18. Februar 2020

Michael Schmidt Stiftung zieht beachtliche Bilanz zum zehnjährigen Bestehen

Die Michael Schmidt Stiftung hat allen Grund zum Feiern. In ihrem zehnjährigen Bestehen hat sie rund 100 Projekte zur Pflege und zum Erhalt des siebenbürgisch-sächsischen Kulturguts und für die rumänisch-deutsche Zusammenarbeit durchgeführt. Die Festreihe zum zehnjährigen Jubiläum startete mit einem Empfang in München, an dem Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis teilnahm.
Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis nahm am 7. Januar, nach seinem offiziellen Besuch im Freistaat Bayern (diese Zeitung berichtete), am Jubiläumsempfang der Michael Schmidt Stiftung im Bayerischen Hof in München teil. Zu diesem Fest konnten Michael und Veronica Schmidt, Präsident bzw. Vizepräsidentin der Stiftung, zudem Dr. Florian Herrmann, Minister für Bundes-, Europa- und Medienangelegenheiten und Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Emil Hurezeanu, Botschafter Rumäniens in Berlin, Dr. Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, dessen Amtsvorgänger Dr. Christoph Bergner, Landtagspräsidentin a.D. Barbara Stamm und andere prominente Gäste, die sich für die deutsch-rumänischen Beziehungen einsetzen, begrüßen.
Am Empfang zum zehnjährigen Jubiläum der Michael ...
Am Empfang zum zehnjährigen Jubiläum der Michael Schmidt Stiftung in München nahmen Staatspräsident Klaus Johannis (Bildmitte) mit Gattin Carmen und andere prominente Gäste teil. Foto: Dragoș Asaftei
Die Stiftung habe in den letzten zehn Jahren nachhaltige Projekte in Schlüsselbereichen wie der Pflege des siebenbürgisch-sächsischen Kulturguts und der Bildung entwickelt, erklärte Michael Schmidt. „Der Beistand, den wir von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus den Bereichen Politik, Soziales und Kultur in Rumänien und Deutschland erhalten, motiviert uns sehr, im gleichen Tempo unsere Arbeit fortzusetzen.“

Die 2010 gegründete Michael Schmidt Stiftung hat sich als Hauptziel gesetzt, das siebenbürgisch-sächsische Kulturgut zu erhalten sowie Bildungsprojekte zur Förderung der deutschen Sprache in Rumänien zu schaffen. In zehn Jahren wurden über 100 Projekte ins Leben gerufen, darunter die Haferland-Kulturwoche, die größte lokale Veranstaltung zur Förderung siebenbürgisch-sächsischen Kulturguts, das Stipendienprogramm „Deutsch hat Klasse“ für junge DeutschlehrerInnen, die Restauration der Kirchenorgel in Deutsch-Kreuz, die Finanzierung des Dokumentarfilms „Orgeln in Siebenbürgen. Eine Reise zu den Wurzeln“, der originalgetreue Wiederaufbau des Pfarrhauses in Deutsch-Kreuz, die Herausgabe der Bücher „Deutsch-Kreuz. Geschichte, Geschichten und Leben eines siebenbürgisch-sächsischen Dorfes“ und „Zwischen den Welten. Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben erzählen“ der Schriftstellerin Ruxandra Hurezean, die auch in deutscher Übersetzung erschienen sind. Zudem wurden kulturelle Partnerschaften mit renommierten Veranstaltungen wie SoNoRo Conac und dem Internationalen Theaterfestival in Hermannstadt eingegangen sowie das After-School-Programm für Kinder in siebenbürgisch-sächsischen Dörfern sowie humanitäre Aktionen für benachteiligte Menschen durchgeführt.

Um eine Veränderung zum Guten zu erzielen, wird die Stiftung ihre bewährten Projekte auch in diesem Jahr fortführen, erklärte Michael Schmidt gegenüber der Siebenbürgischen Zeitung. So werden die Kulturwoche Haferland (23.-27. Juli 2020) und andere kulturelle Veranstaltungen organisiert, Stipendien „Deutsch hat Klasse“ an junge Lehrkräfte vergeben, deutschsprachige Lehrmaterialien bereitgestellt, das After-School-Programm fortgeführt, Gebäude in siebenbürgisch-sächsischen Dörfern saniert u.a. Mehr dazu auf der Webseite www.fundatia-michael-schmidt.org/de.

S.B.

Schlagwörter: Michael Schmidt Stiftung, Schule, Förderung, deutsch-rumänische Beziehungen

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