Ergebnisse zum Suchbegriff „Saechsisch Lernen“

Artikel

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6. Juni 2026

Verschiedenes

Regionalbischof Johann Schneider predigt über Pfingstwunder, Sprache und Versöhnung

Der Pfingstsonntag des Heimattages der Siebenbürger Sachsen begann traditionell mit dem Gottesdienst in der St. Paulskirche in Dinkelsbühl. Seiner Predigt am 24. Mai 2026 legte Dr. Dr. h. c. Johann Schneider, Regionalbischof des Bischofssprengels Magdeburg, die Apostelgeschichte 2 über das Pfingstwunder zugrunde, die er ebenso wie das abschließende Vaterunser in Siebenbürgisch-Sächsisch vortrug. Männer und Frauen seien erstmals zu Pfingsten in Jerusalem, wie von einem Gewitter getroffen, vom Heiligen Geist erfüllt worden und hätten angefangen, in fremden Sprachen zu reden. Das sei die Geburt der Mehrsprachigkeit, die in Siebenbürgen zur Regel werden sollte. Schneider betonte den Wert der Muttersprache, des Siebenbürgisch-Sächsischen, das bis 1848 und vielerorts bis nach 1900 im Gottesdienst gesprochen wurde. „Was wir dringend brauchen, ist eine Grundgrammatik und ein Lehrbuch des Siebenbürgisch-Sächsischen, damit unsere Kinder und Kindeskinder unsere schöne Sprache lernen können.“ Die Heimat in Dinkelsbühl sei ein wertvoller Ort des Zusammenkommens und verbinde Generationen, sagte Schneider. Die Predigt wir im Folgenden ungekürzt wiedergegeben. mehr...

2. Juni 2026

Kulturspiegel

Preisverleihungen 2026 in Dinkelsbühl: Exzellentes Engagement in Wissenschaft, für Senioren, Kinder und Jugendliche

„Sonnenblumen“ am Pfingstsonntag in der St. Paulskirche; zusätzlich zur Komposition Kurt Martin Scheiners hörte die Festgemeinde „Ein kleines Lied“ von Rudolf Lassel und „Sara pe deal“ von Vasile Popovici – mit diesen musikalischen Gaben verzauberte die Siebenbürgische Kantorei unter Leitung von Andrea Kulin die diesjährigen Preisverleihungen in Dinkelsbühl. Geehrt wurden in diesem festlichen Rahmen der diesjährigen Preisverleihungen für herausragende wissenschaftliche bzw. soziale, gemeinschaftsfördernde Leistungen: Prof. Dr. Hannah Monyer mit dem Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreis, Klaus Waber mit der Carl-Wolff-Medaille und Astrid Göddert mit dem Siebenbürgisch-Sächsischen Jugendpreis. mehr...

27. Mai 2026

Verbandspolitik

Bundesvorsitzender Rainer Lehni: „Das kulturelle Erbe mit neuem Leben erfüllen“

Unter dem Motto „Generationen verbinden – Perspektiven schaffen“ feierten Tausende Siebenbürger Sachsen ihren 76. Heimattag vom 22. bis 25. Mai in Dinkelsbühl. Bei herrlichem Pfingstwetter nahmen über 3.200 Trachtenträger in 116 Trachtengruppen und Blaskapellen am Festumzug durch die mittelalterliche Altstadt teil – der eineinhalb Stunden dauerte, so lange wie noch nie. Den Siebenbürger Sachsen sei es gelungen, nicht nur Erinnerung zu bewahren, sondern auch Gemeinschaft, Strukturen und Vereine fernab der alten Heimat aufzubauen, freute sich der Bundesvorsitzende in seine Festrede am 24. Mai vor der Schranne. Generationen zu verbinden, bedeute, unsere Sprache, Kultur, Werte und Geschichte an die jungen Leute weiterzugeben und das kulturelle Leben mit neuem Leben zu erfüllen. Die Siebenbürgisch-Sächsische Jugend in Deutschland (SJD) und das Sozialwerk der Siebenbürger Sachsen, die ihr 40-jähriges Bestehen feierten, begeisterten als Mitausrichter die Besucher des Heimattages mit einem vielseitigen und niveauvollen Programm. Bundesvorsitzender Rainer Lehni richtete die Bitte an die Politik – prominentester Ehrengast und Festredner war Bundesinnenminister Alexander Dobrindt –, die Ungerechtigkeit bei der Kürzung der Fremdrenten zu lösen und die Kultureinrichtungen auf Schloss Horneck finanziell zu unterstützen. Die Festrede des Bundesvorsitzenden wird im Folgenden ungekürzt wiedergegeben. mehr...

