11. Mai 2011

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Bodo Löttgen neuer Beauftragter der CDU für Vertriebene und Spätaussiedler

Bodo Löttgen ist neuer Beauftragter der CDU im nordrhein-westfälischen Landtag für Vertriebene und Spätaussiedler. Der 52-jährige CDU-Landtagsabgeordnete folgt Horst Westkämper nach. Beim diesjährigen Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl wird Löttgen im Rahmen der Eröffnung am Pfingstsamstag eine Ansprache halten.
Wer sich einmal in Nümbrecht niedergelassen hat, „geht ungern von seinem Kotten weg“, sagt Bodo Löttgen. Sein beruflicher Lebensweg hat den 52-Jährigen schon so ziemlich an jeden Ort der Welt geführt, doch immer wieder kehrt er gerne in sein Zuhause im Oberbergischen zurück. „Hier ist mein Rückzugsraum“, betont Löttgen: „Wir haben hier eine gut funktionierende Gemeinschaft. Dadurch kann ich einfach gut abschalten.“ Als typisch „oberbergisch“ bezeichnet er seine Kontaktfreude, seine Beharrlichkeit und seine Prinzipientreue. „Die Menschen hier wollen überzeugt werden, das verlangt Standfestigkeit, Beharrlichkeit und Geduld.“

Bodo Löttgen ...Bodo Löttgen„Ich bin politisch stark vorbelastet“, antwortet der Nümbrechter auf die Frage, wie er in die Politik gekommen ist. Schon sein Großvater und sein Vater waren für die CDU im Gemeinderat. Am 8. Juni 2005 wählten ihn die Oberberger zum ersten Mal direkt in den Landtag. Nach seiner Wiederwahl im Mai 2010 wählten ihn die 67 christdemokratischen Abgeordneten im nordrhein-westfälischen Landtag zum Beauftragen für Heimatvertriebene und Spätaussiedler der Fraktion. Er tritt damit die Nachfolge des Solinger Abgeordneten Horst Westkämper an, der von 2005 bis 2010 diese Aufgabe wahrgenommen hat. Seine Affinität für die Vertriebenen- und Spätaussiedlerpolitik kommt nicht zuletzt durch die engen Kontakte, die er zum Nachbardorf Drabenderhöhe, der größten siebenbürgisch-sächsischen Siedlung in Deutschland, von Kindesbeinen auf pflegt: „Viele meiner Wegbegleiter sind Siebenbürger Sachsen. Das ist für mich einer der Gründe, warum ich schon zweimal zum Heimattag nach Dinkelsbühl gefahren bin – und dieses Jahr komme ich selbstverständlich auch.“ Drabenderhöhe liegt in seinem Wahlkreis, den er in Düsseldorf vertritt.

Im Zuge der aktuellen Integrationsdebatte weist Bodo Löttgen gerne darauf hin, dass die Spätaussiedler, einschließlich der vielen Hunderttausend, die in den Jahren nach 1990 in die Bundesrepublik gekommen sind, die mit Abstand am besten integrierten Mitmenschen sind. Seiner Ansicht nach sollte verstärkt über diese Beispiele gelungener Integration gesprochen werden: „Die während des Krieges und unmittelbar danach Vertriebenen haben unser Land nicht nur mit aufgebaut, sondern mit ihrem Fleiß auch nach vorne gebracht! Die im Laufe der letzten 60 Jahren zu uns gekommenen Spätaussiedler haben unsere Gesellschaft um einen beinahe in Vergessenheit geratenen Zweig deutscher Kultur und Geschichte bereichert. Sie haben unsere Gesellschaft verjüngt und neue Impulse von außen hereingebracht.“

Schlagwörter: Nordrhein-Westfalen, Landtag, Vertriebene und Aussiedler

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