2. Februar 2008

Korrektur der Dracula-Korrektur

Das hier zu besprechende Buch von Dieter Schlesak „VLAD: Die Dracula-Korrektur“, Pop-Verlag, Ludwigsburg 2007, 197 Seiten, ISBN 3-937139-36-2, besteht aus zwei Teilen: einem angeblichen Roman (163 Seiten) und einem Nachwort. Dazu gibt es eine Literatur-Auswahl. Der Autor scheitert in seiner erklärten Absicht, das historische Bild des walachischen Fürsten zu korrigieren und von jenem des Vampirs zu trennen. Schlesak schafft hingegen neue Mythen und Phantasien rund um Vlad, wonach unter anderem die Siebenbürger Sachsen als Urheber für die Brutalität des Walachenfürsten mit verantwortlich seien.
Wie im Titel angedeutet, versteht sich Dieter Schlesaks Roman als Dracula-Korrektur, und im Nachwort werden die Verunglimpfung und Vermarktung des rumänischen Fürsten Vlad Ţepeş (der Pfähler) in der Gestalt von Dracula als Vampir sowie die Gleichsetzung von Transsylvanien mit Dracula-Land und die Vereinnahmung der Stadt Schäßburg und der Törzburg als Dracula-Stätten abgelehnt und eine Korrektur der Dracula-Sicht versprochen.

Es gruselt auch bei Schlesak

Man hätte nun einen dokumentierten, historischen Roman über Vlad Ţepeş erwartet, in dem der rumänische Fürst von der Gestalt des Vampirs, die ihm seit Bram Stokers Roman „Dracula“ (1897) anhaftet, getrennt wird. Nichts von dem, auch Schlesak bedient sich des Genres des Schauer- und Gruselschrifttums und liefert einen Roman in der Art, die er eigentlich ablehnt. Es gruselt also auch bei Schlesak, viel Unappetitliches wird aufgetischt und es fließt viel Blut, allerdings nicht so sehr von Bissen untoter Vampire, sondern von tausenden von schuldigen und unschuldigen Menschen, die durch den Anus oder das weibliche Geschlechtsteil aufgespießt werden, wobei diese Todestortur ausführlich, öfters in grellen Farben und genüsslich zelebriert wird. Erotische Phantasien und Praktiken sowie sexuelle Szenen werden handfest und wiederholte Male heraufbeschworen. An Geistern, die den Menschen erscheinen, sowie an Vampiren, die vor allem in Schäßburg ihr Unwesen treiben und Schrecken verbreiten, fehlt es auch nicht. Ein Großteil der Handlung spielt sich übrigens in Schäßburg ab, was schon dadurch verdeutlicht wird, dass auf dem Titelbild unter dem Porträt von Vlad dem Pfähler das Wahrzeichen der Stadt, der Stundturm, abgebildet ist, der auch den zweiten Buchumschlag schmückt.
Im ehemaligen Paulini-Haus (heute „Vlad-Dracul ...
Im ehemaligen Paulini-Haus (heute „Vlad-Dracul-Haus“) soll 1431-1435 Vlad Dracul, der Vater von Vlad Ţepeş, logiert haben. Manche behaupten gar, dass hier sein Sohn Vlad Ţepeş geboren wurde. Heute befindet sich in den Räumlichkeiten des Hauses ein mittelalterliches Restau­rant. Foto: Konrad Klein
Das Buch will einerseits Roman sein, andererseits aber auch eine auf Quellen fußende Dokumentation bieten, was dadurch verdeutlicht wird, dass eine bibliographische Literaturliste angegeben wird. Die Handlung ist leider so gestaltet, dass sich der Leser in der unübersichtlichen, verworrenen Darstellung schwer zurecht findet und nicht unterscheiden kann, was der historischen Wahrheit entspricht, was seinerzeitiges Beiwerk ist, das durch verschiedene Druckschriften über „Dracole“ in Umlauf gelangte, und wodurch Schlesak den Stoff bereichert oder korrigiert hat.

