9. Oktober 2003

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Verbandstag bestätigt bewährten Kurs der Landsmannschaft

Der Verbandstag der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Deutschland fand am 3. und 4. Oktober 2003 im Kulturhaus Mannheim-Käfertal statt. Dem Gremium obliegt die letzte Entscheidung in grundsätzlichen Fragen, die die Gesamtheit der in Deutschland ansässigen Siebenbürger Sachsen betreffen. Die Delegierten bestätigten den Bundesvorsitzenden Volker E. Dürr im Amt, als stellvertretende Bundesvorsitzende kamen Doris Hutter und Rainer Lehni neu hinzu. Die zum Teil leidenschaftlich geführte Debatte um Inhalte und Verfahrensfragen zeigte erneut, wie lebendig der Verband ist. Die Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen behält ihren Namen. Eine diesbezügliche Satzungsänderung scheiterte knapp an der nötigen Zweidrittelmehrheit.
Sehr engagiert für die Sache der Vertriebenen und Aussiedler zeigte sich Heribert Rech, Staatssekretär im Innenministerium und Aussiedlerbeauftragter der baden-württembergischen Landesregierung. In seinem Grußwort zur Eröffnung des Verbandstages lobte er die Siebenbürger Sachsen. Sie hätten eine der aktivsten Landsmannschaften. Und: „Sie tun unendlich viel für die kulturelle Bereicherung des Landes.“ Er gratulierte zum Erfolg bei der Sicherung des Siebenbürgischen Museums in Gundelsheim, den die siebenbürgische Seite dank einer „klugen Verhandlungstaktik“ erzielt habe. Baden-Württemberg habe die Standortposition der Siebenbürger Sachsen stets dezidiert vertreten. „Ich werde Sie auf dem eingeschlagenen Weg voll unterstützen“, sicherte Rech den Anwesenden zu. Der CDU-Politiker bestätigte, dass im Bundeshaushalt 2004 eine Förderung von 489 000 Euro für das Siebenbürgische Museum vorgesehen sei. Die Arbeit der Siebenbürger Sachsen von hüben und drüben bezeichnete Rech „als unverzichtbar im Hinblick auf ein vereintes Europa“. Das Patenland Nordrhein-Westfalen hatte erst kürzlich massive Kürzungen für den Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturrat angekündigt. Trotz finanzieller Engpässe, mit denen auch Baden-Württemberg konfrontiert sei, werde das Innenministerium in Stuttgart die Förderung für die kulturellen Einrichtungen in Gundelsheim fortsetzen. Die Mittel werden lediglich um 5 bis 10 Prozent im Jahr zurückgefahren, womit die Siebenbürger Sachsen „genauso gut oder schlecht behandelt werden wie die anderen“, sagte Rech.

Der wieder gewählte Bundesvorsitzende Volker E. Dürr (Mitte) mit seinen Stellvertretern, von links nach rechts: Bernd B. Fabritius, Karin Servatius-Speck, Doris Hutter und Rainer Lehni. Foto: Siegbert Bruss
Der wieder gewählte Bundesvorsitzende Volker E. Dürr (Mitte) mit seinen Stellvertretern, von links nach rechts: Bernd B. Fabritius, Karin Servatius-Speck, Doris Hutter und Rainer Lehni. Foto: Siegbert Bruss

Ein Grußwort von Oberbürgermeister Gerhard Widder überbrachte Dr. Frank Mentrup, Fraktionsvorsitzender der SPD im Gemeinderat Mannheim, am Samstag. Mannheim sei ein Industriezentrum mit 320 000 Einwohnern, eine weltoffene Stadt, in die sich stets neue Zuwanderergruppen integriert hätten. Er forderte die Siebenbürger auf, sich in die Stadtgeschichte Mannheims einzubringen: „Beanspruchen Sie den Teil der Stadtgeschichte, der Ihnen zusteht!“

