21. Februar 2007

Imagekampagne für das neue Urlaubsland Rumänien

Ein runder Felsvorsprung, darüber ergießt sich ein spritziger Wasserfall, im Hintergrund geben große dunkle Tannen ein Stück sonnigen Himmels frei – die Aufschrift unter dieser plakatierten Idylle besagt: „Das einzige was bei uns noch den Bach runtergeht – das frische Quellwasser“. So präsentiert sie sich, die neue Imagekampagne für Rumänien, die das Rumänische Tourismusamt im Dezember 2006 in München, Berlin und Frankfurt gestartet hat.
„Die Kampagne will mit den alten Klischees über Rumänien aufräumen“, erläutert Bernd Closmann von der Agentur BAM Industries den Hintergrund der Werbeaktion. Ziel der Kampagne sei es, das gängige Bild des deutschen Urlaubers von Rumänien zu verändern. „Die zwei häufigsten Assoziationen zu Rumänien sind zum einen Graf Dracula aus Transsylvanien, zum anderen die triste Zeit des Sozialismus. Viele Deutsche glauben, dass die Folgen des Ceauşescu Regimes immer noch nicht überwunden sind und das Land marode und veraltet ist“, erklärt Closmann. Rumänien habe sich aber mit Riesenschritten entwickelt, die gängigen Bilder seien zu Vorurteilen geworden und dagegen wolle die Kampagne angehen.

Großflächenplakate in deutschen Städten werben für neues Urlaubsland Rumänien:
Großflächenplakate in deutschen Städten werben für neues Urlaubsland Rumänien: "Der einzige Ort, an dem es bei uns noch drunter und drüber geht – das Gebirge."

Das neue Urlaubsland Rumänien präsentiert sich auf Großflächenplakaten und Citylightplakaten an Bahnhöfen und U-Bahnstationen sowie auf Werbetafeln in S-Bahnen, an Bussen und Trambahnen. Die Motive im Stil von Urlaubs-Postkarten zeigen Sehenswürdigkeiten, wie die alten orthodoxen Klöster, aber auch ursprüngliche Naturlandschaften, verschneite Berghänge in den Karpaten, Sonnenuntergänge im Donaudelta bis hin zu Sandstränden an der Schwarzmeerküste. Mit Sprachwitz werden dabei gängige Vorurteile ins Positive umgemünzt: „Die einzigen Fahrbahnen, die bei uns noch unbefestigt sind – die Skipisten“, heißt es auf einem der Plakate. Oder: „Das einzige, was bei uns noch antiquiert ist – die Sehenswürdigkeiten.“ Die Imagekampagne, die momentan in Berlin, Frankfurt am Main und München zu sehen ist, soll ab März 2007 auf Augsburg, Nürnberg und Stuttgart ausgeweitet werden.

„Endlich haben wir die Gelegenheit auf eines der abwechslungsreichsten Urlaubsländer aufmerksam zu machen. Und zugleich leisten wir mit der Kommunikation auch ein Stück Aufklärungsarbeit“, betont Adina Secara, die Direktorin des Rumänischen Tourismusamtes für die Region Deutschland Süd-West & Schweiz. 2007 stehe ganz im Zeichen eines neuen Rumäniens. Seit dem Beitritt in die EU am 1. Januar sei das Interesse am Land sprunghaft gewachsen, so die Tourismusexpertin. Im Januar seien bereits dreimal so viele Anfragen zu Rumänien eingegangen wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. „Natürlich kommt uns da auch entgegen, dass Hermannstadt die Kulturhauptstadt Europas 2007 ist“, ergänzt Secara. Mittelfristig verfolge Rumänien das ehrgeizige Ziel, zu einem der beliebtesten Urlaubsländer Deutschlands aufzusteigen.

Sorana Scholtes







Pressetermin auf der Internationalen Tourismus-Börse Berlin:

Motto „Rumänien – Ihr Ticket zum Start ins neue Europa“, 9. März 2007, 11 Uhr, im Bistro am Funkturm, Messedamm22, 14065 Berlin. Als Gesprächspartner stehen den Journalisten Klaus Johannis, Bürgermeister von Hermannstadt (Sibiu), Kulturhauptstadt Europas 2007, Monica Barbuletiu, Vorsitzende der Rumänischen Zentrale für Tourismus, Sergiu Nistor, Regierungsbeauftragter für das Programm Sibiu 2007, zur Verfügung. Am Abend der Pressekonferenz findet um 18.30 Uhr ein rumänischer Abend statt. Ort: ITB, Rumänischer Messestand, Halle 11.1 / Stand 105.

Schlagwörter: EU-Beitritt, Kulturhauptstadt, Öffentlichkeitsarbeit, Tourismus

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