Schlesaks literarische Zugaben finden schon Eingang in die Dracula-Forschung

So kommt es, dass in der Dracula-Literatur inzwischen literarische Zugaben Schlesaks kritiklos als neue Forschungsergebnisse übernommen wurden. In einem historischen Roman ist literarische Fiktion natürlich erlaubt. Sobald aber historische Fakten namentlich genannt werden, dürfen die erwähnten Personen, Geschehnisse und Objekte nicht beliebig dargestellt und herangezogen werden, denn sonst bietet das Geschriebene keinen glaubwürdigen Zeitspiegel. Gerade das geschieht aber bei Schlesak, wie noch zu zeigen sein wird, massenweise.

"Gestank und Jauche": Schäßburg im 15. Jahrhundert

Schlesaks Roman zufolge boten die Straßen von Schäßburg im 15. Jahrhundert zur Zeit von Vlad Ţepeş ein Bild „von Gestank und Jauche, Kacke und Urin, Haufen von Abfällen, bitter stinkendem Hundsdreck und süßlich dampfendem Pferdemist“ mit herumlungernden Bettlern und sonstigem Gesindel, die, um die Lagerfeuer sitzend, in „der Scheiße lebten.“ All diese „Infektionsherde und auch die Hurerei“ waren Auslöser einer angeblichen Pest, deren Folgen in abscheulichen Bildern beschrieben werden.

Eine martialische Vampirdarstellung über dem ...
Eine martialische Vampirdarstellung über dem Hotel „Castel Dracula“ nahe dem Borgo-Pass (Kreis Bistritz-Nassod) zeigt diese aus Anlass der Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 er­schienene Ansichtskarte. Sie trägt einen entsprechenden Sonderstempel und wurde durch eine Marke mit dem Porträt des walachischen Woiwoden zu einer sogenannten Maximum­karte „aufgewertet“. Samlung Konrad Klein
Ebenso ekelerregend ist die Beschreibung der „stinkenden Osterfresserei“, zu der Vlad Ţepeş 1458 angeblich 50 verräterische, dickwänstige Großbojaren samt ihren „Jupăniţe“ und „Cucoane“ (hochfürstliche Frauen und Töchter) nach Târgovişte eingeladen hatte und die er dann nach der abstoßenden Fressorgie, „dem großen Gefurze, Gekotze und Gerülpse“, belustigend aufspießen ließ.

Was den Fürsten der Walachei Vald III. Ţepeş betrifft, der dreimal regiert hat – 1448, 1456-1462, 1476/77 –, erwähnt Schlesak, dass er den Beinamen „Pfähler“ erhielt, weil die von ihm in Massen angewandte Bestrafung seiner Feinde und Gegner, von Bettlern, Landstreichern, Räubern, unzüchtigen Frauen u.a. im Aufspießen auf Pfähle bestand. Schlesak bemüht sich, diese Handlungen entschuldigend zu erklären. Erstens durch das dem Fürsten widerfahrene Unrecht sowie durch erlittene Traumata. Zweitens sei durch sein hartes Durchgreifen Ordnung im Land geschaffen worden, er sei als strenger, aber gerechter Richter wider Reiche und Korrupte vorgegangen, habe einen starken und organisierten Staat errichtet, ein ihm ergebenes Bauernheer aufgestellt und den Türken Schrecken eingejagt. Es mag zwar stimmen, dass Vlad III. viel Leid erlebt hat, so die Ermordung seines Vaters Vlad Dracul als Fürst der Walachei und seines Bruders Mircea, dass er während seiner Geiselhaft im Osmanischen Reich, zusammen mit seinem Bruder Radu, viel Brutalität erlitten und zu sehen bekommen hat. Ein anderes Trauma ist bloß in der Legende belegt, von Schlesak aber als ein Schlüsselerlebnis festgehalten. Danach soll sich die heißgeliebte Ehefrau Eupraxia nach der falschen Nachricht, Vlad sei im Kampf gefallen, von der Burg in den Argeş-Fluss gestürzt haben. Über ihren Tod soll die Wut des Fürsten gegenüber Verrätern, die ihm dies angetan, noch stärker entfacht worden sein und der Geist seiner Frau ihn nicht mehr losgelassen haben. Diese und andere Erlebnisse, auf die wir noch eingehen werden, sollen Vlad zu dem gemacht haben, als was er in die Geschichte und Legende eingegangen ist. Schlesak wirbt einfühlsam um Verständnis für den Helden seines Romans und plädiert für eine Korrektur des ihm anhaftenden, angeblich falschen Renommees.