Der Bundesvorsitzende Volker E. Dürr ging in seiner Grundsatzrede am 3. Oktober auf die aktuellen und künftigen Schwerpunkte der landsmannschaftlichen Arbeit ein. Besonders wichtig sei die finanzielle Sicherung der Jugend- und Kulturarbeit, die Dürr als „tragende Säulen der Verbandsarbeit“ bezeichnete. Der Verband dürfe sich dabei nicht nur mit Satzungs- und Verfahrensfragen, quasi mit sich selbst, beschäftigen, sondern müsse zukunftsfähige Inhalte bieten. Dafür lieferte Dürr selbst zahlreiche Impulse in seiner Ansprache, die gekürzt in der morgigen Ausgabe dieser Zeitung veröffentlicht wird. Der Bundesvorsitzende lobte die sachlichen und informativen Beiträge, die Vorstandsmitglieder im Vorfeld des Verbandstages in der Siebenbürgischen Zeitung veröffentlicht und damit sehr gute inhaltliche Vorlagen für Diskussionen geliefert hätten. Um ihre künftigen Aufgaben umzusetzen, müsse die Landsmannschaft auch andere Organisationen und Einrichtungen für ihre Ziele gewinnen. „Die Suche und Pflege verlässlicher Partner sollten wir fortsetzen; denn nur wenn es uns gelingt, die eigenen Interessen mit denen unserer Partner zu verweben, werden wir dauerhaft Unterstützung erfahren“, betonte Dürr.

Das ehrenamtliche Engagement des Bundesvorsitzenden und vor allem die „Last des Kampfes“, die er zwecks Sicherung des Siebenbürgischen Museums in Gundelsheim getragen hatte, wurde von mehreren Rednern in Mannheim gewürdigt, darunter von Pfarrer i.R. Kurt Franchy, dem Vorsitzenden des Hilfskomitees der Siebenbürger Sachsen und evangelischen Banater Schwaben, Karin Servatius-Speck, stellvertretende Bundesvorsitzende, Bundesfrauenreferentin Anna Janesch u.v.a. Dechant Klaus Daniel, ständiger Vertreter der Heimatkirche im Bundesvorstand, dankte für die aktive Begleitung, die die Kirche in vielfacher Hinsicht durch die Landsmannschaft und andere siebenbürgische Einrichtungen erfahren habe.

Die effektive Führungsarbeit, die Volker Dürr seit 1991 als Bundesvorsitzender der Landsmannschaft leistet, war ausschlaggebend für seine Wiederwahl mit überwältigender Mehrheit am Samstagvormittag. Er erklärte sich bereit, weiter für die Gemeinschaft zu wirken, und forderte die Landsleute zur Mitarbeit auf: „Wir sind nur so stark wie die Basis stark ist.“ Als stellvertretende Bundesvorsitzende wurden Doris Hutter und Rainer Lehni neu gewählt, nachdem Horst Göbbel und Thorsten Schuller, sich nicht mehr zur Wahl als stellvertretende Bundesvorsitzende gestellt hatten. Die Agnethlerin Doris Hutter setzt sich traditionsbewusst und initiativ bereits in vielfacher Weise für ihre Landsleute ein: als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit in der Landesgruppe Bayern, als Mundartautorin, als Leiterin von jugendlichen Theatergruppen, als Geschäftsführerin des „Hauses der Heimat“ in Nürnberg u.a. Der kaufmännische Angestellte Rainer Lehni, 1972 in Zeiden geboren, ist SJD-Bundesjugendleiter, aber auch im Vorstand der Landesgruppe Baden-Württemberg und Kreisgruppe Schorndorf aktiv. Als stellvertretender Bundesvorsitzender will er nun die Kontakte zwischen dem Bundesvorstand und der organisierten Jugend vertiefen, in die Nachwuchsorganisation der Landsmannschaft will er auch mehr Nichtmitglieder mit einbeziehen. Im Amt bestätigt wurden die bereits bewährten stellvertretenden Bundesvorsitzenden Karin Servatius-Speck (seit 1995) und Bernd B. Fabritius (seit 1999).

Kontroverse um Namensänderung

Hohe Wogen hatte tags zuvor die Debatte um eine Namensänderung geschlagen. Seinen Antrag auf Namensänderung passte der scheidende stellvertretende Bundesvorsitzende Horst Göbbel vor dem Plenum des Verbandstages an. Nicht mehr „Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V.“, sondern „Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland“ forderte Göbbel unisono mit der Kreisgruppe Mannheim-Heidelberg. Mit diesem gemeinsamen Antrag wollte man die Stimmen der reformfreudigen Delegierten bündeln und die Hürde der Zweidrittelmehrheit, die für eine Satzungsänderung nötig sind, schaffen. „Geben wir der Zukunft eine Chance!“ rief Horst Göbbel den Anwesenden zu und erhoffte sich „einen neuen psychologischen Impuls“ für den Verband.

