20. Juni 2026
Offenes Singen in der Sankt Paulskirche
Beim Heimattag veranstaltete Angelika Meltzer am Pfingstsonntag mit der höchst professionellen Unterstützung von Heinz Mieskes (Akkordeon), Andrea Kulin (Querflöte), deren Tochter Maria Braun (Violine) ein offenes Singen, das großen Anklang fand.

Die musikalische Vorbereitung erfolgte in Bietigheim-Bissingen. Andrea Kulin singt dort im Braller Chor „Kampestweinkel“, der von Heinz Mieskes geleitet wird. Gemeinsam probten sie die von Angelika Meltzer zusammengestellte Liste mit 17 Liedvorschlägen, begleitet vom Chorleiter auf dem Akkordeon. Alle ausgewählten Lieder erwiesen sich als gut singbar und wurden in das Programm aufgenommen.
So beschlossen sie, einige Lieder mit Akkordeon, Querflöte und Violine zu begleiten, einige mit Querflöte, Violine und Gitarre und da etliche Kantores dabei waren, wurden zwei Lieder mehrstimmig a capella gesungen. Damit hatten die Besucher eine gute Unterstützung in der Melodieführung und konnten ungehemmt in ihrer eigenen Ortsmundart singen.
Zur Bewerbung der Veranstaltung gestaltete Angelika Meltzer ein Plakat mit dem Hinweis, dass die Liedtexte im Büchlein „Hegt wird gesangen“ zu finden seien.
Für die Veranstaltung wurde ein Handzettel erstellt und auf den Stühlen der Kirche ausgelegt. Dieser erleichterte den Teilnehmern das schnelle Auffinden der nächsten Lieder während der kurzen Einführungen. Gleichzeitig enthielt er einen QR-Code, über den die Besucher später zu Hause auf die unter siebenbuerger.de/go/2L bereitgestellten Liedtexte und Tonaufnahmen zugreifen können.
Ein sehr ergreifender Moment war, als zum Abschluss „Af deser Iërd“ angestimmt wurde. Das Lied hat den Status einer inoffiziellen Hymne der Siebenbürger Sachsen, was viele Teilnehmer würdigten, indem sie sich erhoben.
150 Landsleute beteiligten sich am gemeinschaftlichen Singen sächsischer Lieder. Das Echo war durchweg positiv. Für Erfahrene bot die Veranstaltung den Genuss sächsische Lieder aufzufrischen, Unerfahrene konnten Lieder lernen, und es beteiligten sich junge Sachsen, die leider nicht Sächsisch gelernt haben, auf diesem Wege aber den Zugang zur sächsischen Mundart finden. Es wurde mehrfach der Wunsch geäußert, das offene Singen fest ins Programm des Heimattages aufzunehmen.
Rainer Leonhardt
Schlagwörter: Heimattag 2026, Singen, Mundart
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