Abrechnung mit den Siebenbürger Sachsen: "bestellte Schmierer und Federfuchser, geniale Verleumder und Fälscher"

Vald Ţepeş habe mit seinem Heer, so Schlesak, mehrere Siege über die Türken errungen, dazu noch gegen den mächtigen Mohammed II., der 1453 Konstantinopel erobert hatte. Er sei eigentlich nie besiegt worden. Diesen Mythos zu widerlegen, erspare ich mir. Ich habe es in meinem Buch „Dracula. Wahrheit, Mythos und Vampirgeschäft“ (Johannes Reeg-Verlag, 2005) detailliert getan. Mittlerweile distanzieren sich auch einige rumänische Historiker von dieser glorifizierenden Darstellung des Pfählerfürsten. Schlesak geht auf meine Dracula-Kritik, die er kennt, nicht ein, und erwähnt mein Buch auch in der Literaturliste nicht. Es sei denn, dass er mit dem an einer Stelle seines Romans genannten Schulkollegen und Historiker von der Schäßburger Bergschule mich meint, der so – und nun zitiere ich – wie alle Sachsen, angefangen von der eigenen Familie, Onkel, Tanten und Cousinen, bis zu der jüngeren Generation der Landsmannschaft und der Heimatortsgemeinschaft von Vlad oder Dracula nichts hören wollen, obwohl ihre Vorfahren nicht unerheblich zu der Verbreitung der erfundenen und wirklichen Gräueln über den rumänischen Fürsten und den Entstellungen der „Hure Historie“ beigetragen haben. Die „Krämerseelen“ der Kronstädter Sachsen hätten sich dadurch an Ţepeş rächen wollen.

Sind Siebenbürger Sachsen mitschuldig an der Brutalität von Vlad Ţepeş?

Spöttisch und wörtlich schreibt Schlesak weiter: „Ihre (der Sachsen) Waffe war die Schrift, die ehrenhaften, tugendsamen Sachsen hatten bestellte ‚Schmierer‘ und Federfuchser, geniale Verleumder und Fälscher.“ Die Schäßburger Sachsen seien ihrerseits nicht gewillt gewesen, die wirklichen Zusammenhänge in den Taten ihres „pösen Dracole“ und „Stadtkindes“ zu begreifen, also Verständnis für seine Untaten zu finden. Die „guten Sachsen seien die größten Verdränger und Verheimlicher in ganz Transsylvanien“. Schlesak geht noch weiter und macht die Sachsen zum Teil als Urheber für die Brutalität des Walachenfürsten verantwortlich. In Schäßburg, wo dieser angeblich 1431 im „Paulini“-Haus, unweit vom Stundturm, geboren worden sei (sein Vater hatte 1431-1437 politisches Asyl in der Sachsenstadt gefunden), soll der Grund zu seiner abnormen Grausamkeit und seinem Menschenhass gelegt worden sein, und zwar „durch die vielen Kränkungen, die er als Fremder erlitten habe“, durch das Trauma wegen seiner Mutter, die eine Sächsin, Ungarin oder Szeklerin gewesen sein soll, und die wegen ihrer Untreue von seinem Vater verstoßen wurde (daher der Hass Vlads gegen alle Ehebrecherinnen), sodann als Folge von sexuellem Missbrauch (er wird genau beschrieben), den der Minderjährige von szeklerischen Betreuerinnen erleben musste.

