Ergebnisse zum Suchbegriff „Eigentlich Gewesen“

Artikel

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2. Juli 2010

Interviews und Porträts

Visuelle Neugier, Beobachtungsgabe und ein präziser Strich: Helmut von Arz zum Achtzigsten

Als mich der Graphiker, Maler und Buchillustrator Helmut von Arz Ende vergangenen Jahres zu einem Atelierbesuch nach Berlin einlud, musste ich als Verehrer seiner Kunst nicht lange überlegen: ein solches All-you-can-see-Angebot für sein vielseitiges Schaffen kehrt so schnell nicht wieder. Dass Arz ein erfolgreicher Kunsterzieher und geistsprühender Erzähler ist, versprach zusätzlichen Erkenntnis- und Lustgewinn. mehr...

16. Juni 2010

Kulturspiegel

Josef Teutsch - Obmann in Wien von 1923-1926

Josef Teutsch ist am 22. Dezember 1926 nach schwerer Krankheit in Wien gestorben (siehe Artikel in dieser Zeitung). Es war der Großvater des bekannten Historikers und Mediävisten Harald Zimmermann in Tübingen. In seinen nachgelassenen Papieren, verwahrt bei dessen Vetter Werner Teutsch in Birkenau, fand sich kürzlich ein Brief mit Datum vom 18. Dezember 1926 und adressiert „An den löbl. Ausschuss des Vereins der Siebenbürger Sachsen in Wien“. Prof. Dr. mult. Zimmermann beleuchtet die historischen Hintergründe. mehr...

25. Mai 2010

Verschiedenes

Das Klavierwerk des Wunderkindes Carl Filtsch

Musikfestival, Klavierwettbewerb, Noten, Biographien, Dokumentationen und nun eine CD – immer mit Carl Filtsch im Fokus, diesem siebenbürgischen Chopin, genialen jungen Pianisten und hoffnungsvollen Komponisten, geboren 1830 in Mühlbach und als eine der tragischsten Erscheinungen der Musikgeschichte viel zu früh, mit nur 15 Jahren, in Venedig verstorben. Im Auftrag der Gesellschaft für deutsche Musikkultur im südöstlichen Europa e.V. (GDMSE) produziert und auf Initiative von Peter Szaunig und Walter Krafft (Münchner Musikseminar) entstanden, liegt nun die erste Einspielung fast sämtlicher Werke dieses jungen Komponisten vor. mehr...

8. Mai 2010

Kulturspiegel

Wenn in Bukarest der Postmann zweimal klingelt: Zehn Jahre Filmfestival „Go East“

„Go East“, eigentlich „Come West“, wie die hessische Kulturdezernentin am letzten Festivalabend im Jugendstilkino Caligari in Wiesbaden betonte, feierte in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum – ein leises Feiern, das mit dem Motto des „Immer-Weiter-so“ verbunden wurde. Die Filmemacher, die bei diesem Festival ihre Dokumentar- und Spielfilme vorstellten, repräsentierten 35 Länder Mittel- und Osteuropas. Mit der „Aschewolke“ hatte das Festival am Dienstag, dem 20. April, begonnen und nach sieben Spieltagen wurden die besten Wettbewerbsfilme ausgezeichnet. mehr...

18. April 2010

Interviews und Porträts

"Vater der Siebenbürger-Sachsen-Siedlung": Robert Gassner vor 100 Jahren geboren

Vor 100 Jahren, am 25. April 1910, wurde in Großschogen bei Bistritz ein Mann geboren, dessen Name unauslöschlich mit Drabenderhöhe verbunden ist: Robert Gassner, auch „Vater der Siebenbürger-Sachsen-Siedlung“ genannt. Er starb am 15. September 1990 im Alter von 80 Jahren. Sein Name schwebt auch heute noch, fast 20 Jahre nach seinem Tod, wie ein guter Geist über Drabenderhöhe und dem Oberbergischen Kreis, wo er bis zuletzt lebte, wirkte und in unteilbarer Treue zu seinem Volksstamm stand. mehr...

