18. April 2026

Bedeutende Plattform für Tourismus und Innovation: Rumänien zeigt starke Präsenz auf Tourismusmesse in Berlin

Der Blick der globalen Reiseindustrie richtete sich für vom 3.-5. März auf die deutsche Hauptstadt. Zum 60. Jubiläum der ITB versammelte die weltweit führende Tourismusmesse fast 6.000 Aussteller aus mehr als 160 Ländern. In den 200 Sessions auf den Bühnen des ITB Berlin Kongress 2026 auf dem Messegelände mit 400 Experten standen Themen wie Nachhaltigkeit, Innovationen und intelligente Nutzung der KI in der Tourismusbranche im Mittelpunkt. Bulgarien fungierte beim „Donausalon“ als Mitveranstalter dieses seit 2013 stattfindenden Events. Rumänien wurde 2015 diese Ehre zuteil.
Fahnenmeer der ITB 2026 vor dem Haupteingang Nord ...
Fahnenmeer der ITB 2026 vor dem Haupteingang Nord zum Messegelände unter dem Berliner Funkturm. Fast 170 Länder beteiligten sich an der 60. Internationalen Tourismusbörse Berlin ITB 2026 vom 3.–5. März.
Am rumänischen Messestand in der Regie des Ministeriums für Wirtschaft, Digitalisierung, Unternehmertum und Tourismus (MEDAT) präsentierten 30 Reiseunternehmen, Hotels und Vereine ihre Angebote im Spektrum von Städtereisen wie Kronstadt und Schäßburg sowie Auslandsreisen bis in die Karibik, und nicht zuletzt: Naturentdeckungs-Tripps in den Karpaten mit dem Slogan „Slow Tourism“, faktisch die Grundidee des auf der ITB präsentierten Großprojekts „Via Transilvanica – die Straße, die verbindet“. Dokumentarfilmaufnahmen des berühmten britischen Regisseurs und Staatsbürger Rumäniens, Charlie Ottley, veranschaulichen die Attraktionen der Regionen. Ein Ausdruck der hohen Wertschätzung der ITB 2026 war die persönliche Teilnahme des MEDAT-Staatssekretärs Laurențiu Viorel Gidei an der Jubiläums-ITB sowie der Besuch des Messestandes durch die Botschafterin Adriana-Loreta Stănescu.