Horst Göbbel. Foto: Siegbert Bruss
Horst Göbbel. Foto: Siegbert Bruss


Rechtsanwalt Bernd B. Fabritius, stellvertretender Bundesvorsitzender und Vorsitzender der Landesgruppe Bayern, positionierte sich ebenfalls als Befürworter der Namensänderung. Unsere Landsmannschaft habe sich schon längst verändert, nun müsse auch der Name angepasst werden, forderte Fabritius. Ähnlich argumentierte Robert Sonnleitner, Bundesreferent für Internet und Öffentlichkeitsarbeit: „Wir haben uns schon geändert und geöffnet. Wir sind ein lebendiger Verein. Eine Namensanpassung hat Signalwirkung und damit werden wir nur dem gerecht, was wir heute schon sind.“ Der Name „Landsmannschaft“ sei in der Öffentlichkeit negativ behaftet und verursache Schwierigkeiten im Umgang mit Behörden und Medien, klagten andere Delegierte. Für Richard Wagner (Düsseldorf) ist die geringe Mitgliederzahl der SJD (34) mit ein Grund, den Namen Landsmannschaft abzulegen und sich dem Nachwuchs zu öffnen.

Als vehementer Gegner einer Namensänderung meldete sich Michael Klössler (Waldkraiburg) zu Wort. Der Name Landsmannschaft biete sehr wohl „Identifikationsmöglichkeiten“. Es komme vor allem darauf an, was wir mit dem Namen tun. Manfred Huber (Freiburg im Breisgau) betonte rhetorisch gekonnt: „Wir wollen den Namen beibehalten. Er hat uns nicht gehindert, uns erfolgreich zu integrieren.“ SJD-Bundesjugendleiter Rainer Lehni war ebenso wie Kurt Wellmann (Öhringen) der Meinung, dass eine Namensänderung mit einer inhaltlichen Neuorientierung einher gehen müsse. Eine solche sei für sie nicht erkennbar, und deshalb lehnten sie eine „Namenskosmetik“ ab.

Der Antrag auf eine Namensänderung scheiterte nach 1995 und 1999 nun bereits zum dritten Mal: Von 165 abgegebenen Stimmen waren 104 Delegierte dafür, 58 dagegen und 2 enthielten sich. 110 Stimmen wären nötig gewesen, um eine Satzungsänderung herbeizuführen. Mit versöhnender Ironie prophezeite Dr. Günter von Hochmeister am Samstag: „Wenn sich unsere Internetpräsenz so weiter entwickelt, heißen wir bald nicht mehr Landsmannschaft oder Verband, sondern www.siebenbuerger.de

Anträge und Diskussionen

Mehrere Anträge zielten darauf ab, die Jugend- und Vereinsarbeit durch entsprechende Rahmenbedingungen lebendiger zu gestalten. So verabschiedeten die Delegierten eine Empfehlung an alle Untergliederungen der Landsmannschaft, wonach der Jugend im Rahmen der Möglichkeiten eigenverantwortlicher Spielraum in finanzieller Hinsicht einzuräumen sei. Der Freiraum habe in der Landesgruppe Bayern bereits positive Wirkungen gezeigt, sagte Fabritius.

Auf Antrag der Landesgruppe Baden-Württemberg wurden die Ämter des Schatzmeisters und des Schriftführers in der Satzung verankert, wobei Letzterer vom Bundesvorstand gewählt wird. Der Bundesvorstand wurde beauftragt, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die bis zum nächsten Verbandstag Vorschläge für Satzungsänderungen verfasst und beispielsweise die Begriffsvielfalt der Mitgliedschaften in der Landsmannschaft vereinfacht. Die Siebenbürgisch-Sächsische Stiftung soll künftig zu den Sitzungen des Bundesvorstandes eingeladen werden, wenn Themen von gemeinsamem Interesse erörtert werden.

Zudem wurde in Mannheim eine „Mustersatzung“ verabschiedet, die verbindlich ist für alle unselbstständigen und nichtsrechtsfähigen Untergliederungen (Landesgruppen, Kreisgruppen, Ortsgruppen). Diese Mustersatzung ist vor allem aus steuertechnischen Gründen notwendig geworden. Seit 2002 behandeln die Finanzämter die Untergliederungen der siebenbürgischen Landsmannschaft als selbstständige Einheiten mit entsprechender Steuernummer, wenn sie über einen gewählten Vorstand und eine eigene Kasse verfügen sowie nach außen in eigenem Namen handeln. Die vom Verbandstag verabschiedete Mustersatzung muss nun von den Kreis- und Landesgruppen beim zuständigen Finanzamt vorgelegt werden. Für weitere Fragen steht Bundesgeschäftsführer Erhard Graeff, Telefon: (0 89) 23 66 09-11, zur Verfügung.