19. Februar 2026

Kulturspiegel

Neue Kinderecke auf Siebenbuerger.de: Sachsesch fir de Klenen uch Klensten

„Das ist doch ein Kinderspiel!“ heißt es, wenn eine Aufgabe sehr einfach und ohne Anstrengung zu bewältigen ist. Und ist es nicht tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes wundervoll, wie schnell und mühelos Kinder Neues lernen? Um aber beispielsweise Sprachen einfach so „aufzusaugen“, müssen Kinder regelmäßig davon umgeben sein. Dies ist im Fall der siebenbürgisch-sächsischen Mundarten im 21. Jahrhundert immer seltener gegeben, weshalb der Verband der Siebenbürger Sachsen in seiner neuen Kinderecke auf www.siebenbuerger.de Angebote speziell für Kinder macht. mehr...

8. Februar 2026

Sachsesch Wält

Die „Eifeler Regel“

Freundlich werde ich im Internet mit „Geaden Morjen“ begrüßt. Das ist sehr schön, aber noch schöner wäre gewesen, wenn dort „Geade Morjen“ gestanden hätte. Dabei hat sich der Schreiber, es war tatsächlich ein Er, doch gerade um korrektes Schreiben des Sächsischen bemüht. (Wenn ich aus schreibökonomischen Gründen im Folgenden einfach „sächsisch“ schreibe, dann ist damit immer „siebenbürgisch-sächsisch“ gemeint.) mehr...

30. November 2025

Interviews und Porträts

Amtsantritt als Bundesvorsitzende in Kanada: Rebecca Horeth im Gespräch

Rebecca Horeth ist seit dem 1. November neue Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Kanada. 28 Jahre lang stand John Werner an der Spitze der Landsmannschaft; entsprechend groß sind die Fußstapfen, die er hinterlässt. Der Führungswechsel ist auch ein Generationswechsel. Wie John Werner (73), „ein starkes Vorbild“ für die Anfang Dreißigjährige, ist auch Horeth in Kanada geboren, in Ontario. Ihre Großeltern stammten aus Burghalle und Großschogen in Nordsiebenbürgen. Berufstätig als Buchhalterin, engagiert sich Rebecca Horeth seit einem Jahrzehnt in der Landsmannschaft: als Kulturreferentin (2015-19), Sekretärin (2019-22) und 1. stellvertretende Vorsitzende (2022-25). Wie Horeth im nachfolgenden Gespräch mit Christian Schoger betont, ist es ihr als Bundesvorsitzender besonders wichtig, „dass ich alle Siebenbürger Sachsen in Kanada und alle Mitglieder unserer siebenbürgischen Gemeinschaft hier vertrete, unabhängig von Alter, Wohnort, Interesse an Traditionen oder ­Engagement im Kulturbereich.“ mehr...

30. September 2025

Rumänien und Siebenbürgen

Vom Flugpionier zum Wunderkreis/35. Sachsentreffen in Zeiden

Freiheit ist nicht selbstverständlich. Freiheit will aktiv verteidigt werden. Niemand weiß dies besser als die Menschen in Rumänien, die noch den Eisernen Vorhang erlebten. Oder die ausgewanderten Siebenbürger Sachsen, die dem Kommunismus entflohen und selbst nach der Wende noch in Massen emigriert, aus Angst, die geöffnete Tür könne vielleicht auch wieder zugehen. Freiheit lockt, lässt Risiken eingehen – nicht nur im politischen Bereich. Den siebenbürgischen Bauernsohn Albert Ziegler, 1888 in Zeiden (rumänisch Codlea) geboren, der schon als Kind vom Fliegen träumte, verlockte die Freiheit über den Wolken. Er wurde Siebenbürgens erster Flugzeugbauer und Flugpionier. 1913 kreiste er mit seinem Eindecker auch über Zeiden. 112 Jahre später wird dort zum 35. Sachsentreffen, das unter dem Motto „Freiheit macht den Unterschied“ steht, eine Gedenkplatte an seinem Geburtshaus in der Langgasse (Strada Lungă) 133 enthüllt… Die Sachsen vergessen ihre Helden nicht. mehr...

