8. September 2018

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Rumänischer Protestmarsch am 10. September in München geplant

Rumänische Bürgerinitiativen wollen am 10. September in einem friedlichen Marsch, der von 19.00 bis 22.00 Uhr in der Münchner Innenstadt stattfindet, an die Massenproteste vom 10. August in Bukarest erinnern, die durch einen brutalen Polizeieinsatz niedergeschlagen wurden.
Durch den Protestmarsch wollen die Veranstalter die deutsche Zivilgesellschaft, Medien, Parlamentarier und Menschrechtsorganisationen darauf aufmerksam machen, dass in Rumänien zurzeit ein aggressiver Angriff der Regierung und der parlamentarischen Mehrheit auf den Rechtsstaat und die Menschenrechte stattfindet und dass rumänische Medien versuchen, Falschinformationen über die Massenproteste vom 10. August 2018 in Bukarest zu verbreiten.

„Wir wollen frische Luft! Remember the 10th August 2018“, heißt es in der Einladung der Veranstalter, die alle „Freunde der Demokratie, Menschenrechte und friedlichen Proteste“ zu einem Marsch durch die bayerische Landeshauptstadt aufrufen. Treffpunkt ist am 10. September 2018 um 19.00 Uhr auf dem Marienplatz vor dem Münchener Rathaus, wonach sich der Zug über die Dienerstraße, Residenzstraße, Odeonsplatz, Ludwigstraße zum Siegestor fortbewegt, wo von 20.30-20.45 Uhr eine Zwischenkundgebung stattfindet. Vom Siegestor geht es danach weiter bis zum Geschwister-Scholl-Platz, wo von 21.00 bis 22.00 Uhr ein Podium für Diskussionen und Proteste geplant ist.

Die Veranstalter „Împreună – München” (Gemeinsam München), „RO 100 München“ und „Ştafeta Steagului Uniunii Europene“ (Stafette der Fahne der Europäischen Union) schreiben u.a. auf Facebook:

„Der 10. August war ein schwarzer Tag der Demokratie, der Menschenrechte, der Meinungsfreiheit und des Rechtes, frei und friedlich zu protestieren.
'In einer echten Demokratie hat jeder das Recht zu demonstrieren, doch ist Gewalt - unabhängig von den politischen Ansichten - inakzeptabel' (Staatspräsident Rumäniens, Klaus Werner Johannis).
Die rumänische Polizei (Jandarmeria) setzte am 10. August wahllos Tränengas, Wasserwerfer und Schlagstöcke ein. Gegen Familien mit Kindern, gegen ältere Menschen, gegen Journalisten. Gegen einfache Menschen, die ihre Hoffnung nicht aufgeben wollten, doch noch einmal in einer funktionierenden Demokratie zu leben.
Rumänische Staatsbürger, die in München leben, verurteilen die brutale Art und Weise, in der die rumänische Polizei am 10. August in Bukarest gehandelt hat.
Wir lassen uns nicht mehr schlagen, schubsen und vertrösten! Wir lassen unsere Meinungen und Überzeugungen nicht mehr vergasen und wir wollen neben frischer Luft auch, dass die Verantwortlichen ermittelt und bestraft werden!
Rumänien ist ein Mitgliedsstaat der Europäischen Union. Wichtige Grundwerte der Europäischen Union wurden an dem Tag ebenfalls mit Tränengas, Wasserwerfern und Schlagstöcken attackiert.“

Deutsche Medienberichte über die Massenproteste vom 10. August in Bukarest, siehe auch deutsch-rumänischer Pressespiegel:

Massenproteste in Rumänien "Das ist nicht Demokratie"
Tagesschau vom 11. August 2018

Eskalation in Rumänien: Mit Tränengas in die Menge
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 12. August

EU-Kommission verurteilt Polizeigewalt gegen Medien in Rumänien
Der Standard vom 13. August 2018

Rumänien Sommer der Gewalt
Süddeutsche Zeitung vom 13. August 2018

Dragneas letzter Gegner
Wiener Zeitung vom 13. August 2018

Schlagwörter: Rumänien, Krise, Korruption, Rechtsstaat, Klaus Johannis, Demonstration, München

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