Ergebnisse zum Suchbegriff „Ausgabe Juli 2016“

Artikel

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11. Januar 2026

Kulturspiegel

Neue Sachlichkeit aus dem Gulag: Zu einem Bildnis des Sängers und Theatermannes Ernst Herberth Groh aus der Zeit seiner Deportation

Erst vor wenigen Monaten wurde die Neue Sachlichkeit, die dominierende Stilrichtung der 1920er Jahre, mit einer großen Ausstellung der Kunsthalle Mannheim gefeiert – genau dort, wo 1925 alles mit einer von Gustav F. Hartlaub kuratierten Gemäldeschau begonnen hatte (den Begriff hatte er gleich miterfunden). Hier soll es um ein Porträt gehen, das zwei Jahrzehnte später entstand, aber dennoch etwas von der Magie verströmt, die von den damals gemalten Bildern ausging (weshalb Kunsthistoriker auch von Magischem Realismus sprechen). Was insofern überraschend ist, als es in der Russland-Deportation und mithin unter prekärsten Bedingungen entstanden ist. mehr...

8. September 2022

Rumänien und Siebenbürgen

Siebenbürgisch-sächsische Kultur erfolgreich vermittelt: Zehnte Auflage der Haferlandwoche war Teil des Siebenbürgischen Kultursommers

Eine beeindruckende Auflage war die diesjährige Haferlandwoche, die von mehreren tausend Gästen aus Rumänien und dem Ausland besucht wurde. Die mittlerweile zehnte Ausgabe fand vom 29. bis 31. Juli in gleich zehn Orten dieser bezaubernden siebenbürgischen Region statt. Der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland war durch seinen Bundesvorsitzenden Rainer Lehni sowie eine gemeinsame Delegation des Kulturwerks der Siebenbürger Sachsen und des Landesverbandes Bayern mit zwei seiner Kulturgruppen bestens vertreten. mehr...

7. Januar 2022

Interviews und Porträts

Die Musik war seine Berufung: Nachruf auf Karl Teutsch

Am 16. Dezember 2021 verstarb mein Freund Karl Teutsch, der sein Leben dem musikwissenschaftlichen Schaffen gewidmet hat. Teutsch stammte aus einer alten siebenbürgisch-sächsischen Familie, die in Schäßburg beheimatet war, wo er am 9. September 1934 geboren wurde. Er war einer der besten Kenner der siebenbürgischen Musikgeschichte und Musikpflege. mehr...

4. Dezember 2020

Kulturspiegel

Bildungsarbeit in den Felsen

Das Gesamtwerk Otto Alschers (1880-1944) thematisiert die Wechselwirkung zwischen dem eigenen Selbst und der Landschaft, die sich in einem Augenblick der Wandlung offenbart. Tiergestalten geben kompetente und kritische Rückmeldung und stoßen die Weiterentwicklung der menschlichen Protagonisten an, die die Zeichen der Landschaft mit allen Sinnen wahrnehmen.
Nach dem Untergang der Zivilisation im Ersten Weltkrieg korrespondiert Alscher mit den Felsformationen in der Nähe von Kronstadt. Ein spiritueller, von der Dekadenz unberührter Ort ist die Heimat Adolf Meschendörfers, des Herausgebers der Kulturzeitschrift Die Karpathen, Gusto Gräsers, dessen Tempelentwürfen eine „Sphinx“ bevorsteht, und Lutz Korodis, der sich für eine Schule mit deutscher Unterrichtssprache im Banat einsetzt.
Wahrscheinlich erreichen Alscher die Ideen der Anthologie „Strömungen“ 1918, „einer Liebesgabe für Kriegsgefangene“, die Hesse mit Woltereck herausgab, in unbewusster Rezeption. Im „Geleitwort“ heißt es, dass „Die Liebe zur Natur“ ein Kennzeichen der „neueren Dichter“ sei. Alscher, der mit dem Beitrag „Die Hunde“ ein Beispiel dazu bietet, wird weiterhin durch reformistische Texte „Bildungsarbeit“ leisten, indem er den Leser an der Tierperspektive teilhaben lässt. mehr...