15. August 2025

Kulturspiegel

Hegt wird gesangen!: Interview mit Brita Falch Leutert über die Mundartlieder Grete Lienert-Zultners

Die beliebte und unvergessene Grete Lienert-Zultner (1906-1989) hat mit ihren einfühlsamen Gedichten, durchdrungen von Wärme, Tiefe und einem reinen Glauben an Gott, all jene Gefühle und Gedanken in Worte gefasst, die unsere Landsleute in den vergangenen hundert Jahren bewegt und geprägt haben. (Über die Autorin wurde im Rahmen der Rubrik „Hegt wird gesangen!“ bereits mehrfach berichtet: Folge 4/2024, S. 8; Folge 13/2024, S. 6; Folge 15/2024, S. 12; Folge 6/2025, S. 6.) Auf Hochdeutsch und in Mundart erzählen ihre Gedichte von Liebe, Alltagsfreuden, Naturbeobachtungen – verwoben mit den feinen Regungen der Seele – Muttergedanken, Krieg und Deportation, Erinnerungen an Heimat und Heimatorte sowie Besinnliches und Heiteres zu Feiertagen und Bräuchen im Jahreskreis. Etliche Lieder dringen tief in die Seele ein, so sehr, dass sich oftmals der innige Wunsch erhebt, diese Worte auswendig zu lernen, um sie stets im Herzen zu bewahren und als Trostlied zu singen. mehr...

9. April 2025

Kulturspiegel

Motivation und Anlass, Sächsisch zu sprechen: Erfahrungsaustausch junger Menschen und Mundartlesung in Neuburg an der Donau

Ihr seid willkommen, wenn ihr Sächsisch sprecht! Das ist der Tenor eines interessanten Gesprächs zwischen jungen Menschen aus unserer Gemeinschaft. Sie waren eingeladen, beim Mundartseminar in Neuburg an der Donau über ihre Erfahrungen und Beziehung zur Mundart zu sprechen. Die zwölf zumeist älteren Mundartautor/innen hörten zu, bevor sie auch mitredeten. Siehe da: Die jungen Sächsisch Sprechenden haben nur positive Erfahrungen gemacht, wenn sie ihren Dialekt verwendet haben. Heutzutage wird das Sprechen einer weiteren Sprache als Bereicherung wahrgenommen, sowohl in der Hirnforschung (das Erlernen einer neuen Sprache erleichtert das Erlernen weiterer Sprachen) als auch im Alltag, wo man auf viele Einheimische und Zugewanderte trifft, für die es „weitgehend normal ist“, mehrere Muttersprachen zu sprechen. Sehr erfreulich, dass über unseren Dialekt immer wieder positive Erfahrungen mit Siebenbürgen als Gegend verbunden werden! Sowohl von den Sprechenden als auch von Fremden. mehr...

1. Oktober 2024

Österreich

Heimattag in Wels erinnert an Flucht und Evakuierung 1944 - ein Bekenntnis zur Gemeinschaft, ein Fest der Begegnung

Landsleute aus allen Teilen der Alpenrepublik, auch aus Deutschland, Siebenbürgen, der Schweiz, versammelten sich vom 20. bis 22. September im oberösterreichischen Wels, um gemeinsam den 14. Heimattag des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Österreich zu begehen. Der vorangegangene 13. Heimattag lag immerhin bereits zwölf Jahre zurück. Das dreitägige Fest der Begegnung stand unter dem Motto „80 Jahre Siebenbürger Sachsen in Österreich“ im Zeichen des Erinnerns an Flucht und Evakuierung 1944. Wie wohltuend wirkte sich das konstant vorherrschende Kaiserwetter auf das kollektive Stimmungsbarometer aus, umso mehr als das Großereignis in Wels in bewegter Zeit stattfand: zwischen einem verheerenden Hochwasser, das Mitte September vor allem Niederösterreich schwer getroffen hatte, und der Nationalratswahl in Österreich am 29. September. mehr...