10. Juli 2013

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„Mit unseren Wurzeln in die Zukunft!“: Großpolder Chor in Kärnten

Österreichs südlichstes Bundesland war schon immer eine Reise wert. Lange hat es jedoch gedauert, bis die Großpolder Landler gemeinsam diese Reise an die Orte ihrer Herkunft antraten. Vom 9.-12. Mai dieses Jahres war es soweit: 44 Landler fuhren bei bestem Wetter Richtung Kärnten. Bereits bei unserer ersten größeren Rast am Samerberg bei Rosenheim, wo noch einige Landsleute zustiegen, wurden wir mit Kaffee und Guglhupf empfangen und konnten uns so noch besser auf unser Ziel einstimmen.
Bei guter Laune, mit viel Gesang fuhren wir Richtung Großglockner. Die grandiose Landschaft zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Erstes Ziel unserer Reise war das Evangelische ­Diözesanmuseum in Fresach, wo wir viel und einiges Neues über die Geschichte Kärntens und die verschiedensten Glaubensbewegungen erfuhren.

Das Evangelische Diözesanmuseum ist eine Gedenkstätte für die Geschichte des Protestantismus in Kärnten und ganz Österreich. Das älteste und einzig original erhaltene Toleranzbethaus verbindet sich auf wunderbare Weise mit dem 2011 anlässlich der Kärntner Landesausstellung „500 Jahre Protestantismus in Kärnten“ errichteten modernen Ausstellungsgebäude. Besonders beeindruckend fanden wir das Bethaus; es ist als einziges von ehemals 50 österreichischen Bethäusern im Originalzustand erhalten und war bis 1951 in Funktion. Der Großpolder Chor bedankte sich für die Führung mit einem „Danket dem Herrn“. Unser erster Tag endete in St. Kanzian am Klopeiner See, wo wir im Hotel „Sonne“ unser Quartier bezogen.Der Großpolder Chor war in Kärnten unterwegs. ...Der Großpolder Chor war in Kärnten unterwegs. Foto: Christa Wandschneider Am nächsten Tag begrüßte uns unsere Reiseleiterin Maria. Es folgte ein Besuch der Landeshauptstadt Klagenfurt. Wir konnten mit Maria in kärntnerisch/landlerischer Mundart sprechen, viel über Wirtschaft, Tourismus und Geschichte der Region erfahren. Besonders beeindruckend fanden wir den Wappensaal im Gebäude der Landesregierung. Natürlich durfte der Besuch auf dem Marktplatz bei dem berühmten Lindwurmdenkmal und in verschiedenen Kirchen nicht fehlen. Bald darauf fuhren wir mit einem Schiff auf dem Wörthersee Richtung „Schloss am Wörthersee“, bekannt aus vielen Fernsehsendungen. Viel Zeit, sich in Velden entlang der Seepromenade die Beine zu vertreten und die Landschaft zu genießen, hatten wir leider nicht, denn der Regen vertrieb uns Richtung St. Klopein in unser Hotel.

Leider fiel am nächsten Tag die geplante Panoramafahrt auf der Nockalmstraße wegen Schneefalls aus. Eine Alternative war jedoch schnell gefunden: Wir machten eine Busrundfahrt entlang des Ossiacher und Millstätter Sees in die Orte, aus denen unsere Vorfahren stammten, und besuchten in Gnesau und Himmelberg Kirche und Friedhof, wo wir bekannte Namen wie „Glatz“, „Sonnleitner“ etc. fanden. Wie schön, dass zwischendurch das Wetter immer wieder mal aufklarte, so dass man doch einige Eindrücke über Landschaft und Umgebung dieser Orte mitnehmen konnte.

Eine Brettljause in Pichlern, einem Ortsteil Himmelbergs, in einer gemütlichen Buschenschenke erwartete uns, wo wir mit viel Gesang und guter Laune den Tag ausklingen ließen.

Nach einem reichhaltigen Frühstücksbüfett hieß es nun an die Rückreise denken. Diese führte über St. Veit an der Glan in das wunderschöne Gurktal, wo wir den beeindruckenden Gurker Dom besichtigten und viel über die Geschichte der Heiligen Hemma erfuhren, die als Landesmutter und Schutzfrau von Kärnten gilt. Sie ist in der Krypta des Domes beerdigt. Hier entdeckten wir den wunderbaren Satz „Mit unseren Wurzeln in die Zukunft“, der uns wie eine Weissagung vorkam.

Auf einer Reise zu den Wurzeln unserer Herkunft fuhren wir gestärkt und mit dem Wissen, eine wunderbare Reise erlebt zu haben, nach Hause zurück.

Christa Wandschneider

Einladung zum Großpolder ­Treffen in Siebenbürgen


Am Sonntag, dem 11. August 2013, findet ein Heimattreffen in Großpold statt. Viele wissen schon Bescheid, aber auch alle anderen Landsleute sind herzlich eingeladen, zahlreich mitzumachen. Am Freitag, dem 9. August, ist geplant, sich im Kirchenhof zu treffen und wie jedes zweite Jahr die Kirche sauber zu machen und den Saal für die Feier vorzubereiten. Erstes Treffen, Begrüßungen und gemeinsame Aktionen fördern den Zusammenhalt und werden mit einem guten Glas Wein und Guglhupf belohnt. Am Sonntag um 10.00 Uhr ist Gottesdienst. Anschließend sind alle eingeladen, an dem gemeinsamen Mittagessen im Saal teilzunehmen. Für den Nachmittagskaffee sind die Organisatoren vor Ort über eine Kaffee- oder sonstige Spende dankbar. Für gute Unterhaltung bis in die frühen Morgenstunden zeichnen „Die Unterwalder“ verantwortlich.

Christa Wandschneider

Schlagwörter: Landler, Reise, Österreich, Chor, Großpold, Treffen

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