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18. Oktober 2012

Kulturspiegel

Erinnerungen eines Tierarztes

Adrian Brandl schreibt über seinen Vater, den Tierarzt Iacob Ciuceanu, der die meiste Zeit im Kreis Hermannstadt tätig war. Während dieser Zeit wurde er nicht nur von Rumänen, sondern auch von Sachsen hoch geschätzt. Ciuceanu wurde in Raşinari als Sohn des dortigen Bürgermeisters im Jahre 1914 geboren. Brandl beschreibt das typische rumänische Dorfleben, das sich grundlegend von dem eines sächsischen Dorfes unterscheidet. Von Interesse, vor allem für Nicht-Siebenbürger, ist das Kapitel „Etwas Geschichte“, in dem Brandl auch auf die Geschicke der Siebenbürger Sachsen eingeht. mehr...

Kommentare

Artikel wurde 1 mal kommentiert.

  • Erhard Graeff

    1Erhard Graeff schrieb am 18.10.2012, 14:35 Uhr:
    Dr. Ciuceanu war mir gut bekannt. Markenzeichen: Motorrad, Lederkleidung und dunkelrote Stiefel. Respektsperson für uns Kinder.
    Man erzählt sich folgende Begebenheit: Eine Dame bringt ihr verwöhntes Schoßhündchen zum Doktor und meint, ihr Liebling habe seit mehreren Tagen "die große Sache" nicht gemacht. Dr. Ciuceanu untersucht den Kläffer und bittet die Dame aus dem Raum, während er dem Hund eine Spritze geben wird. Kaum ist die Türe geschlossen, sagt er seinem Helfer: "Bring den Knüppel, Ion!"
    Beim Anblick des zum Schlage erhobenen Knüppels besch...t sich das Hündchen vor Angst und Dr. Ciuceanu kann der Dame gegenüber auf den sofortigen Erfolg der verabreichten Spritze hinweisen. Zehn Lei auf den Tisch und alles ist gut.
    Für uns ist "Adă băţu, Ioane! - Bring den Knüppel, Ion!" zum geflügelten Wort geworden, wenn die Behandlung einer nicht allzu ernsten Erkrankung ansteht.
    In diesem Sinne...

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