31. Mai 2019

Kulturspiegel

Variantenwörterbuch des Deutschen erstmals mit rumäniendeutschen Regionalismen - Nachruf auf Ulrich Ammon

Ulrich Ammon (* 3. Juli 1943, † 3. Mai 2019) forschte und lehrte 34 Jahre lang an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg (heute Universität Duisburg-Essen) und war auch nach seinem Ruhestand 2008 unvermindert wissenschaftlich tätig. In der Zeit nach seiner Emeritierung besuchte die Verfasserin dieses Artikels sein Oberseminar und verfasste eine verspätete ­Bachelor-Arbeit, die in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift für Siebenbürgische Landeskunde in Teilen publiziert wird. mehr...

29. Oktober 2017

Aus den Kreisgruppen

Kreisgruppe Regensburg: Siebenbürger Sachsen bei 60. Steubenparade in New York

Am 31. Dezember 2016, 18.00 Uhr, erreichte mich ein Anruf von Hermann Grimm. Er stellte sich kurz vor, sagte, er plane im September 2017 mit einer siebenbürgischen Blaskapelle zur 60. Steubenparade nach New York zu fahren, und fragte, ob die Blaskapelle Regensburg bereit wäre, diese Reise anzutreten. mehr...

9. Dezember 2016

Kulturspiegel

Streiflichter aus der Geschichte der Siebenbürger Sachsen

Neunte Folge: Verzicht auf eigenständige sächsische Politik unter „braunen“ Vorzeichen - Die „Erneuerungsbewegung“ der 1920er und beginnenden 1933er Jahre hatte den Weg zur nationalsozialistischen Ausrichtung siebenbürgisch-sächsischen Lebens und siebenbürgisch-sächsischer Politik geebnet. Die geschwächte „alte“ Funktionärsschicht, selbst in „Volkspartei“ und „Bürgerabend“ gespalten, versuchte krampfhaft, durch Taktieren und Finassieren wieder an Terrain zu gewinnen und den innersächsischen Generationenkonflikt für sich zu entscheiden. Die erfolgreichen „Erneuerer“ aber lieferten einander einen unerbittlichen Kampf um die Macht, die sie aufgrund des neuen Volksprogramms in einer Hand konzentrieren wollten. mehr...

19. September 2016

Kulturspiegel

Leserecho auf die "Streiflichter": Siebenbürgen – habsburgisch oder königlich-ungarisch?

Dr. Roland Phleps, Freiburg im Breisgau, hat mich in einem sehr freundlich verlaufenen Telefonat darauf hingewiesen, dass der Titel „Streiflichter aus ...“ grammatikalisch falsch sei, da Streiflichter nur „auf“ etwas fallen könnten. Ich erwiderte, dass es sich hier um Streiflichter handele, die aus meiner Sicht aus der Geschichte auf unsere Gegenwart fallen, denn unser Heute ist ohne das Gestern nicht zu verstehen. mehr...

11. August 2016

Verbandspolitik

Jugendtanzgruppe Heilbronn auf Schloss Horneck

Wie bereits in der letzten Ausgabe kurz berichtet, haben am 18. Juli 2016 nicht weniger als 18 Mitglieder der Jugendtanzgruppe Heilbronn auf Initiative von Vivien Binder tatkräftig beim Entrümpeln auf Schloss Horneck bis zum späten Abend mitgeholfen. Nicht mehr verwendbare Gegenstände wurden zerlegt und zum Abtransport bereitgestellt. Ein ganzer Container konnte gefüllt werden, viele Zimmer sind nun sauber und vorzeigbar. mehr...

4. August 2016

Kulturspiegel

Zum 150. Geburtstag des Porträtmalers Robert Wellmann

Robert Wellmann, von dem hier die Rede sein soll, wurde am 10. Juli 1866 in dem 35 km von Hermannstadt entfernten Marktflecken Reußmarkt geboren, wo er auch seine Kindheitsjahre verbrachte. Als weiterführende Schule besuchte er das Hermannstädter Brukenthal-Gymnasium, wo er, zusammen mit seinen Schulkollegen und Malerfreunden Fritz Schullerus, Arthur Coulin und Octavian Smigelschi das Glück hatte, den herausragenden Kunstpädagogen und Maler Carl Dörschlag als Kunsterzieher vorgesetzt bekommen zu haben. Carl Dörschlag „befreite die in Siebenbürgen seit dem Barock stagnierende bildende Kunst aus ihrer Lethargie“ und seine Vorbildfunktion für eine ganze Generation junger Maler (zu den oben Genannten kam noch Karl Ziegler dazu) kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.
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