Ergebnisse zum Suchbegriff „Rumaenische Arbeiter“
Artikel
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Rückkehr ins Ungewisse: Vor 80 Jahren Evakuierung aus Nordsiebenbürgen 1944-1945
Die bei Kriegsende in den sowjetischen Besatzungszonen Deutschlands und Österreichs sowie in der Tschechoslowakei befindlichen Siebenbürger Sachsen wurden im Juni/Juli 1945 auf Befehl der sowjetischen Besatzung nach Siebenbürgen rückgeführt (ca. 6000). Da ihr Besitz samt Häusern enteignet worden war, mussten die meisten außerhalb ihrer Heimatgemeinden Unterkunft suchen. Die arbeitsfähigen Männer und Frauen wurden interniert und zu Zwangsarbeit an verschiedenen Stellen eingesetzt. Repressalien, Verfolgungen und Demütigungen kamen hinzu. Die Anerkennung der rumänischen Staatsbürgerschaft wurde zunächst verweigert. Die einzige Institution, die den Rückgeführten beistand, war die evangelische Kirche. Mittlerweile haben fast alle Sachsen Nordsiebenbürgens im Zuge der Familienzusammenführung und Aussiedlung dieses einst deutsche Gebiet verlassen und leben vorwiegend in Deutschland, zum Teil in Österreich, in Kanada und den USA. mehr...
Deportationsgedenken in Nürnberg: Vorträge, Lesungen, Film und Zeitzeugengespräch im Haus der Heimat
Unter dem Titel „Vor 80 Jahren: Deportation in die Sowjetunion“ trafen sich auf Einladung der HOG Bistritz-Nösen am Samstag, dem 25. Januar, von 10 bis 20 Uhr knapp 80 interessierte Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben im Haus der Heimat in Nürnberg zu einem Gedenksymposium mit mehreren Vorträgen, Lesungen, einer Filmvorführung und einem Zeitzeugengespräch. Informieren, Erinnern als Mahnung und Verpflichtung sowie Gedenken prägten den Tag. „Das war eine informative, ergreifende, eine gelungene, sowie auch recht fesselnde Veranstaltung. Am Ende war mir gar nicht bewusst, dass wir tatsächlich einige Stunden miteinander verbracht haben“, zog spontan eine Teilnehmerin nach zehn Stunden am Abend Bilanz. mehr...
FilmFestival Cottbus mit Rumänien-Schwerpunkt
Das FilmFestival Cottbus (FFC) ist ein international renommiertes Forum für das osteuropäische Kino. Rund 170 Filme werden in diesem Jahr vom 8. bis 13. November in den sechs Spielstätten des Festivals gezeigt. Nach nahezu jeder Vorführung gibt es Gespräche mit Regisseurinnen und Regisseuren, Produzentinnen und Produzenten, Schauspielerinnen und Schauspielern. Viele Filme erleben beim FFC ihre deutsche, internationale oder sogar weltweit erste Aufführung. mehr...
Die Folgen des Zweiten Weltkriegs für Kronstadt - Persönliche Erinnerungen von Christoph Hannak, in drei Teilen: 3. Unter kommunistischer Diktatur
Fortsetzung von Teil 2: Errichtung der „Diktatur des Proletariats“ (1945-1949) - Am 30. Dezember 1947 wurde die Rumänische Volksrepublik ausgerufen. Im folgenden Jahr wurde eine Schulreform nach dem Dekret Nr. 176 vom 2. August 1948 durchgeführt. Man unterrichtete nun Jungen und Mädchen gemeinsam, die Volksschule – nun Grundschule genannt – wurde von vier auf sieben Klassen verlängert, Unterstufe und Oberstufe des Gymnasiums wurden abgeschafft und stattdessen ein Lyzeum mit anfangs drei, dann vier und zuletzt fünf Klassen eingeführt, das man mit dem Abitur (Maturitätsprüfung, „Matura“) beendete, statt des kleinen und großen Bakkalaureats von früher. mehr...
Der Super-Optimierer: Nachruf auf den Agrarwissenschaftler Dr. Heinz Werner Bredt
Spätestens nach Veröffentlichung ganzseitiger Zeitungsartikel im "Neuen Weg" und der "Karpatenrundschau" hatte er einen schmeichelhaften Spitznamen, den jeder weit und breit benutzen sollte, wenn von ihm die Rede war: der Kartoffeldoktor. Dr. Heinz Werner Bredt. Geboren am 23. Mai 1932 im siebenbürgischen Marienburg als zweites von vier Kindern von Hans und Hilda Bredt. Das Agrarier-Gen hat er wohl von seinem Vater geerbt, der als Ackerbauschuldirektor die Leidenschaft für die Landwirtschaft an seinen Sohn weitergab. mehr...
Durchdrungen von dem Gefühl der Zusammengehörigkeit“: Zum 150-jährigen Bestehen des Vereins der Siebenbürger Sachsen in der Steiermark
Der Verein der Siebenbürger Sachsen in der Steiermark begeht heuer gemeinsam mit dem Wiener Verein sein 150-jähriges Gründungsjubiläum. Wenn ein Zusammenschluss von Personen 150 Jahre überdauert, so kann man durchaus von einer Sensation sprechen. Und diese Sensation wird umso größer, je genauer man sich die Geschichte dieses Vereins ansieht.