Konzentrierte Arbeitsatmosphäre im Kultuhaus Mannheim-Käfertal. Foto: Robert Sonnleitner
Konzentrierte Arbeitsatmosphäre im Kultuhaus Mannheim-Käfertal. Foto: Robert Sonnleitner

In den Aussprachen und Diskussionen brachten die Delegierten bedenkenswerte Anregungen zur Sprache, die auf eine lebendigere und effektivere Vereinsarbeit abzielen. Alfred Mrass, Vorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg, sprach angesichts der sinkenden Mitgliederzahlen die Probleme an der Basis an: „Ein Ruck müsste gehen durch unsere Kreisgruppen!“ Dieter Hann, Vorsitzender der Kreisgruppe Lörrach, ermutigte die Führung der Landsmannschaft, sich nicht nur über die Kultur zu definieren, sondern auch ein stärkeres politisches Profil in der Öffentlichkeit zu zeigen. Die Vorsitzende des Stephan-Ludwig-Roth-Vereins, Annelore Jungmann, ermutigte die Siebenbürgische Zeitung, das Vereinsleben kritischer zu begleiten.

Ehrungen

Geehrt wurden Mitglieder der Landsmannschaft, die sich in der Vergangenheit außergewöhnliche Verdienste um den Verband erworben haben. Mit Ehrenurkunden wurden Dr. Günter von Hochmeister, Richard Löw und Horst Göbbel gewürdigt.
Mit Ehrenurkunden gewürdigt wurden Dr. Günter von Hochmeister (links) und Richard Löw. Foto: Siegbert Bruss
Mit Ehrenurkunden gewürdigt wurden Dr. Günter von Hochmeister (links) und Richard Löw. Foto: Siegbert Bruss

Günter von Hochmeister hat als stellvertretender Bundesvorsitzender und Vorsitzender der Landesgruppe Bayern mit organisatorischem Engagement und Durchsetzungskraft maßgeblich zu den Erfolgen der Landsmannschaft beigetragen. Richard Löw hat als Vorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg und stellvertretender Bundesvorsitzender mit besonderem Gespür für die praktischen Folgen der Verbandsarbeit gewirkt. Horst Göbbel, der sich in Mannheim aus dem Amt des stellvertretenden Bundesvorsitzenden verabschiedete, hat innerhalb des Wirkungsbereiches Bayern, Nürnberg und als Vorsitzender des Verbandes der Siebenbürgisch-Sächsischen Heimatortsgemeinschaften wichtige Impulse geliefert und beachtliche Entwicklungshilfe geleistet, betonte der Bundesvorsitzende. Göbbel bezeichnete die Ehrung als Aufforderung, sich weiterhin für die Landsmannschaft einzusetzen.

Der scheidende Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen/Bremen, Dr. Hans Heider Zsivanovits, wurde mit dem Goldenen Ehrenwappen der Landsmannschaft ausgezeichnet. Für die Kreisgruppe Köln, die kürzlich ihr 50-jähriges Jubiläum beging, nahm deren Vorsitzender Friedrich Ziegler eine Urkunde entgegen. Mit einem besonderen Dank würdigte der Bundesvorsitzende den scheidenden Vorsitzenden des Schlichtungsausschusses, Dr. Heinrich Plattner, der sich in den früheren Jahren auch als Bundesrechtsreferent verdient gemacht hatte.

Den Verbandstag bereichert

Der Verbandstag wurde durch eine Aufführung der Jugendtheatergruppe der Kreisgruppe Mannheim-Heidelberg unter der Leitung von Roswitha Batzoni am Freitagabend bereichert. Die Jugendlichen boten erfrischend und gekonnt einen Auszug aus Doris Hutters Zweiakter „Kathi, schau nach vorn!“ dar. Für den guten Ablauf des Verbandstages dankte der Bundesvorsitzende der Kreisgruppe Mannheim-Heidelberg und der Landesgruppe Baden-Württemberg aufs Herzlichste.


