Ergebnisse zum Suchbegriff „Winter Gekommen“

Artikel

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11. Januar 2026

Kulturspiegel

Neue Sachlichkeit aus dem Gulag: Zu einem Bildnis des Sängers und Theatermannes Ernst Herberth Groh aus der Zeit seiner Deportation

Erst vor wenigen Monaten wurde die Neue Sachlichkeit, die dominierende Stilrichtung der 1920er Jahre, mit einer großen Ausstellung der Kunsthalle Mannheim gefeiert – genau dort, wo 1925 alles mit einer von Gustav F. Hartlaub kuratierten Gemäldeschau begonnen hatte (den Begriff hatte er gleich miterfunden). Hier soll es um ein Porträt gehen, das zwei Jahrzehnte später entstand, aber dennoch etwas von der Magie verströmt, die von den damals gemalten Bildern ausging (weshalb Kunsthistoriker auch von Magischem Realismus sprechen). Was insofern überraschend ist, als es in der Russland-Deportation und mithin unter prekärsten Bedingungen entstanden ist. mehr...

2. Januar 2026

Verschiedenes

Das olympische Feuer durch Großau getragen: Nachruf auf den Hochschullehrer und Handballtrainer Karl Martini

Er sei ein Handball-Verrückter. Das hat Karl Martini immer wieder von sich gesagt. In seinem Leben hat sich fast alles um den Handball gedreht. Es war ein Leben für den Sport. Als Spieler ist er mit Fogarasch Meister auf dem Großfeld geworden, als Trainer hat er den Landespokal der Sportschulen und einen Jugendmeistertitel gewonnen. Und als Hochschullehrer ist er immer wieder in die Niederungen des Handballs hinabgestiegen. Am 25. Dezember ist Karl Martini in München-Allach nahe seiner Wahlheimat Karlsfeld im Alter von 92 Jahren gestorben.
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5. Oktober 2025

Verschiedenes

Aller guten Dinge sind ….? Zweiter Versuch, den Broad Peak (8047 m) zu besteigen

Nach der gescheiterten Expedition auf einen Berg über 8.000 Meter im Jahr 2024 (siehe SbZ Online vom 12. Februar 2025) verschwendet Klaus Petzak in den darauffolgenden Monaten keine Gedanken mehr daran. Er ist nur noch froh, dass er den Mut hatte, die Besteigung abzubrechen. Im Folgenden berichtet er über seinen zweiten Versuch, den Broad Peak (8.047 m) zu besteigen. mehr...

24. September 2025

HOG-Nachrichten

Abdankung – Nachruf für Agnetha Lauer aus Reußen

In Reußen besteht – wie in vielen siebenbürgisch-sächsischen Gemeinden – die Tradition, dass ein Redner „abdankt“. Dabei handelt es sich um weit mehr als einen gewöhnlichen Nachruf. Der Redner nimmt hierbei mehrere bedeutsame Rollen ein: Erstens spricht er als Stimme der Hinterbliebenen, indem er sich bei allen bedankt, die ihnen in der schweren Zeit beigestanden haben. Zweitens spricht er als Vertreter der Trauergemeinschaft und spendet den Hinterbliebenen Trost. Drittens spricht er im Namen des Verstorbenen und bittet um Verzeihung für dessen mögliche Versäumnisse und Ungesagtes. Viertens nimmt er mit Worten des persönlichen Gedenkens, der Verbundenheit und der Würde Abschied vom Verstorbenen. Im Folgenden lesen Sie eine Abdankung (Nachruf) für Agnetha Lauer (geborene Hihn), zur Welt gekommen am 4. August 1932 in Reußen, verstorben am 23. Juli 2025 in Seeshaupt am Starnberger See. Vorgetragen wurde die Abdankung von Sonja Agnetha Kusch, geborene Lauer, am 1. August 2025 in der evangelischen Kirche von Sees­haupt. Verfasst hat die Rede Dr. Johann Lauer. mehr...

9. August 2025

Interviews und Porträts

Von Landlerbibeln, Lica-Schnitten und kommunizierenden Trinkgefäßen: Der Hermannstädter Kunsthandwerkerin Renate Fleischer ein Lebensbild zum Neunzigsten

Es hat mich einige Überzeugungsarbeit gekostet, Renate zu einem Artikel anlässlich ihres Neunzigsten zu überreden. Dabei hat sie sich in vielfältiger Weise um die sächsische Kultur und Brauchtumspflege verdient gemacht. Als Hermannstädter Urgestein hatte sie noch viele der Originale des alten Hermannstadt selbst gekannt. Für mich auch deshalb spannend, weil wir in der gleichen Straße wohnten, ich noch ein kleiner Junge und sie eine junge Frau, die schon „große Zeiten“ erlebt hatte. mehr...

