Ergebnisse zum Suchbegriff „Philosophie“
Artikel
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Seiltanz in den dünnen Lüften Europas
Anlässlich des 100. Geburtstages des siebenbürgisch-sächsischen Schriftstellers Hans Bergel (1925-2022) lud das Haus des Deutschen Ostens in München am 4. September zu einer Gedenkveranstaltung ein. Die Initiatorin der Feier, Elke Raschdorf-Bergel, war selbstverständlich anwesend. Als Auftakt wurde eine Sequenz aus dem letzten Interview, das Hans Bergel 2020 anlässlich seiner 95. Geburtstagsfeier dem HDO gegeben hatte, eingespielt. Anschließend wurden in Form eines Dialoges zwischen Dr. Lilia Antipow und Josef Balazs die wichtigsten Aspekte des Bergelschen Œuvres erwähnt. Der Festvortrag „Über den Tanzboden der Literaturen. Hundert Jahre seit der Geburt des ruhelosen Europäers Hans Bergel (1925-2022)“, den Josef Balazs zu diesem Anlass geschrieben hatte und im HDO hielt, wird im Folgenden wiedergegeben. mehr...
Abdankung – Nachruf für Agnetha Lauer aus Reußen
In Reußen besteht – wie in vielen siebenbürgisch-sächsischen Gemeinden – die Tradition, dass ein Redner „abdankt“. Dabei handelt es sich um weit mehr als einen gewöhnlichen Nachruf. Der Redner nimmt hierbei mehrere bedeutsame Rollen ein: Erstens spricht er als Stimme der Hinterbliebenen, indem er sich bei allen bedankt, die ihnen in der schweren Zeit beigestanden haben. Zweitens spricht er als Vertreter der Trauergemeinschaft und spendet den Hinterbliebenen Trost. Drittens spricht er im Namen des Verstorbenen und bittet um Verzeihung für dessen mögliche Versäumnisse und Ungesagtes. Viertens nimmt er mit Worten des persönlichen Gedenkens, der Verbundenheit und der Würde Abschied vom Verstorbenen. Im Folgenden lesen Sie eine Abdankung (Nachruf) für Agnetha Lauer (geborene Hihn), zur Welt gekommen am 4. August 1932 in Reußen, verstorben am 23. Juli 2025 in Seeshaupt am Starnberger See. Vorgetragen wurde die Abdankung von Sonja Agnetha Kusch, geborene Lauer, am 1. August 2025 in der evangelischen Kirche von Seeshaupt. Verfasst hat die Rede Dr. Johann Lauer. mehr...
Übersetzer von Blagas Philosophie: Rainer Schuberts Eingang in die Ewigkeit
Nach kurzem und schweren Leiden ist Univ.-Prof. Dr. Rainer Schubert, Wien, der Übersetzer von Lucian Blagas philosophischen Werken von uns gegangen. Prof. Schubert verschied am 28. Juli nach kurzer, schwerer Krankheit 78-jährig im Wiener Carolusheim. Nach feierlicher Einsegnung im engsten Familienkreis wurde der Verblichene am 8. August auf dem Friedhof Neustift am Walde zur Ruhe gebettet. mehr...
"Erfolgreichste Ausgabe der Kulturwoche Haferland"
Über 8.000 Besucher erfreuten sich an der 13. Ausgabe der Kulturwoche Haferland, die vom 31. Juli bis 3. August unter dem Motto „Traditionen aus der Nachbarschaft“ stattfand. Die Schirmherrschaft hatten der Präsident des Senats Rumäniens, Mircea Abrudean, und Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, übernommen. Höhepunkte waren der Urzelnlauf aus Agnetheln, die Wanderung und das kulturelle Picknick in der Kirchenburg Keisd, der traditionelle sächsische Ball in Deutsch-Kreuz und die Jazzkonzerte. mehr...
Von Landlerbibeln, Lica-Schnitten und kommunizierenden Trinkgefäßen: Der Hermannstädter Kunsthandwerkerin Renate Fleischer ein Lebensbild zum Neunzigsten
Es hat mich einige Überzeugungsarbeit gekostet, Renate zu einem Artikel anlässlich ihres Neunzigsten zu überreden. Dabei hat sie sich in vielfältiger Weise um die sächsische Kultur und Brauchtumspflege verdient gemacht. Als Hermannstädter Urgestein hatte sie noch viele der Originale des alten Hermannstadt selbst gekannt. Für mich auch deshalb spannend, weil wir in der gleichen Straße wohnten, ich noch ein kleiner Junge und sie eine junge Frau, die schon „große Zeiten“ erlebt hatte. mehr...
