkenswerter Beitrag, weil er in die Zukunft weist. In diesem Sinne sollte weiter gesprochen und gehandelt werden.“ Danke.

    In diesem Sinne meine Vision: Die Streitigkeiten werden begraben. Jede HOG übernimmt die Patenschaft für ihre Heimat-Kirchenburg, beschafft die Mittel und organisiert Bau und Unterhaltung ihres heimatlichen Erbes in Zusammenarbeit mit der Leitstelle Kirchenburgen. Ich kann Ihnen sagen, wo der größte Bedarf ist.

    Gutes Gelingen wünscht Ihnen Rolf Baiker. Vielen Dank.
  • Äschilos

    27Äschilos schrieb am 10.09.2013, 09:19 Uhr:
    "3. Ich lerne in diesen – und vielen anderen – Forumsbeiträgen in der Siebenbürgischen Zeitung, wie anonyme Akteure unsere Grundwerte missachten und die Menschenwürde verletzen – eine erschreckende Entwicklung. Und höchst bedenklich, weil offenbar ziviler Mut fehlt, sich dieser Fehlentwicklung in unserer Gesellschaft entgegenzustellen. Ich bitte dringend die Redaktion der Siebenbürger Zeitung, Ihre Leser vor derartigen Akteuren zu schützen, wenn diese selbst nicht in der Lage sind, ihr unanständiges Verhalten zu erkennen."
    Lieber Herr Rolf Baiker, herzlichen Dank für diese klaren Sätze!
  • Christian Schoger

    28Christian Schoger schrieb am 10.09.2013, 10:10 Uhr:
    Sehr geehrter Herr Baiker,

    In Punkt 3 Ihrer Ausführungen stellen Sie fest:
    "Ich lerne in diesen – und vielen anderen – Forumsbeiträgen in der Siebenbürgischen Zeitung, wie anonyme Akteure unsere Grundwerte missachten und die Menschenwürde verletzen – eine erschreckende Entwicklung." - Sie gehen fehl in der Annahme, es handele sich um "Forumsbeiträge in der Siebenbürgischen Zeitung" und die Redaktion der Siebenbürgischen Zeitung müsse ihre Leser vor "derartigen Akteuren" "schützen". Die Foren sind ein als Treffpunkt zum Austausch konzipiertes Angebot des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V. Wie in anderen Internetforen treten auch hier gelegentlich Verstöße gegen die weiter unten zitierten Forenregeln auf (siehe http://www.siebenbuerger.de/forum/kontakt/regeln.php ). Infolgedessen finden Sie in den Regeln fallweise vorgesehene Interventionen und Sanktionen bis hin zum Entzug der Schreibberechtigung berücksichtigt. Wünschenswerte lebendige Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit verpflichten uns alle - insbesondere im öffentlichen Raum - zu Toleranz und Selbstverantwortung.

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  • gloria

    29gloria schrieb am 12.09.2013, 10:58 Uhr:
    @26.Rolf Baiker:Sie schrieben:"In diesem Sinne meine Vision: Die Streitigkeiten werden begraben. Jede HOG übernimmt die Patenschaft für ihre Heimat-Kirchenburg, beschafft die Mittel und organisiert Bau und Unterhaltung ihres heimatlichen Erbes in Zusammenarbeit mit der Leitstelle Kirchenburgen. Ich kann Ihnen sagen, wo der größte Bedarf ist."Darf ich fragen ob Sie als gebürtiger Siebenbürger oder Siebenbürger -Besucher diesen Vorschlag machen?? In Ihren Betrachtungen und Beurteilungen sollten Sie nicht vergessen,dass jeder ausgewanderte Siebenbürger Sachse sehr wohl weiß was er zu tun hat,das jeder Siebenbürger Sachse auch das Recht hat seinen Weg nach seinen eigenen Vorstellungen in der neuen Heimat gehen will und das jeder ausgewanderte Siebenbürger Sachse einen Grund hatte das wunderschöne Land Siebenbürgen zu verlassen,alles hinter sich zu lassen und neu anzufangen im Mutterlande Deutschland.Sie haben recht ,dass in diesem Forum oft befremdende Berichte erscheinen-das ist der Preis der Meinungsfreiheit,aber alle in einen Topf zu schmeissen und der Dummheit zu bezüchtigen,so wie Sie es in Ihrem langen Kommentar tun-das ist auch nicht richtig!!!Wir haben lange genug unter Vorgaben gelebt,das rumänische Regime hat uns jahrelang die Richtung vorgegeben-da gab es kein Abweichen.Das wollen wir nicht mehr,wir wollen als mündige und freie Bürger,selber entscheiden was und wie wir es tun sollen.Auch wenn wir Gemeinschaft pflegen,nach allter Sitte und Brauch,bedeutet es für uns +50jährige nicht,einfach nach Vorgabe irgendwelcher selbsternannten Propheten zu handeln,sei es in der neuen Heimat oder in der alten Heimat Siebenbürgen.In dem Sinne, Her Rolf Baiker wünsche ich Ihnenbessere Erfahrungen mit den gebürtigen Siebenbürgern und eine schöne Zeit hier im Forum!!!!

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