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8. April 2020

Verbandspolitik

„Erweiterte Nachbarschaftspflege“ kommt in den Kreisgruppen gut an/Lobenswerte Initiativen in der Corona-Krise

Das öffentliche Leben in Deutschland und weltweit steht in diesen Wochen still. Es sind Tage und Wochen, an die wir uns immer erinnern werden, ohne sie jedoch zu vermissen. Wir freuen uns jetzt schon auf die Zeit danach, wenn auch unser Gemeinschaftsleben wieder aufgenommen werden kann. Wenn wir uns jetzt alle an die von den Behörden beschlossenen Maßnahmen halten, dienen wir damit nicht nur unserer eigenen Gesundheit, sondern auch der unserer Mitmenschen. mehr...

Kommentare

Artikel wurde 6 mal kommentiert.

  • gogesch

    1gogesch schrieb am 08.04.2020, 19:32 Uhr:
    Na ja, wirklich kreativ waren unsere Nachbarschaften in Siebenbürgen nicht. Sie hielten mit den Zähnen an Sitten und Bräuchen fest, was unserer Gemeinschaft sicherlich beim Überleben geholfen hat.
    Ich beschäftige mich gerade intensiv mit dem Nachbarschaftsleben in Siebenbürgen, da ich jetzt die Zeit habe meine verfügbaren Protokolle zu "studieren".
  • Doris Hutter

    2Doris Hutter schrieb am 08.04.2020, 19:52 Uhr:
    Erste Erkenntnisse von den Nürnberger Mitgliedern zwischen 88 und 99 Jahren sind sehr positiv: Die überwiegende Mehrheit fühlt sich gut oder sehr gut versorgt von Kindern und Enkeln, einige haben Betreuer aus der alten Heimat und sind alle (die gefragt wurden) weitgehend zufrieden mit ihnen, einige leben im betreuten Wohnen und haben auch nur Gutes berichtet, sie werden rundum und jetzt mit großer Vorsicht versorgt. Gegen die Einsamkeit wird viel telefoniert.

    Die Dankbarkeit ist überwältigend. Auch wenn die Kinder sie betreuen, sei es "was Schönes, wenn man sieht, es denkt jemand an einen! Es tut einem gut."

    Wie modern und fit einige sehr betagte Landsleute sind, erfuhr ich beim Gespräch mit einem 90-Jährigen. Als ich ihn fragte, ob er die Siebenbürgische Zeitung lese, sagte er: "Ja, im Internet. Und ich bestelle alles, was wir brauchen, im Internet."

    Es gibt auch Senioren, die ergriffen erzählt haben, dass junge (fremde) Leute im Haus sie gefragt haben, ob sie ihnen helfen könnten.
    Wie schön, dass auch wir dieser großen Familie der Hilfsbereiten angehören!

    Ich schließe mich Rainer an: Dankeschön denen, die jetzt unbürokratisch helfen, danke unseren Landes- und Kreisverbänden, die gezielt bei unseren Mitgliedern in irgendeiner Form anklopfen, um sinngemäß zu verstehen zu geben:
    Nober, wä giht et der? Noberän, wä kan ich der hälfen?

  • Doris Hutter

    3Doris Hutter schrieb am 08.04.2020, 19:59 Uhr:
    Zu:
    "Na ja, wirklich kreativ waren unsere Nachbarschaften in Siebenbürgen nicht."

    Die Agnethler Nachbarschaft "Grodengasse" war so kreativ, Lesekränzchen für alle Frauen aus der Nachbarschaft einzuführen.
  • gogesch

    4gogesch schrieb am 09.04.2020, 16:36 Uhr:
    Verheiratete Frauen hatten mit der Nachbarschaft als Organisation erstmal gar nichts zu tun. Das sie sich auch "nachbarschaftlich" organisierten war sicherlich in mehreren Ortschaften der Fall. Bei uns in Meschen gabs im Winter das "Handarbeitskränzchen" der älteren Frauen. Mir gohn än da Goß.
  • Doris Hutter

    5Doris Hutter schrieb am 09.04.2020, 17:39 Uhr:
    Wer behauptet, dass "verheiratete Frauen mit der Nachbarschaft als Organisation erstmal gar nichts zu tun hatten"? Gerne wüsste ich die Quelle, wenn Sie sich schon damit beschäftigen.
    Kann es sein, dass Sie die Schwestern- und Bruderschaften meinen?
  • gogesch

    6gogesch schrieb am 10.04.2020, 09:24 Uhr:
    Was ich damit meine ist, dass verheiratete Frauen an den offziellen Sitzungen der Nachbarschaft an Vorsittag, Sittag und Nachsittag und dem Versöhnungsgottesdienst NICHT teilnehmen konnten.
    Wenn man bedankt warum die Nachbarschaften gegründet wurden und so lange Bestand hatten ist es irgendwie logisch. Aus meiner Sicht reichte ein Familienmitglied vollkommen aus, da die Wohnungen der Nachbarväter, ohne Möbelausräumen, nicht für alle Platz boten und die Frauen zu Hause sicherlich ihre Meinung sagen konnten. Ich hattein den letzten 20 Jahren vor 90, als Kind und Jugendlicher, nie das Gefühl, dass Frauen weniger zu sagen hatten als Männer.

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