Preisverleihungen 2025 in Dinkelsbühl: Hannelore Baier Kulturpreisträgerin, Ortrun Rhein erhält Carl-Wolff-Medaille
In hervorragender Weise wissenschaftlich bzw. sozial engagierte, heimatverbundene Frauen wurden am Pfingstsonntag in Dinkelsbühl im Rahmen der diesjährigen Preisverleihungen geehrt: Hannelore Baier mit dem Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreis und Ortrun Rhein mit der Carl-Wolff-Medaille. Dr. Konrad Gündisch formulierte eingangs seiner Laudatio auf Hannelore Baier prägnant: „Offensichtlich unabhängig voneinander haben zwei Preisgerichte entschieden, heute zwei starke Frauen zu ehren, die engagiert, aktiv, empathisch, selbstbewusst und zugleich äußerst zurückhaltend sind. Sie stehen nicht gerne im Mittelpunkt, aber sie packen an, arbeiten in einem Bereich, der Alten- und Hospizpflege, eng zusammen, in anderen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, aber mit einem gemeinsamen Ziel: ihrer Gemeinschaft zu dienen! […] Helfen Sie dem Altenheim des Dr. Carl-Wolff-Vereins in Hermannstadt durch Spenden! Sie unterstützen damit die selbstlose Arbeit der Heimleiterin ebenso wie jene der Vorsitzenden des Trägervereins.“ mehr...
Prägende Gestalt der Gründergeneration: Prof. Walter König zum Hundertsten
Die Väter unserer Gründergeneration werden nach und nach hundert. 2021 Ernst Wagner, 2023 Paul Philippi, in diesem Jahr Walter König, kommendes Jahr Balduin Herter, im Jahr danach Andreas Möckel. Als sie sich in den fünfziger Jahren im Arbeitskreis junger Siebenbürger Sachsen getroffen hatten, waren sie meist in ihren Zwanzigern, sie waren alle auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt und nach ihrer Identität. Nachdem der Zweite Weltkrieg sie herumgewirbelt, jeder Illusion und jeder Gewissheit beraubt hatte, hatten sie immerhin das Glück gehabt, überlebt zu haben und in einer der westlichen Besatzungszonen oder in Österreich gelandet zu sein. mehr...
Gedanken zu den siebenbürgisch-sächsischen Heimatortsgemeinschaften
Was die Kultur eines Gemeinwesens formt, sind die in Raum und Zeit herausgebildeten Lebensumstände, äußere und zwischenmenschliche. Bedingt und geprägt werden sie oft durch Klima, eigentlich durch die gesamte physische Umwelt und vor allem durch einen Fundus an tradiertem (also weitergegebenem) Wissen und an Werten sowie durch die gemeinsamen Grundüberzeugungen dieser Menschengruppe. Die zwei wichtigsten Marker eines Gemeinwesens sind meiner Meinung nach Sprache und Religion (im weitesten Sinne jenes Verbindende, das zu einem Zusammenhalt der Gemeinschaft durch Sprache, Bräuche und Traditionen führt), ein Zusammenhalt, der sich vor allem in Situationen bestätigen muss, wenn dieses Gemeinwesen existentiell gefährdet ist, z.B. durch klimatische oder politische Ursachen, z.B. durch Umsiedlung. mehr...
Ioan Tomas Inszenierungen in München
Der siebenbürgische Theaterregisseur Ioan C. Toma inszeniert im Mai in den Staatlichen Antikensammlungen in München „Das Gastmahl“ von Platon. Zudem führt der gebürtige Kronstädter Regie in dem Stück „Ballade der Mädchen vergangener Zeit“ Anfang Juni im Spagat Theater in München. mehr...
Sienerths Securitate-Buch ins Rumänische übersetzt
Das Buch „Bespitzelt und bedrängt – verhaftet und verstrickt. Rumäniendeutsche Schriftsteller und Geisteswissenschaftler im Blickfeld der Securitate“ (2022) von Prof. h.c. Dr. Dr. h.c. Stefan Sienerth, das in dieser Zeitung rezensiert wurde (Folge 16 vom 17. Oktober 2022, S. 11) und aus dem Auszüge hier nachgedruckt worden sind (vgl. Folge 11 vom 8. Juli 2024, S. 8-9, Folge 15 vom 23. September 2024, S. 8-9, Folge 18 vom 18. November 2024, S. 12-13, Folge 20 vom 16. Dezember 2024, S. 10), liegt nun auch auf Rumänisch vor. Die Studiensammlung des ehemaligen Hochschullehrers, langjährigen wissenschaftlichen Mitarbeiters und Direktors des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München ist vor Kurzem in der Übertragung der Hermannstädter Germanistin Prof. Dr. Maria Sass, die auch ein Nachwort zur Übersetzung verfasste, im Verlag Cartea Românească Educaţional in Jassy (Iași) erschienen. mehr...