"Kathi, schau nach vorn! " Auszüge aus dem Zweiakter von Doris Hutter wurden von Jugendlichen der Kreisgruppe Mannheim-Heidelberg dargeboten. Foto: Siegbert Bruss

Vor dem Verbandstag hatte der Bundesvorstand am 2. und 3. Oktober ebenfalls in Mannheim getagt. In Anwesenheit des Ehrenvorsitzenden Dr. Wolfgang Bonfert wurde unter der Tagesleitung von Volker Dürr die Delegiertenversammlung vorbereitet. Der Heimattag in Dinkelsbühl weist auch in finanzieller Hinsicht eine positive Bilanz auf. Der Bundesvorsitzende lobte die gute Zusammenarbeit mit den Heimatortsgemeinschaften, den Mitausrichtern des Heimattages, sowie der SJD und dem Hilfskomittee. Die von Bundeskulturreferrent Hans-Werner Schuster vorgelegten Projekte der kulturellen Breitenarbeit 2004 wurden gutgeheißen. Abgestimmt wurde auch über die siebenbürgische Gruppe, die Deutschland im Rahmen des Föderationsaustausches im kommenden Jahr in Übersee vertreten wird: Es ist die Jugendtanzgruppe Heilbronn, begleitet vom Orchester "Amazonas Express".
Der neue Bundesvorstand

Zum Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft wurde mit großer, aussagekräftiger Mehrheit (einstimmig, bei 145 Ja-Simmen) Volker E. Dürr (Wiehl) wieder gewählt. Zu stellvertretenden Bundesvorsitzenden wählte der Verbandstag (in alphabetischer Reihenfolge): Bernd B. Fabritius (München), Doris Hutter (Herzogenaurach), Rainer Lehni (Weinstadt-Großheppach) und Karin Servatius-Speck (Freiburg).

Ex officio gehören dem Bundesvorstand als Mitglieder mit Stimmrecht die derzeitigen Vorsitzenden der Landesgruppen an: für Baden-Württemberg Alfred Mrass (Sachsenheim), für Bayern Bernd B. Fabritius (München), für Berlin Johann Schöpf (Berlin), für Hamburg und Schleswig-Holstein Helmut Beer (Hamburg), für Hessen Wilhelm Folberth (Eppstein), für Niedersachsen und Bremen Volkmar Gerger (Friesoythe), für Nordrhein-Westfalen Harald Janesch (Drabenderhöhe) sowie für Rheinland-Pfalz und das Saarland Rudolf Kartmann (Riegelsberg), desgleichen der Vorsitzende des Hilfskomitees, Kurt Franchy (Drabenderhöhe), und der Kulturratsvorsitzende Dr. Christoph Machat (Köln). Mitglieder ohne Stimmrecht sind die ständigen Vertreter der Heimatkirche (Dechant Klaus Daniel) und des Siebenbürgen-Forums (Daniel Thellmann) im Bundesvorstand.

Neu verankert in der Satzung der Landsmannschaft wurden die Ämter des Bundesschatzmeisters (Peter Pastior) und des Schriftführers, der vom Bundesvorstand zu wählen ist. Zu Bundesfachreferenten mit Stimmrecht im Vorstand wurden berufen: Anna Janesch (Drabenderhöhe) als Bundesreferentin für Frauen, Familie und Aussiedlerbetreuung, Rainer Lehni als Bundesjugendreferent, Peter Pastior (München) als Bundessozialreferent, Dr. Johann Schmidt (Nürnberg) und Ernst Bruckner (München) als Bundesrechtsreferenten, Johann Schuller (Dinkelsbühl) als Bundesreferent für die Organisation des Heimattages sowie Robert Sonnleitner (Neusäß) als Bundesreferent für Öffentlichkeitsarbeit und Internet, Michael Konnerth (Ebersberg/Fils), Bundesreferent für HOG.

Beisitzer des Bundesvorstands sind Hannes Schuster (Hardegsen) und Dr. Günther H. Tontsch (Hamburg).

Nicht im Bundesvorstand angesiedelt sind mehrere Ämter, die ebenfalls in Mannheim besetzt wurden. Rechnungsprüfer: Dietlinde Obermayer, Wolfram Schuster; Stellvertreter: Hans Durlesser, Heinz-Otto Leonhardt.

Mitglieder im Kulturpreisgericht: Dr. Wilhelm Bruckner, Karl Teutsch; Stellvertreter: Karin Servatius-Speck, Dr. Hans Barth.

Schlichtungsausschuss: Vorsitzender: Günter Lani-Wayda; Mitglieder: Herwig Bosch, Otto Deppner, Joachim Fabritius, Dietmar Kräch, Dieter Moyrer, Peter Ongyerth, Konrad Stamm, Richard Wagner, Johann Wester.

Siegbert Bruss


(Siebenbürgische Zeitung, Folge 16 vom 15. Oktober 2003, Leitartikel)

Fotodokumentation des Verbandstages 2003

Übersicht der Diskussionsbeiträge vor dem Verbandstag

Schlagwörter: Verbandtstag, Verband

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