Wanderausstellung der Stiftung Kirchenburgen wird gleich zwei Mal in Thüringen gezeigt
Die Freude ist groß, den Interessenten in Thüringen, dem bekannten „Grünen Herzen Deutschlands“, in zwei Ausstellungen die Kirchenburgen Siebenbürgens nahe zu bringen. Die Ausstellung wird am 3. Mai um 11.00 Uhr in der Ilmenauer St. Jakobuskirche und am 4. September um 18.00 Uhr in der Michaeliskirche der Landeshauptstadt Erfurt gezeigt, jeweils im Rahmen einer musikbegleiteten Vernissage.
Dabei gilt es, viele Besucher auf das einmalige wertvolle europäische Erbe aufmerksam zu machen und zugleich manchen ehemaligen DDR-Touristen – viele von ihnen waren sehr interessierte Rumänienreisende – die Erinnerungen an unsere schöne Heimat Siebenbürgen wieder wachzurufen. Mit dem Plakat der Ilmenauer Ausstellung erhofft sich die Kirchgemeinde über das thüringische Ilmenau hinaus Zuspruch zu erzielen und knüpft hiermit thematisch an vorangegangene Aktivitäten der Vor- und Nachwendezeit an. Von hier startete bereits am 1. Januar 1990 ein Riesen-Konvoi mit Hilfesendungen, übrigens der erste des noch nicht vereinten Deutschlands nach Hermannstadt, Freck, Kleinschenk, Kronstadt, Schäßburg, St. Martin und Seiden (weitere folgten). Zur Partnerstadt Neumarkt am Mieresch (Târgu Mureș) pflegt Ilmenau auch heute noch rege Verbindung, und gegenseitige Besuche werden durchführt.
Auf Empfehlung von Philip Harfmann, dem ehemaligen Geschäftsführer der Stiftung Kirchenburgen, der die 24 Banner der Ausstellung bereits einem europaweiten Publikum in mehr als 50 Städten und acht Ländern mit fachkundigen Erklärungen gezeigt hat, wurde auch Dr. Bruno Fröhlich, Stadtpfarrer von Schäßburg, zur Vernissage nach Ilmenau eingeladen. Er wird im Gottesdienst sicherlich seine siebenbürgische Herkunft wohlklingend erkennen lassen.
Die Bildtafeln mit reichlichen Texterklärungen geben Auskunft über das Siedlungsgebiet der Siebenbürger Sachsen, die Geschichte unserer Vorfahren, richten aber auch das Augenmerk auf die derzeitige z. T. sehr bedrohliche Situation der Kirchenburgen, diese architektonisch einmaligen Bauwerke, umschlossen vom Gürtel der Karpaten in einer bezaubernden Landschaft.
Darüber und noch mehr wird im ergänzenden Vortrag am 8. Mai sowie in Sonderführungen während der Ausstellungszeit in Ilmenau (geöffnet bis zum 11. Juni) und in der Michaeliskirche in Erfurt ab dem 4. September berichtet.
Danken möchte ich an dieser Stelle insbesondere Martin Eichler, der uns Siebenbürgern sehr nahesteht und mit dessen Genehmigung unser Ilmenauer Layoutgestalter Christian Daether das herrliche Bild der Karpaten mit Holzmengen im Vordergrund verwenden durfte.
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