12. Juni 2025

Verschiedenes

Vor 80 Jahren Evakuierung aus Nordsiebenbürgen: Zwischenfazit von Thomas Frühm

Dr. Thomas Frühm (1884-1961) stammt aus Jaad und war der 102. und gleichzeitig letzte siebenbürgisch-sächsische Direktor des evangelischen Bistritzer Gymnasiums. Er war Sohn des Jaader Notars Thomas Frühm, studierte Theologie und Philologie in Leipzig, Heidelberg, Klausenburg, Bonn und habilitierte zum Dr. phil. in Tübingen. Seine Dissertation: „Vergleichende Flexionslehre der Jaader und Moselfränkischen Mundart“, 1907. mehr...

8. März 2025

HOG-Nachrichten

Charakterstark und selbstbestimmt: Elisabeth Richter aus Zendersch mit 103 gestorben

Im Juni 2024 vollendete Elisabeth Richter, geborene Prudner, ihr bemerkenswertes 103. Lebensjahr. Mit ihrem Tod am 9. Dezember 2024 verlieren wir die älteste Zenderscherin und eine Frau von außergewöhnlicher Stärke, beeindruckendem Durchhaltevermögen und einem unermüdlichen Lebenswillen. Ihre Geschichte ist zugleich Zeitgeschichte und ein Zeugnis für den unbeugsamen Lebensmut und die mehrfachen Neuanfänge, die viele Siebenbürger Sachsen verbinden. mehr...

30. Oktober 2024

Kulturspiegel

„Die Lerche hängt an den Wolkenbändern“: Gedanken zum Gedichtband von Volker Bergel

Im schmalen Buch, das ich in den Händen halte, gibt es so viele ausdrucksstarke, bewegende, greifbare Sprachbilder, dass sie sich fast aus dem Papier lösen und davonfliegen. Der Zugang zum Wort ist unverstellt, der Rhythmus klar, die Sprache atmet Freiheit: „Manchmal fallen Blumen/ von den Bäumen/ und manchmal fallen Sterne/ vom Dach/ und manchmal fallen/ leuchtende Augen/ vom Himmel/ Ich weiß nicht/ was ich mit den Blumen/ den Sternen den Augen/ beginnen soll/ die alle darauf warten/ dass ich mit ihnen/ einen Reigen tanze“ (S. 16). mehr...

11. Oktober 2024

Kulturspiegel

Vor 80 Jahren: Evakuierung aus Nordsiebenbürgen 1945-1945: Vorahnung führt zu Planung

Im Gegensatz zur Führung der Deutschen Volksgruppe in Rumänien unter Andreas Schmidt hatte sich die Gebietsleitung der Volksgruppe in Nordsiebenbürgen schon im Frühjahr 1944 mit Evakuierungsplänen befasst (Robert Gassner, Dr. Carl Molitoris). Bereits im Herbst 1943 hatten die Trecks, der vor der Roten Armee geflüchteten Schwarzmeer- und Krim-Deutschen Nordsiebenbürgen passiert, im April 1944 waren ihnen 63000 Transnistrien-Deutsche gefolgt. In der Betreuung dieser Flüchtlinge sammelte die Volksgruppe Erfahrungen. Am 23. April 1944 beruft Robert Gassner einen kleinen Kreis von Vertrauten nach Bistritz ein. Die streng geheime Zusammenkunft bringt konkrete Ergebnisse. „Treckeinteilung, Ausstattung der Wagen, Ladegut, zu befahrende Wegstrecken, Rastplätze, Sanitätsstationen, alles wurde festgelegt“, schreibt Gassner später. mehr...

24. September 2024

Kulturspiegel

Geheimdienstlich äußerst intensiv ins Visier genommen/Der Dichter und Übersetzer Wolf von Aichelburg

Bereits in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg ist Wolf von Aichelburg (1912–1994), an dessen dreißigsten Todestag am 24. August 1994 diese Zeilen erinnern möchten, mit Gedichten und Essays öffentlich in Erscheinung getreten. Wegen der langen Haft- und Deportationszeiten – aufgrund seines rund zwölfjährigen Freiheitsentzugs dürfte er derjenige siebenbürgisch-deutsche Schriftsteller sein, der am längsten unter den Zwängen der kommunistischen Diktatur in Rumänien gelitten hat – konnte er bis Ende der 1960er Jahre kaum etwas veröffentlichen, obwohl er auch unter prekären Umständen immer wieder geschrieben und übersetzt hatte. Sein erstes Buch, der 1958 bereits ausgedruckte Band mit Erzählungen „Die Ratten von Hameln“, wurde 1959, während sich Aichelburg in Kronstadt in Untersuchungshaft befand, eingezogen und aus Buchhandlungen und öffentlichen Bibliotheken entfernt. Doch Ende der 1960er und in den 1970er Jahren – nun in relativer Freiheit lebend und von den Lockerungen der Zensur profitierend – erschienen in zwangsloser und rascher Folge gleich mehrere der eigenständigen Schriften und Übersetzungen des Autors, was dazu führte, dass er in kürzester Zeit zu den anerkanntesten und beliebtesten Schriftstellern der damals noch recht lebendigen rumäniendeutschen Literatur avancierte. mehr...