5. März 2010

Interviews und Porträts

"Arbeit ist Sauerstoff". Der Kinderbuchautorin, Zeichnerin und Übersetzerin Ricarda Terschak zum Achtzigsten

Am 18. Dezember wurde Ricarda „Mimo“ Terschak 80 Jahre alt. Sie zählt nicht nur zu den ­populärsten rumäniendeutschen Kinderbuchautorinnen der Nachkriegszeit, sondern ist auch Kunsttherapeutin, Zeichnerin und Übersetzerin. Die vielbeschäftigte Allrounderin lebt heute noch in ihrer Heimatstadt in der Patrioților-Gasse. „Die ist nach mir so benannt“, flachst die Achtzigerin mit tiefer Stimme und öffnet lachend das Gassentor ihres Elternhauses. mehr...

23. Februar 2010

Sachsesch Wält

Otto Piringer: De iejenätzich Neeber

Gedicht in siebenbürgisch-sächsischer Mundart, entnommen aus: "Schärhibesker. Lastich Geschichten ä saksesche Reimen vun Otto Piringer". Gedrackt uch verlocht vu W. Krafft, Härmestadt 1921. mehr...

3. Januar 2010

Verschiedenes

Wir Brückenbauer: Gedanken zu Geschichte und Selbstverständnis der Siebenbürger Sachsen

In den letzten Jahren wurde kaum ein Festakt oder eine Podiumsdiskussion der Siebenbürger Sachsen ausgelassen, wo diese nicht als Brü­cken­bauer belobigt wurden. Keine Frage, diese Me­tapher ist vorteilhaft gewählt und durch ständiges Wiederholen gerinnt sie beinahe schon zur Zau­berformel. Gemeinhin soll das entstehende Bauwerk, um im Bilde zu bleiben, der Annähe­rung und Verständigung zwischen den westlichen Aufnahmeländern und Rumänien dienen, wogegen man im Grunde nichts einwenden kann. mehr...

15. November 2009

Kulturspiegel

Dieter Schlesak über Herta Müller: Werk von profunder Aktualität

Der Spiegel brachte eine eindringliche Würdigung Herta Müllers; diese zeigt, dass ein in der Welt, erstaunlicherweise sogar in Deutschland zu wenig bekanntes Werk nun seine verdiente Anerkennung erhalten hat. Es ist ein einsames Werk, dessen Sprachkunst für sich steht, zugleich Zeugnis und Widerstand, emblematisch für jede seelenvernichtende Diktatur. Die Jury des Nobelpreises hat dieses Werk als Weltliteratur erkannt; und jetzt sieht man, dass sie einen guten Griff getan hat; gerade zur Zeit der Buchmesse mit dem Ehrengast China, der letzten kommunistischen Diktatur, die Autoren verbietet, ja, den Widerstand mit dem Tode bedroht, Angst als Kitt benützt, genau wie früher die rote Diktatur in Rumänien. In einem faszinierenden Gespräch auf 3sat zeigte die Nobelpreisträgerin, wie sie dem Koloss, der ja wie alle Diktaturen das wilde Tier der freien Sprache fürchtet wie der Teufel das Weihwasser, durch die Vehemenz ihrer Rede und Erfahrung weltweit gefährlich werden kann. Dabei fällt von diesem Glanz auch ein Licht auf die neuere rumäniendeutsche Literatur, die eben aus dieser Erfahrung entstanden ist. mehr...

8. September 2009

Kulturspiegel

„Es gibt Wörter, die mich zum Ziel haben“. Zu Herta Müllers Roman „Atemschaukel“

Geschichtlicher Hintergrund und Stoffgrundlage des Romans „Atemschaukel“ von Herta Müller sind den Lesern dieser Zeitung vertraut, denn es dürfte kaum eine Familie geben, die von der fünfjährigen Deportation (1945 – 1949) der arbeitsfähigen deutschen Zivilbevölkerung Rumäniens zwischen 17 und 45 Jahren in sowjetische Arbeitslager nicht betroffen gewesen wäre. Dieses bis zu seinem Vollzug unvorstellbare Geschehen, das im kollektiven Bewusstsein als Teil der Verbrechen weiterlebt, die totalitäre Machtanmaßung im 20. Jahrhundert zu verantworten hat, ist geschichtlich erforscht, memorialistisch vergegenwärtigt und in der rumäniendeutschen Regionalliteratur auch schon literarisch gestaltet worden. Nun also in einem Roman von unbestreitbar überregionalem Rang. mehr...