19. Januar 2026

Ortwin und Erwin Hellmann gestorben

Ortwin Hellmann, geboren am 2. August 1963 in Kronstadt, langjähriger Leiter des Altenheims in Kronstadt-Blumenau, Bezirkskirchenkurator, ehemaliges Mitglied des Landeskonsistoriums, Träger des Apollonia-Hirscher-Preises und Stütze seiner Familie, ist am 17. November 2025 verstorben.
In Erinnerung an einen Menschen, der sich unermüdlich und mit ganzem Herzen für die Gemeinschaft eingesetzt hat, druckte die Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien (ADZ) Ausschnitte aus der Laudatio, die Stadtpfarrer Christian Plajer bei der Verleihung des Apollonia-Hirscher-Preises für das Jahr 2020 an Ortwin Hellmann am 24. September 2021 gehalten hatte. Charakteristisch für Ortwin Hellmann sei „seine Vielseitigkeit“, sagte Plajer. Er „bleibt an den teils überwältigenden Aufgaben des Kirchenbezirks Kronstadt dran und sorgt mit viel Erfahrung, Sachkenntnis und einer bemerkenswerten Beobachtungsgabe dafür, dass gerade auch brenzlige Situationen einvernehmlich einem guten Ausgang zugeführt werden.“ Ortwin Hellmann stelle sich dieser Situation bewusst, und zwar seit 2002 als Mitglied des evangelischen Bezirkskonsistoriums Kronstadt und seit genau 15 Jahren als Bezirkskirchenkurator. Er habe Durchhaltewillen und auch die Gabe, die Menschen zu motivieren. Als die Kirchtürme von Rothbach und Radeln eingestürzt waren, hätte sich Ortwin Hellmann schützend an die Seite der betroffenen Gemeinden, der Menschen vor Ort gestellt. Verdienstvoll sei auch sein Einsatz Einsatz im Altenheim Blumenauin während der Pandemie: „Länger als alle vergleichbaren Heime in einem größeren Umkreis konnte in der Blumenau den Angriffen des SARS-CoV-2-Virus‘ getrotzt werden.“

Erwin Hellmann, langjähriger Presbyter und Kurator der Evangelischen Kirche A.B. Kronstadt, Bezirkskirchenkurator und Laienlektor innerhalb des Kronstädter Kirchenbezirks und Stellvertretender Vorsitzender des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien, verstarb am 8. Dezember 2025 im Alter von 90 Jahren. Er war Träger der Honterusmedaille, des Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland am Bande und des Apollonia-Hirscher-Preises 2019. Die Trauerfeier fand am 12. Dezember 2025 in der evangelischen Kirche auf dem Martinsberg statt. Die Beisetzung erfolgte anschließend auf dem Friedhof der Martinsberger Kirche, berichtet die Karpatenrundschau. In seiner Trauerrede betonte Pfarrer Joachim Lorenz die Neugier, die Freude am Entdecken und Lernen des Verstorbenen sowie seine große Lust am Lesen.

Schlagwörter: Kronstadt, Nachruf, Kirche

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