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Ich will nicht hassen, nur wissen: Eine Siebenbürger Sächsin auf Spurensuche der Russlanddeportation ihrer Mutter
Ich, Wiltrud Wagner, war sechs Monate in Russland und bin danach, am 1. Dezember 1946, in Dessau zur Welt gekommen. Es sind bereits 75 Jahre seit der Deportation vergangen, als die ersten Siebenbürger Sachsen am 15. Januar 1945 anhand der Listen von zu Hause abgeholt wurden, um dann in Sammelorten zu warten. Jeder durfte nur ein Gepäckstück mit Nahrungsmitteln für mehrere Tage und warme Kleidung mitnehmen. Wer Agnetheln, ein kleines Städtchen im Harbachtal, kennt, weiß, dass hier seit November 1898 bis 1969 die Kleinspurbahn mitten durch den Ort fuhr, sowohl Personen als auch Waren transportierte. Meine Mutter, Ilse Hager, deren Haus gleich am Bahnhof war, die einen Sohn mit sechs und eine Tochter mit vier Jahren hatte, musste sofort hier mit ihrem Mann in den Zug steigen. In ihrem Rucksack auch ein Läusekamm, der ihnen und anderen später sehr nützlich wurde. Auf dem Marktplatz standen schon viele Leute, um sich von ihren Lieben zu verabschieden, die aus der Turnhalle kamen und sofort einsteigen mussten. Meine Mutter rief noch schnell aus dem Zugfenster: „Bitte geht zu uns ins Haus auf dem Bahnhof. Die Kinder sind dort ganz alleine.“
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Hans Blahm mit einem Auszug aus seinem Erstlingswerk in der Reihe „Lebendige Worte“ (XIV)
Geboren 1938 in Seiden/Siebenbürgen im Kokeltal. Kurz vor ihrer Deportation und meiner Einschulung brachte mir unsere Mutter das Lesen und Schreiben bei, sprachlich dann durch die harte Schule von Frau Breckner am Stephan-Ludwig-Roth-Gymnasium in Mediasch gegangen, Kunststudium relegiert, dann Studienabschluss in Maschinenbau. 1970 Heirat und Übersiedelung in die DDR. Nach Eberswalde, ins siebenbürgisch-sächsische Niemandsland. mehr...
Corona-Krise in Rumänien verschärft sich
Bukarest – Rumänien verzeichnete Mitte Oktober rund viertausend Neuinfizierte pro Tag. Wie die Wiener Zeitung meldet, infizierten sich seit Ausbruch der Pandemie 137.491 Personen mit dem Corona-Virus, 108.526 sind genesen, 5.048 starben an den Folgen der Infektion (Stand: 5. Oktober 2020). Der Krisenstab der rumänischen Regierung verschärfte nun die Maßnahmen zur Einschränkung der Infektionen, indem Ortschaften mit Infektionsclustern abgeriegelt sowie Restaurants, Cafés und Kinos in Ortschaften mit hohen Fallzahlen geschlossen werden. mehr...
Corona-Ausbruch in Tönnies-Konzern: Wie winklerswurst in Rheda-Wiedenbrück die Krise bewältigt
Als größter Anbieter siebenbürgischer und rumänischer Wurstspezialitäten in Deutschland ist winklerswurst seit 2008 im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück ansässig. Die im Kreis Gütersloh gelegene 48 000-Einwohner-Stadt hat durch den Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies mit über 1500 infizierten Mitarbeitern unrühmliche Bekanntheit erlangt. Wie stark betrifft das Infektionsgeschehen mittel- oder unmittelbar den 45 feste Mitarbeiter zählenden Kleinbetrieb von Klaus Winkler? - Praktisch kaum, sagt Geschäftsführerin Teresa Winkler. Die 48-jährige Betriebswirtin und Ehefrau des gebürtigen Mediaschers Klaus Winkler ist Geschäftsführerin von winklerswurst. Die behördlicherseits verfügten Anordnungen, insbesondere die Schul- und Kita-Schließungen, beeinträchtigen jedoch die Betriebsorganisation. Zudem registriert Teresa Winkler in ihrem Wohnort Rheda-Wiedenbrück den in Protestaktionen bekundeten Zorn der Bürger, der sich vornehmlich gegen den Konzern Tönnies richtet. Neben den Herausforderungen der Corona-Krisenzeit muss der Betrieb nun zusätzlich mit den Auswirkungen der aktuellen Masseninfektion vor Ort umgehen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat am 23. Juni einen Lockdown für den Kreis Gütersloh verfügt. Hinzu kommt die grundsätzliche Debatte über die in Verruf geratene Schlachtbranche. Die Bundesregierung dringt auf ein weitgehendes Verbot von Werkverträgen. Sehr begrüßen würde das auch Theresa Winkler, die sich im nachfolgenden Interview mit Christian Schoger für noch weitergehende Reformen ausspricht. mehr...







