2. September 2026
Arbeitscamp 2026: „Mit den Gedanken noch immer in Zeiden“
Anfang des Jahres hatte Altnachbarvater Udo Buhn zögerlich in die Runde des Nachbarschaftsvorstandes gefragt, ob Interesse an einem Arbeitscamp besteht. Als Initiator und Motor dieses Projektes freut er sich, wenn dieses Vorhaben weitergeht.

Am 13. August um neun Uhr standen 53 Personen – neuer Teilnehmerrekord – im Kirchhof bereit, bei diesem Camp mitzumachen. Erfreulich: 25 der Teilnehmer kamen aus dem Ausland, 28 aus Zeiden, ausgewogener hätte die Mischung nicht sein können, auch das gab es noch nie.
Seit die Zeidner Kirchengemeinde ein neues, verjüngtes Presbyterium hat, angefangen mit dem neuen Kurator Mihai Catargiu, scheint auch die Mobilisierung und die Aktivierung der Schüler und Jugendlichen gut zu funktionieren. Catargiu und Neupresbyterin Christine Benga sowie die neue, junge Sekretariatskraft Denisa Brânzei sind dabei, die Jugendarbeit wieder zu beleben, wie sie es zu Zeiten von Pfarrer Andreas Hartig kannten. Einige machten auch bei diesem Camp mit und sind auch als Kirchenführer in den Sommerferien aktiv. Die Arbeit war das „schmückende Beiwerk“, denn das ist schnell erzählt: Alle Ziegeln aus den vielen Kornkammern wurden nun in nur einer Kammer gelagert, weitere Kornkammern wurden gereinigt und Schutt entsorgt.
Und ganz wichtig: Endlich ist die Marmorplatte im Kirchhof befestigt worden, auf der sich Kirchengemeinde, Stiftung Zeiden und Nachbarschaft bei allen Spendern für die Unterstützung bei der Kirchenburgrenovierung 2017 bis 2023 bedanken.
Nicht zu vergessen ist der Austausch, die Gespräche, die ganze Atmosphäre – einfach alles. Es begann mit einer feierlichen Andacht in der Kirche, in der Pfarrer Danielis Mare darauf hinwies, wie wichtig es ist, dieses jahrhundertealte Erbe in gutem Zustand der nächsten Generation weiterzugeben.
Die fleißigen Frauen des Nähkreises bereiteten an beiden Tagen die Jause vor, und natürlich freute man sich auf Aufstriche wie Evangelischer Speck oder Sacusca oder Vinete – und das alles aufgetischt unter den Bäumen auf dem Kirchhof. Den Abschluss bildete ein Fest auf dem Pfarrhof mit Gegrilltem, mit Tanz und vielen Gesprächen.
Am Nachmittag des ersten Arbeitstages fand im Kirchhof noch eine Sitzung von Presbyteriumsvertretern, Pfarrer Danielis Mare und Vertretern des Vorstandes der Nachbarschaft aus Deutschland statt. Von beiden Seiten war zu spüren, dass man sich eine Intensivierung der Beziehungen und des Austausches wünscht. Ganz oben auf der Arbeitsprioritätenliste der Kirchengemeinde steht die Renovierung der Leichenhalle, mit der im Herbst begonnen wird. Ein weiteres Vorhaben besteht darin, den Turm innen in so einen Zustand zu versetzen, dass er auch für Gäste begehbar ist.
Die Studenten der „Holzhochschule“ in Kronstadt stehen bereit, einen Aufgang zum Turm zu bauen, nachdem sie so vorbildlich den Leichenwagen restauriert haben. Und dann gibt es noch eine gemeinsame Vision von Nachbarschaft und Kirchengemeinde, dass aus einigen Kornkammern ein Gemeinschaftsraum für verschiedene Festlichkeiten gebaut wird. Als Fazit nur der Gedanke eines Mitmachers aus Deutschland, der schreibt: „Ich bin gut angekommen, aber mit den Gedanken noch immer in Zeiden.“
Hans Königes
Schlagwörter: Arbeitscamp, Zeiden, Nachbarschaft
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