Schuldzuweisungen an die Siebenbürger Sachsen

Diesen Behauptungen liegen überhaupt keine Fakten zu Grunde. Auch im „Paulini“-Haus, das es damals noch nicht gab, ist Vlad sicherlich nicht zur Welt gekommen. Und dass Vlad Ţepeş möglicherweise ein halber Sachse war, das hat bisher niemand behauptet. Die fiktive Gestalt des Romans, der italienische Franziskanermönch Bernardo, prophezeit der Stadt „Scheszbrich“ wegen der genannten Untaten sogar, dass sie einmal untergehen werde. Die Sachsen aber, so wörtlich im Roman zu lesen, „haben den Hass auf die Blochen oder auch die Walachen im Blut, vielleicht noch vom ‚Dracole‘ her, und sie erzählen nur flüsternd schaurige Geschichten vom Wüterich und pösen Dracole …“ Angesichts solcher Behauptungen schüttelt man den Kopf und fragt sich, auf welcher Basis der Argwohn und die Schuldzuweisungen Schlesaks gegen die sächsische Gemeinschaft beruhen?

Die Kronstädter Kaufleute sollen laut Schlesak die Gräueltaten Vlads dadurch provoziert und sich schuldig gemacht haben, dass sie sich in der Walachei nicht an das von dessen Fürsten verordnete Stapelrecht hielten und auf Schleichwegen in den Orient gelangen wollten. Sie träumten schon von Tausendundeiner Nacht, von maurischen Schlössern mit nackten Frauen und ihrem nabelfunkeldendem Bauchtanz, als sie gefangen genommen wurden und auf dem Pfahl endeten.

Kronstädter Sachsen: „feig und hinterrücks“?

Da die Sachsen einen gewissen Dan als Thronprätendent gegen Vlad unterstützten, fiel Letzterer raubend und mordend ins Sachsenland ein. Die hasserfüllten Kronstädter Sachsen sollen als Rache dafür und für sonstige Untaten Vlad auf die verschiedenste Art verleumdet und verraten haben, zuletzt 1462 „feig und hinterrücks“, wie es im Roman heißt, an den ungarischen König Matthias Corvinus, als der Walachenfürst in der Stadt unter der Zinne nach dem angeblichen Sieg über die Türken Zuflucht suchte. Als Folge dieser Verleumdung, wonach er sich mit dem Sultan habe versöhnen wollen und ihm auch Siebenbürgen versprochen habe, wurde Vlad vom ungarischen König gefangen genommen und 14 Jahre in Buda (Ofen) und Visegrad in Gewahrsam gehalten, bevor er 1476 mit dessen Hilfe wieder auf den walachischen Thron gelangte. Mittlerweile soll er nach intensiven Sexerlebnissen mit der Schwester des Königs, Anna Elisabeth, diese geheiratet haben und zum katholischen Glauben übergetreten sein. Auch in dieser Schilderung werden Dichtung und Wahrheit nicht auseinander gehalten.
Dracula-Stadt Schäßburg – nicht nur für viele ...
Dracula-Stadt Schäßburg – nicht nur für viele Sachsen Horror pur. Wandgemälde im Schäßburger Paulini-Haus. Foto: Konrad Klein
Der Roman ist letztendlich vom Verfasser als eine Abrechnung mit den angeblichen „verräterischen“ Sachsen und ihren „tendenziösen“ Schriften gedacht, die nach seiner Meinung zum schlechten Ruf Vlad des Pfählers beigetragen haben. Es könnte zwar sein, dass sächsische Kaufleute, Studenten und wandernde Mönche am ungarischen Hof Nachrichten über die Gräueltaten des walachischen Fürsten erzählt haben, die dann durch neue, zum Teil anekdotische Gruselgeschichten erweitert in Druckschriften verbreitet wurden. Die Sachsen dafür schuldig zu sprechen, verwechselt Ursache und Wirkung und macht sie für die Nachrichten über die Grausamkeiten des walachischen Wüterichs verantwortlich, der nach Schlesak besser als sein Ruf gewesen sei.

