3. März 2018

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Neuer Landesbeirat für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen in NRW konstituiert sich

Der neue Landesbeirat für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen beim Ministerium für Kultur und Wissenschaft hat sich am 26. Februar in Düsseldorf konstituiert. Die nordrhein-westfälische Landesregierung bekennt sich damit weiterhin zur besonderen Verantwortung für die deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler. Bereits seit 1948 gibt es in Nordrhein-Westfalen den Landesbeirat. Er hat die Aufgabe, die Landesregierung in allen Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen zu unterrichten und sachverständig zu beraten. Er soll die Interessen der Vertriebenen, Flüchtlinge und Spätaussiedler in der Öffentlichkeit und bei Behörden vertreten.
NRW-Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen hat Heiko Hendriks zum Vorsitzenden des Landesbeirats ernannt. Hendriks ist seit dem 1. Februar 2018 auch der erste Landesbeauftragte für die Belange der deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler (siehe SbZ Online vom 30. Januar 2018).

Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft, würdigte in der konstituierenden Sitzung die Arbeit des Beirats: „Der Landesbeirat hat sich in den vielen Jahren seines Bestehens als wichtiges Gremium für die soziale Fürsorge und die gesellschaftliche Eingliederung von Vertriebenen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern in Nordrhein-Westfalen bewährt. Neben dem Thema der Integration werden auch neue Schwerpunkte wie Erinnerungskultur und Bildungspolitik hinzukommen.“

Der neue Vorsitzende Heiko Hendriks betonte in der gleichen Sitzung: „Der Landesbeirat ist ein wichtiger Baustein in der konkreten Arbeit für die Heimatvertriebenen und Aussiedler, da er nicht nur ein Bindeglied zwischen dem Land und den Interessensverbänden darstellt, sondern nicht zuletzt auch aufgrund seiner Stellung Möglichkeiten hat, Ideen und Vorhaben in die politischen parlamentarischen Gremien einzubringen.“

Der Landesbeirat hat bisher zwei Mal jährlich getagt und besteht aus 15 Mitgliedern, die von den Vertretungen der Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler, dem Gerhart-Hauptmann-Haus, den Bezirksregierungen, Kirchen u.a. entsandt werden. Seitens der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen des Verbandes der Siebenbürger Sachsen ist der Landesvorsitzende Rainer Lehni neues Mitglied im Landesbeirat, der stellvertretende Landesvorsitzende Robert Sander ist Ersatzmitglied.

Eine Neuerung gibt es ab 2018. Um die Arbeit der einzelnen Landsmannschaften besser kennenzulernen, wird es jährlich eine dritte Beiratssitzung bei einer dieser Landsmannschaften geben. Beginnen wird man mit den beiden Patenlandsmannschaften, die das Land NRW hat – die Siebenbürger Sachsen (seit 1957) und die Oberschlesier (seit 1964). Im Frühsommer 2018 werden zuerst die Siebenbürger Sachsen besucht, und was bietet sich besser an, als diese Sitzung in der Siebenbürger-Sachsen-Siedlung Drabenderhöhe durchzuführen?

rl

Schlagwörter: Nordrhein-Westfalen, Politik, Aussiedler, Beirat

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