3. September 2006

Eginald Schlattner im Museum Kornwestheim

Von 17. Juni bis 1. Oktober 2006 können Kunstliebhaber eine einmalige Bilderausstellung im Museum im Kleinhues-Bau in Kornwestheim bei Stuttgart besichtigen. Sie vereint unter dem Titel „Ausbruch aus der Tradition – Malerei der siebenbürgischen Moderne“ Exponate aus Museen und Privatsammlungen von deutschen, rumänischen, ungarischen und jüdischen Künstlern Siebenbürgens aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es sind Bilder von großer Aussagekraft, die auch von ihrer Auswahl her und ihrer Anordnung im Museumsbau dem Betrachter einen besonderen Kunstgenuss vermitteln.
In diesem Ambiente fand am 25. August zum Einstieg in die traditionelle „Nacht der Museen“ eine Lesung des in Rothberg bei Hermannstadt wohnenden Schriftstellers und Pfarrers Eginald Schlattner statt. Über 150 Gäste hörten, nach Eröffnung der Veranstaltung durch den Kornwestheimer Oberbürgermeister Dr. Ulrich Rommelfanger und der Museumsdirektorin Dr. Irmgard Sedler, Texte aus Schlattners Roman „Das Klavier im Nebel“ (erschienen bei Zsolnay in Wien, 2005).

Lesung Eginald Schlattner im Kleinhues-Bau. Unter den Gästen Bischof D. Dr. Christoph Klein (Zweiter von rechts). Foto: Dr. Peter Mann
Lesung Eginald Schlattner im Kleinhues-Bau. Unter den Gästen Bischof D. Dr. Christoph Klein (Zweiter von rechts). Foto: Dr. Peter Mann

Vor der Kulisse der ausgestellten Bildern – die Lesung fand nicht im Vortragsraum, sondern in der Ausstellungshalle des Hauses statt – entstand bei den Besuchern ein überaus lebendiges Siebenbürgenbild, in dem das Multiethnische, das Mythisch-Verklärte, aber auch die Traumen der ersten Jahre kommunistischer Herrschaft in diesem Teil Ostmitteleuropas zum Ausdruck kamen. In den an die Lesung anschließenden Gesprächen oder bei einem Rundgang durch die Museumshalle offenbarte sich dem Besucher erneut die kulturelle Einzigartigkeit Siebenbürgens, dieses Landes am östlichen Rande Mitteleuropas.

HvK


Schlagwörter: Ausstellung, Malerei, Lesungen, Schlattner

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