Blickfang „Via Transilvanica“

„Via Transilvanica“, das von dem Verein Tășuleasa Social mit Sitz im Tihuța-Pass im Kreis Bistritz-Nassod (Bistrița-Năsăud) initiierte Projekt, wirkte als Blickfang am rumänischen Messestand durch Großfotos und Videos in der Messehalle 11.2. Diese attraktive Bilder-Komposition vermittelte einen Eindruck vom riesigen Potential Rumäniens zum Wandern, Radfahren und Reiten sowie Naturerlebnissen. Dieser Fernwanderweg über eine Distanz von 1 400 km überquert diagonal Rumänien vom Kloster Puntna, wo der Heilige Stephan der Große ruht, nach Drobeta Turnu-Severin. Der Tășuleasa Sozialverein, der auf einem Erfahrungsschatz von 23 Jahren in der Organisation von Projekten in den Bereichen Umwelt, Bildung, Soziales, Kultur und Sport baut, präsentierte sein Projekt erstmals in einem derartigen internationalen Rampenlicht.
Repräsentativer Informationsstand des ...
Repräsentativer Informationsstand des Ministeriums für Wirtschaft, Digitalisierung, Unternehmertum und Tourismus (MEDAT), wo 30 Reiseunternehmen Rumäniens ihre Offerten dem Fachpublikum aus aller Welt vorstellten. Das Projekt „Visit Timiș“ und das Exponat „Via Transilvanica – die Straße, die verbindet“ bildeten thematische Schwerpunkte des Messeauftritts Rumäniens.
Der thematische Schwerpunkt der Präsentation Rumäniens lag bei der diesjährigen ITB auf der Präsenz des Kreises Temesch. Der Verein zur Förderung und Entwicklung des Tourismus in der Region Temesch, „Visit Timiș“, hat das umfassende touristische Angebot der Region koordiniert und inhaltlich kompakt vorgestellt. Den Messebesuchern wurden Informationen über das kulturelle Erbe des Banats, den ländlichen Tourismus, urbane Erlebnisse in Temeswar sowie lokale kulinarische Traditionen geboten.
Staatssekretär Laurentiu-Viorel Gidei, ...
Staatssekretär Laurentiu-Viorel Gidei, Ministerium für Wirtschaft, Digitalisierung, Unternehmertum und Tourismus (MEDAT), und Meda Skeja, Verein zur Förderung und Entwicklung des Tourismus, „Visit Timiș“, präsentierten im Rahmen der ITB 2026 auch an der Botschaft das Exponat „Visit Timiș“. Eingeladen zur Präsentation hatten die Botschafterin Adriana-Loreta Stănescu und der Direktor des Rumänischen Kulturinstituts Berlin, Cristian Niculescu.
Die Teilnahme an der ITB fand quasi zeitgerecht statt, denn im April 2026 wird die Jury des Internationalen Instituts für Gastronomie, Kunst, Kultur und Tourismus (IGCAT) die Region Temesch besuchen. Somit ist die Teilnahme an der weltgrößten Tourismusmesse ein wichtiger Meilenstein im Evaluierungsprozess für die Vergabe des Titels „Banat – Europäische Gastronomieregion 2028“. Das Projekt wurde vom Kreistag Temesch initiiert und wird vom Verein „Visit Timiș“ zusammen mit mehreren lokalen und regionalen Partnern umgesetzt. Mit der Präsentation des Projektes „Visit Timiș“ auf der ITB 2026 sind vor allem zwei Namen verbunden: Meda Skeja, Beauftragte für institutionelle Beziehungen und Partnerschaften bei „Visit Timiș“, dem Verein zur Förderung und Entwicklung des Tourismus in Timiș“, sowie Iulia Dăngulea, Leitende Beraterin bei MEDAT.

Zum 60-jährigen Bestehen hat die ITB Berlin ihren Status als wichtigste internationale Plattform der Tourismusbranche einmal mehr sichtbar gemacht. Dafür spricht auch ein Volumen von 47 Milliarden Euro, das an den drei Messetagen durch Geschäftsabschlüsse und Einkaufsentscheidungen erreicht wurde. Fungierte in diesem Jahr Angola als Partnerland der ITB, übernehmen 2027 die Malediven diese Rolle.
Der Guide Matthias Lissner (66) vertrat die ...
Der Guide Matthias Lissner (66) vertrat die Bukarester Reiseagentur „Karpaten Turism“, spezialisiert auf Rund- und Erlebnisreisen. Der studierte Maschinenbau-Ingenieur und große Rumänienliebhaber lebt seit 2000 fest in Rumänien. „Mir gefällt die Offenheit der Leute und die kaum spürbare Bürokratie.“
Als Begleitprogramm zur ITB fand am 5. März abends der elfte Donausalon statt, traditionell organisiert von der Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Regionen verbinden, Zusammenhalt stärken: Wirtschaftliche Resilienz und Reduzierung von Disparitäten im Donauraum“. Rund 520 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Diplomatie kamen auf Einladung des Staatsministeriums Baden-Württemberg und der Botschaft der Republik Bulgarien zusammen. Mitgastgeber des Abends war Bulgarien, das im Jahr 2026 den Vorsitz der EU-Strategie für den Donauraum innehat. Bereits im Jahr 2015 war Rumänien Partnerland des Donausalons und Mitgastgeber. Auf der Basis des Donau-EU-Programms SUERD koordiniert Rumänien gemeinsam mit Bulgarien Kultur und Tourismus sowie zwischenmenschliche Kontakte der Donau-Anrainerländer.

Berndt Brussig

Schlagwörter: Berlin, Tourismus, Rumänien

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