Geschichtlicher Mix und Wirrwarr

Zum geschichtlichen Mix und Wirrwarr im Roman noch einige konkrete Beispiele. Eine Reihe von historischen Ereignissen oder Fakten, die sich hundert oder noch mehr Jahre nach der Herrschaftszeit der Pfählerfürsten zugetragen haben, wird in seine Epoche vorverlegt. So orientieren sich Kronstädter Kaufleute 1459 auf ihrer Reise in der Walachei nach der Kosmographie von Johannes Honterus, deren erste Auflage bekanntlich erst 1530 erschienen ist. Auch die erst im 16. Jahrhundert entstandenen Gymnasien von Kronstadt und Schäßburg werden in die Zeit Vlads verlegt, ebenso die 1654 errichtete Schülertreppe auf der Schäßburger Burg sowie die Turmuhr mit ihrem Figurenwerk, die 1648 bzw. 1677 angebracht wurden. Im Roman sind auch die Belagerung von Schäßburg durch die Truppen Stefan Báthoris (1528), die Eroberung der Stadt mittels einer List durch Szekler im Jahre 1601 sowie die Pest von 1603 zeitgenössische Ereignisse Vlads. Bei einem Gastmahl werden Weine von Cotnari und Murfatlar sowie Kaffee, Halva und andere Köstlichkeiten gereicht, die es damals noch nicht gab. Und man könnte fortfahren, solche Ungereimtheiten aufzuzählen. Es werden dabei nicht nur alte Mythen neu aufgelegt, sondern auch neue Mythen geschaffen, wenn es heißt, der junge Vlad habe in Schäßburg die Spitals-Lateinschule besucht (wann, wird nicht verraten, aber er hat bestenfalls die ersten sechs Lebensjahre in Schäßburg verbracht) und aus Machiavelli, Dante und Boccacio gelesen, er habe mehrere Sprachen – Rumänisch, Latein, Deutsch, Ungarisch, Türkisch, Italienisch – beherrscht, sei weit gereist – Stanbul (hieß allerdings damals noch Konstantinopel), Rom, Nürnberg, Venedig –, habe ein „solides Wissen“ gehabt, so dass er mit dem Nürnberger Verfasser der Weltchronik, Hartmann Schedel, dem Papst und anderen Persönlichkeiten korrespondierte, in ungarischer Gefangenschaft Tagebuch führte usw. Dabei ist nicht belegt, ob Vlad überhaupt oder in welchem Maße des Schreibens mächtig war. Auch soll es in Schäßburg chronistische Aufzeichnungen in sächsischer Mundart über „ihr Stadtkind“ gegeben haben, aus denen Schlesak sogar zitiert. Dass es zu jener Zeit das Sächsische, so wie wir es aus späterer Zeit kennen, noch nicht gab, sei nur nebenbei vermerkt. Und diese Aufzeichnungen sollen den deutschen Drucken des 15. Jahrhunderts über „Dracole wayda“ zugrunde liegen und, nachdem sie verschollen waren, jetzt in der Brukenthal-Bibliothek entdeckt worden sein. Wenn dem so wäre, besäßen wir in dieser Schrift das älteste sächsische Sprachdenkmal. Wer die Materie jedoch nicht kennt, glaubt all das und übernimmt es in die Dracula-Literatur. Auch wenn man den Roman als Satire oder Pamphlet auffasst, können die Behauptungen des Autors nicht unwidersprochen bleiben. Schlesaks Dracula-Korrektur bedarf ihrerseits einer Korrektur, als was sich vorliegende Anmerkungen verstehen.

Zudem fragt man sich, wie der Verfasser des Auschwitz-Romans über den Apotheker Capesius Verständnis für einen sadistischen Fürsten findet, der tausende von Menschen auf die grausamste Weise hingerichtet hat. Was Schlesak in seinem neuen Roman erzählt, wird auch nicht dazu beitragen, wie beabsichtigt, Dracula- und Vampirfans von Schäßburg und der Törzburg fernzuhalten.

Michael Kroner

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Schlagwörter: Törzburg, Rezension, Dracula

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  • 26.02.2008, 16:14 Uhr von schloßberg: Ich danke dem Autor dieses Beitrags recht herzlich! Obwohl ich schon seit einigen Jahren Inhaberin ... [weiter]

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