24. Oktober 2020

Corona-Krise in Rumänien verschärft sich

Bukarest – Rumänien verzeichnete Mitte Oktober rund viertausend Neuinfizierte pro Tag. Wie die Wiener Zeitung meldet, infizierten sich seit Ausbruch der Pandemie 137.491 Personen mit dem Corona-Virus, 108.526 sind genesen, 5.048 starben an den Folgen der Infektion (Stand: 5. Oktober 2020). Der Krisenstab der rumänischen Regierung verschärfte nun die Maßnahmen zur Einschränkung der Infektionen, indem Ortschaften mit Infektionsclustern abgeriegelt sowie Restaurants, Cafés und Kinos in Ortschaften mit hohen Fallzahlen geschlossen werden.
Kronstadt gehört zu den Risikogebieten in ...
Kronstadt gehört zu den Risikogebieten in Rumänien. Foto: Peter Simon
Um eine Explosion der Infektionsfälle zu vermeiden, forderte Staatspräsident Klaus Johannis die Bürger zu einem „vernünftigen Verhalten“ sowie „kleinen Opfern“ wie Nasen-Mundschutz, Mindestabstand zwischen Personen, häufigem Händewaschen, Homeoffice usw. auf.

Verschärft wurden ab 7. Oktober auch die Maßnahmen für Einreisende aus 49 Ländern, die hohe Infektionszahlen aufweisen, meldet die Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien. Wie der rumänische Gesundheitsminister Nelu Tătaru mitteilte, können Personen aus Risikogebieten nach Rumänien einreisen, wenn sie sich lediglich drei Tage im Land aufhalten und einen negativen Covid-19-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Wer länger im Land bleiben will, muss sich in 14-tägige Quarantäne begeben und kann ab dem achten Tag einen PCR-Test anfordern. Bei Erhalt eines negativen Ergebnisses darf die Isolation am zehnten Tag verlassen werden.

Betroffen von den Einschränkungen sind Reisende aus Österreich, Spanien, Frankreich, Belgien, Großbritannien u.a. Von der 14-tägigen Quarantäne ausgenommen sind heimkehrende rumänische Arbeiter aus dem Pflegebereich, Diplomaten, Luftverkehrspersonal, Seeleute und Soldaten. Allein in Österreich stammt etwa die Hälfte des Pflegepersonals, das für die 24-Stunden-Betreuung sorgt, aus Rumänien.

Victoria Knight

Schlagwörter: Rumänien, Corona, Politik, Reisen

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