31. Mai 2026

„Ziemlich knallig, ziemlich bunt“: Edwin-Andreas Drotleff stellte beim Heimattag aus

Abstrakt surreale Kunst beim Heimattag – und das gleich mit zwei Eröffnungen. Am Freitagabend schon konnten die Besucher mit einem Getränk und Gebäck einen ersten Blick in die Ausstellung „heimgekommen“ von Edwin-Andreas Drotleff werfen, der großformatige Acrylbilder – „oft sehr grafisch, ziemlich knallig, ziemlich bunt“, wie der Künstler sie selbst beschrieb – nach Dinkelsbühl mitgebracht hatte. Überraschend oder nicht – zu sehen waren darauf Kirchenburgen und Ortsansichten aus Siebenbürgen als Teile der Bilderserien „Ein feste Burg“ und „süß ist die HEIMAT“, die wiederum zum übergeordneten Themenzyklus „Moderne; Brauch; Tradition;…“ gehören.
Ausstellungseröffnung am Freitag mit (von links) ...
Ausstellungseröffnung am Freitag mit (von links) Rainer Lehni, Edwin-Andreas Drotleff und Natalie Bertleff vor dem „M; B; T;…-Triptychon“.
Nach der kurzen Begrüßung seitens des Bundesvorsitzenden Rainer Lehni führte die Bundesjugendleiterin der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland (SJD), Natalie Bertleff, in einem Gespräch mit Edwin-Andreas Drotleff in die Ausstellung ein. Die SJD hatte als Mitausrichterin des diesjährigen Pfingsttreffens ihren früheren Bundesjugendleiter (2014-2017) und stellvertretenden Bundesvorsitzenden (2015-2017) eingeladen, seine Bilder in Dinkelsbühl zu zeigen. Bereits in der Schule habe er am Fach Bildende Kunst großes Interesse gehabt, so Bertleff, ebenso spielten Musik und Tanz in seinem Leben eine wichtige Rolle, wie auch auf einem Text-Banner in der Ausstellung zu lesen war. Dennoch habe die künstlerische Betätigung zugunsten eines „ordentlichen Jobs“ lange eine Nebenrolle gespielt. Erst während der Corona-Pandemie sei Zeit gewesen, seine Wohnung auszubauen und ein Atelier zu schaffen; die Entscheidung, den Job aufzugeben und als freischaffender Künstler zu leben, hat Edwin-Andreas Drotleff erst im vergangenen Jahr getroffen.
Am Samstag eröffnete Ingwelde Juchum (rechts) die ...
Am Samstag eröffnete Ingwelde Juchum (rechts) die Ausstellung. Fotos: Doris Roth
Am Samstagmorgen wurde die Ausstellung „heimgekommen“ im Kunstgewölbe im Spitalhof ein zweites Mal eröffnet, diesmal von der stellvertretenden Bundesvorsitzenden Ingwelde Juchum, die Bezug darauf nahm, wie lang sie Edwin-Andreas Drotleff schon kenne, und dann in Anlehnung an den übergeordneten Themenzyklus das Begriffspaar Tradition – Moderne ins Spiel brachte. Die eigene Herkunftsregion Siebenbürgen neu interpretiert in Acryl, so lässt sich wohl umschreiben, was Juchum mit ihrer Aussage „Tradition braucht Moderne“ meinte und was, umgekehrt geschrieben, als Motto der Ausstellung fungieren könnte, ebenfalls zu lesen auf einem Text-Banner des Künstlers: „MODERNE BRAUCH(T) TRADITION“.

Bis auf zwei Bilder, die bereits fertig waren, als die Anfrage der SJD kam, sind alle ausgestellten Werke exklusiv für den Heimattag entstanden, und weitere sollen folgen, konnten die Besucher doch in einer ausliegenden Liste Wünsche nach bestimmten Orten äußern. Wer nicht in Dinkelsbühl war, kann über Edwin-Andreas Drotleffs Internetseite www.edwinartworks.de nach weiteren Orten fragen und vor allem viele andere Arbeiten des Künstlers sehen.

Doris Roth

Schlagwörter: Heimattag 2026, Ausstellung, Malerei

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