Ergebnisse zum Suchbegriff „Krafft Drotleff“
Artikel
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Ein Mediasch gewidmetes Sammlerleben
Liviu Pintican-Juga: „Colecţii Colecţii. Pasiunea unui medieşean“ [Sammlungen Sammlungen. Leidenschaft eines Mediaschers]; Editura Crisserv, Mediaş, 2024, 336 Seiten, ISBN 978-973-8990-79-1, zahlreiche Abbildungen. mehr...
Hegt wird gesangen!: Die Volksballade „Honnes Moler“
Die Volksballade „Honnes Moler (Naajcht am nenj)“ ist ein altes siebenbürgisch-sächsisches Volkslied, das vermutlich von Bänkelsängern in Siebenbürgen im späten Mittelalter gedichtet und verbreitet wurde. Friedrich Wilhelm Schuster (1824-1914) veröffentlichte den Text erstmals 1865 in seiner Sammlung „Siebenbürgisch-sächsische Volkslieder, Sprichwörter, Räthsel, Zauberformeln und Kinderdichtungen“ aus mündlicher Mühlbacher Überlieferung. Gottlieb Brandsch (1872-1959) fügte in seiner Sammlung „Siebenbürgisch-deutsche Volkslieder, I. Band, Lieder in Siebenbürgisch-sächsischer Mundart“ (Krafft & Drotleff, Hermannstadt 1931) auch eine Melodie hinzu, die er aus mündlicher Überlieferung in Scharosch bei Mediasch aufgezeichnet hatte. mehr...
Aus dem Siebenbürgen-Institut: Reiseliteratur in der Siebenbürgischen Bibliothek
Anfang April wurde online über die Bildungsreisen der Abiturienten des Honterus-Gymnasiums in Kronstadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts berichtet. Und auch darüber, dass diese im Vorfeld akribisch geplant und sowohl die Fahrten mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln als auch die Unterkünfte vorab gebucht worden waren. Wer heute beim Planen einer Reise die Flüge, Bahnfahrten oder Pkw-Strecken sowie die Unterkünfte am Zielort „googelt“, der fragt sich, wie die Organisatoren das vor über hundert Jahren geschafft haben, woher sie die nötigen Informationen hatten, um so eine Reise mit mehreren Stationen genau planen zu können. mehr...
Lesenswerter Band zur Geschichte der Hohen Rinne in den Jahren 1919-1930
Der Autor, Dr. mult. Mircea Dragoteanu, passionierter und vielfach international ausgezeichneter Filatelist, präsentiert dem interessierten Leser nun den zweiten Band seiner überaus detaillierten, objektiven und allumfassenden Geschichte des von der Sektion Hermannstadt des Siebenbürgischen Karpatenverein (SKV) in den Jahren 1894-1904 errichteten Kurortes „Kurhaus auf der Hohen Rinne“. Angedacht sind fünf Bände. Es ist das große Verdienst des Autors, die Geschichte dieser siebenbürgisch-sächsischen Stiftung frei von der leider noch oft anzutreffenden nationalistischen Betrachtungsweise der Vergangenheit darzulegen. mehr...
Kunst, die in Bann zieht: Emil Michael Klein empfängt hochdotierten Schweizer Kunstpreis
Es schneit in Heltau, als sich Amalia Wilhelmine Klein im Winter 1966 auf den Weg macht. Alle kennen sie als Frau des ehemaligen Obernotärs und Richters Michael Klein und grüßen respektvoll. Oma-Klein steigt in den Bus nach Hermannstadt, wo sie Weihnachtsgeschenke suchen will. In der großen Buchhandlung auf der Heltauergasse, früher „Krafft & Drotleff“, wird sie fündig: Ein großes, schönes Buch vom Berner Pestalozzi-Verlag fällt ihr auf. Dies dürfte ihrem talentierten Enkel Peter Klein gefallen. mehr...
Spurensuche: Ein Trachtenbild und seine Geheimnisse
Eine brünette junge Frau in Hermannstädter Bürgertracht, von einnehmender Präsenz, stolz, standesbewusst und in anmutiger Haltung, fast wie das berühmte Vorbild Leonardos. Das nahezu lebensgroße Porträt vor der Kulisse ihrer Heimatstadt mit den schneebedeckten Karpaten im Hintergrund hätte die Besucher der vielbeachteten Landler-Ausstellung von 2017 „Das Wort sie sollen lassen stahn“ des Siebenbürgischen Museums sicherlich angesprochen – es zeigt Erika Rieger, verh. Schöpp (1908-2009), die ältere Schwester von Inge-Maya Rieger. Doch irgendwie hatte man das Porträt vergessen; es erschien erst im Ausstellungskatalog, der wiederum mit Verzögerung herauskam (2019). Das Gemälde aus Familienbesitz war dem Siebenbürgischen Museum 2015 als Schenkung übergeben worden – auf Initiative der jüngst verstorbenen Inge-Maya Rieger. mehr...
Generationenwechsel an der Spitze der SJD
Am 26. Oktober fand der langersehnte 27. Volkstanzwettbewerb (VTW) in Wiehl statt. Wie bereits in den Vorjahren fanden sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Tanzgruppen ein, um ihr Können zu demonstrieren. Zudem fand die wichtigste Veranstaltung der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland (SJD) statt, der Jungsachsentag, in dessen Rahmen die Neuwahlen für eine neue Bundesjugendleitung der SJD erfolgten. mehr...
Wer war der Karikaturist Paul Marle?
In den 1930er Jahren sind in Rumänien einige Bücher mit Salon-Karikaturen – vorwiegend zu Städten und Unternehmen – aus der Feder von Paul Marle erschienen. Über den Künstler ist ebenso wenig bekannt wie über die von ihm herausgegebenen Bücher. Nachfolgend soll dieses Wenige zusammengetragen werden – auch in der Hoffnung, damit weitere Wissensträger anzusprechen, um das Leben und künstlerische Wirken von Paul Marle in Erinnerung zu rufen. mehr...
Im Banne des Unaufdringlichen: Zum Tod der Malerin Katharina Böhm
Am 30. Mai verstarb 87-jährig nach einem erfüllten Familien- und Malerleben in Hildesheim Katharina Böhm, geborene Schneider. Die Künstlerin mit siebenbürgischen Wurzeln hinterlässt ein Werk, dessen unverkennbar eigene Handschrift ihr über die Jahrzehnte hinweg in der niedersächsischen wie auch in der siebenbürgischen Heimat einen Platz im Bewusstsein der Kunstinteressierten und –freunde gesichert hat. mehr...
Geboren im kaiserlich-königlichen Hermannstadt: Herta Henning wird 100
Landauf, landab macht ein schwedischer Bestseller auch als Film Furore: Die Geschichte von dem Hundertjährigen, der durch das Fenster eines Altenheims türmt, um selbstbestimmt zu leben; ein Mensch, der unverschuldet in alle politischen Schlamassel der letzten hundert Jahre hineingeraten war, auf skurrile Weise ins Zeitgeschehen verwickelt wurde. Der Erfolg des Romans beruht darauf, dass die magische Formel „100 Jahre alt“ jeden fasziniert, bei jedem den Gedanken auslöst, einem Zeitzeugen zu begegnen. Bewegend ist es, wenn wir persönlich jemanden kennen, der dieses Alter erreicht. Frau Herta Henning aus Neu-Isenburg wird im Mai 2014 hundert Jahre alt. Sie würde ihr Leben nicht als „spektakulär“ bezeichnen. Und doch ist nicht zu leugnen, dass die großen historischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts auch für ihren Lebensweg die Weichen stellten. mehr...









